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Intervalltraining alles gegeben??

Kabelkasper

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Servus Gemeinde,

heute hatte ich wieder Treppentraining. Will heißen, dass ich bei uns eine örtliche Treppe im Gelände, die ca. 30m Höhendifferenz überbrückt und 180m lang ist hochgerannt bin.

Das ganze insg. 7x hintereinander - halt immer was tempomäßig so möglich ist.

Meine Zeit bei Beginn war 10 Sek. schneller als die letzte gemessene Zeit, also kann man auch von einer gewissen Konstanz sprechen.

Mein Problem. Ich war jedesmal, als ich oben angekommen bin richtig am keuchen und die Beine waren kurz vorm Platzen. Zog halt richtig rein - so wie es sein sollte. Nach den 7 Durchgängen (hoch ca. 1:25min, runter 4min) war ich körperlich auch am Ende und brauchte erstmal nichts mehr.

Nach ca. 1,5h nach dem Treppenlauf fühlte ich mich jedoch schon wieder sehr gut und hätte ohne Probleme weiter trainieren können.

Habt Ihr das auch manchmal, dass man bis zum umfallen trainiert bis man wirklich fast vorm zusammenbruch ist und mit einer kurzen Regeneration ist fast alles wieder vergessen?

Ich bin halt erst zufrieden, wenn ich abends völlig kaputt im Bett liege und die Anstrengung richtig merke.

Bitte erklärt mir das :)

Danke
 
AW: Intervalltraining alles gegeben??

Servus Gemeinde,

heute hatte ich wieder Treppentraining. Will heißen, dass ich bei uns eine örtliche Treppe im Gelände, die ca. 30m Höhendifferenz überbrückt und 180m lang ist hochgerannt bin.

Das ganze insg. 7x hintereinander - halt immer was tempomäßig so möglich ist.

Meine Zeit bei Beginn war 10 Sek. schneller als die letzte gemessene Zeit, also kann man auch von einer gewissen Konstanz sprechen.

Mein Problem. Ich war jedesmal, als ich oben angekommen bin richtig am keuchen und die Beine waren kurz vorm Platzen. Zog halt richtig rein - so wie es sein sollte. Nach den 7 Durchgängen (hoch ca. 1:25min, runter 4min) war ich körperlich auch am Ende und brauchte erstmal nichts mehr.

Nach ca. 1,5h nach dem Treppenlauf fühlte ich mich jedoch schon wieder sehr gut und hätte ohne Probleme weiter trainieren können.

Habt Ihr das auch manchmal, dass man bis zum umfallen trainiert bis man wirklich fast vorm zusammenbruch ist und mit einer kurzen Regeneration ist fast alles wieder vergessen?

Ich bin halt erst zufrieden, wenn ich abends völlig kaputt im Bett liege und die Anstrengung richtig merke.

Bitte erklärt mir das :)

Danke

na dann hätterst du nach den 1,5h pause ja die nächste intervalleinheit starten können......das ergebnis wäre ernüchternd / erhellend gewesen :D

darüber hinaus, sollte training einen leistungsfortschritt bringen.....abends kaputt im bett zu liegen, ist hierfür als indikator völlig untauglich :rolleyes:
 
AW: Intervalltraining alles gegeben??

Habt Ihr das auch manchmal, dass man bis zum umfallen trainiert bis man wirklich fast vorm zusammenbruch ist und mit einer kurzen Regeneration ist fast alles wieder vergessen?

Das Gefühl einer kurzen Regeneration kann trügerisch sein. Bei wirklich harten Belastungen spürt man mitunter erst am Folgetag die starke Erschöpfung. Ein guter Trainingsplan (im Optimalfall auf einer Leistungsdiagnostik fußend) berücksichtigt das.

Ich bin halt erst zufrieden, wenn ich abends völlig kaputt im Bett liege und die Anstrengung richtig merke.

Also das ist natürlich trainingsmethodischer Unsinn. Intervalltraining muß nicht zwangsläufig immer "am Anschlag" gefahren werden um einen wirksamen Reiz zu setzen. Man unterscheidet hier auch extensive und intensive Intervalle. Und was die Anstrengung betrifft - siehe oben.

Ein einfaches Prinzip der Trainingslehre besagt: gleichförmige Reize stumpfen den Körper ab, unterschiedliche stimulieren ihn. Es gibt eine Reihe guter Bücher zur Methodik, z.B. von Hottenrott/Zülch.

Gruß
 
AW: Intervalltraining alles gegeben??

Wenn Du abends völlig erschöpft und glücklich im Bett liegen willst, dann fahr oder lauf lange Strecken. Aber nicht irgendwo hoch und runter, sondern fahr oder lauf in eine Richtung. Soweit das Du auf den Hinweg schon merkst, dass Du etwas platt bist. Dann hast Du die Herausforderung noch den Rückweg antreten zu müssen. Da gibt es dann auch keine Abkürzungen, Ausreden o.ä. weil ja nur eine Richtung. Das heisst zB. morgens kann auch 5-6 Uhr sein, mit Renner los und am Nachmittag umdrehen. Dann bist Du abends platt und Glücklich im Bett !!! Schönen Schlaf dann !!
 
AW: Intervalltraining alles gegeben??

Das Gefühl einer kurzen Regeneration kann trügerisch sein. Bei wirklich harten Belastungen spürt man mitunter erst am Folgetag die starke Erschöpfung. Ein guter Trainingsplan (im Optimalfall auf einer Leistungsdiagnostik fußend) berücksichtigt das.



Also das ist natürlich trainingsmethodischer Unsinn. Intervalltraining muß nicht zwangsläufig immer "am Anschlag" gefahren werden um einen wirksamen Reiz zu setzen. Man unterscheidet hier auch extensive und intensive Intervalle. Und was die Anstrengung betrifft - siehe oben.

Ein einfaches Prinzip der Trainingslehre besagt: gleichförmige Reize stumpfen den Körper ab, unterschiedliche stimulieren ihn. Es gibt eine Reihe guter Bücher zur Methodik, z.B. von Hottenrott/Zülch.

Gruß

Es gibt sicher viele gute Bücher zur Trainingsgestaltung, Hottenrodt/Zülch gehört defintiv nicht dazu. Das ist ein in Teilen veraltetes und vor allem sehr oberflächliches Buch. Der fehlende Tiefgang ist natürlich kein Wunder ist, denn die Autoren produzierten mit den gleichen Konzepten Bücher im Spektrum vom "Triathlon bis zum Fliegenfischen".

Ich empfehle die Bücher von Wolfram Lindner, Optimiertes Ausdauertraining von Neumann u.a., Friels "Trainingsbibel" sowie "Training and Racing with a Powermeter" von Hunter/Coggan (auch für nicht Powermeter-Nutzer!!!!)
 
AW: Intervalltraining alles gegeben??

Danke für eure Antworten!!

Ich muss mich halt immer etwas zusammenreißen, damit ich nicht zu viel mache :o

wichtig ist ja, dass der Sport Spaß macht - und das tut er :D
 
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