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Bergfahren...

AW: Bergfahren...

Widerspricht auch der Aussage die ich hier schon mal gelesen habe, dass der Puls mit zunehmender Belastungsdauer wieder zurückgehen würde - was ich offengestanden bei mir noch nie beobachten konnte.

Dass der Puls mit zunehmender Dauer zurückgeht liegt einfach daran, dass ohne Powermeter die Leistung nicht konstant gehalten wird und der Körper irgendwann der Ermüdung nachgibt. Dabei wird die Leistung dann so stark reduziert, dass der Puls gleich mitzurückgeht.
Dass der Puls bei konstanter Leistung im Zeitablauf ansteigt ist nur die Kehrseite dieser Medallie. Man kann das auch so sehen dass der ansteigende Puls ein Indikator für die steigende Beanspruchung bei konstanter Belastung ist. Alles klar ? ;)

Vielleicht noch eine Frage: Hattest Du bevor Du Dir die SRM-Kurbel zugelegt hast auch mal einen HAC oder irgendeinen Polar-Computer der im Wesentlichen über die Geschwindigkeit und den wechselnden Luftdruck die Leistung misst? Was mich interessieren würde ist, ob Du grössere Unterschiede in den jeweiligen Ergebnissen zum SRM-System ausmachen konntest?

Ich hatte mal eine HAC, das war aber in grauer Vorzeit, Vergleiche habe ich nie gemacht, die sind auch sinnlos. Nur bei einer Ausfahrt diesen Sommer war mal einer dabei der hatte einen HAC4 und wollte mir nachher erzählen, meine SRM-Daten könnte nicht stimmen, bei ihm werde was anderes angezeigt. :spinner:
Die beim HAC angezeigten Leistungen sind für Trainingssteuerungszwecke nicht zu gebrauchen, wenn überhaupt geben sie nur an hinreichend steilen (Faustregel > 7% im Mittel) Bergen wo Aerodynamik und Rollwiderstand keine Rolle spielen und die Leitung überwiegend als Hubarbeit aufgebracht wird einigermaßen verlässliche Anhaltspunkte. Für solche Berge kann man sich aber die Leistung nach der Tour auch mit Kreuzotter.de etc. ausrechenen. Überall wo Aerodynamik eine Rolle spielt, versagt der HAC. Bei Gruppenfahrt sieht man z.B. am SRM, dass man in einer großen Gruppe auf flachem Terrain hinten drin mit unter 100 Watt mitrollen kann, während man vorne 200 oder sogar mehr aufwenden muss. Zudem zeigt der HAC keine sinnvollen Werte beim Beschleunigen an.

Von Polar gibt es meines Wissens nach kein Gerät, dass die Leistung über Höhe etc. ermittelt. Das Leistungsmeßkit der S-Serie-Uhren funktioniert nach einem anderen Prinzip und rechnet die Vibration der Kette in Leistung um. Das soll gar nicht mal so schlecht funktionieren (hier gibt es dazu Infos http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=307048 und Links auf entspechende Vergleiche) kommt aber an SRM nicht ran. Problematisch ist zudem die Montage. Wenn Du eine Alternative zum SRM suchst, kommen noch Ergomo (imo nur 2. Wahl wegen Leistungsmessung nur auf einer Seite und anderen Kinderkrankheiten) oder die Powertap-Naben in Betracht.

p.
 

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AW: Bergfahren...

Danke für die Antwort! Ich selber habe seit 6 oder 7 Jahren den HAC4 und dachte - ohne es genauer zu wissen - Polar hätte auch sowas im Sortiment. Auf die Idee das Teil für eine detaillierte Trainingssteuerung unter Watt-Gesichtspunkten zu verwenden bin ich noch nicht gekommen. Soviel vorweg!

Allerdings bin ich schon davon ausgegangen, dass sich Gegenwind, Rückenwind, Fahrbahnbelag etc. bei einer klassischen HausRUNDE über die Gesamtfahrzeit in etwa ausgleichen sollten, womit die ausgewiesene durchschnittliche Wattleistung des HAC4 über die Gesamtfahrdauer einigermassen passen könnte.

Naja, und in diesem Kontext interessiert es mich eben, ob es da wesentliche Diskrepanzen zwischen SRM-System und dieser eher einfachen Herangehensweise des HAC4 gibt.
 
AW: Bergfahren...

Hallo,

wollte mich nochmal kurz melden und mich für die ganzen Antworten bedanken. Wollte ja gar nicht so eine Diskussion lostreten ;)

Tja, ich bermerke immer mehr, daß ich mir wirklich mal ein bißchen Trainingswissenschaftliches Wissen anlesen sollte - ich habe zwar ein paar Bücher zu den gängigen Ausdauersportarten hier (Laufen, Triathlon) und auch mal teilweise nach entsprechenden Plänen trainiert, aber wirklich verstanden, warum die Einheiten so waren, wie sie halt waren, habe ich nie. Ich weiß schon, das man nach 3:1 Zyklen trainieren sollte usw, aber das war es dann schon... Naja...

Ich werde jetzt auf jeden fall mal ganz langsam (wieder) anfangen, etwas mehr zu tun, und versuchen, das ganze den Winter über konstant durchzuziehen. Seit letzter Woche habe ich auch ein "Schlechtwetterrad" (Mein Schönwetterrad ist zwar auch recht alt, aber ich häng dran) und werde versuchen, den Winter über auch ein bissel was zu machen. Mein Arbeitsweg bietet sich dafür übrigens tatsächlich an, sind 30km einfach und von den ersten 8km abgesehen (mitten durch die Stadt) auch schön zu fahren. Nur hier im Süden soll es ab nächster Woche wieder schneien, da bin ich doch ein wenig skeptisch, ob ich mich mit dem Rennrad raustrauen sollt, zumal mein Heimweg immer nachts ist und ich da auch wenn es über 0°C hat Angst vor überfrierender Nässe habe. Andererseits stehe ich unter Druck, die sündhaft teure Winterhose, die ich mir gestern geleistet habe, auch zu benutzen :D

Außerdem gehe ich den Winter über einmal die Woche mit einem Bekannten schwimmen, vielleicht lern ich ja endlich mal gescheit kraulen. Wäre auch ein netter Ausgleich.

Und jetzt geh ich gleich ein Ründlein laufen ;)


Nochmal danke & viele Grüße,
Christian
 
AW: Bergfahren...

Allerdings bin ich schon davon ausgegangen, dass sich Gegenwind, Rückenwind, Fahrbahnbelag etc. bei einer klassischen HausRUNDE über die Gesamtfahrzeit in etwa ausgleichen sollten, womit die ausgewiesene durchschnittliche Wattleistung des HAC4 über die Gesamtfahrdauer einigermassen passen könnte.

Ich bin schon ein paar Mal mit Leuten gefahren die einen HAC4 hatten, da haben die Wattwerte kein einziges Mal auch nur annähernd zu dem vom SRM ermittelten Werten gepasst.
Wenn das wirklich übereinstimmen würde wäre das reiner Zufall. Um den Fehler zu minimieren, müsstest Du jede Deiner Hausrunden in genau der selben Körperhaltung fahren und am besten auch noch die selben Klamotten tragen, schon ein etwas weiteres Trikot verbraucht Watt, den exakt selben Luftdruck in den Reifen haben und genau die selbe Linie auf der Straße fahren etc. etc. Zudem bläst der Wind NIE konstant mit einer Geschwindigkeit aus einer Richtung.

Gruß p.
 
AW: Bergfahren...

Wahrscheinlich kann man es nur vergleichen wenn ein und derselbe Fahrer beide Systeme mal einige Zeit bei Einzelausfahrten getestet hat. Bei Gruppenfahrten müssen die Ergebnisse wegen des Windschattens ja zwangsläufig deutlicher differieren. Du hattest es ja oben bereits erwähnt.

Ich kann für mich sagen, dass sich mein subjektives Belastungsempfinden zwischen HAC4 und TacxExcel bei annähernd gleicher Wattleistung ziemlich deckt. Dabei halte ich einen Toleranzbereich von +/- 10% für absolut vertretbar.
 
AW: Bergfahren...

Ich kann für mich sagen, dass sich mein subjektives Belastungsempfinden zwischen HAC4 und TacxExcel bei annähernd gleicher Wattleistung ziemlich deckt. Dabei halte ich einen Toleranzbereich von +/- 10% für absolut vertretbar.

Selbst 10% Fehler sind imho zur Trainignsteuerung und Analyse von Leistungsfortschritten im Training zuviel da jeder Trainingsfortschritt im Fehlerrauschen der Daten untergeht.
Gruß P.
 
AW: Bergfahren...

@ Rennradschleicher
Stört Dich diese vermeintliche OFF-Topic-Nuance wirklich? Dabei bin ich der Meinung, dass gerade fürs Bergtraining Hinweise zu Möglichkeiten der Leistungsmessung nicht völlig unwichtig sind.
 
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