Allroad-Laufradsätze standen beim Sea Otter 2018 hoch im Kurs. Einen neuen Carbon Disc-Laufradsatz für 1.050 Euro stellte Vittoria mit dem Elusion vor. Mavic präsentierte eine neue Allroad-Kollektion, zu der auch zwei Disc-Laufradsätze mit Aluminium-Felgen gehören und die Zipp 303 sowie 454-Laufräder bekommen Schlauchreifen-Versionen zur Seite gestellt – womit der Hersteller einem Wunsch der gesponsorten Radprofis nachkommt.

Vittoria

Elusion Disc Carbon-Laufradsatz

Wie man auf schlechten Straßen und Wegen schnell fahren kann, beschäftigt die Laufrad- und Reifenspezialisten zunehmend. Innovationen gibt es in allen Preisregionen. Einen neuen Disc-Carbonlaufradsatz im Einstiegs-Preisbereich hatte Vittoria bei Sea Otter 2018 im Gepäck. Der Elusion Carbon Disc-Laufradsatz soll mit einer UVP von 1.050 Juni/Juli auf den Markt kommen. Eine Variante mit eher niedrigem Felgenprofil war am Stand zu sehen. Das Gewicht soll laut Vittoria bei 1.526 g liegen. Die Maulweite der Felge von 17 mm ist für den Allroad-Einsatz eher im schmalen Bereich. Das Felgenprofil ist tubeless-kompatibel. Die Elusion-Laufräder sind für Schnellspanner mit 9 x 100 / 10 x 135 mm Achsen oder für Steckachsen der Dimension 12 x 100 / 12 x 142 mm anpassbar. Standardmäßig werden sie mit Shimano-Freilauf ausgeliefert, Campa-Freiläufe sind aber verfügbar.

Vittoria Elusion: Allroad-Carbon-Laufradsatz für 1.050 Euro
# Vittoria Elusion: Allroad-Carbon-Laufradsatz für 1.050 Euro
Sichtbare UD-Carbonstruktur am Vittoria Elusion
# Sichtbare UD-Carbonstruktur am Vittoria Elusion
Eher niedriges Felgenprofil
# Eher niedriges Felgenprofil

Vittoria Terreno Zero Gravelreifen

Die schmale Lücke zwischen Gravelreifen und Straßenreifen schließt der neue Vittoria Terreno Zero-Reifen. Terreno heißen die aktuellen Gravel- und Cyclocrossreifen von Vittoria, die alle tubeless-tauglich sind. Der Terreno Zero besitzt in der Mitte eine glatte Lauffläche wie das Modell Corsa, der bei Profis häufig in der Schlauchreifen-Version zu sehen ist. Das verspricht leisen Lauf auf der Straße. Die Seitenstollen sind ebenfalls weniger ausgeprägt als bei den anderen Terreno-Modellen, sollen aber mit vielen Kanten für ausreichend Haftung in Kurven auf graveltypischen befestigten Böden sorgen. Bei der Karkasse hat Vittoria besonders viel Wert auf Flexibilität und Leichtlaufeigenschaften gelegt. Der Terreno Zero soll frühestens ab September 2018 für 48,95 Euro erhältlich sein. Die Terreno-Reihe umfasst bis dato eine Schlammspezialisten (Wet), einen Allrounder (Mix) und einen klassischen Seitenstollen-Reifen für harte Böden (Dry). Alle Reifen haben einen Graphen-Anteil in der Gummimischung, der für längere Lebensdauer und besseren Grip sorgen soll. Die Modelle sind tubeless-tauglich.

Das Profil des Terreno Zero kennzeichnet eine geschlossene Mittel-Lauffläche
# Das Profil des Terreno Zero kennzeichnet eine geschlossene Mittel-Lauffläche
Die Seitenstollen sind nicht stark ausgeprägt und flachen zur Flanke hin ab
# Die Seitenstollen sind nicht stark ausgeprägt und flachen zur Flanke hin ab - Das lässt auf ein berechenbares Kurvenverhalten auf Asphalt schließen
Die aktuelle Terreno-Reihe
# Die aktuelle Terreno-Reihe - Terreno Zero, Terreno Dry, Terreno Mix und Terreno Wet (von links nach rechts)

Mavic Allroad Laufradsätze

Mavic hat drei neue Laufradsätze vorgestellt, die gezielt für den Allroad-Einsatz entwickelt sind und entsprechend einfach „Allroad“ heißen. Alle verfügen über die UST-Technologie, sind also tubeless-tauglich. Alle Laufradsätze kommen immer im Set mit den passenen Mavic UST-Reifen, welche wegen abgestimmter Fertigungstoleranzen die Montage und das Erst-Setup besonders einfach machen sollen. Es gibt zwei Modelle für Scheibenbremsen: das Top-Modell Allroad Pro UST Disc für 999 Euro und den Allroad Elite UST Disc für 799 Euro. Außerdem ist eine Felgenbrems-Variante für 699 Euro zu haben. Die beiden Disc-Modelle sind mit 22 mm Maulweite sehr gut auf den Einsatz abseits befestigter Wege vorbereitet und können jeweils im Set mit 30 oder 40 mm breiten Reifen gewählt werden.

Mavic Allroad Pro Disc UST Front
# Mavic Allroad Pro Disc UST Front - Das Top-Modell mit 430g leichter 4ISD Felge und Yksion Allroad XL Gravelreifen
Mavic Allroad Elite Disc UST Front
# Mavic Allroad Elite Disc UST Front - Alle Modelle sind mit Freilaufkörpern für Shimano, Sram XD oder Campagnolo ausrüstbar
Mavic Allroad Elite UST Front
# Mavic Allroad Elite UST Front - Das Modell für Felgenbremse gibt Mavic mit 1.590g an.

Mavic Allroad Pro UST Disc

  • Größe 622 x 22 tss
  • UST
  • optimal abgestimmt auf den neuen 35 mm breiten Yksion Pro Allroad XL Reifen
  • v. + h. he 24 Speichen
  • 6-Loch- oder Centerlock
  • 12mm Steckachse vorne und hinten oder 15 mm Steckachse vorne
  • System-Gewichtsempfehlung: max. 120 kg
  • Dichtmittel, Ventile und Befüllspritze im Lieferumfang enthalten
  • Gewicht 1.610g / Satz
  • Preis 999 Euro
Mavic Allroad Elite UST Rear
# Mavic Allroad Elite UST Rear - Die Felgenbrems-Version gibt es nur für Schnellspanner-Achsen
Mavic Allroad Elite Disc UST Rear
# Mavic Allroad Elite Disc UST Rear - Für die Disc-Varianten sind dagegen Schnellspanner-Adapter nicht erhältlich

Mavic Allroad Elite UST Disc

  • Größe: 622x22tss
  • UST
  • abgestimmt auf den neuen 35 mm breiten Yksion Pro Allroad XL Reifen
  • v. + h. he 24 Speichen
  • 6-Loch- oder Centerlock
  • Schnellspanner, 12mm Steckachse vorne und hinten oder 15 mm Steckachse vorne
  • System-Gewichtsempfehlung: max. 120 kg
  • Dichtmittel, Ventile und Befüllspritze im Lieferumfang enthalten
  • Gewicht 1.720g / Satz
  • Preis 749 Euro
  • www.mavic.com

Zu der neuen Allroad-Kollektion gehören auch noch eine Bekleidungslinie, die mit mittelschweren Materialien auf Robustheit und einen breiten Temperaturbereich ausgelegt ist.

Zipp

Schlauchreifen-Laufradsätze

Auf Schlauchreifen- statt Tubeless-Technik setzt Zipp bei seinen Neuheiten. Die Sram-Tochter ergänzt die Aero-Laufradsätze Zipp 303 und Zipp 454 NSW um eine Variante für den Einsatz mit Schlauchreifen, die auf die Felge geklebt werden. Laut Zipp hätten die gesponsorten Radprofis das von dem ihrem Ausrüster gewünscht – tatsächlich wird im Peloton fast ausschließlich auf Schlauchreifen gefahren. Beide neuen Laufradsätze wird es mit Felgenbremsflanke (Showstopper-Technologie) und Disc-Aufnahme geben. Auch sie folgen mit 27,8mm maximaler Felgenbreite außen dem Trend zu breiteren Felgenprofilen.

Zipp 454 NSW Laufradsatz
# Zipp 454 NSW Laufradsatz - Das spezielle Profil soll durch höherfrequente Luftstromabrisse weniger Windanfälligkeit generieren

Zipp 454 NSW

  • Felgentiefe 53 / 58 mm
  • Felgenbreite 27,8 mm
  •  v. + h. 24 Speichen
  • Cognition-Naben
  • Disc-Laufräder für Steckachsen (12×100 oder 15x1oo und 12×142) und Schnellspanner
  • erhältlich ab sofort
  • Gewicht
    • 1.435 g / Satz Felgenbremse
    • 1.515 g / Satz Discbremse
  • Preis 4000 € / Satz
Zipp 303 Tubular für Discbremse
# Zipp 303 Tubular für Discbremse

Zipp 303 Firecrest

  • Felgentiefe 45 mm
  • Felgenbreite 25 mm max.
  • 18 Speichen vorne / 24 Speichen hinten
  • 77/177 Naben
  • erhältlich ab sofort
  • Gewicht
    • 1.339 g / Satz Felgenbremse
    • 1.410 g / Satz Discbremse
  • Preis
    • 2200 € / Satz Felgenbremse
    • 2600 € / Satz Discbremse
Zipp Tangente Speed R25 Reifen
# Zipp Tangente Speed R25 Reifen
Tangente CourseR25 858NSW HERO1
# Tangente CourseR25 858NSW HERO1

Außerdem hat Zipp den neuen Tangente Drahtreifen in der Breite 25 mm und in zwei Versionen vorgestellt: Tangente Course R25 und Tangente Speed R25. Bei beiden sollen sowohl die Pannensicherheit erhöht worden sein als auch der Leichtlauf verbessert, letzterer insbesondere nach einer Einfahrzeit von 150 km. Der Course R25 soll für 65 € zu haben sein. Er rangiert als Renn- oder Trainingsreifen im Programm und verfügt über einen Nylon-Pannenschutzstreifen zwischen der Lauffläche und eine 120 TPI Nylon-Karkasse. Der Speed R25 kostet 76 Euro, ist als Rennreifen konzipiert und besitzt eine feinfadigere 220 TPI Nylon-Karkasse für einen extra-geringen Rollwiderstand.

Fotos: Zipp, Mavic, Johannes Herden

Über den Autor

Jan Gathmann

Jan Gathmann leitet die Rennrad-News Redaktion von Wuppertal aus, der Stadt, die ihr Radstadion dem Fußball opferte. Er testet, interviewt und versucht Renngeschehen in Worte zu fassen. Jan ist gelernter Journalist, testet seit 20 Jahren Fahrräder (davor Autos) und schreibt darüber ebenso gerne wie über Menschen aus der Fahrradwelt, unter anderem schon für Trekkingbike, Velomotion und zuletzt beim RADtouren-Magazin. Er fährt am liebsten alles, was einen Rennbügel hat: vom Bahnrad bis zum Monster-Gravelbike. Jan liebt auch Schlamm, weshalb er gelegentlich auf dem MTB gesehen wird. Persönliche Palmarès sind ein beendetes C-Klasse Amateurrennen und ein 10. Platz bei einer Deutschen Fahrradkurier-Meiserschaft in Berlin.

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    Anzeige

Was meinst du?

Hier kannst du den Artikel direkt im Forum kommentieren.

Hier geht es zu Thema und Kommentaren im Forum.

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den Rennrad-News-Newsletter ein
Anmelden
close-image