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Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien

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Re: Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien
Bei vierkant innenlagern kann man ja auch eins mit längerer Achse nehmen, damit die Kurbeln und Kettenblätter weiter nach aussen kommen.
Man muss ja nicht zwanghaft an den 145-150mm Q-Faktor festhalten, ich zB vertrage auch 160mm.
 
Man kann sich auch ein Rad fertig im Laden kaufen.
Wenn man schon die Möglichkeit hat, einen Rahmen zu bauen, bei dem es ergonomisch vorteilhaft zugeht, dann kann man das auch ausnutzen.
 
Ich wäre vorsichtig, den Zug der Kette zu unterschätzen. Erstens können die Kräfte sehr hoch sein, zweitens ist die schwellende Belastung bei jedem Tritt vorhanden. Qasi perfekte Voraussetzungen für einen Lebensdauerversuch.:)

Solche Lösungen wie bei Seven sollte man sich erstmal 10 oder 20 Jahre ansehen, da gibt es mehrere kritische Stellen.

Bei Carbon sind so bananenförmige Kettenstreben deutlich unkritischer zu realisieren. Bei Metall würde ich auf 3D-Druck für den Bananenbereich zurückgreifen, bis es vielleicht mal entsprechende Streben von Columbus oder ähnlichen Herstellern gibt. Mehrteilige Lösungen mit Schweiß- Lötverbindungen haben sich in der Vergangenheit immer als anfällig herausgestellt.

Hilft einem natürlich alles nicht, wenn man heute einen Rahmen bauen möchte. Da könnte akzeptieren, daß man ein Risiko eingeht, weil man realistisch den Rahmen sowieso nur 5 Jahre fährt. Oder man überlegt, ob man das Rennen um den kürzesten Hinterbau mitmachen möchte und muß. Oder man quetscht das Schutzblech nicht auch noch zwischen die Streben und benötigt deshalb weniger Platz.
 
Hui, da war einiges los hier die letzten Tage und ich bin echt erstaunt wie viele kreative Lösungen es für dieses Problem gibt.

Letztendlich möchte ich ein klassischen Randonneur bauen und keine fahrbare Skulptur der modernen Kunst.

Der Plan bleibt also bei den 2 Optionen: neu machen oder Bleche einlöten.

Das Endprodukt muss mir optisch gefallen und dafür sind die aktuellen Dellen zu groß und zu grob.
Natürlich ist es nicht cool, dass die Streben dabei wohl zerstört werden, aber so ist es nun mal wenn man Sachen neu lernt und so lange ich am Ende eine Lösung zum Problem anbieten kann, ist es mir das wert.
 
Letztendlich möchte ich ein klassischen Randonneur bauen und keine fahrbare Skulptur der modernen Kunst.
:daumen:
Der Plan bleibt also bei den 2 Optionen: neu machen oder Bleche einlöten.
Bleche einlöten? Also die "schlechten" Stellen wegschneiden und was einsetzten? Oder Verstärkungen drauf löten?
Das Problem beim Wegschneiden und ersetzten sehe ich bei den Fügestellen. Selbst wenn die eingesetzten Stücke dicker sind hat man nur den Rohrquerschitt als Fügefläche. Bei Strebenspiegeln ist das ok, die sollen ja nur die Sitzstreben verschließen damit keine Zigarettenstummel reingesteckt werden können....
Aber an den Unterstreben sehe ich das kritisch.
Diese "Ricker-Tränen" finde ich prinzipiell nicht schlecht. Die könnte man auch so befeilen daß sie fließend in das Rohr übergehen. Das fände ich sehr elegant und vom Spannungsverlauf wird es auch günstiger.
Wenn dann Frabe drauf ist kann man es vermutlich kaum noch erkennen.
 
Der Plan bleibt also bei den 2 Optionen: neu machen oder Bleche einlöten

Bei meinen Marschallrandonneuren sind die Kettenstreben nicht einseitig eingekerbt sondern auf 11mm (!) ovalisiert.

In den dünnen Bereich hat der Rahmenbauer ein zweites Rohrstück von innen flächig eingelötet.

Von außen sieht man nichts.

Das hält jetzt seit vier Jahren und weit über 20.000km.

Wäre das eine Idee?
 
Bei meinen Marschallrandonneuren sind die Kettenstreben nicht einseitig eingekerbt sondern auf 11mm (!) ovalisiert.

In den dünnen Bereich hat der Rahmenbauer ein zweites Rohrstück von innen flächig eingelötet.

Von außen sieht man nichts.

Das hält jetzt seit vier Jahren und weit über 20.000km.

Wäre das eine Idee?
Ich kann mir das nicht genau vorstellen? Könntest du ein Foto zeigen?

Vom sehr scharfkantigen Eindellen, wie man es z.B. bei Koga M. Rahmen aus den 80ern sieht, halte ich nicht viel.

Hier mein Werkzeug zum nachträglichen Eindellen:
 
Ich hatte angenommen, dass ein Stück Rohr halbiert bzw. ein noch kleineres Stück auf der Innenseite der Strebe (von außen) aufgelötet wurde. Rohr in Rohr wie bei dir geht ja nur, wenn die Streben gar nicht gebogen sind und man ein passendes kleineres Rohr oder ein konisches Stück hat.
Jetzt ist die Ausführung klar.
 

Schickes Rad aber leider sieht man nichts von den Kettenstreben. Hast du vlt noch Bilder, auf dem man die Kettenstreben und deren Anpassung gut erkennen kann.

Schlicht ovalisiert ohne Delle ist natürlich ideal.

Ach so, Kollege Smolik:
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Den lieben Kollegen Smolik sehe ich kritisch, einerseits befürwortet er das Ausdünnen von Kurbeln und anderen Bauteilen bis auf ein Minimum und gleichzeitig sollen die Dellen gefährlicher sein.
Bisher habe ich nur wenige Rahmen mit kaputten Streben an dieser Stelle gesehen.
Ich stimme zu, dass die Dellen eine "Sollbruchstelle" darstellen, finde es aber schwierig dabei gleichzeitig die Schaffung neuer Sollbruchstellen an den Komponenten zu beschreiben.

Ich musste mich erstmal um die Gabel kümmern, die hoffentlich heute fertig wird und dann gehts mit den Streben weiter.

Erste kleinere Tests haben aber bereits gezeigt, dass mein Dimpletool Mist war und dünner, flacher und spitzer sein muss.
 
Ich finde, bei Smolik widerspricht sich das nicht unbedingt.

Erstens sind die Risse an diesen klassischen Eindrückungen der Kettenstreben einfach Erfahrung, die kamen und kommen ja vor. Vor allem, wenn diese scharfen Sicken gedrückt werden, die eben Unstetigkeiten und im Zweifelsfall sogar kleinste Anrisse erzeugen. Sind eben simpler herzustellen als kontinuierliche Übergänge und sehen so herrlich traditionell aus.
Zweitens war sein Tuning oft darauf ausgelegt, eben solche Sprünge und Kerben zu vermeiden und einen sinnvollen Kraftfluß zu erzeugen. Wenn man eine blöde Stelle entschärft, kann ein Bauteil gleichzeitig mit weniger Material haltbarer sein. Aber klar, nicht alles, was er angepackt hat, war sinnvoll, teils ist er etwas über das Ziel hinausgeschossen... Ein paar Frässpezialisten der 90er Jahre hätten aber besser mal ein wenig in den Tour Heften der 80er geblättert... :)
 
So die Gabel ist nun endlich fertig.
Nach wie vor finde ich es am schwierigsten die Gabel zu bauen, weil es so kleinteilig ist und man sich keine Fehler erlauben darf!

Diese Krone war bisher der Endboss mit den innenliegenden Fenstern.... 😅

Ergebnis gefällt mir sehr gut und auch die Vorbiegung ist optisch endlich mal so wie ich es will.

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