Die Google Maps Fahrradnavigation ist gefragter denn je. Über 69 Prozent mehr Anfragen nach Radrouten gingen bei Google seit Februar 2020 ein. Unter anderem deshalb baut Google die Funktion derzeit gezielt schrittweise aus. Hier die Infos.

Neuheiten der Google Fahrradnavigation kurz & knapp

  • Routenberechnung wird ständig optimiert
  • Kommunen können Radwege leichter einstellen
  • Leihrad-Netze werden besser berücksichtigt

Die Google Maps Fahrradnavigation ist vor allem für Alltagswege eine beliebte Anwendung. Während sie sich für sportlichen Toureneinsatz auf dem MTB oder Rennrad weniger empfiehlt, ist sie für die Gelegenheitsnutzung beliebter als je zuvor. Um 69 Prozent soll die Anzahl der Suchanfragen nach passenden Wegen fürs Fahrrad seit Februar 2020 zugenommen haben. Und im Juni 2020 soll sie ein Rekordhoch erreicht haben.

Routenberechnung

Die Google Maps Anwendung berechnet Radrouten von A nach B und zieht dazu verschiedene fahrradspezifische Faktoren heran, für die Google eine Datengrundlage besitzt. So sollen verschiedene Arten von Radwegen, aber auch Straßen und Wege, die fürs Fahrrad weniger geeignet sind wie Treppen, Tunnel oder schlechte Oberflächen berücksichtigt werden. Auch aktuelle Daten, die Google im Unterschied zu anderen Plattformen zur Verfügung stehen, sollen herangezogen werden. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Google auch Höhenprofile darstellt, wenn sie eine Rolle spielen? Hier ein paar Bilder, die das Routing veranschaulichen.

Über das Layer-Auswahlfeld oben rechts über dem Ziel-Marker...
# Über das Layer-Auswahlfeld oben rechts über dem Ziel-Marker...
...erreicht man ein Auswahlmenü, indem man sich die Radwege anzeigen lassen kann
# ...erreicht man ein Auswahlmenü, indem man sich die Radwege anzeigen lassen kann
Google erkennt inzwischen recht gut gute Radwege, wie hier eine örtliche Trasse
# Google erkennt inzwischen recht gut gute Radwege, wie hier eine örtliche Trasse - Der Weg ist "größtenteils flach"
Beinhaltet der Weg Steigungen, kann man sich ein Höhendiagramm anzeigen lassen
# Beinhaltet der Weg Steigungen, kann man sich ein Höhendiagramm anzeigen lassen

Werkzeug für Behörden

In der aktuellen Situation sind in manchen deutschen Städten schnell neue Radwege angelegt worden, um dem gestiegenen Radverkehrsaufkommen besser gerecht zu werden. Google will Behörden das Eintragen neuer Radwege in die Karte erleichtern. Dazu stellt das Unternehmen ein eigenes Werkzeug zur Verfügung.

Leihrad-Karte

Ein Beispiel für die Einbeziehung aktueller Daten in das Routing ist die neue Funktion der Angabe von Leihradstandorten direkt auf der Karte und das direkte Berechnen des Weges dorthin. Die Funktion steht zunächst nur in einer Anzahl von Metropolen rund um den Globus zur Verfügung, darunter in Europa aber nur London.

Nutzt ihr das Google Radrouting? Was sind eure Erfahrungen?


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Infos: Redaktion / Fotos: Google, Screenshots

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