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KTM Rad ca. 1978

DSPeacemaker

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Hallo,

ich würde gerne meinem Vater eine Freude machen und sein altes Rennrad wieder aufbauen. Leider hat sich eine Muffe gelöst und auch ordentlich Rost angesetzt. Jetzt brauche ich euer geballtes Wissen um zu beurteilen, ob es sich überhaupt lohnt, damit anzufangen...
 

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Hilfreichster Beitrag geschrieben von Knobi

Hilfreich
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Ach du lieber Himmel.
Die Muffe war wohl überhaupt nicht verlötet, sowas habe ich wirklich noch nie gesehen und Du bekommst es auch nur mit sehr, sehr viel Arbeit in den Griff: Oberrohr durchsägen und wegschmeißen, Reste am Sitzrohr vorsichtig aus der Muffe schleifen (Sitzrohr dafür komplett "durchlochen"). Steuerrohr am besten auch durchsägen und die Reste aus beiden Muffen schleifen. Dann alles mit neuem Steuerrohr und neuem Oberrohr wieder zusammenlöten.
Das lohnt sich natürlich überhaupt nicht, ist aber andererseits durchaus machbar.
Wenn das Rad mit dem so weit rausgezogenen Vorbau wirklich gefahren wurde, hat er vermutlich das Gabelgewinde geknackt und steht deshalb so komisch schief. Dann wäre die Gabel auch Schrott, oder braucht einen neuen Schaft (auch das ist machbar, lohnt sich aber genausowenig).

Kurz gesagt: Wenn Du keine Erfahrung im Rahmenbau und auch keinen Rahmenbauer im Freundeskreis hast, ist das ein hoffnungsloser Fall.
Andererseits war das insgesamt kein übles Rad. Ich würde wohl einfach ein paar Monate lang nach einem identischen Rahmen in den Kleinanzeigen suchen.
 
Da kommt mir gerade in den Sinn, dass auch eine unverlötete Verbindung nur als Unfallfolge so weit auseinanderrutschen und in dieser Stellung bleiben würde. Kann es sein, dass das Unterrohr hinter der Muffe einen leichten Knick hat?
 
Vielen Dank für die fundierte Antwort! Ich habe es so, wie es fotografiert wurde, aus der Garage gezogen. Von einem Unfall weiß ich nichts. Gefahren worden ist es wahrscheinlich so, wie es jetzt eingestellt ist. Ich denke ein neuer, gebrauchter Rahmen wird die beste Lösung sein. Ich befürchte fast, dass nur der originale Lenker oder Ähnliches letztlich übrig bleibt... 😉
Klasse Forum!
 
Also wenn das Rad so gefahren wurde, war der Rahmen sowieso immer zu klein und darf gern 2-3 cm höher sein. Dann musst Du Dir auch keine Gedanken mehr über die Reparatur machen.
Klassische Rennradvorbauten mit extralangem Schaft gibt es z.B. von Nitto; die kann man dann auch gefahrlos so weit rausziehen.
Die Kurbel solltest Du behalten, weil sie relativ leicht ist und schon den "modernen" Lochkreis 130 für die Kettenblätter hat. Damit kann man eigentlich auch heute noch alles machen, was ein Rennrad eben machen soll.
Die Bremsen waren damals schon nicht so richtig gut, und das Schaltwerk verträgt sich ggf. nicht mit Rasterhebeln.

Geht es bei dem Projekt denn um den ideellen Wert genau dieses Rades, oder dürfte es auch irgendein anderer, technisch vergleichbarer Rahmen sein?
 
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