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[Laufradbau] Fragen rund um den Laufradbau

Ich stelle aber auch bei DT Comp Speichen bis heute immer wieder fest, dass der Laufradbau mit DT aufwendiger ist als mit Sapim.
Kann ich nicht bestätigen. Ich habe mit DT-Speichen den Laufradbau angefangen, weil die es bei Onkel Erwin schön günstig gibt und ich bei meinem ersten Projekt auch dort die Felge gekauft habe. Nachdem die Erfahrungen gut waren (und sind), bin ich dabei geblieben.

Bei den Laufradsätzen, die ich seither gebaut habe, ist querbeet Alles dabei, vom Tourenrad mit Beladung über MTB bis zu RR. Ich musste bisher nur einen der Laufradsätze nachzentrieren, aber das war User Error, weil ich mich anfangs nicht getraut habe, da richtig Spannung drauf zu geben. Und auch der Laufradsatz ist noch weit von "Gewinde zuende" entfernt. Ansonsten sind selbst die Laufräder für unsere MTBs, die speziell bei mir schon ziemlich beansprucht werden, völlig problemlos. Keine Ahnung, was da bei Dir schief läuft.
 

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Re: [Laufradbau] Fragen rund um den Laufradbau
Gibt ja wenig wo ich mit dem Nordisch konform gehe, aber bei den DT Speichen muss ich ihm recht geben.
 
Servus, ich habe hier ein recht verwirrendes Problemchen.

Es handelt sich um ein 26''-Laufrad, Ukai SLR-17 Felge und 'ne LX FH-M550 Hinterradnabe. Die Kombination habe ich so semi toll gespannt und ziemlich verdreckt erstanden. War aber fahrbar. Jetzt dachte ich mir, hey, zerlegen, ordentlich saubermachen und das Laufrad steht da wie neu - hat in der Vergangenheit ja auch geklappt.*

Es steht nicht da wie neu, ich bekomme nicht den Hauch von Speichenspannung zusammen, bevor mir das Gewinde am Nippel ausgeht. Unterlegscheiben waren keine drauf, neu eingespeicht habe ich das ganze jetzt 3x, ich finde den Fehler um's verrecken nicht. Öfter kreuzen (im Moment 3x, so ist auch das Vorderrad aufgebaut) geht auch nicht.

Einspeichmuster habe ich mit dem Vorderrad verglichen und keinen Fehler gefunden, mit neuen und den originalen Nippeln habe ich es ebenfalls probiert.
ukai.jpg

Könnt ihr euch da irgendeinen Reim drauf machen? Im Moment überlege ich, mir einfach neue Speichen zuzulegen.

Vielen Dank schon mal :)



* Will sagen: Ich bin sicher kein Laufradbauguru, habe das aber bisher zwei mal auf Anhieb mit - über bis jetzt ein paar 100km - fahrbarem Ergebnis hinbekommen. Zumal ich hier ja den selben Fehler 3x hätte machen müssen?!?
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt ja wenig wo ich mit dem Nordisch konform gehe, aber bei den DT Speichen muss ich ihm recht geben.
Leute, was macht Ihr mit den Speichen? :eek: Wenn Du die so stark spannst, dass sie sich 2 mm längen, ist zum einen schon längst die Felge hinüber, und auch die Speiche würde ich als "kaputt" ansehen.
 
Leute, was macht Ihr mit den Speichen? :eek: Wenn Du die so stark spannst, dass sie sich 2 mm längen, ist zum einen schon längst die Felge hinüber, und auch die Speiche würde ich als "kaputt" ansehen.

Was ich damit meine ist das ich bei einer DT Revo im Vergleich mit einer Sapim Laser eine höhere Dehnung/Längung der Speiche habe. Und das bei 1000-1100NM . In dem Bereich ist auch noch keine "normale" Felge* hinüber.

* als Beispiel Mavic Reflex oder neuerdings Open Pro Tubular
 
Servus, ich habe hier ein recht verwirrendes Problemchen.

Es handelt sich um ein 26''-Laufrad, Ukai SLR-17 Felge und 'ne LX FH-M550 Hinterradnabe. Die Kombination habe ich so semi toll gespannt und ziemlich verdreckt erstanden. War aber fahrbar. Jetzt dachte ich mir, hey, zerlegen, ordentlich saubermachen und das Laufrad steht da wie neu - hat in der Vergangenheit ja auch geklappt.*

Es steht nicht da wie neu, ich bekomme nicht den Hauch von Speichenspannung zusammen, bevor mir das Gewinde am Nippel ausgeht. Unterlegscheiben waren keine drauf, neu eingespeicht habe ich das ganze jetzt 3x, ich finde den Fehler um's verrecken nicht. Öfter kreuzen (im Moment 3x, so ist auch das Vorderrad aufgebaut) geht auch nicht.

Einspeichmuster habe ich mit dem Vorderrad verglichen und keinen Fehler gefunden, mit neuen und den originalen Nippeln habe ich es ebenfalls probiert.
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Könnt ihr euch da irgendeinen Reim drauf machen? Im Moment überlege ich, mir einfach neue Speichen zuzulegen.

Vielen Dank schon mal :)



* Will sagen: Ich bin sicher kein Laufradbauguru, habe das aber bisher zwei mal auf Anhieb mit - über bis jetzt ein paar 100km - fahrbarem Ergebnis hinbekommen. Zumal ich hier ja den selben Fehler 3x hätte machen müssen?!?

Wenn die Speichen jetzt zu lang sind gibt es ja nur zwei - drei ;) Möglichkeiten:
1.) vorher war 4f gekreuzt (dafür sind die dann aber wohl zu kurz)
2.) die Speichen haben sich gelängt
3.) das Laufrad war nie stabil aufgebaut

Wäre so das was mir dazu einfällt. Würde da einfach Felge und Nabe neu messen und passende DD Speichen verbauen und gut ist :)
 
Hey Tichy, dank dir :)

Naja, 2. und 3. kann man denke ich ausschließen, bleibt also prinzipiell nur noch 1. Ich Dödel habe natürlich vorher kein Bild gemacht um das noch mal zu prüfen. Ich denke auch, ich werde mir Speichen organisieren und gut ist. Hoffentlich :p

Edit: Ne, hab's gerade auch noch mal probiert, vierfach klappt nicht.
 
Hey Tichy, dank dir :)

Naja, 2. und 3. kann man denke ich ausschließen, bleibt also prinzipiell nur noch 1. Ich Dödel habe natürlich vorher kein Bild gemacht um das noch mal zu prüfen. Ich denke auch, ich werde mir Speichen organisieren und gut ist. Hoffentlich :p

Edit: Ne, hab's gerade auch noch mal probiert, vierfach klappt nicht.
Siehst du auf der Nabe keine Abdrücke von der alten Einspeichung? Da solltest du dann ja sehen ob es 3 oder 4 fach war?
 
Wann hat denn dieser Brandt sein Buch geschrieben? Das muss doch noch in den Achtzigern gewesen sein. Das Material was damals bei Felgen und auch Speichen erhältlich war kann mit dem von heute nicht mehr wirklich verglichen werden.

Lieber nicht soviel auf der Theorie rumreiten, sondern lieber machen :)

Genau. Man muss jeden Tipp, ob alt oder neu immer im Kontext zum Nutzer, seinem Material und seiner Zeit sehen. Wenn Smolik den Speichentausch nach 5.000km empfiehlt, ist nicht sofort alles was er schrieb großer Unfug, sondern man muss sich da den Gehalt herausziehen, den man selbst für nützlich hält. Damals brachen die Speichen häufig am Bogen, war halt wie die Pest. Und um dieses Problem ging es auch, als man den Stress aus dem geknickten Speichenbogen durch gezieltes kurzzeitiges Überlasten herausbekommen wollte. Und nicht, weil "Spannungen in der Speiche bei Vollmond" den Radler schlecht schlafen ließen. Also gehe ich auch mit dieser Info "smart" um und prüfe zumindest, ober der Arbeitsgang des alten Meisters heute noch für etwas taugt, oder nicht. Vielleicht für einen ganz anderen Zweck. Für ein Problem der heutigen Zeit. Speichenbruchprobleme kenne ich nämlich keine.
 
Ist ja auch ein guter Grund nur noch DD-Speichen zu verwenden. Bei Billig-Laufrädern mit normalen Speichen hält es aber anscheinend auch, also ist das Material wohl insgesamt ein wenig besser geworden :)
 
Auch eine Niroglattspeiche ist schon deutlich unempfindlicher, als die alten Chromspeichen. Und mit DD hat man den Schwachpunkt Bogen schon deutlich entschärft. Es dürfte hier auch schwer fallen, den Bogen ins Fießen zu bekommen, da ja der dünne Mittelteil vorher nachgeben wird.
 
erheblich besser, wenn mir ein Mittelkllasselaufrad aus den 80er angucke. Da hatte ich oft mit Speichenbrüchen in den Bögen zu tun. Probleme mit modernen Speichen hatte ich nur CN-Spokes, das sind mir zwei am Gewinde gerissen.
 
Siehst du auf der Nabe keine Abdrücke von der alten Einspeichung? Da solltest du dann ja sehen ob es 3 oder 4 fach war?

Doch, und auch das Vorderrad ist vierfach gekreuzt. Die Versuche, nachträglich vierfach zu kreuzen sind nur deswegen gescheitert, weil ich das jeweils nur auf einer Seite probiert habe und die Nabe sich deswegen nicht mitgedreht hat. Jetzt passt es jedenfalls. :)

Man lernt tatsächlich auch beim dritten Mal noch was dazu, wer hätte es gedacht. :P
 
Ich kenne die Berichte von @Nordisch 's gelängten Revos, scheint mir obskur, unterdimensioniert oder ein Fertigungsfehler.
Wenn ich mir so die Zug-Dehnungsdiagramme von Stahl anschaue, ist da oberhalb der Fliessgrenze oder sogar im Bereich der Materialverfestigung eigentlich alles zu spät.

Ich steige mal bei Deinem Beitrag ein:

Eigentlich muß man da nur an das nächstliegendste denken: Stahl wächst ja nicht einfach mit der Zeit, einfach so. Und verändert ja nicht wie Gummi an Licht, Luft und Sonne seine Elastizität.
Stahl "schwingt", das mit Sicherheit, aber am Ende der Dauerschwingfestigkeit steht ein Ermüdungsbruch, ganz ohne allmähliches Wachstum.

Aber 1,5mm DD Speichen haben in der Regel eine noch höhere, relative Zugfestigkeit, als 1,8mm DD und eine geringere Steifigkeit, resp. höhere Elastizität. Und wenn am "Ende des Tages" die vormals passenden Speichen mit ihren Gewinden weit aus dem Nippel schauen, wird allerhöchstwahrscheinlich folgendes passiert sein: Die Speichen haben irgendwann ein "Ding mitgekriegt", was deutlich über deren Belastungsgrenze liegt und sind zwar nicht gebrochen, aber um einiges länger ( und stellenweise dünner.
Scheinbar sieht man das den DT Revo nicht so deutlich an, wie den Sapim Laser, die eine eindeutige, "optische Rückmeldung" geben.
Das geht bei allen Speichendimensionen, nur die dünneren sind dafür natürlich noch etwas prädestinierter.

In dem Zustand haben Speichen dann auch "endlich" die Spannungsunterschiede im Gefüge sowie Unterschiede in der Festigkeit, und zum Teil deutlich sicht- und fühlbar, die den Fabrik-neuen unterstellt wird. Nur ist jetzt Ende mit dem Speichenleben.
Okay, mit viel Augenzudrücken "geht die noch ein wenig".
 
Nur konnte ich bei Sapim nach ähnlichen Laufleistungen nicht diese Längenunterschiede zu den Ersatzspeichen feststellen.

Und wie gesagt, es gibt über 10 Jahre und damit verschiedene Speichenchargen immer die gleichen Unterschiede bereits im Aufbau zwischen Sapim und DT. Von Ermüdungen möchte ich hier nicht ausgehen. Ich habe nicht solche Kraft, dass ich mit den Händen Kokosnüsse knacken könnte.

Wohlgemerkt, ich beschreibe nur, was in Praxis vorkommt - und gebe keine Erklärungen.

Gern hätte ich eine Erklärung - wobei ich einen größeren Speichenbogen ausschließen möche - denn den hatten alle meine DT Speichen nicht (außer die DT Alpine III).
 
Keine Ahnung, was da bei Dir schief läuft.

Inzwischen läuft nichts mehr schief - wenn ich mal günstig bei Rose DT Speichen mitbestelle, berücksichtige ich die Längung/andere Anpassung an den Nabenflansch ???, die die DT Speichen mit sich bringen. Zudem hat man ja im Zusammenspiel der DT Nippel, den mildernden Umstand, dass man die Nippel etwas weiter über den Nippelkopf hinausdrehen kann als bei Sapim.

Jedoch läuft bei einigen billigen Laufradproduzenten etwas schief. Führt man hier das Abdrücken und Zusammenziehen von 2 gegenüberliegenden Speichenkreuzungen durch, kommt es häufig vor, dass man gar nicht mehr die gewünschte Speichenspannung erreicht, weil das Ende des Gewindes erreicht ist.
 
Nun aber Schluss mit Sapim vs. DT. Ich wollte nur auf die Unterschiede aufmerksam machen. Wer sie weiß, baut mit mit beiden Speichenherstellern sehr haltbare Laufräder.

Ich habe heute meine Alexrims CX30 in silber poliert bekommen. Schöne Felge - wird mit einer 105er 11x Nabe verheiratet.
Links Sapim Laser und rechts Sapim Race wird es sein.
Ich muss Felge und Nabe aber noch ausmessen und dann die Speichen bestellen.

Beidseitig nehme ich Messingnippel - die Sapim Alunippel mögen Salz und Dreck nicht sonderlich. Daher hat sich das Thema Alunippel für mich erledigt.
Eventuell ist es mal etwas für ein Schönwetterrad.
 
Ich habe meine ersten Revos gekauft, da sind die überhaupt gerade auf den Markt gekommen. Ich wurde vom Verkäufer vorgewarnt, der schon das Vergnügen hatte, dass man zweimal nachziehen muss.
Das erste Problem war DT-eigen und waren wirklich die Speichenbögen, die die Speiche in alle Richtungen abstehen ließ und etwas mehr Mühe machen ( bzw. machten), egal welche Dimension übrigens, als andere.
Durch den noch dünneren Mittelteil waren die noch weniger in der Lage, die Bögen, nur durch reines vorspannen näher an den Flansch zu ziehen.

Im Großen und Ganzen war es das im Grunde. Und das kannst Du natürlich mit jeder beliebigen Speiche haben, wenn man die nicht beim Aufbau setzt oder einem das trotz aller Voraussicht entgangen ist.

Das Andere: Es hat nichts mit den "Laufleistungen" ( allenfalls bedingt) zu tun. Durch Überlast gelängte, resp. "überstreckte" Speichen kenne ich von den verschiedensten Laufrädern ( und mit Speichen der verschiedensten Hersteller), die mir gebracht wurden. Sehr oft sieht man es der Speiche direkt an, weil auf geradem Weg plötzlich ein Knick oder eine "Welle" drin ist. Manchmal sieht man das erst, wenn man das Felgenband entfernt hat und einige der Speichen über den Nippel herausragen und es keinen Hinweis gibt, dass da mal zu lange eingebaut wurden. Die wurde einfach immer wieder festgezurrt, obwohl die eigentlich Austausch-reif waren.
Diese Speichen waren schlicht und ergreifend beschädigt.
 
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