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Der kurze Trainingsfragen Thread

Top 10% Männer auf 5s = 25 w/kg, bei Frauen 17 w/kg. Studie ist allerdings schon 5 Jahre alt, könnte sich mittlerweile was getan haben.
Danke. Jeez, 25W/kg!
Herrschaftszeiten, es ist so brutal.
Aber immerhin, da sehen meine 14,5W/kg gar nicht mehr so mickrig aus - ich schaffe mehr als die Hälfte. 💪:D Dafür bin ich doppelt so alt.
 

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Re: Der kurze Trainingsfragen Thread
Eine vielleicht blöde Frage zum Sprint (und auch nur aus reinem Interesse), aber: Die Pros haben ja auch fetteste Kettenblätter für ihre Sprints, d.h. pro Tritt am Ende viel Widerstand. Wenn man jetzt mit normalem Blatt wie ein Irrer tritt und bis zB 120 Kadenz laut Wattmeter mehr Watt tritt als mit 140 Kadenz: Kann das auch daran liegen, dass man mit einer normal üblichen Übersetzung FALLS man sehr viel Watt treten kann irgendwann zu wenig Widerstand hat, quasi ins Leere tritt, so dass auch ein Wattmeter weniger Watt anzeigt als das, was man in Wahrheit gerade leistet?
Die Frage ist nicht blöd, sondern hat einen fundamentalen physiologischen Zusammenhang zum Hintergrund, hat allerdings nichts mit dem Wattmeter zu tun.
Deine Trittfrequenz ist das Ergebnis der Kontraktionsgeschwindigkeit deiner Muskulatur. Deine Leistung ist das Produkt aus Kontraktionsgeschwindigkeit und der dabei erzeugten Kraft - die als Drehmoment am Pedal ankommt. Mit steigender Kontraktionsgeschwindigkeit sinkt tendenziell die Kraft, die deine Muskulatur produzieren kann, also das Drehmoment an der Kurbel. Trotzdem steigt bei diesem Prozess die Leistung - also das Produkt aus Drehmoment und Kontraktionsgeschwindigkeit - zunächst an, weil die Abnahme der Kraft durch die Zunahme der Kontraktionsgeschwindigkeit bis zum Maximum der Leistung "überkompensiert" wird. Bei einem weiteren Anstieg der Kontraktionsgeschwindigkeit bzw. Tf gelingt diese Überkompensation aber nicht mehr und die Leistung nimmt ab. D.h., der entscheidende Faktor ist, dass bei einer "zu hohen" Tf einfach nicht mehr genug Kraft produziert werden kann, um ganz hohe Leistungen zu bringen. Wo das Maximum liegt, ist von Sportler zu Sportler verschieden ist von Talent, Trainingsregeime, Vorermüdung etc. ab.

Den grundlegenden Zusammenhang kann man dem Schaubild sehen.
1778506422272.png
 
Ich glaub, da gehe ich voll mit. 🙃
Wichtig, und ich glaub, da geht dann einiges ineinander über, dass man bei mehr Intensität auch mehr Ruhe braucht. Das ist m.E. auch der Hauptgrund für den Rückgang der Umfänge im professionellen Bereich. Aber ansonsten wird stundenlanges Rumdaddeln nach, oder gar in Verbindung mit einem harten Training, oft als zusätzliche Bereicherung gesehen. Vielleicht auch der Sportsucht oder dem gerade vorhandenen Zeitfenster geschuldet. Ohne sich bewusst zu sein, dass das mehr negativen Effekt auf die Erholung, als positiven auf die Leistung hat. Man gucke sich nur an, wie viele hier "Jahreskilometer" als Ziel haben, sich diesbezüglich "verbessern" wollen, mehr als letztes Jahr fahren wollen. Trainingstechnisch eigentlich ein absoluter Nonsens.
Den letzten Satz halte ich für falsch. Die Studienlage legt mMn nahe, dass Volumen durchaus ein relevanter Faktor ist, nur eben keiner, der oberhalb einer bestimmten, individuell durchaus verschiedenen Grenze, durch Ausdehnung weitere Trainingsfortschritte generiert.
 
Ich meine das so, wie "hier", in Forums- oder Bekanntenkreisen oft gesehen wird, "dieses Jahr will ich die 8/10/15.000 Km schaffen, bzw. überschreiten. Statt sinnvoll zu trainieren, und am Ende vielleicht mal interessehalber zu schauen, wie viel es übers Jahr eigentlich war. Sicherlich kann man sagen, "wenn Du den Ötztaler sub irgendwas fahren willst, sollten es zumindest mehr als xy Kilometer sein". Aber dieses, statt 13.000 jetzt vielleicht 15.000 oder gar 20.000 fahren zu wollen, als Ziel, nur der reinen (runden) Kilometerzahl wegen, das ist sehr befremdlich. Aber es kommt sehr oft vor.
Ich denke da geht es nicht zwingend drum, dass man das als automatisch besseres Training sieht, sondern mehr als persönliche Challenge. Der eine Fährt Wettkämpfe und hat darin sein Ziel, der andere sucht den Ansporn in einer möglichst hohen Jahreskilometerleistung und der nächste wählt die Höhenmeter. Ich finde gerade wenn man keine Wettkämpfe fährt, dann können so kleine Ziele einem durchaus bei der Überwindung bei einzelnen Trainings helfen.

Es muss auch nicht jede Radfahrt immer Training sein - "sinnlos" die Gegend erkunden (wie heute bei mir) und ohne Konzept von Zonen einfach nach Bock mal machen tut auch gut - der Kuchen und Cappuccino hilft da dann auch nicht weiter in der Trainingsqualität, aber der Kopf ist dafür frei und man hat ein paar Kilometer für sein Jahresziel gesammelt ;)
 
Ich meine das so, wie "hier", in Forums- oder Bekanntenkreisen oft gesehen wird, "dieses Jahr will ich die 8/10/15.000 Km schaffen, bzw. überschreiten.
Ich denke schon, ich verstehe, was Du eigentlich meinst - dass Trainingserfolg nicht durch die Kilometerzahl kommt, sondern durch das, was man auf dieser Strecke treibt. Aber wenn Du schreibst
Statt sinnvoll zu trainieren,
…dann gehst Du wohl davon aus, dass mehr Kilometer das Training grundsätzlich degradieren, weniger sinnvoll machen. Ich glaube, dass sich Kilometer und sinnvolles Training nicht gegenseitig ausschliessen. Im Gegenteil, mehr Kilometer geben Dir viel mehr Möglichkeiten zur - sinnvollen - Gestaltung derselben. Ich finde eher, Trainingserfolg mit wenigen Kilometern ist eine besonders würdigenswerte Kunstform. Dem folgend könnte man noch sagen, denselben Effekt mit mehr Kilometern zu erreichen, sei weniger sinnvoll; aber das unterschlägt die Möglichkeit, bei gleichbleibender Trainingsqualität bessere Ergebnisse zu erzielen. Warum das nicht möglich sein soll, müsstest Du nochmal verständlich machen.

und am Ende vielleicht mal interessehalber zu schauen, wie viel es übers Jahr eigentlich war. Sicherlich kann man sagen, "wenn Du den Ötztaler sub irgendwas fahren willst, sollten es zumindest mehr als xy Kilometer sein". Aber dieses, statt 13.000 jetzt vielleicht 15.000 oder gar 20.000 fahren zu wollen, als Ziel, nur der reinen (runden) Kilometerzahl wegen, das ist sehr befremdlich. Aber es kommt sehr oft vor.
Man könnte schon sagen, mehr Kilometer macht ein schlechtes Training besser, und das gute profitiert davon.
 
Gerade im Laufsport gibt es explizite Studien und praktische Erkenntnisse auf allen Niveaus, dass Umfang der größte Leistungsgarant ist, selbst bei der 5k Wettkampfdistanz.
Das extrem Umfangbasierte Konzept der Norweger kommt ursprünglich aus dem Laufsport und ja interessanterweise wenig Training oberhalb LT2/Schwelle/„FTP“, dafür aber extreme Umfänge im LIT/MIT Bereich. Sowohl bei 1500m Läufern als auch beim Marathon.
Wenn man da schon hinschauen wollte, würde man HIT sein lassen, dafür aber extrem viel trainieren.
 
Gibt es Übungen, die speziell helfen das "Sitzen" am Rad zu lernen? Ich merke, dass ich immer wieder mein Becken nach vorne kippe und dann am Damm sitze...?
Des Weiteren, was trainiert ihr speziell fürs RR-Fahren im Fitnessstudio.

hab mich jetzt speziell die letzte Zeit auf diese Übungen fokusiert:
 
....Ich merke, dass ich immer wieder mein Becken nach vorne kippe und dann am Damm sitze...?
Ich würde bei so einem Problem vor allem anderen Lösungsversuchen mit der Sattelneigung experimentieren und die Sattelnase in sehr (!) kleinen Schritten höher machen, kombiniert mit längeren Testphasen.
 
Ich würde bei so einem Problem vor allem anderen Lösungsversuchen mit der Sattelneigung experimentieren und die Sattelnase in sehr (!) kleinen Schritten höher machen, kombiniert mit längeren Testphasen.

Alles über die Einstellungen, Sitzlänge, Sattelneigung .. bei mir zeigt die Sattelspitze bspw. ein paar Grad nach oben, damit ich nicht zu weit nach vorn rutsche, oder mit dem Becken nicht zu weit nach vorn kippe (weil irgendwann wird's unangenehm). Meiner Ansicht nach sollte man das Gefühl haben, dass man auf dem Rad in idealer Position "eingegossen" ist.

Habs aktuell eh etwas höher höher gestellt - Fahre einen SQLab und weiss ehrlich gesagt nicht, ob ich damit SOO zufrieden bin. Zuvor hatte ich den Std-Sattel meines Scott Foils drauf.
Sattel ist aktuell so auf -1,6° eingestellt.
 
Ich würde bei so einem Problem vor allem anderen Lösungsversuchen mit der Sattelneigung experimentieren und die Sattelnase in sehr (!) kleinen Schritten höher machen, kombiniert mit längeren Testphasen.
Trotzdem bietet sich grundsätzliches Stabitraining und Aufbau von Haltemuskulatur immer an.
 
Ich würde bei so einem Problem vor allem anderen Lösungsversuchen mit der Sattelneigung experimentieren und die Sattelnase in sehr (!) kleinen Schritten höher machen, kombiniert mit längeren Testphasen.
Also ich würde ja die Sattelnase in kleinen Schritten senken, da er offensichtlich das Becken nicht ausreichend aufrecht halten kann/nicht genug Beweglichkeit im Rücken hat und deshalb den Damm zu sehr belastet. Wenn er die Sattelnase noch weiter erhöht wird er den Druck auf den Damm doch noch weiter erhöhen, da er dann das Becken noch aufrechter halten müsste/noch beweglicher im Rücken sein müsste, um noch gut den Lenker zu erreichen...... 🤔 Damit erhöht er zwar den Druck auf die Hände etwas, hat aber trotz etwas nach vorne rotiertem Becken den Druck noch eher auf den Sitzhöckern. Ggf. den Sattel auch noch insgesamt etwas tiefer stellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich darf, soll man das Rad auf sich anpassen, aber es führt zu weit, wenn man anschließend gemütlich wir eine nasse Wurst auf dem Rad hängt, weil das irgendwie gemütlich ist, bzw. die Lieblings-Schonhaltung des Körpers ist. Wenn es um Effektivität, Sauerstoffversorgung und Aerodynamik geht, muss man seinem Körper auch manchmal sagen, was jetzt Phase ist. Damit er es lernt. Erziehung, wie beim Kinde. In jeder anderen Sportart - vom Schwimmer bis zum Golfer - wird Haltung, Position, Technik bis zum Erbrechen trainiert, aus gutem Grund. Beim Radsport vergleichsweise null.
Die Sinnhaftigkeit Deines Beitrags im Kontext der gegebenen Fragestellung möchte ich leider arg in Frage stellen.
Du kennst doch seine Sattelstellung und aktuelle Sitzposition gar nicht.

Anhand der beschriebenen Probleme ist es einfach nicht nachvollziehbar, zu empfehlen, die Sattelspitze zu erhöhen, da er damit den Druck auf den Damm eher erhöhen als verringern wird. Die Sauerstoffversorgung von für Männer halbwegs relevanten Körperteilen zwischen den Beinen wird er mit diesem Tipp auch nicht erhöhen. Wenn eine taube Nudel für Dich zur notwendigen Abhärtung gehört oder Du das als empfehlenswerte Verhütungsmaßnahme anpreisen möchtest dann gerne.....
 
Die Ursache, wieso ich die Sattelposition verstellen muss, ist vmtl eine nicht allzu ausgeprägte Muskulatur - leider.
Ich komme vom Fußball und habe mich nie längere Zeit in einer Aeroposition oder auf einem Sattel wiedergefunden :) Noch dazu verfüge ich über einn leichten torsierten Beckenschiefstand (ein Fuß länger als der andere) & einem Hohlkreuz.
Was speziell trainere ich, welche Übungen sollte ich machen um
  • das Becken stabil halten zu können
  • länger in einer Aeroposition fahren zu können.

Ändere ich nur den Sattel, schneide ich evtl die verwelkten Blätter ab, aber die Root Cause, eine faule Wurzel, behebe ich damit ja nicht.
 
Sind eigentlich die Klassiker:

Krafttraining: Kniebeugen, (rumänisches) Kreuzheben, bulg. Split Squats, Hip Thrust/Glute Bridge, Walking Lunches, Rückenstrecker, Rudern

Stabi: Dead Bug, Bird Dog, Plank/Side Plank, Glute Bridge, Superman,..

Langsam anfangen und auf eine saubere Technik achten.

Wundert mich aber, dass du das nicht kennst, wenn du vom Fußball kommst. War bei uns im Stabitraining ganz normal.
 
Sind eigentlich die Klassiker:

Krafttraining: Kniebeugen, (rumänisches) Kreuzheben, bulg. Split Squats, Hip Thrust/Glute Bridge, Walking Lunches, Rückenstrecker, Rudern

Stabi: Dead Bug, Bird Dog, Plank/Side Plank, Glute Bridge, Superman,..

Langsam anfangen und auf eine saubere Technik achten.

Wundert mich aber, dass du das nicht kennst, wenn du vom Fußball kommst. War bei uns im Stabitraining ganz normal.
Bei uns in der Kleinstadt, auch wenn etwas höher gespielt wurde, gabs kein Stabitraining. Provisorisches Dehnen, ein paar Planks, das wars :D
 
Die Ursache, wieso ich die Sattelposition verstellen muss, ist vmtl eine nicht allzu ausgeprägte Muskulatur - leider.
Ich komme vom Fußball und habe mich nie längere Zeit in einer Aeroposition oder auf einem Sattel wiedergefunden :) Noch dazu verfüge ich über einn leichten torsierten Beckenschiefstand (ein Fuß länger als der andere) & einem Hohlkreuz.
Was speziell trainere ich, welche Übungen sollte ich machen um
  • das Becken stabil halten zu können
  • länger in einer Aeroposition fahren zu können.

Ändere ich nur den Sattel, schneide ich evtl die verwelkten Blätter ab, aber die Root Cause, eine faule Wurzel, behebe ich damit ja nicht.
Geht es hier um ein möglichst aerodynamische Position in den Armschalen auf einem Zeitfahrrad, oder auf einem sog. Aerorennrad?
 
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