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Nach was richten?

  • Ersteller Ersteller kupferle
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K

kupferle

In verschiedenen Foren und Threads wird ja immer wieder geschrieben, dass es die ANS wohl doch nicht gibt und es falsch ist nach Puls zu trainieren.
GA1 soll auch nicht so wichtig sein, wie nach alter Trainingslehre..

Wenn ich mich jetzt ernsthaft auf Langdistanzsachen vorberiten will(Ironman,Marathon zu fuß und auf dem Bike), nach was soll ich mich dann richten?
Wattmeßgerät ist mir zu teuer.
Was für Meßgrößen sollten dann verwendet werden?

Und sind die ganzen Pläne die man im Netzt findet für die Katz?
 
AW: Nach was richten?

Die Frage geht beinahe ins philosophische:
Egal was Du machst: wenn es viel ist wirste besser wenn’s wenig ist wirste schlechter oder hälst maximal Deine Form. Völlig losgelöst von den eigenen Zielsetzungen.

Das was früher angesagt war ist ja in seiner Wirkung auch heute noch nicht falsch, auch wenn nicht mehr alle Hintergründe inhaltlich korrekt sein mögen. Heutzutage geht es IMHO oft nur darum dass man ein besseres Aufwand / Nutzen-Verhältnis erzielen kann, wenn man spezifischer trainiert.

Ob sich das letztlich für den Hobbysportler wirklich immer auszahlt, stelle ich mal in Frage. Man gibt schliesslich 'n Haufen Geld dafür aus, um das Gefühl zu bekommen, die gleichen Voraussetzungen wie ein Profi zu haben. Aber hat man die wirklich?

Vermutlich ist vieles Placebo. Irgendein Trainingsplan ist immer besser als keiner, schon allein deshalb weil man dadurch regelmässiger und bewusster trainiert. Etwas Hintergrundwissen bzgl. physiologischer Zusammenhänge kann auch nicht schaden, entbindet einen aber keineswegs davon für Leistungszuwachs auch was tun zu müssen.

Die Herzfrequenz ist und bleibt ein Indikator zur Beurteilung der körperlichen Belastung. Nur ob man sich deswegen stoisch an irgendwelche Prozentzahlen halten sollte, ist etwas ganz anderes. Das meine ich sollte man für sich persönlich austesten. Irgendwann bildet sich ein Körpergefühl was mehr Sicherheit gibt.

Kraftleistungsmesser objektivieren dieses Körpergefühl und die Herzfrequenzen, sind aber für Langdistanzgeschichten, die eher gleichmässig absolviert werden, weniger notwendig als für Radrennen mit häufigen Rhytmuswechseln.

Dass es die ANS plötzlich nicht mehr geben soll ist mir neu. Ist halt nur die Frage wie man sie in der Praxis definiert.

Daher mein Vorschlag:
Von allem etwas mitnehmen und für sich austesten womit man am besten zurechtkommt. Und nicht jede Prozentzahl auf die Goldwaage legen. Nur falsch und nur richtig gibbet nicht. Wenn man richtige Profileistungen bringen möchte, kommste an einen Trainer eh' nicht vorbei.
 
AW: Nach was richten?

Die Frage geht beinahe ins philosophische:
Egal was Du machst: wenn es viel ist wirste besser wenn’s wenig ist wirste schlechter oder hälst maximal Deine Form. Völlig losgelöst von den eigenen Zielsetzungen.

Das was früher angesagt war ist ja in seiner Wirkung auch heute noch nicht falsch, auch wenn nicht mehr alle Hintergründe inhaltlich korrekt sein mögen. Heutzutage geht es IMHO oft nur darum dass man ein besseres Aufwand / Nutzen-Verhältnis erzielen kann, wenn man spezifischer trainiert.

Ob sich das letztlich für den Hobbysportler wirklich immer auszahlt, stelle ich mal in Frage. Man gibt schliesslich 'n Haufen Geld dafür aus, um das Gefühl zu bekommen, die gleichen Voraussetzungen wie ein Profi zu haben. Aber hat man die wirklich?

Vermutlich ist vieles Placebo. Irgendein Trainingsplan ist immer besser als keiner, schon allein deshalb weil man dadurch regelmässiger und bewusster trainiert. Etwas Hintergrundwissen bzgl. physiologischer Zusammenhänge kann auch nicht schaden, entbindet einen aber keineswegs davon für Leistungszuwachs auch was tun zu müssen.

Die Herzfrequenz ist und bleibt ein Indikator zur Beurteilung der körperlichen Belastung. Nur ob man sich deswegen stoisch an irgendwelche Prozentzahlen halten sollte, ist etwas ganz anderes. Das meine ich sollte man für sich persönlich austesten. Irgendwann bildet sich ein Körpergefühl was mehr Sicherheit gibt.

Kraftleistungsmesser objektivieren dieses Körpergefühl und die Herzfrequenzen, sind aber für Langdistanzgeschichten, die eher gleichmässig absolviert werden, weniger notwendig als für Radrennen mit häufigen Rhytmuswechseln.

Dass es die ANS plötzlich nicht mehr geben soll ist mir neu. Ist halt nur die Frage wie man sie in der Praxis definiert.

Daher mein Vorschlag:
Von allem etwas mitnehmen und für sich austesten womit man am besten zurechtkommt. Und nicht jede Prozentzahl auf die Goldwaage legen. Nur falsch und nur richtig gibbet nicht. Wenn man richtige Profileistungen bringen möchte, kommste an einen Trainer eh' nicht vorbei.

Profi werd ich in diesem Leben nimmer...ich will halt einfach besser werden und die Sachen die ich mir vorgenommen hab, sauber zu Ende bringen...
Und natürlich will ich meine Zeit so sinnvoll wie möglich nutzen...
 
AW: Nach was richten?

... tja, dann kommste ans Lesen einschlägiger Literatur und Forenbeiträge nicht vorbei. Und: irgendwann wirste Dir dann vermutlich auch einen KLM zulegen. ;) :D
 
AW: Nach was richten?

... tja, dann kommste ans Lesen einschlägiger Literatur und Forenbeiträge nicht vorbei. Und: irgendwann wirste Dir dann vermutlich auch einen KLM zulegen. ;) :D

So ist es. :D

Ich habe in 2007 nach etlichen Jahren Sport-Abstinenz wieder mit regelmässigem Training begonnen.
Die Methode "viel hilft viel" ist zunächst mehr als erfolgreich.
Allerdings stellt sich nach einer gewissen Zeit ein Stagnation auf einem Leitungsniveau ein. Will man das überwinden, braucht's die oben angesprochenen Dinge: Trainingsplan, Trainingsüberwachung (Tagebuch, Puls/Leistungsmesser). Je nach Anspruch.
 
AW: Nach was richten?

In verschiedenen Foren und Threads wird ja immer wieder geschrieben, dass es die ANS wohl doch nicht gibt und es falsch ist nach Puls zu trainieren.

da hast du sicher etwas falsch verstanden. du hast einen leistungsbereich in dem du eine arobe energiebereitstellung hast. hier wird hauptsächlich fett verstoffwechselt. bei höheren leistungen ändert sich dies und die energiebereitstellung erfolgt anaerob. energiequelle hier aus glycogen.
der übergang ist fließend! unterhalb der ANS kann dein körper das aus dem anaeroben stoffwechsel anfallende laktat noch abbauen. es herrscht ein "steady state" erst wenn mehr laktat entsteht als abgebaut wird ist die schwelle überschritten. diese schwelle ist aber bei jedem mensch unterschiedlich eben individuell. deshalb nimmt man heute die individuelle ANS (iANS) und nicht mehr die per definition auf 4 mmol/L festgelegte ANS.

daher ist die betrachtung der ANS woh etwas überholt. deswegen hast du trotzdem eine schwelle. eben die iANS.

auch vor der einführung der wattmeter gab es sehr starke rennfahrer. klar ist es besser und ich hätte auch gerne eines;)..
aber das training für einen marthon bekommt man ganz bestimmt auch pulsgesteuert hin.
 
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