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Kerben/ Einschnitte am Freilaufkörper, Kassette fräst sich in Freilaufkörper

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Re: Kerben/ Einschnitte am Freilaufkörper, Kassette fräst sich in Freilaufkörper
Ich habe ein Hügi aus der Jahrtausendwende, der Alufreilauf hat die üblichen Einkerbungen aber er erfüllt immer noch seinen Zweck.
 
Warum sollen die sich Gedanken machen , ihr kauft das doch und empfindet das als normal , da erkennt kein Hersteller einen Handlungsbedarf , nur Kosten.:p
Erst wenn Druck beim Hersteller ankommt , also der Kunde Reklamiert beim Händler , dieser beim Importeur ,
der wiederum beim Hersteller kommt der aus dem Knick , so rum geht das .
Aber das wird ja aktiv verhindert von geduldigen Käufern , über die sich jeder Hersteller wie Bolle freut .
Als Konstrukteur hätte ich sowas nicht abgegeben , der Chef hätte mich auch frisch gemacht .:rolleyes:

Du kennst doch die Antworten der Hersteller: "Verschleiß" und "normal". Aber wenn Du ankommst drehst Du das Ruder bestimmt rum :daumen:
Ich kaufe einfach keinen Freilauf mehr und gehe immer zu Fuß. 😉
 
Warum sollen die sich Gedanken machen , ihr kauft das doch und empfindet das als normal , da erkennt kein Hersteller einen Handlungsbedarf , nur Kosten.:p
Erst wenn Druck beim Hersteller ankommt , also der Kunde Reklamiert beim Händler , dieser beim Importeur ,
der wiederum beim Hersteller kommt der aus dem Knick , so rum geht das .
Aber das wird ja aktiv verhindert von geduldigen Käufern , über die sich jeder Hersteller wie Bolle freut .
Als Konstrukteur hätte ich sowas nicht abgegeben , der Chef hätte mich auch frisch gemacht .:rolleyes:
Das ist doch bei Systemlaufrädern gängige Praxis. Die speziellen Ersatzteile gibt es nach ein paar Jahren nicht mehr. Das akzeptiert der Käufer ebenso. Hat sich die Dinger vor paar Jahren für richtig viel Geld gekauft und weil ein paar Speichen gebrochen sind, die es auch nicht von DT, Sapim oder CN Spoke gibt, wird eben wieder ein neuer LRS gekauft.
Wäre ein Grund Druck zu machen. Man nimmt es hin und freut sich auf etwas Neues.
Der Hersteller freut sich weil er am ganzen Laufradsatz mehr Umsatz macht als an Ersatzteilen.
Sie würden Dir auch immer sagen: Junge, das ist Hobby, das kostet eben!

Die Hügi's hatte ich auch. Um 2001 von Action Sports für 189 DM gekauft. Schnäppchen!
Ein paar Jahre gefahren, dann 5 Jahre in der Laufradtasche eingelagert, und danach festgestellt dass der Nabenkörper vom rechten Flansch bis zur Mitte eingerissen war. Allein durch lagern. Hatte den LRS vor dem Einpacken noch sauber gemacht. Der Riss hätte mir da schon auffallen müssen. DT wollte den Nabenkörper für 90€ austauschen. Habe abgelehnt. Dafür bekommt man schon fast eine neue, leichtere 350 HR-Nabe.
 
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Das ist doch bei Systemlaufrädern gängige Praxis. Die speziellen Ersatzteile gibt es nach ein paar Jahren nicht mehr. Das akzeptiert der Käufer ebenso.

Dem Käufer bleibt gar nichts anderes übrig als es zu akzeptieren weil der Hersteller es so festlegt. Ich habe gar keine Wahl. Der Hersteller bestimmt was für mich gut sein soll. Dieses Ohnmachtsgefühl nichts dagegen tun zu können (weil alle anderen Hersteller das genauso machen) ärgert mich am Meisten. Durch diese Macht der Hersteller müssen wir Dinge akzeptieren die wir eigentlich so gar nicht wollen.
 
Hat mal jemand versucht das Problem mit Carbon-Montagepaste zwischen den einzelnen Ritzeln bzw. Distanzringen bzw. Spydern zu beheben?
Hilft das?
 
Hat mal jemand versucht das Problem mit Carbon-Montagepaste zwischen den einzelnen Ritzeln bzw. Distanzringen bzw. Spydern zu beheben?
Hilft das?
Ich denke das z.B. Ventilschleifpaste ( Motoreninstandsetzung ) da tatsächlich was bewirken könnte , weil ich glaube die Partikel in der Carbonmontagepaste sind zu weich .
Und Distanzringe aus Kunststoff gehen da gar nicht , zu glatt , zu weich .
 
Hat mal jemand versucht das Problem mit Carbon-Montagepaste zwischen den einzelnen Ritzeln bzw. Distanzringen bzw. Spydern zu beheben?
Hilft das?
Nein, hilft nicht. Montagepaste dient dazu mehr Reibung zu schaffen, damit Klemmkräfte reduziert werden können. Zwischen Ritzel und Freilauf geht es am um die Flächenpressung, die für das Freilaufmaterial zu groß ist. Eine technologisch ganz anderes Problem.
 
Warum sollen die sich Gedanken machen , ihr kauft das doch und empfindet das als normal , da erkennt kein Hersteller einen Handlungsbedarf , nur Kosten.:p
Erst wenn Druck beim Hersteller ankommt , also der Kunde Reklamiert beim Händler , dieser beim Importeur ,
der wiederum beim Hersteller kommt der aus dem Knick , so rum geht das .
Aber das wird ja aktiv verhindert von geduldigen Käufern , über die sich jeder Hersteller wie Bolle freut .
Als Konstrukteur hätte ich sowas nicht abgegeben , der Chef hätte mich auch frisch gemacht .:rolleyes:
Abhilfe wäre dadurch geschaffen, dass Shimano die Freiläufe einteilig herstellt, so dass alle Ritzel gemeinsam über breite Stege verbunden sind und so die Kraft über eine viel größere Fläche übertragen wird. Aber das erhöht die Kosten für Shimano und deren eigene Läufräder haben stabilere Freiläufe (z. B. Titan beim Dura Ace Laufradsatz). Also kurz gesagt, bislang kein Handlungbedarf bei Shimano.
 
„Normal“ und gleichzeitig verwunderlich, dass nicht mehr Hersteller mit minimalem Aufwand etwas dagegen tun. Ritzel mit kleinen Nuten/Nupsis verbinden, oder halt, wie schon gesehen, ein Stahl-Inlay. Muss nichtmal massiv sein, siehe Bitex, ein 1-mm-Streifen reicht schon. Ein Alu Freilauf ist aber nunmal werbewirksamer Trick, schnell 50 Gramm fürs Laufrad einzusparen, und meist hält es sicherlich bis Ende Gewährleistung.

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Warum sollen die sich Gedanken machen , ihr kauft das doch und empfindet das als normal , da erkennt kein Hersteller einen Handlungsbedarf , nur Kosten.:p
Erst wenn Druck beim Hersteller ankommt , also der Kunde Reklamiert beim Händler , dieser beim Importeur ,
der wiederum beim Hersteller kommt der aus dem Knick , so rum geht das .
Aber das wird ja aktiv verhindert von geduldigen Käufern , über die sich jeder Hersteller wie Bolle freut .
Als Konstrukteur hätte ich sowas nicht abgegeben , der Chef hätte mich auch frisch gemacht .:rolleyes:
Ich habe zeitgleich zum Eintrag hier im Forum ein Ticket bei den jeweiligen Händlern aufgemacht. Derzeit noch keine Rückmeldung, wenn ich etwas höre, verlinke ich es hier.

Kann man es wirklich "Verschleiß" nennen? Es gäbe einige Teile, da lasse ich es zählen und gehe die Nachteile auch (irrsinnigerweise) mit, aber bei einem Freilaufkörper? Das Ding soll an aller oberster Stelle den Freilauf und die Kraftübertragung aufs Laufrad sicherstellen, hier mit Gewicht zu argumentieren wäre für mich wie: "ich lasse ein Pedal weg, spart einige Gramm".

Sofern der Freilaufkörper also die o.g. Funktionen bzw. beste Kraftübertragung leisten möchte, sollte sich der Freilaufkörper nicht verformen. Wird er so gebaut, dass eine Verformung absolut abzusehen ist, diese entgegen der eigentlichen Funktion steht und nichts zu einem Verschleiß/ Wechsel nach xy KM gesagt wird, liegt hier m.E. schon ein Mangel bei Kauf vor. Insbesondere wäre die Gewährleistung einer sicheren, beabsichtigten Funktionsweise keine technische Herausforderung für die jeweiligen Hersteller.

Wenn ich es vorab gewusst hätte, hätte ich keinen Alu-Freilaufkörper bzw. einen anderen LRS gewählt. Bis sich dass aber rumgesprochen hat, werden noch viele Freilaufkörper-Ersatzteile verkauft...
 
..ach so, kleiner Workaround-Tipp, je nach Gruppe sind die Kassetten teils mehr oder weniger aus einem Block. Bei Shimano netterweise teils „je billiger desto ein Block“, so waren glaub ich bei der 10fach-Tiagra nur die kleinsten 2 oder 3 Ritzel lose. Da verteilt sich die Last halt wesentlich besser, als wenn die mittleren Ritzel alle einzeln sind.
 
Ich verstehe es nicht so ganz und würde beide Freiläufe immer noch fahren

Jetzt wollte ich es doch mal wissen: mein DT 240 Freilauf nach gut 25 000 km mit Ultegra Kassetten
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Ich habe das Gefühl, dass teilweise die Shimano Kassetten als Problem angesehen werden. Dem würde ich widersprechen. Shimano hat ein funktionierendes und haltbares System aus Kassetten und Naben/Freilauf geschaffen. Das die Ritzel einzeln sind, finde ich eher ein Vorteil hinsichtlich individueller Zusammenstellung und Verschleißersatz (auch wenn ich bisher immer nur die komplette Standard Kassette getauscht habe).

Dass andere Hersteller auch Naben anbieten ist legitim. Es sei Ihnen auch gegönnt mit Alu-Freilauf zu werben. Dass das allgemein als Vorteil, weil leichter, angesehen wird, sagt viel über die Kunden aus. Dass diese alternativ geschaffenen Kombinationen verschleißanfälliger sind, ist vieles, aber kein Problem von Shimano.
 
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Nein, hilft nicht. Montagepaste dient dazu mehr Reibung zu schaffen, damit Klemmkräfte reduziert werden können. Zwischen Ritzel und Freilauf geht es am um die Flächenpressung, die für das Freilaufmaterial zu groß ist. Eine technologisch ganz anderes Problem.
Du übersiehst dabei das die die Beschaffenheit der Pressflächen eine große Rolle spielt , zwei arschglatte polierte Flächen benötigen für die Verdrehsicherheit viel mehr Presskraft als zwei z.B. matt gestrahlte .
Und in Schleifpasten sind so harte Partikel drin das die sich beidseitig eingraben und so die Möglichkeit zu verdrehen reduzieren also fast einen Formschluss erzeugen.
Der Presskraft sind ja Grenzen gesetzt , Gewinde dreht über oder Material gibt nach.
Bei Carbonrahmen ist es auch die Stabilität der Klemmung die einfach Grenzen setzt weshalb man mit Reibwerterhöher arbeitet.
 
Zum Thema Verschlussschraube: Dass die axiale Vorspannung eine undefinierte Kraftübertragung zwischen den Ritzeln ermöglicht, ist maximal eine nette Randerscheinung. Die Aufgabe der Schraube ist sicher nicht, eine statisch stabile Einheit aus Einzelkomponenten zu schaffen. Vielmehr sollen die Einzelritzel axial fixiert und ein Verkippen bei Kettenschräglauf verhindert werden. Für die Drehmomentübertragung ist eindeutig die Kerbverzahnung zwischen Freilauf und Ritzel zuständig.
 
Nein, hilft nicht. Montagepaste dient dazu mehr Reibung zu schaffen, damit Klemmkräfte reduziert werden können. Zwischen Ritzel und Freilauf geht es am um die Flächenpressung, die für das Freilaufmaterial zu groß ist. Eine technologisch ganz anderes Problem.

Du übersiehst dabei das die die Beschaffenheit der Pressflächen eine große Rolle spielt , zwei arschglatte polierte Flächen benötigen für die Verdrehsicherheit viel mehr Presskraft als zwei z.B. matt gestrahlte .
Und in Schleifpasten sind so harte Partikel drin das die sich beidseitig eingraben und so die Möglichkeit zu verdrehen reduzieren also fast einen Formschluss erzeugen.
Der Presskraft sind ja Grenzen gesetzt , Gewinde dreht über oder Material gibt nach.
Bei Carbonrahmen ist es auch die Stabilität der Klemmung die einfach Grenzen setzt weshalb man mit Reibwerterhöher arbeitet.

@FlatEric: Genau.
Meine Theorie ist, dass bei eher dynamischen Lasten, also bspw. beim Gangwechsel unter hoher Last, diese Kerben auftreten.
Je mehr Reibkraft zwischen den einzelnen Ritzeln bei gegebenem Anzugsdrehmoment übertragen wird, desto mehr Ritzel übertragen die Antriebskraft auf die Zähne des Freilaufs und desto geringer der Anteil der Kraft, die über das einzelne Ritzel auf die Zähne des Freilaufs übertragen wird. Was dann wiederum die Flächenpressung verringert. Sollte also schon Abhilfe schaffen.
Ich probiers mal aus.
 
@FlatEric: Genau.
Meine Theorie ist, dass bei eher dynamischen Lasten, also bspw. beim Gangwechsel unter hoher Last, diese Kerben auftreten.
Je mehr Reibkraft zwischen den einzelnen Ritzeln bei gegebenem Anzugsdrehmoment übertragen wird, desto mehr Ritzel übertragen die Antriebskraft auf die Zähne des Freilaufs und desto geringer der Anteil der Kraft, die über das einzelne Ritzel auf die Zähne des Freilaufs übertragen wird. Was dann wiederum die Flächenpressung verringert. Sollte also schon Abhilfe schaffen.
Ich probiers mal aus.
? Dann brauchst du nur die Spacer mit Carbonpaste einschmieren.
 
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