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Neue Laufräder, Felgenhöhe mind. 30mm, Budget max. 350€, Herstellerangaben zum Maximalgewicht?

iwsnx

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Hallo zusammen,

ich bin gerade auf der Suche nach neuen Laufrädern, die ich mir in ca. 3 Wochen kaufen möchte. :)

Meine Kriterien, sie müssen schwarz und eine Felgenhöhe von mindestens 30mm aufweisen. Warum, ganz ehrlich, es geht mir dabei ausschließlich um die Ästhetik, mir gefällt das designtechnisch einfach extrem gut.

Also habe ich mich mal auf die Suche gemacht und eigentlich nur 2 Hersteller in dem Preisrahmen gefunden:

Vision:
Team 30 SHIMANO 11s: https://www.bike-discount.de/de/kaufen/vision-team-30-shimano-11s-laufradsatz-519918
Team 35 Comp: https://www.bike-discount.de/de/kaufen/vision-team-35-comp-shimano-laufradsatz-724870

Veltec:
SPEED AS: https://www.bike-discount.de/de/kaufen/veltec-speed-as-laufradsatz-shimano-535657
SPEED AM: https://www.bike-discount.de/de/kaufen/veltec-speed-am-laufradsatz-shimano-535659
SPEED AL: https://www.bike-discount.de/de/kaufen/veltec-speed-al-shimano-laufradsatz-580479

Der SPEED AL gefällt mir am besten.

Ganz wichtig, allerdings finde ich bei den Herstellern keine Angaben zum Maximalgewicht, wiege um die 105kg und bei meinen jetzigen Mavics findet man sofort die empfohlene Beschränkung bis 120kg.
Ich kann bei Vision und Veltec absolut nichts finden, kann mir wer von euch da weiterhelfen?

Jetzt würden mich mal ganz allgemein eure Meinungen zu den Rädern interessieren, was würdet ihr nehmen, empfehlen, mit welcher Begründung? Rad ist ein Canyon Roadlite 6.0 (2014).

Wie gesagt ich bin kein Fahrer mit hohen sportlichen Ambitionen in dem Bereich, ich fahre ca. 4-5 mal die Woche à ~ 50min und das meistens wenn ins Fitness geht. ;)
 

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Re: Neue Laufräder, Felgenhöhe mind. 30mm, Budget max. 350€, Herstellerangaben zum Maximalgewicht?
Danke dir, sehr hilfreich, bei den Speed AM sind es anscheinend sogar nur 90kg. :eek:
und bei den AS ebenfalls.

Naja, jetzt weiß ich wenigstens, dass die gesamte Veltec-Fraktion für mich wegfällt.

Okay, dann bleibt ja nur noch der Team 30 oder 35, der 35 gefällt mir besser, hat jemand von euch schon Erfahrungen mit dem Laufrad gemacht?
Und wenn es noch andere Alternativen gibt, die meine Krtierien erfüllen, gerne posten, aber ich glaube, in dem Preissegment habe ich schon alles durchgeforstet. :D
 
Vor ein paar Wochen habe ich die Team 35 für günstige 155 Euros bekommen.
Ich bin bisher noch nicht viel damit gefahren, daher nur Ersteindruck:
- Angenehm breit, schätze 18 oder 19c
- Aufkleber gehen einfach und rückstandslos ab
- Reifen gehen verhältnismäßig leicht drauf, habe mich daher noch nicht getraut, sie tubeless zweckzuentfremden
- silberne Nippel zerstören den alles-schwarz-Eindruck
- angegebenes Gewicht hatte ungefähr gepasst
- Bremsflanken werden weder besonders schnell oder langsam blank
- Freilauf klingt dezent

Für den niedrigen Preis geht da bisher alles in Ordnung.

Vergleichbare Fulcrum Quattro, Campy Scirocco sind sicher teuer.
Von Shimano gibt es sicher auch was ähnliches.
 
Danke für die Eindrücke.
Hört sich für mich, bei dem Preis, sehr zufriedenstellend an. Die werde ich definitiv im Auge behalten.
 
120kg Maximalgewicht heist nicht Dauerbelastbarkeit. Die dürfte wesentlich niedriger liegen. Mit 105Kg würde ich mir nen klassischen 36 Speichen LRS holen, oder abnehmen. Mit nem System LRS wirst Du wohl auf Dauer nicht glücklich.
 
sehe ich auch so. Wenn der Hersteller einen Laufradsatz für 120 Kg Fahrergewicht (wohlgemerkt Fahrer-, nicht Systemgewicht) freigibt, dann sollte der LRS die Belastung auch dauerhaft aushalten und nicht nur jeden zweiten Tag.
 
120kg ist die Angabe was ein LR kurzeitig aushält, nicht die Dauerbelastbarkeit. Wer meint bei 120kg Systemgewicht würde ein 24/24 Speichen LRS halten soll so was fahren.
 
OP, solltest Du jetzt wegen der Meinungen unsicher werden, ob es überhaupt ein Systemlaufradsatz werden soll, es gibt sicher ein paar passende 30mm+ Felgen, die es mit vielen Löchern gibt.

Spontan fallen mir DT 511 ein, die sind nicht zu schmal, bezahlbar, 30mm hoch und in 32 Loch erhältlich.
Ein Laufradbauer kann Dir die oder vergleichbare sicher innerhalb Deines Budgets verbauen.
 
Es ist in der Tat so, dass angegebene "Maximalgewichte" keine nennenswerte Aussage über die Dauer-Belastbarkeit zulassen. Das ist keine belastbare Angabe.

Die haben mehr mit Juristerei, als mit Technik zu tun. Meist werden die ohnehin relativiert, weil es irgendwo den Hinweis darauf gibt, dass Fahrer über 85kg den LRS regelmäßig kontrollieren lassen sollen, oder ähnliches.

Dass auch Räder, deren Speichen-Zahl stark reduziert wurden, überhaupt 120kg aushalten können, liegt nicht zuletzt an den hoch zugfesten Speichen an sich: eine einzelne wird noch 200kg verkraften können, bei zwischen 300 und 350kg reißt sie erst.

Aber: je schwerer der Fahrer, je größer die Belastung, je weniger Speichen, desto größer die Be- und Entlastungs-Wert jeder Einzelnen.

Je größer der Wert, um den jede Speiche be- und entlastet wird, desto eher ermüdet sie. Je größer der Wert, desto wahrscheinlicher sind Total-Entlastungen, desto wahrscheinlicher ist es, dass an dem Rad nachgearbeitet werden muss.

Über Eigenschaften wie Seiten-Steifigkeit etc, ganz zu schweigen.

Ähnliches gilt für Felgen: vertikal halten auch dünnwandigste Alu-Felgen einiges aus, erst recht, wenn sie durch einen dicken Pneu noch geschützt sind. Aber je dünnwandiger, also leichter, desto verwindungsfreudiger sind sie, was man mit der Wahl der Speichen nur bedingt auffangen kann. Das kann als bald zu Spannungsrissen irgendwo innerhalb der Felge führen und auf diese Weise ihren Exitus herbei führen.

Selbst bei solchen Felgen leigen die Maximal-Gewichtsangaben gerne um die 100-120kg.... manchmal nur bei 90.... aber auch alle diese Angaben sind nicht wirklich belastbar, sondern nur ein Wert für: "Stop", bis hierher und nicht weiter.............für wie lange..... zeigt sich eben.
 
... Das ist keine belastbare Angabe. Die haben mehr mit Juristerei, als mit Technik zu tun...
Na ja, wenn es bei solchen Angaben darum ginge, Haftungsrisiken zu vermeiden, dann müssten die Belastungsgrenzwerte doch eigentlich bewusst niedrig angesetzt werden. Und dann dürfte sich ein 105 kg-Mann mit bestem Gewissen auf ein als 120 kg belastbar angegebenes Rad setzen, denn wenn der Hersteller die 120 kg aus Haftungsgründen nennt, dann doch wohl nur, weil er so sicher ist, dass das Ding mindestens 120 kg (auf Dauer) aushält, dass er bereit ist, dafür im Ernstfall auch juristisch verbindlich einzustehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
sollte man denken, ist aber nicht so. Und ich sauge mir das nicht aus den fingern, sondern ist sozusagen das, was bei einigen Gesprächen mit Herstellern letztlich heraus kristallisiert hat.

Viel riskieren tut man da gar nicht: Das Zeug gilt als Wettkampf-Material, was im Zweifel nur eine geringe Halbwertzeit hat und auch nur haben muß. Dann: die Einschränkungen findet man oft erst im "Kleingedruckten": Und wenn es danach geht, brauchen die wenigsten bei Belastungen jenseits 85kg Fahrergewicht irgendwelche Regresse fürchten.
Dann: oft genug werden die Dinger nur wenig bewegt, mal Sonntag um den Pudding und gut. Und im nächsten Jahr wartet der neue Kaufanreiz.

Jeder, der nur einigermaßen weiß, wie ein Laufrad aufgebaut ist, kann sich das aber an seinen fünf Fingern abklappern, dass da mehr suggeriert wird, als wirklich eingehalten werden kann.
Aber der geneigte Kunde möchte gerne an Wunder glauben. Die gibt es eben nicht.
 
Na ja, wenn es bei solchen Angaben darum ginge, Haftungsrisiken zu vermeiden, dann müssten die Belastungsgrenzwerte doch eigentlich bewusst niedrig angesetzt werden. Und dann dürfte sich ein 105 kg-Mann mit bestem Gewissen auf ein als 120 kg belastbar angegebenes Rad setzen, denn wenn der Hersteller die 120 kg aus Haftungsgründen nennt, dann doch wohl nur, weil er so sicher ist, dass das Ding mindestens 120 kg (auf Dauer) aushält, dass er bereit ist, dafür im Ernstfall auch juristisch verbindlich einzustehen.
Die Argumentation ist komisch.
"Viel Belastbarkeit" ist ja bei gleichzeitig "Viel Leicht", "Viel Wenig Speichen" "Viel Billig" ein positives Verkaufsargument. Die Massenumsätze machen ja nicht die 65kg Heringe, sondern die kaufkräftigen Käufer sind im Mittel auch eher besser genährt.
Also besteht seitens des Herstellers absolut eine Motivation, die Belastbarkeit möglichst hoch anzusetzen. Dafür muss die Reklamationsquote während der Gewährleistung oder Garantiezeit nur unter einer bestimmten Reizschwelle bleiben. Die Kombi grenzwertig schwer und gleichzeitig Vielfahrer ist da ausreichend selten.
 
Also erst mal danke für den ganzen Output.
Ich kenn mich zwar mit Laufrädern null aus, aber ich kann eurer Argumentationen folgen.

Ich muss ehrlich sagen, ich würde mir bei beiden Optionen keinen großen Kopf machen (Laufradsatz kaufen mit Herstellerangabe bis 120kg (in dem Fall Vision Team 35) oder Selbstbau).
Ich fahre jetzt mit meinen Mavic Aksium schon gut ein halbes Jahr, ich weiß, was überhaupt keine Zeit ist, aber ich hätte auch keine Bedenken zukünftig damit zu fahren.

Aber natürlich, wenn ihr mir sagt, je mehr Löcher, desto mehr Stabilität, dann würde ich das natürlich vorziehen.

Wie ich bereits am Anfang schrieb, will ich ja den Wechsel aus optischen Gründen, mir ist Ästhetik wichtig und deswegen hätte ich gerne diese etwas höheren Felgen am besten komplett schwarz, was aber natürlich mit den Bremsflanken nicht möglich ist.

An dem vorgeschlagenen Selbstbau hätte ich auch Interesse, aber ich bin in dem Gebiet einfach komplett unwissend. Aber wenn ich mich in etwas hineinarbeite, dann klappt das meistens. Meinen PC habe ich auch damals nach zweiwöchiger Recherche komplett selbst bestellt und zusammengebaut, auch wenn der Vergleich etwas hinken mag.

Die vorgeschlagene Felge DT Swiss RR 511 in schwarz gefällt mir auch sehr gut.
Und die würde zusammengebaut so aussehen oder, laut Google Bilder: (die hat aber 28 Löcher, wenn ich richtig zähle?)
lrs15cowiy81jf.jpg


Sieht auch sehr schick aus.

Also angenommen ich würde das selber machen, welche Komponenten bräuchte ich noch genau dafür?
Auf wie viel Euro würde ich da ungefähr kommen, im Vergleich zu den Vision für 200€?
Wie schwer ist das für einen absoluten Laien in dem Gebiet zu realisieren?

Wenn ich bei dem Selbstbau deutlich mehr zahle, dann würde ich bei den Vision bleiben, kommt es aufs Gleiche hinaus oder sollte es sogar deutlich günstiger sein, dann hätte ich großes Interesse an dem Selbstbau und würde noch gleichzeitig etwas über den Radaufbau lernen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also angenommen ich würde das selber machen, welche Komponenten bräuchte ich noch genau dafür?
Auf wie viel Euro würde ich da ungefähr kommen, im Vergleich zu den Vision für 200€?
Wie schwer ist das für einen absoluten Laien in dem Gebiet zu realisieren?

Wenn ich bei dem Selbstbau deutlich mehr zahle, dann würde ich bei den Vision bleiben, kommt es aufs Gleiche hinaus oder sollte es sogar deutlich günstiger sein, dann hätte ich großes Interesse an dem Selbstbau und würde noch gleichzeitig etwas über den Radaufbau lernen.


Für diese Fragen gibt im Technikforum den Selbstbauthread. ließ Dich doch da mal ein und stell Fragen.
 
Also angenommen ich würde das selber machen.....
Wie schwer ist das für einen absoluten Laien in dem Gebiet zu realisieren?
Ich habe mir zwar alles durchgelesen, aber der Punkt mit dem Selbstbau ist mir nicht im Kopf hängen geblieben. Ich glaube es wurde eher angeraten, auch mal beim Laufradbauer anzuklingeln. Also keinen System LRS zu wählen, sondern die bestmöglichen Teile (in Relation zum Preis und zu den Anforderungen) einzeln rauszusuchen und diese dann vom Fachmann zusammenkleben zu lassen.

Laufradbau ist kein Hexenwerk, aber für absolute Laien auch nicht easy. Zumal auch Werkzeug benötigt wird, das recht kostspielig ist. Ein ordentlicher Zentriertständer und ein Tensiometer
werden einem selten hinterhergeworfen.
 
Da hast du Recht, hatte ich falsch gelesen.
Ich werde mal schauen welche Teile man im Einzelnen benötigt um ein komplettes Laufrad zusammenzustellen, danke.
 
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