• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Oh mein Gott!
Er hat einen Physik-LK besucht :eek:

Aber aufgepasst hat er nicht...

Ein unbelasteter Reifen hat theoretisch eine punktförmige Auflagefläche und somit eine infinitesimale Tragfähigkeit.
Wird er belastet drückt sich das Profil ein (wobei die Volumenänderung klein im Verhältnis zum Gesamtvolumen ist) und die Kontaktfläche (hinter welcher ja nunmal ein Überdruck steht) vergrößert sich, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt ist.
Die Druckänderung ist sehr klein (im adiabaten und reversiblen Fall proportional zur Volumenänderung).
 

Anzeige

Re: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Auch brauchen in der Regel schmälere Winterreifen keinen höheren Luftdruck als ihre Sommerkollegen - sie sind zwar schmäler, haben aber auch einen höheren Querschnitt, d.h. das innere Volumen bleibt gleich (bzw. ähnlich).
Nur beim Wechsel von sehr breiten Prolo-Reifen mit kleinem Niederquerschnitt (unter ca 45%) auf schmale Reifen muß der Luftdruck verändert werden ( in diesem Fall sogar erniedrigt ). Hat aber nichts mit Sommer-oder Winterreifen zu tun, sondern vom inneren Luftvolumen des Reifens und Gewicht des Fahrzeugs (bzw. der Gewichtsverteilung).

das ist IMHO nicht richtig , 1. brauchen Niederquerschnittsreifen mehr Druck weil die Tragfähigkeit geringer ist und 2. benötigen schmalere Reifen mehr Druck (analog Fahrradreifen)
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

infinitesimale Tragfähigkeit

Jesses! Was ist denn das?

Ansonsten finde ich moinsayers Erklärung relativ einleuchtend. Ich meine, wir sind uns ja einig, dass der Druckanstieg minimal ist. Mir ist die Nacht über die Ansage mitm dem LKW-Reifen durch den Kopf gegangen und ich stelle mir die Frage, wieso der auf 9bar aufgeblasen wird und was passieren würde, wenn er nur mit drei bar aufgeblasen würde.
Zu ersterem meine ich, dass, analog zu moinsayer, einleuchten würde, dass man so viel Vorlast (ähnlich einer vorgespannten Feder, sagen wir mal am MTB) drauf gibt, dass das Verhältnis auch beladen so ist, dass der Reifen nicht allzusehr nachgibt.
Zum Zweiten sieht es ja so aus, dass bei niedrigem Luftdruck im Reifen -unbeladen, der Reifen beladen immer mehr in die Knie geht, bis man entweder auf der Felge steht oder das Verhältnis wiederum ausgeglichen ist.
Dies geht meiner Meinung nach nur durch eine Änderung des Volumens (niedriger Ursprungsdruck-beladen grosse Volumen- und damit Druckänderung, hoher Urspungsdruck-beladen kleine Volumen- und Druckänderung) und somit einer Änderung des Reifendrucks...
:confused:
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

das ist IMHO nicht richtig , 1. brauchen Niederquerschnittsreifen mehr Druck weil die Tragfähigkeit geringer ist und 2. benötigen schmalere Reifen mehr Druck (analog Fahrradreifen)
Das bedeutet aber doch pfeilgerade:

3. Alle Reifen brauchen mehr Druck.

Was willst du uns damit sagen? Bist du Luftpumpenfabrikant?
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Zu ersterem ...
Zum Zweiten ...

Was denn los? Du hast es doch kapiert!

Nochmal zurück zum Ballon, weil dieses Beispiel jeder versteht.

Wer schon einmal einen solchen aufgeblasen hat, wird gemerkt haben, daß man kurz vorm Platzen des Ballons mehr Kraft aufwenden mußte, um Luft hineinzubekommen. Der Ballon kann also eine Druckerhöhung nicht beliebig mit einer Volumenvergrößerung kompensieren, aber DANN erst bliebe der Druck immer gleich. In der Realität steigt der Druck an, je mehr das Material des Ballons gedehnt wird. Übe ich nun mit der Hand eine Belastung aus, dann dehnt sich der Ballon seitlich stärker aus. Der Druck im Ballon steigt, bis er platzt.

Bei Reifen ist dies auch so. Nur haben diese eine stabilere Hülle als ein Ballon, können sich weniger ausdehnen, das Prinzip aber ist gleich. Druckunterschiede bei normaler Belastung sind minimal, da die Volumenänderung durch die Belastung auch nur minimal ist. Das hatten wir schon.

Nun zum LKW-Reifen. Dieser ist so konstruiert, daß er enorm hohe Drücke aushalten kann. Dies ist nötig, da er sich nur wenig unter Belastung verformen darf. Er muß 1000e km halten, wenn das Profil am Ende ist, wird nochmal nachgeschnitten, und der Reifen rollt weiter. Das Material sollte also wenig gewalkt werden.

Wenn sich der Druck bei einem mit 9bar "gefüllten" LKW-Reifen unter Beladung KAUM erhöht, so liegt das eben an dem enorm hohen Druck. D.h. der Reifen verformt sich kaum, es kommt zu kaum einer Volumenminderung. Würde man selbigen Reifen mit 3 bar aufpumpen, so käme es unter Belastung zu einer stärkeren Volumenminderung, der Druck stiege stärker an, und zwar so weit, daß der Druck im Reifen den LKW in der Schwebe hält (die Steifigkeit der Reifenflanken vernachlässige ich jetzt mal).

Ein Beispiel aus der Luft gegriffen, nicht berechnet:

1. Ein LKW, beladen mit 20 Tonnen. Keine Luft auf den Reifen. Er steht auf den Felgen.
2. Ich pumpe Luft auf. Bei 4 bar (?) beginnt die Felge, sich zu heben, der LKW schwebt auf dem Luftpolster. Ich pumpe weiter auf, und so lange das Volumen sich ohne weiteren Widerstand erhöht (d.h. die Reifen werden praller, der LKW kommt höher), bleibt der Druck konstant.
3. Die Reifen sind nun auf das maximale Volumen aufgepumpt, mit 4 bar. Der LKW könnte nun fahren, aber nur, wenn er jetzt nicht weiter beladen würde.
3.1. Er wird weiter beladen bis 40 Tonnen- die Reifen werden wieder eingedrückt, bis ich sie weiter aufpumpe, V sinkt, es stellt sich immer ein Gleichgewicht zwischen Innendruck des Reifens und der Beladung her, in dem Fall bei 7 bar (?). Ich gebe wieder Luft hinzu, V steigt, p bleibt gleich, bis Vmax erreicht ist.
3.2. LKW wird nicht weiter beladen, Vmax des Reifens kann bei 4 bar erreicht werden.
4. Man kann Vmax des Reifens also immer mit einem Mindestdruck erreichen(bis auf eine geringe Elastizität, die dem Reifen bei weiterem Aufpumpen noch weitere geringe Ausdehnung erlaubt), der sich irgendwie proportional zur Belastung verhält. Bei diesem Mindestdruck ist ein Gleichgewicht hergestellt, der Reifeninnendruck hebt die Last des LKW buchstäblich auf.
5. Erhöhe ich den Reifendruck weiter, bis 9 bar (?), so ist dieses Gleichgewicht nicht mehr gegeben, V kann nicht mehr steigen. Der Druck im Reifen ist also viel höher, als die maximale Beladung des LKW benötigte, um vom Luftpolster getragen zu werden.

DAHER wird es bei einem stark überhöhten Druck bei Belastung kaum eine Druckerhöhung geben. Das ist so, als würde man auf ein RR mit 10 bar ein Kind setzen... der Reifen wird sich kaum eindrücken, der Druck also kaum steigen. Und auch ein Erwachsener wird diesen Reifen nicht sonderlich eindrücken können, da der Reifendruck so bemessen ist, daß nicht jede Bodenwelle gleich zur Felge durchschlägt.

Druckerhöhung bei Belastung ist also immer auch eine Frage des Anfangsdrucks, d.h. ob eine Zunahme der Belastung zu einer Volumenminderung führt oder nicht.

@Tozzi: Das war die Begründung für Dein Beispiel aus der Praxis. Und ich habe den Begriff E-Modul falsch verwendet. Asche auf mein Haupt. Bei Gummi kann man (wahrscheinlich?) nicht von linear elastischem Verhalten ausgehen. Umgangssprachlich vom E-Modul als Kraft zu reden, halte ich hingegen nicht für so falsch. Es ist der Widerstand, den ein Körper seiner Verformung entgegensetzt. Kraft und Gegenkraft- umgangssprachlich. Und- natürlich- DER E-Modul. :bier:
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Das bedeutet aber doch pfeilgerade:

3. Alle Reifen brauchen mehr Druck.

Was willst du uns damit sagen? Bist du Luftpumpenfabrikant?

wieso?
breitere Reifen fallen nicht in das Raster und sind nicht zwingend mit Niederquerschnitt

P.S.
habt ihr alle nen Clown gefrühstückt
alf05.jpg
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Darf ich auch meinen Senf dazugeben?:
... Ein unbelasteter Reifen hat theoretisch eine punktförmige Auflagefläche
Ich würde sogar sagen, eine infinitesimalen Punkt mit wenig Fläche.

(im adiabaten und reversiblen Fall proportional zur Volumenänderung).
Die Hysterese aufgrund der thermischen Ableitung bitte nicht unterschlagen.

Pfeffre und Salz
Der alfine Partialdruck bringt meinen E-Modul um
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

@jonasonjan

Hä?.

Deinen Kommentar versteh ich net!.

Vom Luftablassen bei Last hab ich wirklich noch nix gehört, auser es geht bei Lastfahrzeugen um die geringere Belastung des Untergrundes durch die Vergrößerung der Auflagefläche. Das hat mit unserem Problem hier aber auch rein gar nix zu tun.

Solltest mit dem Verteilen von (Schul-) Noten etwas zurückhaltender sein, wenn du selbige nicht so lang bzw. erfolgreich besucht hast;) .

Gruß
ltz400

Hast es gemerkt! So ein Mist, aber es stimmt, ich bin mit 21jahren vorzeitig ausse Grunzschule entlassen!:(
 
Alles falsch, richtig ist:

Soeben getestet, Tufo S 3 Lite 21mm auf 10 bar aufgepumpt, 10 bar gemessen, 74kg draufgesetzt, gemessen 10 bar, Druckänderung im nicht messbaren Bereich! :dope:
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Mit einem entsprechenden Manometer hättest Du was gemessen?

So was hier sollte Licht ins Dunkel bringen
lex1.gif
 
3 Stellen hinterm Komma und geeicht? Mir genügt 1 Stelle hinterm Komma und da ändert sich nichts!! :) Könntest den Test ja mal mit dem 3-stelligen Manometer machen! Ist ja ganz einfach.
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Alles falsch, richtig ist:

Soeben getestet, Tufo S 3 Lite 21mm auf 10 bar aufgepumpt, 10 bar gemessen, 74kg draufgesetzt, gemessen 10 bar, Druckänderung im nicht messbaren Bereich! :dope:

Das heißt, Du bist zu leicht, um eine meßbare Druckerhöhung zu erzeugen.

Oder Du brauchst einen exakteren Druckmesser. Dann solltest Du das Experiment wiederholen- mit 1 bar, 2 bar, 3 bar, ..., denn wie schon geschrieben ist die Druckerhöhung abhängig vom Reifendruck vor der Belastung. Außerdem auch von der Belastung an sich und letztlich von der Verkleinerung des Reifenvolumens durch die Last. Um ein Volumen zu haben, welches genügend zusammengedrückt werden kann (damit man ein messbares Ergebnis erhält), solltest Du ein MTB zum Testen nehmen.

Mit dem RR habe ich folgendes getestet: Druck auf 1 bar, durch Zusammendrücken des Reifens mit beiden Händen konnte ich den Druck um 1/4 bar erhöhen. Wenn ich auf dem RR saß, konnte ich das Manometer nicht so gut beobachten, daher die Belastungssimulation per Hand.
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Alles falsch, richtig ist:

Soeben getestet, Tufo S 3 Lite 21mm auf 10 bar aufgepumpt, 10 bar gemessen, 74kg draufgesetzt, gemessen 10 bar, Druckänderung im nicht messbaren Bereich! :dope:


Ein beispiel aus der Praxis, von mir täglich ausgeübt!
Ich drücke mit Daumen und Zeigefinger die Drosselvenen am Hals zu!
Was geschieht? Steigt der Hirndruck, oder fällt er gar, vielleicht steigt er sogar??
De Test nennt man "Queckenstedt".:D
 
Da ich das mit meinem Rennrad versucht habe und ich mein Rennrad nicht mit 1 bar fahre, ist der Test uninteressant. Fahre die Reifen mit 10 bar und mit 10 bar habe ich das versucht. Beim draufsitzen dellt der Reifen praktisch bei 10 bar nicht ein. Pumpe doch dein MTB mal auf 5 bar auf und versuche den Reifen zusammen zu pressen um den Druck im Reifen zu erhöhen :dope:
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Da ich das mit meinem Rennrad versucht habe und ich mein Rennrad nicht mit 1 bar fahre, ist der Test uninteressant. Fahre die Reifen mit 10 bar und mit 10 bar habe ich das versucht. Beim draufsitzen dellt der Reifen praktisch bei 10 bar nicht ein. Pumpe doch dein MTB mal auf 5 bar auf und versuche den Reifen zusammen zu pressen um den Druck im Reifen zu erhöhen :dope:

Der Reifeninnendruck wird sich erhöhen,da beisst die Maus keinen Faden ab!
Wenn du es nicht messen kannst, dann liegt es wohl an deinem Messinstrument!
Trolliges Thema!:lol:
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Ich würde immer mit 8 bar messen, so wie eine angesehene Hochleistungsfachzeitschrift das immer macht...

Pfeffer und Salz
 
AW: Erhöht sich Reifendruck bei Belastung?

Wenn ich nen Reifen mit Druck x aufpumpe,

Da ich das mit meinem Rennrad versucht habe und ich mein Rennrad nicht mit 1 bar fahre, ist der Test uninteressant.

Das ist richtig. Aber wie Du im ersten Zitat lesen kannst, ging es dem Threadersteller um einen Druck x, er wollte also eine allgemeingültige Antwort. 10 bar interessiert sicher Dich und mich in der Praxis, aber nicht den Threadersteller hier im Forum.
 
Das ist doch absoluter Nonsens: Wenn ich in den Reifen 1 bar Druck mache und presse den halb zusammen, habe ich im halben Restreifen 2 bar. :lol:
 
Zurück