AW: Vertraut ihr der "Technik"
Die Frage ist nicht ganz lächerlich, bei Events wie der Eroica knallt man ja schon mal mit 50 eine Schotterstrasse runter, da würde man ungern wegen eines Materialbruchs absteigen, und meist weiß man ja wirklich nicht, was der/die Vorbesitzer alles angestellt haben.
Ein Rahmenbruch ist bei Stahlrahmen extrem unwahrscheinlich. Wie schon geschrieben, kündigen sich bei dem Material Brüche an, und wenn das Rad schon 40 Jahre überstanden hat, beseht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass er noch 40 hält.
Die Geschichte mit Alulenkern oder Gabeln, die man nach Herstellerwunsch am besten nach jeder Fahrt oder spätestens, wenn das Rad in der Garage gegen die Mauer gefallen ist, tauschen sollte, ist etwas, was erst mit der letzten Leichtbauwelle aufkam, und auch da habe ich gewisse Zweifel, ob das technisch oder nur wirtschaftlich nötig ist, mein erster
Syntace Racelite ist auch schon 10 Jahre alt.
Es gab zwar Teile, die bauartbedingt völliger Pfusch waren, zB bestimmte Lenker in den 80ern mit innen angebrachten Hülsen, aber die konnten schon als Neuware brechen, das ist nicht altersbedingt. Andere Teile haben einen gewissen (schlechten) Ruf wie manche einfachen französischen Vorbauten (Atac), aber auch da gibt es Leute, die Horrorstories erzählen und andere, bei denen x Exemplare seit Jahrzehnten funktionieren.
Beim Klassiker gilt eher, was auch bei neuen Rädern nicht verkehrt ist: wenn man das Rad selber wartet und daher gut kennt, bekommt man auch Vertraun ins Material. Eine schlecht angezogene Schraube ist viel gefährlicher als ein 40-jähriger Alulenker.