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[Laufradbau] Fragen rund um den Laufradbau

Mir scheint es, dass Dir jegliche Grundlagen fehlen, was Fahrradtechnik und auch nur näherungsweises das Wissen über das Material überhaupt, angeht.

Wirklich, ich bin sonst der letzte, der zu all zu großem Respekt vor dem mechanisch nicht so wirklich anspruchsvollen Gerät mahnt. Aber ich bekomme in schöner Regelmäßigkeit eben solche begonnenen "Projekte" in die Werkstatt, die von etwas übereifrigen "Möchtegern-Mechanikern" in Angriff genommen wurden und bereits an einfachen Problemen gescheitert sind.

Und "Fahrrad für die Frau" gehört dabei ganz oben auf die Liste. Diese "Projekte" zogen sich schon Monate lang hin, obwohl die Arbeit als solche für einen geübten "Hobby-Mechaniker" überschaubar wäre und bei einem "Profi" nur wenige Stunden dauern würde.
Und Dein Text, nochmal nichts für ungut, spricht hier für mich Bände. Ich sehe da nicht die geringste Grundlage.
EDIT: Das meine ich wirklich recht umfassend, denn es scheitert ja bereits an der Informationsbeschaffung: Laufradbau-Bücher gibt es reichlich, ebenso wie zur allgemeinen Fahrradmechanik. Das findet sich beim "gewöhnlichen Googlen" und der OPAC der örtlichen Bibliotheken dürfte ebenfalls einiges ausspucken.

Der "Typ learning by doing" zu sein oder sich dafür zu halten, sind eben zwei verschiedene Dinge.

Es tut mir leid, aber Ratschläge können eben auch "Schläge" sein.
 
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Re: [Laufradbau] Fragen rund um den Laufradbau
Lieber Lagaffe
Es ist schön, dass Du mich vor der Erweiterung meiner Horizonte warnen willst.
Nun ist es jedoch so, dass ich u.U. mehr Ahnung habe als das was DU hier zwischen den Zeilen raus liest.
Ich erkenne an, dass ich gewisse Defizite habe, die ich versuche abzubauen.
Meine Fähigkeiten meine eigenen Fahrräder zu unterhalten kenne ich.
Die Tatsache, dass ich mit dem Aufbau eines alten Rades Neuland betrete, habe ich ebenso erkannt.
Ich informiere mich meist im Vorfeld, da ich lieber mehrfach nachfrage als Fehler zu machen.
Leider ist es aber auch so, dass man anhand eigener Erfahrungen den grössten Lerneffekt hat - blöderweise bei Fehlern meist noch den grösseren.

Falls Dich mein ausladender Text überfordert hat bitte ich das zu entschuldigen, ich dachte es hat etwas mit der "netiquette" zu tun sich in einem Forum vorzustellen und auf anständiger Basis eine Frage zu stellen als nur einen Zweizeiler. Meist wird man als Neuling sonst zum Lesen im Forum verdonnert oder erst mal in die Eingangshalle geschickt. Ausserdem erhöht m.M. nach eine anständige Frage das Potential für Rückmeldungen.

Noch zur Informationsbeschaffung:
Ich habe ehrlich gesagt kein Interesse an Büchern die mir sagen was ich schon weiss. Dass es einen Haufen gibt, das weiss ich schon selbst. Nur ist es ohne ein Buch in den Fingern zu halten meist schwierig etwas über dessen inhalt zu sagen - was ich schon mehrfach feststellen musste.
In Sachen Laufräder habe ich keinen Schimmer - scheue mich darum nicht mich hier weiter einzulesen, drum auch die Frage nach einer empfehlenswerten Literatur. Aber ich denke, das hat sich im Moment erledigt.

Falls es Dich stört, dass ich in Deinem Thread bin und diesen versaue - einfach melden, dann mache ich halt einen neuen auf.

Trotzdem nochmals Danke für all Deine Warnungen - ich habe diese gelesen und verstanden.
 
Wie soll Dir ein Buch über den Laufradbau sagen können, was Du schon weißt, wenn du, wie Du selber sagst, eigentlich gar nichts darüber weißt?

Ich werde Dir keines empfehlen, weil jedes, wirklich jedes, die wichtigsten Grundlagen vermittelt. Und jedes beinhaltet auch einen gewissen Anteil an reiner "Esoterik", das nur nebenbei. Mit der Information kannst Du einfach in eine Bibliothek gehen und Dir eines vornehmen.
Außerdem hast Du von mir bereits Hinweise zu Informationen bekommen.

Ich habe mal in Deine Info gesehen. Da gibst Du an "Ingenieur" zu sein. Wenn Das stimmt und auch noch ein technischer Hintergrund vorhanden ist, dann solltest Du eigentlich in der Lage sein, aus jedem Text die notwendigen Informationen herauszuziehen, unwichtige oder auch fehlerhaft herauszufiltern, aber eben auch, Dir überhaupt solche Informationen zu verschaffen.

Und nein, das waren keine "Warnungen", sondern eher die Aufforderung, erst einmal für eine gewisse Grundlage zu sorgen.

Du brauchst erstmal weder Zentrierständer, noch Tensiometer oder sonst irgendwas. Teure Werkzeuge taugen nur dann etwas, wenn man weiß, was damit anzufangen ist.

Und wie ich weiter oben geschrieben habe: Schritt für Schritt.

Sammel erst einmal Informationen über Dein Projekt. Wenn Du damit durch bist, erübrigt sich die Hälfte Deines ausladenden Fragenkataloges. Und wenn Du dann überhaupt beim Laufrad-Bau angelangt bist, bist Du auch in diesem Faden richtig.
 
Wenn ich Dich richtig verstehe, lasse ich das mit dem gebrauchten LRS also lieber sein und besorge neue Teile.
Nen gebrauchten LRS kannst du natürlich verbauen, ich dachte du wolltest gebrauchte Felgen an ein neues Laufrad bauen. Für ein neues Laufrad benutzt man aber i.d.R. neue Felgen und Speichen kann aber alte Naben weiterverwenden. So ist mein vorheriger Beitrag zu verstehen.
Stellt sich also noch die Frage nach einem Speichentensiometer.
Braucht man nicht. Einfach an einem schon lange haltenden Laufrad (möglichst mit denselben Speichen) die Speichenspannung erfühlen und das Gefühl auf die Speichen des neuen Laufrads übertragen.
Der Rahmen ist für 28" gedacht, jedoch eher mit Touring-Bereifung.
Das kann ich nicht beurteilen. Zu der Zeit gab es bestimmt auch 27" Räder, deshalb meine Frage.

Das Buch von Wheelpro empfehle ich immer, gibt es aber nicht auf deutsch. Das Buch ist aber recht einfach geschrieben und gut strukturiert, so daß man auch mit lückenhaftem Englisch hinkommen sollte. Wenn du die Website verstehst, solltest du m.M.n auch das Buch versehen können. Bei fehlenden Fachbegriffen hilft Tante Google.
 
@Phipu

Nimm den lagaffen nicht so ernst. Der hat ab und zu mal einen schlechten Tag und lässt, egal was und wie du ihm antwortest, sich nicht aus diesem Modus bewegen. Jedes geschriebene Wort, so mein Eindruck nach langejahrer Erfahrung, ist dort verschwendet. Manchmal muss man Rumpelstilzchen einfachen toben lassen.
 
@Phipu




Schritt 1:


Nimm ein gebrauchtes Laufrad, jedoch mit halbwegs stabiler Felge, um das nicht schade sein wird
Entspanne es, schmier die Gewinde und versuche es auf Spannung zu bringen und es halbwegs rund zu bekommen

Nippel so weit aufdrehen, dass Nippelunterkante auf Höhe des letzten sichtbaren Gewindeganges ist. Dann mit dem Speichenschlüssel rund um die Speichen jeweils eine oder 2 Umdrehungen fester drehen. Gucken wie locker die Speichen sind und das selbe Spiel rund um mit weniger Umdrehungen (ggf.auch halben) wiederholen. So lange wiederholen bis eine halbwegs angenehme Speichenspannung vorhanden ist.. Sie muss nicht extrem hoch, nur so hoch, dass die Felge stabil gehalten wird. Bei ideal hohen Speichenspannungen sind die Zentriervorgänge zum üben einfach noch recht anspruchsvoll.

Zum Zentrieren Infos im Folgeschritt. Weitere Details, wo bei Seitenschlag und Höhenschlag zu zentrieren ist, findet man in der Literatur. Auch die Infos zu der Besonderheit am asymmetrischen Hinterrad.

Schritt 2:


Kauf dir einen billigen Laufradsatz wie die WH-R 501 und versuch hier etwas die Speichenspannung zu erhöhen und es rund zu bekommen.
Beginne mit dem weniger komplexen Vorderrad (wenige Speichen und zudem radial - ergeben weniger Faktoren, die den Rundlauf beeinflussen).
Und nicht vergessen, nur kleine Schritte führen zum Erfolg sprich 1/4 bis 1/32 Umdrehungen beim Feinzentrieren. Und nur das Drehen an wenigen Speichen beim Feinzentrieren, begleitet von einem Abdrücken des Laufrades ehe man weitermacht.
Ein Tensio kann helfen, um zu verstehen wie komplex sich das Drehen einer Speiche auf andere Speichen und damit Felgenbereiche auswirkt.
Ein Tensio wie Parktool muss jedoch für Vergleichbarkeit stets in der gleichen Gebrauchslage genutzt werden und auf die gleiche Art und Weise losgelassen werden (nicht einmal schnippen lassen und einmal langsam loslassen). Auch darf der Mechanismus des Parktool Tensios nicht einmal etwas verdreckt (Rebungserhöhung) und einmal versehentlich mit Öl besprüht sein (Reibungsminderung).

Auch wichtig, da die absoluten Werte der Speichenspannung nicht zwangsläufig stimmen müssen: Stellst du fest, dass eine Felge nach leichten Zentriervorgängen stark reagiert und beim Abdrücken erst recht. Muss die Speichenspannung wieder runter, dann ist die Speichenspannung an der Grenze der Belastbarkeit der Felge.

Noch ein Tipp, mach an alle Speichen ein Fähnchen z.b. mit Tesa. Dann siehst du, ob du nur die Speiche in sich verdrehst oder auch wirklich den Nippel auf Speiche (echter nachhaltiger Zentriervorgang). Versuche dabei mit der Hand am Schlüssel zu erfühlen (ggf. Hören, gucken), wo der Unterschied ist zwischen den beiden Ereignissen liegt. Und natürlich, bringe das Fähnchen wieder in die Ausgangsstellung zurück. Entwickle auch ein Gefühl dafür. Später und gerade bei Vielspeichenlaufradsätzen wird man keine Fähnen mehr kleben.
Achso, Fähnchen so kleben, dass man das Tensio noch anlegen kann.

Schritt 3

Üben, üben an einfachen Laufradsätzen (wenige Speichen, nicht stark verflochten) und an alten Laufradsätzen, um die es nicht schade sein wird.
(Nachspannen, zentrieren)

Schritt 4

Die WH-R501 komplett zerlegen und daraus wieder einen stabilen dauerhaltbaren Laufradsatz bauen.

Schritt 5

Aus günstigen 32 bis 36 Loch Komponenten einen dauerhaltbaren Laufradsatz bauen.

Schritt 6

Bei Erfolg oben, ein paar Sahneteile holen und sich den Traumlaufradsatz bauen.



Wichtigster Tipp, habe Zeit, lass dir Zeit und sei hellwach. Läuft etwas nicht, abbrechen und an einem besseren Tag die Arbeit wieder aufnehmen.

Zentrierständer:

Den für 130 € von Rose.
 
lustige Empfehlung, wenn man nicht ganz tief in der Materie steckt weiß man eh nicht das dieser WH Dingsbumm von Shimano kommt. Zweite Frage ist ob er überhaupt ein Rad hat wo er den verwenden kann. In seinem geplanten Radprojekt jedenfalls nicht oder kann man den auf 120 mm umbauen.
 
Das eigentliche Problem ist doch, dass hier wirklich alle Grundlagen fehlen und eben nicht nur beim Laufradbau. Es fängt bei den Einbaubreite des Rahmens an ( die vermutlich eher 122mm ist oder auch 126, was bei alten Rahmen vor allem mit simplen Blechausfallenden nicht immer eindeutig herauszufiltern ist, erst recht wenn der Hinterbau, was auch oft vorkommt verzogen ist), geht über eine Gabel die vermutlich einen anderen Reifendurchlass hat, als die alte, fehlende Informationen über die tatsächliche Laufradgröße usw.

Dann hat er nicht mal näherungsweise einen Blick für das Material, was er verbauen will. Die Frage "Stahl- oder Alu-Speichen" offenbart hier schon eine eklatante Unwissenheit. Von der "Schraubkranz-Problematik" gar nicht zu reden....

Das sind vor dem Laufradbau ein halbes Dutzend Baustellen, die erst einmal zu beackern sind. Jede davon ist zu bewältigen, aber eine Frage für sich und ein anderes Thema.
Ein wenig mehr hätte er sich bereits über Suchfunktion, den Fahrrad-Wiki's, Sheldon Browns Seiten usw. selber beantworten können. Ich finde es ein wenig schwierig ihn hier im Laufradbau-Faden an die Hand zu nehmen und wirklich überall durchzuführen.
Ich "echt" habe ich selber schon den einen oder anderen Laufradbauer angeleitet oder sogar regelrecht ausgebildet. Die wußten auch nicht viel, aber ein paar Grundlagen waren da, mit denen man arbeiten konnte.

Und wenn ich dann zweimal lesen muß, dass ihm diverse Bücher nur das sagen, was er angeblich schon weiß und das vergleiche, mit dem was er schreibt, frage ich mich, was er da für Bücher gelesen haben will. Besonders dick können die nicht gewesen sein.

Das ist nicht böse gemeint, auch wenn es sich vielleicht so liest. Aber ich werde eben im Alltag ziemlich oft mit eben solchen Ansätzen konfrontiert. Es ist oft viel Engagement und Eifer und Liebhaberei dabei, aber zwei linke Hände oder derjenige findet einfach keinen Zugang, geht aber gerne auch mal in die Richtung arroganter Selbstüberschätzung ( was ich dem Fragenden aber nicht unterstelle).
 
Vielen Dank für die konstruktiven Antworten!
@sickgirl: Ich weiss nicht welchen Eindruck ich hinterlassen habe, aber um welchen LRS es geht war mir schon klar. Die Empfehlung habe ich verstanden, einen LRS als Test zu nehmen, aber wie Du schon richtig schreibst suche ich nach 120 mm Einbaubreite.
Rahmen für einen normalen LRS habe ich genügend daheim...allerdings habe ich da auch schon mehr als genug Laufräder dafür.

Ich habe noch einen alten Satz Mavic Ksyrium liegen, welcher zum ein- und Ausspeichen allenfalls geeignet wäre - allerdings hat der eine stark abgenudelte Bremsflanke, und wenn ich richtig verstanden habe ist das Aufbauen mit gebrauchten Teilen schwierig.

Ich werde mich nun mal an einen Versuch wagen - was mich gerade vor die grösste Herausforderung stellt ist die Nabe mit 120 mm Breite.

Dazu noch eine Frage: Ist es möglich allenfalls an eine Bahnradnabe einen Schraubkranz zu bauen und diese somit für meinen Rahmen zu verwenden? Hat jemand so etwas schon mal gemacht?
Vom Gewinde her habe ich es verglichen - das müsste gehen, ich weiss einfach nicht ob es von der Breite her hinkommt - kommt vermutlich auf die jeweilige Nabe an? Es gibt einen schmalen Schraubkranz mit knapp 27 mm, das habe ich im Wikipedalia gefunden.
Ich muss Morgen mal mass nehmen und schauen ob das von der Kettenflucht überhaupt gehen könnte, wäre allenfalls eine Alternative.
 
Ja, einen einfachen oder doppelten, aber keinen für Kettenschaltungen. Also Nein für Dein Vorhaben.

Dein Rahmen wird womöglich gar keine Einbaubreite von 120mm haben. Außerdem läßt sich der sich ein wenig aufweiten und Du kannst aktuelle ( Kassetten-) Naben verwenden.
Davon rede ich die ganze Zeit: du brauchst eine Menge Vorarbeit, die hier einfach OT ist.

Für alte Räder schau in das Unterforum "Rennmaschinen bis 1990" zum Beispiel. Da findest Du eine Menge Informationen über Einbaubreiten und auch die immer wieder vorkommenden Schwierigkeiten der Identifizierung.
 
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Dazu noch eine Frage: Ist es möglich allenfalls an eine Bahnradnabe einen Schraubkranz zu bauen und diese somit für meinen Rahmen zu verwenden?
Ich weiss es nicht. Ich hatte aber mal ein paar Naben gefunden, da hatte der Shop dazugeschrieben, daß sie für 6-fach geeignet wären. Vlt. sollte man die Auswahl auf solche Angebote beschränken. Die schöne Nabe, die Sickgirl verlinkt hatte, ist für 6-fach Kassetten gedacht. Sowas würde ich einer Schraubkranznabe immer vorziehen, da bei Schraubkranznaben sich die Achsen gerne mal verbiegen.

Das Problem beim Laufradbau ist übrigens nicht das Wissen wie es geht. Das hat man sich schnell angelesen. Wichtiger ist das Gefühl für die Sache und die kommt mit Erfahrung. Wenn man bereits in einem sehr frühen Stadium sehr homogene Speichenspannung hat, baut sich so ein Laufrad fast von selber. Wenn nicht wirds fummelig. Um da zu wissen wann es genug ist, braucht man eben etwas Erfahrung.

Das ist bei vielen praktischen Dingen so. "Wissen wie es geht" und "Können" sind ziemlich unterschiedliche Dinge.
 
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Hallo, ich möchte mich daran wagen, einen Satz Laufräder selbst zu bauen. Ich weiß, daß das nicht so mit links zu machen ist.....
Andererseits habe ich dieses Jahr zwei Räder aufgebaut, bin also nicht ganz unbeleckt.

Zuerst mal brauch ich ja die passenden Komponenten. Einsatzbereich soll Waldweg bis mittleres Gelände sein, auch mal Bikepark und leichte Trails. Ich wiege ca. 100kg, das Rad ist ein 29er Hardtail mit 100mm vorn, Bremsen 200/180 Magura MT5, sonst komplett XT.
Reifen habe ich: die 2,4er Mountain King sollen weiter verwendet werden. Den derzeitigen LRS (Fulcrum Red Power) möchte ich behalten, da sollen Race King oder ähnlich drauf.

Felgen: Mavic XM 624 Disc 29" -größere Maulweite, geöst wegen Gewicht, tubelessready, Preis geht noch

Naben: vorn XT M8010 mit 15mm , hinten XT FH-M8000 Schnellspanner - Qualität ok, Preis ok

Speichen DT Swiss Competition 2.0/1.8 in 290mm (lt. Spokomat sollte die Länge passen) - sind das die Richtigen?

Habt Ihr in diesem Preisrahmen bessere Vorschläge, geht irgendwas gar nicht?

Übrigens habe ich das auch schon im Schwesterform (da MTB) gepostet, leider ohne Resonanz, also bitte nicht böse sein ;)

Danke und Gruß
Roland
 
Na ja, das sind die "üblichen Verdächtigen". Es gibt zahlreiche Naben und Felgen die alternativ in Frage kommen würden.

Mavic hat sein Felgenprogramm etwas "durch-modernisiert" und hat wieder zeitgemäße Felgen im Programm. Aber andere Hersteller machen das schon länger.
"Ösen" sind kein Qualitätsmerkmal, für sich genommen. Verstärkte Felgenböden können technisch sinnvoller sein.

Naben gibt es genug interessantere. Selbst Taiwan-Naben der Mittelklasse können eine bessere Wahl sein, meine ich.

Aber es geht ja hier um grundsätzliches: Von was ich bei dem Gewicht abraten würde, sind Felgen, die auf "Ultra-Leicht" getrimmt sind, also für den Zweck unter 450g.

Speichen sind okay. Dünner als 1,65mm DD würde ich auf keinen Fall nehmen. Je nach Naben ( löcher) kann man über verstärkte Speichenbögen ( Sapim Force, DT Alpine III) nachdenken.

Von der Dimensionierung her, ist das Material erstmal okay.

Was zu beachten ist: Die Speichenspannung sollte auf keinen Fall zu niedrig werden. Die Felge sollte für 1200N ( oder mehr) ausgelegt sein, denn das wird gebraucht, damit die Speichen auf der Gegenseite noch genug vorgespannt werden.
Scheibenbremsen ( bzw. jede Bremsart, die auf die Nabe wirkt) sorgen dafür, dass sozusagen das gesamte Gewicht die Speichen be- und entlastet.
Ist die Vorspannung irgendwo zu niedrig, werden sich die Speichen nach und nach lockern.
 
Moin Jungs,

nun habe ich mal eine Frage zu einer Felge.

Name: Halo Devaura 24 Loch ( 16/8) Rennradfelge. Ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber ganz interessant. Hat von Euch schon Jemand Erfahrungen mit dieser Felge? Nabe, weiß ich noch nicht. Speichen linke Seite Sapim Laser, auf alle Fälle einfach gekreuzt, Kopf Innen und rechte Seite Strong dreifach gekreuzt. Könnte man das so aufbauen? Lochkreis der Nabe beide Seiten 16 Loch, links lasse ich dann ein Loch aus, denn die Naben mit dem passenden Lochkreis 8/16 sind auch nicht gerade preiswert. Würde mal gern Eure Meinung hören. Zurzeit fahre ich DT Swiss RR 511, mit dem LRS bin ich sehr zufrieden.
 
So ein Aufbau ist eigentlich technisch völlig sinnfrei. Du kannst sicher 1x hinten links kreuzen, nur gewinnst Du damit nichts. Meinethalben, wenn du eben eine 32 Loch Nabe als Basis nimmst, um den "perforierten" Flansch zuschonen.

Es kann aber mit dem Versatz ein wenig kompliziert werden. 2:1 Naben gibt es von Halo und Bitex. So wahnsinnig viel kosten die auch nicht.

Auch die differenzierten Speichen sind sinnfrei bei dieser Art Laufrad. Nimm einfach 1,8mm DD beisdseitig oder andere in der Dimension ( CX sprint / Aero Comp, eventuell auch dünnere, aber keine 1,5er bzw. deren "flach geklopfte" Ausführung. So weit ich mich erinnere bist Du jenseits der 80kg?
 
Danke für ie Info, habe ich mir schon gedacht, dass die Laser etwas zu dünn werden. An dem Gewicht arbeite ich gerade ;)
 
Nee, das ist Quatsch, sich für leichtere Laufräder "runter zu hungern". Das Material hat sich dem Fahrer anzupassen und nicht umgekehrt.... ;)

Ich dachte vor allem an die brachial stabilen Speichen, die du für rechts vorgesehen hast in Verbindung mit eben den Laser. Wenn du dicke, im Mittelteil 2mm dicke Speichen auf 1200N ziehst, braucht das schon recht viel Kraft. Es konterkariert ein wenig das Konzept des 2:1 Musters, dessen Hauptvorteil eben ist, hinten links nahezu in den Bereich der Spannung rechts zu kommen.

Will sagen: Du kannst das bauen, aber sinnvoll ist es eben nicht.
 
Nein, natürlich werde ich mich nicht extrem runter hungern, aber ein paar Kilo bin ich los und das reicht dann auch, aus dem Alter bin ich raus. Du hast recht mit der Kräfteverteilung, merkt man immer wieder, wie schwierig es sein kann, dass die Felge mittig im Rahmen sitzt, wenn man unterschiedlich starke Speichen einsetzt. Nur mal so ein Gedanke, da würde ich doch noch optimaler mit einer asymmetrischen Felge hinten fahren. Ein paar Hersteller bieten die an, zum Beispiel auch DT Swiss. Ich finde die Qualität der Felgen auch okay.
 
Nee, das ist Quatsch, sich für leichtere Laufräder "runter zu hungern". Das Material hat sich dem Fahrer anzupassen und nicht umgekehrt.... ;)

Ich dachte vor allem an die brachial stabilen Speichen, die du für rechts vorgesehen hast in Verbindung mit eben den Laser. Wenn du dicke, im Mittelteil 2mm dicke Speichen auf 1200N ziehst, braucht das schon recht viel Kraft. Es konterkariert ein wenig das Konzept des 2:1 Musters, dessen Hauptvorteil eben ist, hinten links nahezu in den Bereich der Spannung rechts zu kommen.

Will sagen: Du kannst das bauen, aber sinnvoll ist es eben nicht.

Wo ist das Problem von 1200 N bei Sapim Strong?
Ich sehe und kenne keine aus der Praxis. (In der Theorie: außer die Felge ist extremer Leichtbau mit dünnem Bogen oder die Nabe hat einen empfindlichen rechten Flansch)

Auch bei 2:1 ist die Speichenspannung links noch nicht unwesentlich geringer - gerade je geringer die Kreuzungszahl ist.
Gerade radiale Speichen lösen sich eher, gerade wenn rechts die Speichen nicht in der Lage sind für genügend Torsionssteifheit des Laufrades zu sorgen.

Sich lösende linke Speichen kenne ich selbst bei Campa Khamsin und Vento Laufrädern.

Ob es nun Laser links sein müssen sein, dahingestellt, weil damit die Seitensteifheit des Laufrades geringer ist.

Aber primär ist es auch bei 2:1 sinnvoll links und recht unterschiedliche Speichendurchmesser zu verbauen und bei der geringen Speichenzahl
rechts dicke Speichen für mehr Torsionssteifheit.
 
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