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Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

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Re: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Mal kurz zurück zum Thema:
Ich bin 38, betreibe seit 30 Jahren Radsport als Leistungssport und bin mit Frau, 2 Kindern (4 und 8 Jahre), Hund (11 J :D), Haus, 8 Fahrrädern und anderen Hobbys (Reisen mit Familie, VW-Bus restaurieren...) ganz gut ausgelastet. Ach ja, ich arbeite auch noch 8h/Tag.
Ich war bis zum ersten (Wunsch)Kind sehr gut trainiert (ca. 20-50 Wettkämpfe/15-20 t km pro Jahr) und hab auch ganz gut was gerissen. Mit einem Kind dachte ich, das kann mit ein paar Einschränkungen so weitergehen. Gings auch, solange unsere Tochter noch klein war und ihre Ansprüche (essen/trinken, schlafen) recht planbar waren (also ca. die ersten 1-1,5 Jahre). Mit 2 (Wunsch)Kindern in unterschiedlichem Alter wirds dann schwieriger- der eine kann schon was der andere noch nicht mag und so bekommt der Faktor Zeit einen sehr hohen Stellenwert. Da meine Frau natürlich auch arbeitet und nicht nur Hausmuttchen ist muss man sich dann gut organisieren um Allem und Allen gerecht zu werden.
Irgendwann stellt sich aber die Frage: was will ich denn? Für den Tour-Sieg ist der Zug eh abgefahren ;), also: fit zu sein und bei (Hobby-)Rennen gut abzuschneiden, dafür aber meinen Kindern einen schönen Start ins Leben zu ermöglichen (Zeit mit ihnen, Wertevermittlung etc.) ist mir tausendmal mehr wert als bei Lizenzrennen 12. zu sein! Für die ersten prägenden Jahre sollte man die eigenen Interessen ruhig etwas zurückstellen (was nicht heisst, das man sein Leben aufgeben soll), die Kinder werden es einem später danken.

Dank Schichtdienst kann ich öfter mal vormittags (wenn die Kinder in den Bildungsanstalten sind) trainieren, ansonsten fahre ich oft sehr früh (5 Uhr) und habe dann mein Training hinter mir wenn ich die Familie fürs Frühstück wecke, den Arbeitsweg (normal 12 km) auf 50-100km zu verlängern funktioniert dank Wechselsachen und Dusche bei der Arbeit auch gut. Das ist auf Dauer aber auch etwas stressig, und ich muss öfter mal die Notbremse ziehen (geplantes Training runterfahren oder mal aussetzen), aber lieber so als im Ohrensessel vorm Fernseher sterben.
Kurzum: ich komme so momentan auf ca. 10t Rad-km/Jahr, wovon die Familie kaum was mitbekommt, habe viel Zeit für die Kinder und wir haben ein schönes Leben.

Übrigens ist meiner Frau an der Altersstatistik der Vätternseerunde aufgefallen, das der überwiegende Teil der Starter 40+ sind. Es gibt ihn also doch, den zweiten Frühling! :)

Alex
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Mal kurz zurück zum Thema:
Ich bin 38, betreibe seit 30 Jahren Radsport als Leistungssport und bin mit Frau, 2 Kindern (4 und 8 Jahre), Hund (11 J :D), Haus, 8 Fahrrädern und anderen Hobbys (Reisen mit Familie, VW-Bus restaurieren...) ganz gut ausgelastet. Ach ja, ich arbeite auch noch 8h/Tag.
Ich war bis zum ersten (Wunsch)Kind sehr gut trainiert (ca. 20-50 Wettkämpfe/15-20 t km pro Jahr) und hab auch ganz gut was gerissen. Mit einem Kind dachte ich, das kann mit ein paar Einschränkungen so weitergehen. Gings auch, solange unsere Tochter noch klein war und ihre Ansprüche (essen/trinken, schlafen) recht planbar waren (also ca. die ersten 1-1,5 Jahre). Mit 2 (Wunsch)Kindern in unterschiedlichem Alter wirds dann schwieriger- der eine kann schon was der andere noch nicht mag und so bekommt der Faktor Zeit einen sehr hohen Stellenwert. Da meine Frau natürlich auch arbeitet und nicht nur Hausmuttchen ist muss man sich dann gut organisieren um Allem und Allen gerecht zu werden.
Irgendwann stellt sich aber die Frage: was will ich denn? Für den Tour-Sieg ist der Zug eh abgefahren ;), also: fit zu sein und bei (Hobby-)Rennen gut abzuschneiden, dafür aber meinen Kindern einen schönen Start ins Leben zu ermöglichen (Zeit mit ihnen, Wertevermittlung etc.) ist mir tausendmal mehr wert als bei Lizenzrennen 12. zu sein! Für die ersten prägenden Jahre sollte man die eigenen Interessen ruhig etwas zurückstellen (was nicht heisst, das man sein Leben aufgeben soll), die Kinder werden es einem später danken.

Dank Schichtdienst kann ich öfter mal vormittags (wenn die Kinder in den Bildungsanstalten sind) trainieren, ansonsten fahre ich oft sehr früh (5 Uhr) und habe dann mein Training hinter mir wenn ich die Familie fürs Frühstück wecke, den Arbeitsweg (normal 12 km) auf 50-100km zu verlängern funktioniert dank Wechselsachen und Dusche bei der Arbeit auch gut. Das ist auf Dauer aber auch etwas stressig, und ich muss öfter mal die Notbremse ziehen (geplantes Training runterfahren oder mal aussetzen), aber lieber so als im Ohrensessel vorm Fernseher sterben.
Kurzum: ich komme so momentan auf ca. 10t Rad-km/Jahr, wovon die Familie kaum was mitbekommt, habe viel Zeit für die Kinder und wir haben ein schönes Leben.

Übrigens ist meiner Frau an der Altersstatistik der Vätternseerunde aufgefallen, das der überwiegende Teil der Starter 40+ sind. Es gibt ihn also doch, den zweiten Frühling! :)

Alex



:daumen: Meinen ganz fetten RESPEKT! :daumen:
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Hallo Racingralfi,

ich habe die ganzen Beiträge garnicht gelesen, da kriege ich nur Kopfschmerzen davon. Ob du es nun hören willst oder nicht, die Wahrheit ist tatsächlich, daß dein Zeitmanagement auf einer schlechten Basis steht, und damit meine ich:

1. Deine Ziele sind ungünstig, für jemanden, der wenig Zeit hat: Warum fährst du nicht mehr oder weniger flache Jedermannrennen statt eines Bergmarathons wie den Ötzi? Bist du ein ausgesprochener Bergfahrer, vom Typ her? Vielleicht hast du andere Talente: Sprintschnelligkeit, Spritzigkeit usw. die man auch mit weniger Training zur Geltung bringen könnte.

2. Deine Prioritätensetzung ist nicht konsequent und nicht mit deinem Umfeld abgestimmt: Im Grunde ist das die alte Leier: "Wasch mich, aber mach mich nicht naß!" Ab einem bestimmten Punkt kann man einfach nicht mehr widersprüchliche Dinge beibehalten. Und ein Umfeld, das nicht voll und ganz hinter einem steht, kann man sich dann halt nicht erlauben.

3. Es gibt Typen, die schaffen es, jedes Minütchen aus ihrem engen Zeitplan rauszuquetschen und es gibt welche, die können das nicht. Ich kenne das Beispiel eines Chefarztes, der im Sommer 1.500 und mehr km im Monat fährt und das wunderbar mit Beruf, Familie usw. unter einen Hut bringt. Das sind die "Disziplin-Typen". Die brauchen dann meistens auch keine Tipps, wie man das "technisch" umsetzt, das kriegen die dann schon hin. Gehörst du aber nicht zu dem Typ, kannst du es vergessen.

4. Wenn es aber doch deiner Meinung nach an "Tricks" rund ums Zeitmanagement geht, dann schau mal in andere Foren, wo es um Management-Strategien, Zeitmanagement usw. geht. Da wirst du schneller fündig als ausgerechnet in einem Radsportforum, wo die meisten dieses Problem gelöst haben - haben sie??? ;-)

Zusammengefaßt: Du brauchst nicht Tipps, um deine Ziele umzusetzen, sondern Tipps, welche Ziele du dir stellen solltest.

Ich weiß, die Wahrheit tut weh, aber so ist das.

Gruß

k.
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

...Zusammengefaßt: Du brauchst nicht Tipps, um deine Ziele umzusetzen, sondern Tipps, welche Ziele du dir stellen solltest...


Der TE sollte sich fragen: will ich ein guter Vater/Ehemann sein oder ein guter Radfahrer? Also Prioritäten setzen (Familie oder Rad), dann die freie Zeit entsprechend anpassen. Aus eigener Erfahrung lässt sich Beides auf Dauer schlecht vereinbaren, irgendwas kommt zu kurz oder man ruiniert sich gesundheitlich weil man 18h/Tag auf 100% läuft. Die tollen Tipps (wie in der aktuellen Tour) sind vielleicht eine gute Hilfestellung aber zu allgemein gehalten um auf die individuellen Bedingungen einzugehen. Beispiel: wenn ich statt 30min Mittagspause 90min Pause nutze um zu trainieren muss ich entsprechend länger arbeiten, kann dann aber nicht rechtzeitig die Kinder abholen, also funktioniert das schonmal nicht. Deshalb sollte man sich zuerst fragen: was ist mir wichtig, worauf kann ich verzichten? Dann kann man anfangen zu planen.

Alex
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

... Aus eigener Erfahrung lässt sich Beides auf Dauer schlecht vereinbaren...
Schlecht vereinbar heißt aber, daß es tatsächlich Leute gibt, die das schaffen. Ich kenne z.B. einen. Aber es ist wirklich der einzige von dieser "Sorte", den ich kenne. Und jemand "von dieser Sorte" stellt nicht solche Fragen in einem Forum.

Fazit: Der TE wird sich entscheiden müssen.
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Ich kenne keinen der in allen Sachen gut ist, dafür im Freundes-/Bekanntenkreis
-mind. einen, der super im Job ist, seine Familie aber nur am Wochenende sieht und auch nur ein paar hundert km/Jahr Rad fährt
-einen, der auf dem Rad in der Weltelite vorn mitfährt, das aber auch hauptberuflich macht
-mind. einen, der einen geregelten Bürojob hat, mit der Familie viel Zeit verbringt, dafür aber nicht Rad fährt
-mind. einen, der einen zehrenden Job hat, radmäßig ganz gut ist, aber keine Familie hat
usw. usf.- ein Bereich kommt immer zu kurz.

Ich habe mal ein Interview über Kurschat, der ja auch Familie und 3 (?) Kinder hat, gelesen, da stand sinngemäß das er extra eine Wohnung angemietet hat um Ruhe zu haben :eek:.
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Ich kenne keinen der in allen Sachen gut ist, dafür im Freundes-/Bekanntenkreis ...
Wie gesagt, unsere Erfahrungen decken sich ja beinahe: Wenn du sagst, du kennst keinen und ich nach über 40 Jahren Rad(renn)sport sage, "Ich kenne einen einzigen" - Fakt bleibt: Es ist kaum bis garnicht möglich. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum jemand das wollen sollte: Wenn er Erfüllung mit seiner Familie findet, braucht er keinen "Ötzi" und umgekehrt... (nicht hauen! ...)

Ich kenne z.B. noch einen anderen: Der hat wenig Zeit, wg. "Beruf und Familie", aber er fährt auch Jedermann-Rennen. Und er ist glücklich, wenn er einen guten Schnitt erreicht. Natürlich sagen ihm andere dann: "Den Schnitt erreiche ich im Training" - aber das ficht ihn nicht an. Weil er weiß, was er will... ;-)

Gruß

k.
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Da hat sich's überschnitten:
Dann sollte "der Eine" dochmal hier antworten. Das Problem tausender radfahrender berufstätiger Väter wäre gelöst. ;)
Dein Smiley sagt es ja schon. Abgesehen davon wäre es wahrscheinlich sinnvoller der "Andere" (der, der mit dem geringen Schnitt zufrieden ist) würde seine Erfahrungen preisgeben. Das würde eher helfen.

Die meisten Menschen, die unglücklich sind, sind es deswegen, weil sie ihre Grenzen nicht erkannt haben und sich falsche Ziele setzen. Das heißt nicht, daß die Ziele nicht hoch sein dürfen, aber sie müssen zu der Person, zu ihrem Charakter passen.

Gruß

k.
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Ja, da hast Du wohl recht. Ich denke aber, das wir radmäßig über ein Niveau deutlich über dem des Sonntagsfahrers reden.
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Ich denke, wir liegen da in etwa auf einer Linie, Stubenhocker. Ich frage mich allerdings bei solchen Diskussionen hinterher immer: Hat es dem Frager/TE auch was gebracht?

Jedenfalls hat es mir was gebracht: Jetzt ist das Essen soweit "gerutscht", daß ich noch 'ne Runde "kurz & knackig" auf dem Rad drehen kann...

Gruß

k.
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Ich denke, wir liegen da in etwa auf einer Linie, Stubenhocker. Ich frage mich allerdings bei solchen Diskussionen hinterher immer: Hat es dem Frager/TE auch was gebracht?

Da kann er ja mal was schreiben, wobei man das aber auch über einen längeren Zeitraum durchhalten sollte- 3 Wochen kriegt man immer gebacken.

Jedenfalls hat es mir was gebracht: Jetzt ist das Essen soweit "gerutscht", daß ich noch 'ne Runde "kurz & knackig" auf dem Rad drehen kann...


Mir auch: wenn ich um 16 Uhr mit der Arbeit fertig bin, die Kinder abgeholt habe und um 20 Uhr das gemeinsame Abendbrot verdaut ist: für 2h ab auf die Rolle, damit der neue Tag früh um 5 wieder anfangen darf. :D
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

Ja, da hast Du wohl recht. Ich denke aber, das wir radmäßig über ein Niveau deutlich über dem des Sonntagsfahrers reden.

und das verlieren leider viele aus dem auge, bzw. lassen sich hier von einigen kirre machen.
sicher gibt es immer "familienüberflieger". die, die mit ein "paar" km training im jahr richtig gute leistungen bringen und die, die viele km fahren können, da sie mit 4 stunden schlaf auskommen.
dazwischen liegt die breeeeeite masse, zu der ich auch gehöre.
für mich persönlich stehen beruf und familie auf einer stufe, das hobby steht hinten an. ich komme nicht auf 10000km und mehr im jahr, nicht mal annähernd, lasse mir aber auch nicht einreden, dass ich kein rennradfahrer bin, weil ich nicht ständig auf dem rad sitze.
ich sage aber auch keinem, das er ein schlechter vater/mutter ist, weil er dem sport den vorrang gibt.
das muss jeder für sich entscheiden.
nur sollten die meisten bedenken, dass nicht alles wahr ist, was die leute so erzählen, vor allem nicht im internet ;)

mfg
frank
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

ich komme nicht auf 10000km und mehr im jahr, nicht mal annähernd, lasse mir aber auch nicht einreden, dass ich kein rennradfahrer bin, weil ich nicht ständig auf dem rad sitze.


...das ist ja auch der Witz bei diesen "wieviel-kilometer-fahrt-ihr-im-jahr-umfragen": es kommt nicht auf den Umfang an, sondern aufs WIE! Denn durch das Zeitproblem habe ich gelernt das Training effektiv zu gestalten und das bringt mehr als wie ein Blöder jede freie Minute auf dem Rad zu verbringen.
 
AW: Training,Beruf, Familie.... wie macht ihr das ??

es bringt mehr und es entspannt die situation zu hause ;)
wenn ich die kids ins training bringen, habe ich, im sommer, auch mal die inliner dabei. anstatt 20 min nach hause zu fahren, eine tasse kaffee zu trinken und wieder 20 min zum stadion zu fahren, laufe ich 60-70 min mit den inlinern.
es muss ja nicht immer mit dem rad sein, man sollte auch alternativen mit einbeziehen. die meisten bringen, bei geringerem zeitaufwand, auch genügend.
die wenigsten im forum und auch allgemein, brauchen ein reines radsportraining.

mfg
frank
 
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