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Bergfahren...

AW: Bergfahren...

selbstverständlich ist GA2 training nützlich. und bei beschränktem zeitbudget auch ein gutes mittel. jedoch kann ich deswegen nicht einen kompletten trainingsbereich weglassen! JEDER trainingbereich hat seine daseinsberechtigung und muss auch trainiert werden. man kann nicht einfach einen trainingsbereich streichen und durch einen intensiveren (gleich welchen) ersetzen.


D.h. aber nicht, dass die gängigenen Definitonen auch sinnvoll sind. Es fragt sich insbesondere ob die Grenzziehung zwischen GA1 und GA2 nicht zu statisch ist. Dazu kann man z.B. hier mal was nachlesen.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=3479&page=2
(insbesondere Postings 21 und 22). Zudem muss man ja konstatieren, dass die Abgrenzung GA1/GA2 je nach Leistungsdiagnostiker, verwendetem Zonen-Modell und gewähltem Schwellenkonzept durchaus sehr sehr unterschiedlich ausfällt, man könnte auch bösartig sagen, dass die ganze Abgrenzung von Trainingsbereichen ziemlich beliebig ist. Das jeder Trainingsbereich seine Daseinsberechtigung hat ist zwar nicht zu bestreiten, es spricht aber doch vieles dafür, dass man unterhalb der IANS, also da wo der Stoffwechsel aerob ist, Intensität gegen Dauer in gewissem Umfang "tauschen" kann. Wünschenswert wäre natürlich, dass man regelmäßig GA1 fahren kann, wenn man aber eh nur 2h Zeit hat, ist es vermutlich sinnvoller die im GA2-Bereich zu verbringen, weil dann in der zur Verfügung stehende Zeit eine sehr viel größere Belastung auf das aerobe System ausgeübt wird als wenn man GA1 fährt - es liegt ja auch auf der Hand, dass bei einer Erhöhung der Intensität auch die Kohlehydratspeicher schneller erschöpft werden. (Die über solche GA2-Einheiten erzielte Grundlage reicht mit Sicherheit zwar nicht aus, um einen Radmarathon zu absolvieren, aber bei 2500 km p.a. kann das eh kein realisitsches Ziel sein.) "GA1-Skeptiker" führen außerdem an, dass bei langen Einheiten im GA1-Bereich die erhofften Wirkungen auf die Fettverbrennung nicht eintreten. So gibt es Trainer, die vertreten die Auffassung, eine Erhöhung der Fettverbrennung in unteren Intensitätsbereichen lasse sich nur über eine Erhöhung der Schwellenleistung bewerkstelligen. Demnach hängt der Anteil der Fettverbrennung am gesamten Energieumsatz in erster Linie davon ab, bei wieviel % seiner Schwellenleistung man sich gerade bewegt. Selbst wenn man das nicht ganz so eindeutig beurteilt, ist es aber notwendig, für nennenswerte Wirkungen auf den Fettstoffwechsel eine gewissen Intensität zu absolvieren. IIRC hat Neumann in seinem Buch "Optimiertes Ausdauertrainiung" eine Grafik über den Anteil freier Fettsäuren im Blut eines Radfahrers bei einer längeren Grundlagenfahrt drin. Da steigen die Fettsäuren eine längere Zeit kontinuierlich an, fallen dann am Ende aber wieder ab, weil aufgrund der Ermüdung die Intensität nicht mehr aufrecht erhalten werden kann um noch eine weiteren Anstieg der fFs zu induzieren. Die Einheit war dann offensichtlich schlicht zu lang und am Ende kommt dann das von DIr erwähnte GA1-Gedudel raus.

ich verstehe nicht warum an dieser stelle der trainingsbereich GA1 immer diffamiert werden muss als „gedudel“ „geeiere“ oder „rumgerolle“… ;)

Wenn man richtig GA1 fährt ist es sicher kein Gedudel, die meisten Leute verfallen aber früher oder später doch ins Eiern, wozu u.a. die Orientierung an Pulswerten beiträgt. Wenn man längere GA1-Einheiten wattgesteuert fährt, empfindet man das am Ende keinesfalls als Gedudel, im Gegenteil, das tut weh. Dabei driftet der Puls je nach Intensität und Dauer irgendwann deutlich nach oben. Wenn ich 4h mit einer Leistung an der obere GA1-Grenze fahre (das sind im Moment so ca. 200-205 Watt), dann steigt der Puls etwa ab
der Hälfte der Zeit kontinuierlich an - nach Puls würde man die Leistung immer weiter zurücknehmen.


Gruß p.

PS: Selbst der allseits bekannte Joe Friel, der wenn man in seiner Trainingsbibel liest ja eindeutig zu den Verfechtern des "klassischen" Ansatzes mit viel lockeren GA1-Einheiten gerechnet werden kann, vertritt mittlerweile die Auffassung, dass eine gewisse Intensität ins Grundlagentraining muss um optimale Anpassungen zu erzielen. http://www.ultrafit.com/newsletter/november07.html
 

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Re: Bergfahren...
AW: Bergfahren...

D.h. aber nicht, dass die gängigenen Definitonen auch sinnvoll sind. Es fragt sich insbesondere ob die Grenzziehung zwischen GA1 und GA2 nicht zu statisch ist. Dazu kann man z.B. hier mal was nachlesen.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=3479&page=2
(insbesondere Postings 21 und 22). Zudem muss man ja konstatieren, dass die Abgrenzung GA1/GA2 je nach Leistungsdiagnostiker, verwendetem Zonen-Modell und gewähltem Schwellenkonzept durchaus sehr sehr unterschiedlich ausfällt, man könnte auch bösartig sagen, dass die ganze Abgrenzung von Trainingsbereichen ziemlich beliebig ist. Das jeder Trainingsbereich seine Daseinsberechtigung hat ist zwar nicht zu bestreiten, es spricht aber doch vieles dafür, dass man unterhalb der IANS, also da wo der Stoffwechsel aerob ist, Intensität gegen Dauer in gewissem Umfang "tauschen" kann. Wünschenswert wäre natürlich, dass man regelmäßig GA1 fahren kann, wenn man aber eh nur 2h Zeit hat, ist es vermutlich sinnvoller die im GA2-Bereich zu verbringen, weil dann in der zur Verfügung stehende Zeit eine sehr viel größere Belastung auf das aerobe System ausgeübt wird als wenn man GA1 fährt - es liegt ja auch auf der Hand, dass bei einer Erhöhung der Intensität auch die Kohlehydratspeicher schneller erschöpft werden. (Die über solche GA2-Einheiten erzielte Grundlage reicht mit Sicherheit zwar nicht aus, um einen Radmarathon zu absolvieren, aber bei 2500 km p.a. kann das eh kein realisitsches Ziel sein.) "GA1-Skeptiker" führen außerdem an, dass bei langen Einheiten im GA1-Bereich die erhofften Wirkungen auf die Fettverbrennung nicht eintreten. So gibt es Trainer, die vertreten die Auffassung, eine Erhöhung der Fettverbrennung in unteren Intensitätsbereichen lasse sich nur über eine Erhöhung der Schwellenleistung bewerkstelligen. Demnach hängt der Anteil der Fettverbrennung am gesamten Energieumsatz in erster Linie davon ab, bei wieviel % seiner Schwellenleistung man sich gerade bewegt. Selbst wenn man das nicht ganz so eindeutig beurteilt, ist es aber notwendig, für nennenswerte Wirkungen auf den Fettstoffwechsel eine gewissen Intensität zu absolvieren. IIRC hat Neumann in seinem Buch "Optimiertes Ausdauertrainiung" eine Grafik über den Anteil freier Fettsäuren im Blut eines Radfahrers bei einer längeren Grundlagenfahrt drin. Da steigen die Fettsäuren eine längere Zeit kontinuierlich an, fallen dann am Ende aber wieder ab, weil aufgrund der Ermüdung die Intensität nicht mehr aufrecht erhalten werden kann um noch eine weiteren Anstieg der fFs zu induzieren. Die Einheit war dann offensichtlich schlicht zu lang und am Ende kommt dann das von DIr erwähnte GA1-Gedudel raus.



Wenn man richtig GA1 fährt ist es sicher kein Gedudel, die meisten Leute verfallen aber früher oder später doch ins Eiern, wozu u.a. die Orientierung an Pulswerten beiträgt. Wenn man längere GA1-Einheiten wattgesteuert fährt, empfindet man das am Ende keinesfalls als Gedudel, im Gegenteil, das tut weh. Dabei driftet der Puls je nach Intensität und Dauer irgendwann deutlich nach oben. Wenn ich 4h mit einer Leistung an der obere GA1-Grenze fahre (das sind im Moment so ca. 200-205 Watt), dann steigt der Puls etwa ab
der Hälfte der Zeit kontinuierlich an - nach Puls würde man die Leistung immer weiter zurücknehmen.

Gruß p.

PS: Selbst der allseits bekannte Joe Friel, der wenn man in seiner Trainingsbibel liest ja eindeutig zu den Verfechtern des "klassischen" Ansatzes mit viel lockeren GA1-Einheiten gerechnet werden kann, vertritt mittlerweile die Auffassung, dass eine gewisse Intensität ins Grundlagentraining muss um optimale Anpassungen zu erzielen. http://www.ultrafit.com/newsletter/november07.html


zunächst vielen dank für den interessanten link! die je nach leistungsdiagnostiker unterschiedliche abgrenzung der trainingsbereiche ist sicherlich problematisch. oft hängt das auch von den sehr unterschiedlichen testmethoden ab (steigerung in watt und dauer). ich persönlich bin davon überzeugt, dass 4 minuten ausrechen um einen steady state (optimalen sauerstoffgleichgewichtszustand bei körperlichen belastungen) zu erreichen. viele machen ja aber auch schon nach 3 minuten den nächsten schritt.

dein hinweis auf die schneller erschöpften kohlenhydratspeicher irritieren mich allerdings. ist es nicht gerade sinn und zweck des grundlagentrainings (GA1 oder 2 sei mal dahingestellt) den stoffwechsel so zu ökonomisieren, dass die speicher (fast) überhaupt nicht angerührt werden?

neumanns Buch "optimiertes ausdauertrainiung" ist mir geläufig und ich halte es für sehr gut. die von dir angesprochene grafik habe ich sogar noch in etwa im gedächnis. ich plädiere daher ja auch immer für eine optimale länge der GA1 einheiten von 2-4 stunden. bei 4 stunden zeitbudget würde ich daher auch lieber 2x3h statt 1x6h fahren. den nutzen schätze ich dann höher ein. scheinbar ein punkt in dem wir ja dann konform sind!!! :D

dein hinweis auf das wattgesteuerte training finde ich auch sehr interessant (und damit gelingt es dir am besten mich zu überzeugen). leider habe ich selbst keine erfahrungswerte mit einem wattgesteuerten training. :(
grüße
robin
 
AW: Bergfahren...

Wenn man richtig GA1 fährt ist es sicher kein Gedudel, die meisten Leute verfallen aber früher oder später doch ins Eiern, wozu u.a. die Orientierung an Pulswerten beiträgt. Wenn man längere GA1-Einheiten wattgesteuert fährt, empfindet man das am Ende keinesfalls als Gedudel, im Gegenteil, das tut weh. Dabei driftet der Puls je nach Intensität und Dauer irgendwann deutlich nach oben. Wenn ich 4h mit einer Leistung an der obere GA1-Grenze fahre (das sind im Moment so ca. 200-205 Watt), dann steigt der Puls etwa ab
der Hälfte der Zeit kontinuierlich an - nach Puls würde man die Leistung immer weiter zurücknehmen.

exakt - das würde ich unterschreiben - an der GA1-Obergrenze fahren kann durchaus anstrengend sein.:o
 
AW: Bergfahren...

@pjotr:
der hinweis auf das wattgesteuerte training gefällt mir sehr gut. mich würde interessieren um wieviel schläge der puls nach 4 std ga1 training bei gleicher wattzahl höher ist (also bei dir jetz ;) ).

ich habe das auch schon öfter beobachtet dass der puls steigt obwohl die geschwindigkeit abnimmt (bei sehr ähnlichen bedingungen) und habe mich gefragt ob ich mich nun weiter an den puls halten soll.

gibts vlt eine verallgemeinerte aussage darüber wie stark der puls bei (gleicher leistung) bei ermüdung ansteigt.
(man soll nich verallgemeinern, schon klar, aber es wäre eine interessante orientierung)
 
AW: Bergfahren...

Wie ich unten schon geschrieben habe, produzierst du am Berg Lactat. Wenn der Muskel das abbauen muss, kann er nicht gleichzeitig die Durchblutung durch Neubildung von Gefäßen verbessern. Daher machst du die den schönen GA1 Effekt kaputt.

Wenn du Intervalleinheiten machst, fährst du dazwischen nicht GA1 um die Ausdauer zu verbessern, sondern, um das im Muskel angehäufte Lactat abzubauen, damit du das nächste Intervall fahren kannst.

Ich verstehs aber immer noch nicht...
Wenn ich aber nicht über ca. 80 % max HF hinausgehe, bleibe ich doch aerob. Folglich gibts auch kein Laktat. Also macht ein Berg während dem GA1 Training "nichts aus" solange er im aeoben Stoffwechsel gefahren wird, also unter der IANS.
Nach Deiner Therorie dürfte man im GA1 ja strikt keine Berge bzw. stärkere Belastungen fahren... Ich finde das etwas arg übertrieben und praxis-fremd.
Überspitzt könnte ich jetzt folgendes behaupten: Ich trainiere ein ganzes Jahr lang 3-4 Mal die Woche im Schnitt ca. 4 Std GA1 pro Tag und beende jede Ausfahrt mit einer kleinen Bergfahrt. Ich hätte jedesmal mein ganzes GA1-Training "kaputt gemacht" und hätte keinen Trainingseffekt erzielt.
Mein Verstand sagt mir aber, dass das wohl Käse ist.

Zum Laktatabbau: Ich dachte immer, dass der Muskel das Laktat nicht abbaut sondern dass das Laktat über das Blut in die Leber gelangt wo dann über Gluconeogenese wieder Glucose-6-P erzeugt wird (analog Cori-Zyklus). Zumindest hatte ich das mal für meine Diplomprüfung in Biochemie gelernt (ist aber auch schon wieder etwas her...) Sonst müssten die Leistungsdiagnostiker ja für Laktatmessung immer in die Waden stechen und nicht ins Ohrläppchen:lol: ; da würde aber keiner mehr freiwillig Laktatspiegel messen lassen:lol:
Jaja Mediziner und Biochemie:D (ist nicht böse gemeint)

Zur Neubildung von Gefäßen für die optimierte O2-Versorgung: Das geht aber auch nicht so einfach... Ich glaube erster Schritt ist erstmal Erhöhung der Mitochondriendichte und Erhöhung des Expressionslevels von Atmungskettenproteinen etc. in den Zellen. Die Angiogenese ist mit Sicherheit wesentlich globaler reguliert. Leider ist diese physiologische Anpassung des Körpers an erhöhte Leistungsanforderungen genauso wenig nachzulesen wie sie interessant ist...:(

Meine Meinung zu GA1: Sicher im Frühjahr ganz ok zum Grundlage-sammeln, wenn man Zeit hat. Ich finde auf längeren Touren fährt man aber eh genug Anteile aerob (90% mit Sicherheit). Also ich fahr lieber ne schöne Tour mit herausvorderndem Profil als mit 25-30 km/h irgendein Flußtal entlangzueiern (wo wir wieder beim Stichwort sind) mit panischem (gleichmal 10 Schläge höher) Blick zur Pulsuhr in stetiger Angst der Puls könnte über xy steigen.
Bin dieses Jahr keinen einzigen km bewusst mit den reinen Ziel GA1 gefahren. Habs aber trotzdem geschafft mit knapp 2000 Trainings-km (dank dem schönen April) im Juni ne RTF von 170km (ca. 2000hm) mit 28,5 Schnitt (netto) zu fahren. War dabei anfangs allein, dann bei 2 Kollegen und zum schluss in'ner kleinen Gruppe. Ist zwar nicht die Welt, zeigt aber eine doch vorhandene Grundlage neben ausreichender Kraftausdauer...

Alles nicht so eng sehen... hat man Spass... stimmt auch irgendwann die Form, vorausgesetzt man macht keine gravierenden Fehler.
Grüsse
 
AW: Bergfahren...

Ich verstehs aber immer noch nicht...
Wenn ich aber nicht über ca. 80 % max HF hinausgehe, bleibe ich doch aerob. Folglich gibts auch kein Laktat. Also macht ein Berg während dem GA1 Training "nichts aus" solange er im aeoben Stoffwechsel gefahren wird, also unter der IANS.
Nach Deiner Therorie dürfte man im GA1 ja strikt keine Berge bzw. stärkere Belastungen fahren... Ich finde das etwas arg übertrieben und praxis-fremd.
(...)

Zum Laktatabbau: Ich dachte immer, dass der Muskel das Laktat nicht abbaut sondern dass das Laktat über das Blut in die Leber gelangt wo dann über Gluconeogenese wieder Glucose-6-P erzeugt wird (analog Cori-Zyklus). Zumindest hatte ich das mal für meine Diplomprüfung in Biochemie gelernt (ist aber auch schon wieder etwas her...) Sonst müssten die Leistungsdiagnostiker ja für Laktatmessung immer in die Waden stechen und nicht ins Ohrläppchen:lol: ; da würde aber keiner mehr freiwillig Laktatspiegel messen lassen:lol:
Jaja Mediziner und Biochemie:D (ist nicht böse gemeint)

Zur Neubildung von Gefäßen für die optimierte O2-Versorgung: Das geht aber auch nicht so einfach... Ich glaube erster Schritt ist erstmal Erhöhung der Mitochondriendichte und Erhöhung des Expressionslevels von Atmungskettenproteinen etc. in den Zellen. Die Angiogenese ist mit Sicherheit wesentlich globaler reguliert. Leider ist diese physiologische Anpassung des Körpers an erhöhte Leistungsanforderungen genauso wenig nachzulesen wie sie interessant ist...:(

Alles nicht so eng sehen... hat man Spass... stimmt auch irgendwann die Form, vorausgesetzt man macht keine gravierenden Fehler.
Grüsse

Ich hab in nem Anderen Post aber auch geschrieben, dass man den Berg ruhig fahren kann, wenn man ihn im GA-Bereich fährt. Dein Zitat war nur die Antwort auf jemanden, der den Berg am Schluss richtig schnell fahren wollte.

Das Lactat wird nicht im Muskel abgebaut, auch dass stimmt, aber es lagert sich dort ab, bis es abtransportiert wird und übersäuert so den Muskel. Und schadet den Mitochondrien

Und wenn du glaubst, ich eiere im Winter selber nur mit GA1 rum, dann stimmt das nicht. Ich fahre auch zwischendurch schnellere Touren, damit der Spaß nicht verloren geht. Danach wurde hier aber nicht gefragt, sondern nach dem Effekt von schnellen Bergfahreten während einer GA1-Einheit.
 
AW: Bergfahren...

Ich glaube erster Schritt ist erstmal Erhöhung der Mitochondriendichte und Erhöhung des Expressionslevels von Atmungskettenproteinen etc. in den Zellen.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

aha...
das mit denm mitochondrien erklärst du jetzt mal bitte etwas genauer...
ich nutze mitochondrien nämlich in anderen angelegenheiten...(mitochondrien DNA ) etc...hat aber nix mit radfahren zu tun...
würde gerne trotzdem wissen was du damit meinst...
also?
 
AW: Bergfahren...

Ich glaube erster Schritt ist erstmal Erhöhung der Mitochondriendichte und Erhöhung des Expressionslevels von Atmungskettenproteinen etc. in den Zellen.
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aha...
das mit denm mitochondrien erklärst du jetzt mal bitte etwas genauer...
ich nutze mitochondrien nämlich in anderen angelegenheiten...(mitochondrien DNA ) etc...hat aber nix mit radfahren zu tun...
würde gerne trotzdem wissen was du damit meinst...
also?

Er meint, dass die Mitochondrien die Kraftwerke in unseren Zellen sind (ATP-Bereitstellung). Je mehr Mitos, desto mehr Energie kann zur Verfügung gestellt werden.
 
AW: Bergfahren...

Ich glaube erster Schritt ist erstmal Erhöhung der Mitochondriendichte und Erhöhung des Expressionslevels von Atmungskettenproteinen etc. in den Zellen.
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aha...
das mit denm mitochondrien erklärst du jetzt mal bitte etwas genauer...
ich nutze mitochondrien nämlich in anderen angelegenheiten...(mitochondrien DNA ) etc...hat aber nix mit radfahren zu tun...
würde gerne trotzdem wissen was du damit meinst...
also?



"Während die VO2max (=die maximale Sauerstoffaufnahme) durch die mitochondriale Enzymmasse, also durch die Mitochondriendichte definiert ist, spiegelt die anaerobe Schwelle auch den Aspekt der Sauerstoffanlieferung an die Mitochondrien wieder. Die Sauerstoffanlieferung hängt von der Kapillardichte im Skelettmuskel ab. Je höher die Kapillardichte ist, desto kürzer ist die mittlere Diffusionsstrecke von den Kapillaren zu den Mitochondrien und umgekehrt, je geringer die Kapillardichte ist, desto länger ist die mittlere Diffusionsstrecke. Die Kapillardichte ist grundsätzlich mit der Mitochondriendichte der Muskulatur korreliert und beide sind abhängig vom Ausmaß der aeroben Beanspruchung des Muskels z.B. durch Ausdauertraining oder Detraining, also Bewegungsmangel. Es ist aber zu vermuten, dass die zelluläre Änderung der Mitochondriendichte rascher vor sich geht, als die Änderung der Kapillardichte."

Gefunden in: OA Dr. Josef Tomasits, Laktat in der Sportmedizin / die anaerobe Schwelle
Quelle:
http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef3/lbef_lactat_laktat_sportmedizin.htm

In den Mitochondrien (deren Matrix) findet der aerobe Stoffwechsel der Zelle statt. Hier wird Pyruvat aus der Glucose od. anderen Quellen (Galactose, Fructose, Aminosäuren) über AcetylCoA und dem Durchlaufen des Citratzyklus' vollständig oxidiert zu Kohlendioxid und Wasser. Die bei der Oxidation entstandenen Reduktionsäquivalente (in org. Trägermolekülen gespeicherte Elektronen) geben dann die Elektronen weiter an die sog. Atmungskette in der inneren Mitochondrienmembran (IMM). Hier findet eine schrittweise Herabsetzung des RedoxPotentials statt. Dabei dient Sauerstoff als terminaler Elektronenakzeptor und wird zu CO2 reduziert. Während des Elektronentransports durch die Atmungskette wird über verschiedene Mechanismen ein Protonengradient über der IMM erzeugt. Dieser wird als ProtonenmotorischeKraft(PMK) bezeichnet. Ein spez. Enzym, die ATPase (Typ F0F1 glaub ich) erzeugt dann ATP aus ADP + P, indem sie den Protonenrückstrom zurück nutzt. ATP ist der universale, zellulär- molekulare Energiespeicher für viele energieaufwändige Syntesen etc., auch für den zur Muskelkontraktion nötigen "molekularen Ruderschlag" im Filament.
In jedem Biochemiebuch nachlesbar

Was machst du mit mitochondrialer DNA? mtDNA-Fingerprints?
 
AW: Bergfahren...

Auch nicht schlecht: Trauben essen und Wein trinken für mehr Mitos und vieles mehr:
BIOWISSENSCHAFT
- Trauben gegen Fettleibigkeit und Diabetes
Seit einigen Jahren ist Resveratrol, eine chemische Substanz der roten Weintraubenschale und somit des Rotweins, von besonders großem Interesse für die Pharmaindustrie, da sie in dieser Substanz außergewöhnliches Potential vermutet. Resveratrol wirkt sowohl als Antioxidans (es reduziert die Bildung freier Radikalen), als Thrombozytenaggregationshemmer (es hemmt die Bildung von Blutgerinnseln), als Gefäßerweiterer (es erweitert die Blutgefäße), als auch als Entzündungshemmer. Eine kürzlich durchgeführte Studie beweist zum ersten Mal, dass dieses Polyphenol, da es die Energieverbrennung ankurbelt, den Körper gegen Diabetes und nahrungsmittelverursachte Fettleibigkeit schützt.
Das Team um Johan Auwerx des „Institut de Génétique et de Biologie Moléculaire et Cellulaire“ (IGBMC) in Illkirch und seine amerikanischen und finnischen Kollegen haben bei Mäusen die Auswirkungen des Resveratrols, das als Nahrungsergänzungsmittel einer fettreichen Ernährung genutzt wurde, untersucht. Schon nach drei Wochen wuchsen und vermehrten sich die Mitochondrien, die Energielieferanten der Zellen. In der Folge kam es zu einem erheblichen Anstieg der Energieverbrennung bei einer um 30 - 40%igen Verringerung der Gewichtszunahme bei den getesteten Mäusen sowie einer verbesserten Insulinempfindlichkeit. Nach Meinung der Forscher aktiviert das Resveratrol ein in den Alterungsprozess impliziertes Enzym, das SIRT1, das seinerseits ein anderes Protein aktiviert, das PGC-1, das eine Rolle bei der Genese der Mitochondrien spielt. Des Weiteren konnten die Forscher nach einer weiteren Testreihe auch keinerlei Fehlfunktion des Herzsystems, keine Verhaltensveränderung, noch eine krebsartige Wucherung bei den Mäusen feststellen.
Dank dieser Ergebnisse hat das amerikanische Unternehmen Sirtris Pharmaceuticals kürzlich eine erste klinische Studie zur Diabetes ausgehend von einem „Geheimrezept“ des Resveratrol begonnen.
Durch die Entdeckung von Resveratrol gelingt nun vielleicht endlich die Enträtselung des französischen Paradoxons. Franzosen ernähren sich sehr ungesund (Käse, Weißbrot, viel Fett, wenig Vitamine…). Trotzdem haben sie viel seltener Probleme mit dem Herzen als ihre nordeuropäischen Kollegen, was die Epidemiologen überrascht. Die Vermutung liegt nahe: Es liegt am Rotwein. Aber Vorsicht, Resveratrol wurde während dieser Studie hochdosiert angewendet - 400 mg/kg/Tag -, dies entspricht mehreren zehntausend Flaschen Rotwein!
Kontakt: Johan Auwerx
Institut de Génétique et de Biologie Moléculaire et cellulaire (IGBMC)
Département de Génétique et Physiologie de la Signalisation Nucléaire (GPSN)
BP 10142
F67404 Illkirch Cedex
@ [email protected]
+33 3 88 65 34 25
http://www-igbmc.u-strasbg.fr/recherche/Dep_GPSN/Eq_Jauwe/index.html
Quelle: Le journal du CNRS, Februar-März 2007
Redakteurin : Anaïs Manin, [email protected]
 
AW: Bergfahren...

dein hinweis auf die schneller erschöpften kohlenhydratspeicher irritieren mich allerdings. ist es nicht gerade sinn und zweck des grundlagentrainings (GA1 oder 2 sei mal dahingestellt) den stoffwechsel so zu ökonomisieren, dass die speicher (fast) überhaupt nicht angerührt werden?


Soweit ich das verstehe, läuft der aerobe Stoffwechsel immer sowohl auf der Baisis von KH und Fett, nur die Anteile ändern sich je nach Intensität. Die KH-Speicher gar nicht anzurühren dürfte nicht gehen. dafür sprechen ja auch solche MErksätze wie " das Fett verbrannt im Feuer der Kohlehydrate" die drauf hinweisen sollen, dass man bei längeren Ausfahrten auch wenn sie in sehr niedriger Intensität sind irgendwann mal KH verzehren muss.



dein hinweis auf das wattgesteuerte training finde ich auch sehr interessant (und damit gelingt es dir am besten mich zu überzeugen). leider habe ich selbst keine erfahrungswerte mit einem wattgesteuerten training. :(
grüße
robin
Ich stand vor der Wahl kauf ich mir ein neues Fahrrad oder investiere das Geld anderes. Ich habe mich für das SRM entschieden. Habe das Rad bisland noch nicht vermisst.... :) SRM und Co. eröffenen wirklich interessante Perspektiven aufs Radfahren. Intensive Intervalle lassen sich nach meinen heutigen Erfahrungen mit dem Puls nur sehr schlecht steuern.
Gruß P.
 
AW: Bergfahren...

@pjotr:
der hinweis auf das wattgesteuerte training gefällt mir sehr gut. mich würde interessieren um wieviel schläge der puls nach 4 std ga1 training bei gleicher wattzahl höher ist (also bei dir jetz ;) ).

Das muss ich Zuhause nachgucken. hängt aber stark von der Form ab.
In dem oben von mir geposteten Link auf Ultrafit.com schlägt Friel vor, den Drift der Hf als Bewertungskriterium für die aerobe Ausdauer zu benutzen, das Verfahren lässt sich auch ohne Leistungsmessung einsetzen. Den Drift gibt es im übrigen nicht nur bei niedrigen Intensitäten, auch bei höheren und da geht es dann natürlich noch sehr viel schneller.
 
AW: Bergfahren...

Hatte als unsportlicher Anfänger auch das Problem, dass ich nen richtigen Anstieg nicht in GA1 hoch fahren konnte. Und bei uns in der Gegend gibts halt keine vernünftigen Runden bei denen man Anstiege gänzlich umgehen kann. Für mich war die Lösung 3-fach mit 26er TA Kettenblatt vorne und 27er Ritzel hinten. Damit komme ich wirklich jeden Hügel im GA1 Bereich hoch. Diese Ausstattung wird zwar oft belächelt, aber ich kann gut damit leben.

Gruß
ltz400
 
AW: Bergfahren...

@pjotr:
der hinweis auf das wattgesteuerte training gefällt mir sehr gut. mich würde interessieren um wieviel schläge der puls nach 4 std ga1 training bei gleicher wattzahl höher ist (also bei dir jetz ;) ).

Wie versprochen hier die Zahlen. Bei einer Ausfahrt über 3:50 h.
lag der Durchschnittspuls in der ersten 3/4 bei 121 bpm bei ~ 200 W im letzten Viertel bei 127 bei ~ 192 W. In der letzen viertel Stunde der Fahrt lag der Puls sogar bei durchschn. 135 bpm (bei 196 Watt).
 
AW: Bergfahren...

Bei einer Ausfahrt über 3:50 h.
lag der Durchschnittspuls in der ersten 3/4 bei 121 bpm bei ~ 200 W im letzten Viertel bei 127 bei ~ 192 W. In der letzen viertel Stunde der Fahrt lag der Puls sogar bei durchschn. 135 bpm (bei 196 Watt).
Widerspricht auch der Aussage die ich hier schon mal gelesen habe, dass der Puls mit zunehmender Belastungsdauer wieder zurückgehen würde - was ich offengestanden bei mir noch nie beobachten konnte.

Vielleicht noch eine Frage: Hattest Du bevor Du Dir die SRM-Kurbel zugelegt hast auch mal einen HAC oder irgendeinen Polar-Computer der im Wesentlichen über die Geschwindigkeit und den wechselnden Luftdruck die Leistung misst? Was mich interessieren würde ist, ob Du grössere Unterschiede in den jeweiligen Ergebnissen zum SRM-System ausmachen konntest?
 
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