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Weinmann Turbo Bremse

enasnI

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Ich bin ein wenig ueberfordert und mir fällt gerade auch kein besserer Ort hier im Forum ein, um nach so was mal zu fragen. Meine Freundin hat von ihrer Mutter ein altes Staiger Turbo Stadtrad bekommen. Aus welchem Jahr das ist, weiß ich nicht genau. Es wurde kaum gefahren und einzig die Hinterbremse ist defekt.

Dabei handelt es sich um eine "Weinmann Turbo", der defekt ist leider irreparabel, somit muss ich wohl fuer Ersatz sorgen.

3493949491_c22f940742.jpg


So sieht das gute Stueck aus. Wuerde auch einfach, falls vielleicht sogar guenstiger, eine aktuellere Bremse mit gleicher Schenkellänge anbringen. Allerdings habe ich keine Ahnung, was da so in Frage kommt.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee.
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von jack tecnic

Hilfreich
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AW: Weinmann Turbo Bremse

Diese Bremsen sieht man nicht so häufig, sie sind von mitte ´80.

Als Alternative kannst du alte Mittelzugbremsen von z.B. Altenburger, Weinmann, Mafac, etc. verwenden.

Welches Schenkelmaß brauchst du denn, eventuell habe ich noch was passendes im Schuppen liegen.
 
AW: Weinmann Turbo Bremse

Sehr interessante Bremse!!
Willste mehr Bilder zeigen?

Sollte aber wohl kein Problem sein, passenden Ersatz zu finden:dope:
 
AW: Weinmann Turbo Bremse

Mit Bildern und Infos kann ich aushelfen.

Weinmann HP Turbo



Bremsbelagbetätigung über Spindeltrieb links und rechts, Bremsbelag in 6Kant geführt. Meines Wissens nach mit "normalen" Hebeln kompatibel.
Gabs auch in silber:



Hier gut zu sehen: Es braucht spezielle Bremsschuhe -> zum Aussterben verurteilt.

Technisch noch viel interessanter ist der Nachfolger (?)

Weinmann PBS 300





Einseitig betätigt, Spindeltrieb und 6Kantführung wie HP Turbo, andere Seite von Hand nachstellbar, bewegt sich beim bremsen aber nicht im Bügel, sondern Bügel ist drehbar an Befestigungsschraube gelagert. Der nur noch halbe Bremsbetätigungsweg (ich hoffe ich drücke mich verständlich aus) wird durch den speziellen Bremshebel kompensiert, der über eine Hebelmechanik gleichzeitig den Bowdenzug einzieht und die Bowdenzughülle wegdrückt also Wegx2.



eine schöne mechanische spielerei :daumen:

PS: falls noch jemand einen Bremshebel rumliegen hat... würd ich nehmen
 
AW: Weinmann Turbo Bremse

Danke für die Infos!

Echt ne interessante Technik!
Aber wie du schon sagtest, zum aussterben verurteilt:cool:
In meine Sammlung würd ich sie trotzdem aufnehmen!

Bin schon an einer dran:mex:
 
AW: Weinmann Turbo Bremse

Hi, interessehalber eine Frage: Was ist denn genau defekt?

Diese Runde Plastikeinheit der Bremse, die den Bremszug so aufrollt, wird von so einem Metallbuegel gehalten. Auf dem Bild kann man sehen, wie der Buegel auf beiden Seiten mit jeweils einer Schraube im Schenkel befestigt ist. Diese eine Schraube muss das alles zusammenhalten. Und das Gewinde im Schenkel ist leider so was von hinueber, dass man da nichts mehr reinbekommt, was den Buegel ordentlich hält.

Welches Schenkelmaß brauchst du denn, eventuell habe ich noch was passendes im Schuppen liegen.

Dazu gleich die Frage, wie ich das korrekt messe. Mitte Schraube am Rahmen, Mitte Bremskörper?


Vielen Dank schon mal an alle.
 
AW: Weinmann Turbo Bremse

Und das Gewinde im Schenkel ist leider so was von hinueber, dass man da nichts mehr reinbekommt, was den Buegel ordentlich hält.

Der Lustige-Sachen-in-Funktion-Erhalter sacht: Durchbohren, von hinten 90° Senkung für metrische Senkschraube und von vorne ne Hutmutter.

Dazu gleich die Frage, wie ich das korrekt messe. Mitte Schraube am Rahmen, Mitte Bremskörper?


Vielen Dank schon mal an alle.

ja, so ist das
 
AW: Weinmann Turbo Bremse

Danke für die Infos!

Echt ne interessante Technik!
Aber wie du schon sagtest, zum aussterben verurteilt:cool:
In meine Sammlung würd ich sie trotzdem aufnehmen!

Die lustigen Mechaniken habens mir auch angetan, wie z.B. diese



Zumindest bei uns in Dresden extrem selten (trotz über 10 Jahre Selbsthilfewerkstatt erleben)

...is vielleicht doof so ganz ohne Worte, also das ist eine echte automatische Bremsnachstellung, nicht diese späteren Semi Automatik die ja nur semi waren und nix mit Automatik. Der runde Aluknopp hat in der Mitte eine Rille mit Verzahnung. Geht die Bremse bei Bremsvorgang soweit zusammen das der verchromte Metallbügel einen Zahn weiterrutscht, wird beim Öffnen der Bremse der Knopp weitergedreht und somit die Einstellschraube herausgeschraubt -> Bremse wird nachgestellt
 
AW: Weinmann Turbo Bremse

Genial!!! Das ist ja ähnlich wie bei den Bremszylindern von Trommelbremsen.
Schade, dass sich so schöne Spielereien nicht länger gehalten haben. Der technische Fortschritt ist halt unbarmherzig. Da kommt eine Spielerei heraus, die ein witziges Detail zur Funktionsverbesserung enthält und wird entweder gleich vom Massenmarkt ignoriert oder etwas später kommt eine einfachere und doch wirxamere Lösung heraus und verdrängt die eigentlich ingeniöse Lösung ins Kuriositätenkabinett.
 
AW: Weinmann Turbo Bremse

Dazu gleich die Frage, wie ich das korrekt messe. Mitte Schraube am Rahmen, Mitte Bremskörper?

Mitte Befestigungsschraube - Mitte Bremsschuh.

Um auf deine ursprüngliche Frage einzugehen, es gibt sicher neuere, moderne Bremsen mit langem Schenkelmaß.

Schöner und wahrscheinlich auch günstiger wären aber alte Mittelzugbremsen.
Zumal du ja schon die Gegenhalter am Rad hast.
 
AW: Weinmann Turbo Bremse

Ich habe gerade bei ebay ein Gudereit - Rennrad mit HP Turbo-Bremse erworben.
Die Bremswirkung ist miserabel. Vermutlich sind die Bremsklotze ausgehärtet.
Wenn Deine noch gut sind, würde ich sie gerne ankaufen.
 
Das ist ja klar kein RR-Thema und auch tendenziell bizarr, aber ich versuch´s einfach mal:

Gibt es hier im Forum jemanden, der weiß, wie die PBS 300 zugmäßig versorgt wurde ? Beide Enden - Hebel & Schnecke - haben eine Nippelaufnahme, die der Schnecke ist so klein, dass ein normaler Bremszugnippel nicht reinpasst. Was ich bei meiner Notlösung genommen habe, ist irgendein weiß-gar-nicht-Nippel(schon ein "Querzylinder", aber viel kleiner als die üblichen) mit einem Zug, der eher ein alter Schaltzug von irgendwas ist. Es muss ja wohl irgendeine Standardlösung von Weinmann gegeben haben, mit einem Zugverbinder der beiden Enden ? Oder wurde diese Bremse wie bei Hydraulikbremsen als "Geschlossenes System" verkauft ?

Zweite Frage: Wie bekommt man die Bremsbeläge ab ? Die werden ja wohl austauschbar konstruiert sein ??? Selbst wenn es sie nicht mehr gibt, das interessiert mich mal. Ich hab die Dinger vor mir und KEINE BLASSE IDEE. Den zum Einstellen, also ohne Schnecke, hab ich rausgedreht, trotzdem: KEINE IDEE.

Dritte Frage: Gab es diese Bremse eigentlich auch an Neurädern ?

So, ich erwarte mir eigentlich nix von dieser Anfrage, aber vielleicht...
 
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