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Der AntiFred der Protagonisten (Ciclistas Mötörhead)

Hier gibts mal wieder eine kleine Baustelle oder besser gesagt Schönheitsreparatur/Restauration am Spät-Youngtimer.
Es geht um "Softlack" und die Probleme damit, wenn er ins Alter kommt. Kennt bestimmt manch einer.
Um die 2000er war diese Art der Innenraumverzierung ja Markenübergreifend sehr populär und tatsächlich eine gutaussehende Sache mit schöner Haptik. Nach 15-20 Jahren neigt diese gummiartige Oberflächenbeschichtung allerdings dazu sich wieder in seine Bestandteile zu verflüchtigen und die einst tolle Optik verwandelt sich in ein unansehnliches, unanfassbares, klebriges Armageddon.
Auch meine Karre hats nun erwischt. Nach 25 Jahren zwar ziemlich spät erst, was aber daran lag, dass ich die Problematik kannte und deswegen schon seit etlichen Jahren das befingern dieser Teile, speziell der Mittelkonsole tunlichst vermied, um die Aktion die jetzt gerade im Gange ist, solang wie möglich hinaus zu zögern.
Irgendwann ist der Lack aber selbst bei größter Vorsicht chemisch so fertig, das sich selbst Staub nicht mehr sachte davon wegwischen lässt, sondern sich als Spezial Effect in der Lackoberfläche verewigt.
Lange Rede kurzer Sinn, es wurde beschlossen diesem Ungemach jetzt in der Ruhesaison über den Winter ein Ende zu bereiten und den platten Softlack endlich zu entfernen und die Teile ggf. in Schwarz Seidenmatt wie Original lackieren zu lassen.
Aus dem Vorhaben wurde eine auf jetzt schon vorverlegte Hauruck-Aktion, denn wenn der Winter erst da ist und in der Garage erst so richtig mies und kalt, wird diese Arbeit noch widerlicher als sie eh schon ist und die alten Kunststoffe noch bruchfreudiger.
Im Prinzip ist die Sache jetzt bereits schon weitgehend durch und soweit fertig und der belastende Softlack schon Geschichte. Morgen gehts dann an den Wiedereinbau der gesamten Mittelkonsole+Radio.

Der Ausbau war der blanke Horror, insbesondere der Aschenbecher entpuppte sich als widerspenstiges Epizentrum der Angelegenheit mit den unglaublichsten Anschraubpositionen. Die jeweiligen, rückseitig befindlichen Schrauben erstmal zu finden/zu erfühlen, freizubauen und dann extrabeschwerlich von hinten per Verlängerung und Spiegel ohne direkten Sichtkontakt herauszukriegen war schon epische 💩 . Hatte man damals wohl so nicht vorgesehen, das der Aschenbescher als mech. Bindeglied zw. oberer und unterer Mittelkonsole eines Tages jemals wieder demontiert werden würde/müsste.
Zudem ist bei allem größte Vorsicht angesagt, denn die filligranen Plastikgewinde und Teile an der Konsole waren vor 20 Jahren schon nicht mehr die besten. Ginge dabei was in die Brüche, gäbs anschliessend derbe, oberunnötige Wiederbeschaffungs- oder Reparaturprobleme.

Mit dem Ergebnis der Entlackung per Backofenspray bin ich momentan so zufrieden, dass sich eine Neulackierung der Teile erstmal erübrigt. Man hat zwar jetzt die blanke ABS-Plastikoberfläche da liegen, welche aber mit einem durchaus annehmbaren, cleanen Finish überraschte. Werde nächste Saison einfach mal so fahren und schauen, ob das praktikabel ist. Im Zweifel könnte man nächsten Winter immernoch zum Lackierer damit rennen.

Ein paar Bilder der Sache:
Zustand der Mittelkonsole vorher. Ging noch optisch aber sobald man es anfasste, wurden die Finger schwarz und der klebrige Lack verflüssigte sich spontan.
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Softlack mit Kampfspuren vom Ausbau
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Lackauflösen mit Backofenspray, Einwirkzeit 0,5-1h
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Links das entlackte pure Plastik, rechts noch mit altem "Soft"-Lack im Wortsinn
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Status Quo der Mittelkonsole. Der hintere Teil um die Handbremse kam auch noch raus.
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Aschenbecher und obere Mittelkonsole einbaufertig ohne Lack im Plastiklook
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Re: Der AntiFred der Protagonisten (Ciclistas Mötörhead)
Sieht gut aus :daumen:

Fiat hätte sich den Softlack glatt sparen können, sieht mit nicht unbedingt besser aus.

Mir blüht das gleiche bei meinem W220 und R230, dort sind die Tasten am Lenkrad bzw. für die ZV im Innenraum mit Softlack überzogen und auch der wurde schon klebrig.
 
BMW V8? Der Motor ganz unten.
Leider bin ich kein BMW-Autoexperte, der gezeigte Motor befindet sich in einem hinreißenden Sportcoupe der 60er.
Die Sammlung ist auch so umfangreich und einmalig (neben den unvermeidlichen
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vorallem BMW Ralley-, Renn- und frühe Tuningwagen der 70er, aber auch Kuriositäten wie z.B. Goggos, dass ich bereits nach einer halben Stunde reizüberflutet betäubt war.
Außerdem gedanklich auf meine Neuerwerbung fixiert.
Es hätte Tage gebraucht, eine gute Dokumentation anzufertigen und alles zu erfragen.
 
Die beiden Ferraris hat er mit bedacht ausgewählt, der Scuderia ist letzte Ferrari V8 mit automatisiertem Getriebe ( und der vorletzte Sauger), der F8 Tributo ist der letzte V8(Turbo) Ferrari Sportwagen ohne Hybrid Technik.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass die Sammlung nach dem Ableben des illustren Sammlers aufgelöst wird.🤔
 
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