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Lyme-Borreliose - ich möchte nur Bewusstsein dafür schaffen

Grifoncino

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Hallo zusammen,

Heute habe ich von der Lyme-Borreliose von Georg Steinhauser gelesen - https://www.tour-magazin.de/profi-r...rreliose-einen-deutschen-radprofi-ausbremste/

Das ist für mich nach Justin Timberlake der zweite Fall eines Promis in 2025; zugegeben für mich war das bis Januar auch eine Erkrankung, der ich bisher keine Beachtung geschenkt habe.
Im Januar habe ich selbst meine Diagnose erhalten. Davor habe ich mich aber schon 1,5 Jahre mit den Symptomen rumgeschleppt.
Gerade den Bericht über Georg kann ich ziemlich gut nachvollziehen. Auch ich kann mich an keinen Zeckenbiss erinnern, geschweige denn an eine Wanderröte. In diesem Zustand wäre die Borreliose noch heilbar. Lyme-Borreliose ist es dann leider nicht mehr.
Ich hatte auch ganz komische Symptome, die nicht wirklich zu irgendwelchen Erkrankungen gepasst haben.
Das fatale war eigentlich, dass ich bereits im Frühjahr ’24 beim Hausarzt war, der eine Borreliose erkannt hat, aber nicht gecheckt hat, dass es Lyme-Borreliose ist und die Krankheit wie eine frische Borreliose behandelt hat. Und noch schlimmer mir glauben gemacht hat, dass ich geheilt bin.
Wie gesagt war ich dann im Januar bei einem Spezialisten, der mir dann erstmal gezeigt hat wie schwer ich schon betroffen bin. Ich habe die Hälfte meines Gesichtes gespürt, als wäre sie unter einem dicken Stoff, mein ganzes Nervensystem war völlig überreizt. Körperlich war ich am Ende meiner Kräfte und konnte meine damals 2 jährige kaum mehr heben. Über die Psyche möchte ich gar nicht erst sprechen.
Es folgte eine 4 wöchige Antibiotikabehandlung mit 2 verschiedenen Antibiotika, jede Woche zum Labor um die Leberwerte zu prüfen, weil die schon auch ziemlich belastend sind.
Danach fühlte ich mich zum ersten Mal besser. Im Sommer kam dann ein Rückfall, zuerst eine Sommergrippe, 3 Wochen lang in denen ich täglich über 12 Stunden geschlafen habe und sonst nichts konnte. Ein Labortest hat dann bestätigt, dass meine Werte genau so schlecht waren, wie Anfang des Jahres. Also nochmal 4 Wochen die bereits bekannte Behandlung, danach hat mein Arzt mit traditioneller chinesischer Medizin weiterbehandelt - Akupunktur und ergänzend Kräuter. Das wirkt nun so gut, dass ich nach sehr sehr langer Zeit jetzt wieder auf der Rolle trainiere. Nächstes Jahr möchte ich dann mal wieder echt Rennrad fahren. Ich freue mich schon drauf.

Aber eigentlich möchte ich weniger über mich berichten als Bewusstsein für die Krankheit schaffen.

Vor allem, wenn ihr einen Zeckenbiss bekommt unbedingt die Stelle beobachten, noch besser wäre es die Zecke auf Erreger zu untersuchen.
Und im Fall einer Borreliose diese unbedingt mit Antibiotika zu behandeln. Wie schon erwähnt im ersten Stadium ist es heilbar, Typ 2 hast du dein Leben lang und es hat das Potential dich fertig zu machen.
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von Grifoncino

Hilfreich
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Hey,

war auch von einer Borreliose betroffen. Hatte auch keine Wanderröte... Ich habe einfach irgendwann angefangen Fieber zu bekommen ohne andere Symptome und das blieb über mehrere Tage. Bin dann zum Arzt und habe die Ärztin auch überreden müssen, mich auf Borreliose testen zu lassen. Test kam positiv zurück...
Zum Glück wurde es nach der Antibiotikum Therapie dann schnell besser. Die Ärztin meinte, dass es wahrscheinlich noch im recht frühen Status war.

Absolut beschissene Krankheit und gab es in meinem Umfeld häufiger...
Gute Besserung!
 
Zuletzt bearbeitet:
hatte auch borreliose, auch zu spät erkannt (nach drei monaten).
hatte antibiotika behandlung und das meiste ist wohl weg. ein paar borrellien habe ich behalten, ärzte sagen die bekomme ich nicht mehr los. habe manchmal muskelschmerzen, aber nichts im vergleich zu den schmerzen die ich hatte als es akut war.
 
Ist ein Teufelszeug, dass man leider nicht wieder anbringt. Kann bis zur Arbeitsunfähigkeit führen. Leider hat es lange gedauert, bis die Ärzte darauf ansprangen und dazulernten
Vor ca 30 Jahren hatte die Tochter einer CZ-Kollegin Borreliose. Die Ärzte kamen auf keinen grünen Zweig und das Mädchen musste sogar ein Stützkorsett tragen. Glücklicherweise kam ich damals über die Jagd in Amerika zu Infos über Lyme-Disease und konnte der Familie, bzw deren Ärzten den richtigen Tip geben...
Mein Vater hat auch damit zu kämpfen (Gesichtslähmung, Muskel und Gelenkschmerzen) und noch 2 andere aus meinem Bekanntenkreis habe tw schwer damit zu kämpfen.
Im Fall von Rheumaverdacht, oder anderen nicht so wirklich definierbaren Schmerzen auf jeden Fall den Arzt bitten darauf zu testen

Viel Infos:
https://en.wikipedia.org/wiki/Lyme_disease
 
Oh je, gute Besserung.
Meine Freundin hatte das auch, vermutlich durch Zeckenbiss beim Pilze sammeln. Zum Glück rechtzeitig diagnostiziert und therapiert worden. Aber die Zeit (waren um die 3 Monate) waren nicht schön. Auch bei ihr hat die Hausärztin erst auf drängen auf Borrelien getestet.
 
ich war letztes Jahr von den Symptomen der Lyme Borreliose assoziierten Arthritis betroffen: dickes Knie rechts, Baker-Zyste, Schmerzen beim gehen...
die Diagnose kam aufgrund meiner hohen lgK-Werte zustande und wurde von der Schulmedizin lediglich mit einer dreiwöchigen Antibiose behandelt, danach gilt man als therapiert. Sofern weitere Beschwerden oder Komplikationen auftreten, kann man sich vom Rheuma-Arzt (Schulmedizin) oder von den sehr wenigen auf Lyme-Borreliose spezialisierten Alternativmedizinern- /-Heilpraktikern therapieren lassen.
Ich habe eine rührige Orthopädin, eine Alternativmedizinerin und einen Physio gefunden, die mich wieder relativ gut hinbekommen haben; heuer im Herbst hat sich das linke Knie "gemeldet", die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.
Toi toi toi und weitere Genesung @Grifoncino
 
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