pjotr
Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
AW: Bergfahren...
D.h. aber nicht, dass die gängigenen Definitonen auch sinnvoll sind. Es fragt sich insbesondere ob die Grenzziehung zwischen GA1 und GA2 nicht zu statisch ist. Dazu kann man z.B. hier mal was nachlesen.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=3479&page=2
(insbesondere Postings 21 und 22). Zudem muss man ja konstatieren, dass die Abgrenzung GA1/GA2 je nach Leistungsdiagnostiker, verwendetem Zonen-Modell und gewähltem Schwellenkonzept durchaus sehr sehr unterschiedlich ausfällt, man könnte auch bösartig sagen, dass die ganze Abgrenzung von Trainingsbereichen ziemlich beliebig ist. Das jeder Trainingsbereich seine Daseinsberechtigung hat ist zwar nicht zu bestreiten, es spricht aber doch vieles dafür, dass man unterhalb der IANS, also da wo der Stoffwechsel aerob ist, Intensität gegen Dauer in gewissem Umfang "tauschen" kann. Wünschenswert wäre natürlich, dass man regelmäßig GA1 fahren kann, wenn man aber eh nur 2h Zeit hat, ist es vermutlich sinnvoller die im GA2-Bereich zu verbringen, weil dann in der zur Verfügung stehende Zeit eine sehr viel größere Belastung auf das aerobe System ausgeübt wird als wenn man GA1 fährt - es liegt ja auch auf der Hand, dass bei einer Erhöhung der Intensität auch die Kohlehydratspeicher schneller erschöpft werden. (Die über solche GA2-Einheiten erzielte Grundlage reicht mit Sicherheit zwar nicht aus, um einen Radmarathon zu absolvieren, aber bei 2500 km p.a. kann das eh kein realisitsches Ziel sein.) "GA1-Skeptiker" führen außerdem an, dass bei langen Einheiten im GA1-Bereich die erhofften Wirkungen auf die Fettverbrennung nicht eintreten. So gibt es Trainer, die vertreten die Auffassung, eine Erhöhung der Fettverbrennung in unteren Intensitätsbereichen lasse sich nur über eine Erhöhung der Schwellenleistung bewerkstelligen. Demnach hängt der Anteil der Fettverbrennung am gesamten Energieumsatz in erster Linie davon ab, bei wieviel % seiner Schwellenleistung man sich gerade bewegt. Selbst wenn man das nicht ganz so eindeutig beurteilt, ist es aber notwendig, für nennenswerte Wirkungen auf den Fettstoffwechsel eine gewissen Intensität zu absolvieren. IIRC hat Neumann in seinem Buch "Optimiertes Ausdauertrainiung" eine Grafik über den Anteil freier Fettsäuren im Blut eines Radfahrers bei einer längeren Grundlagenfahrt drin. Da steigen die Fettsäuren eine längere Zeit kontinuierlich an, fallen dann am Ende aber wieder ab, weil aufgrund der Ermüdung die Intensität nicht mehr aufrecht erhalten werden kann um noch eine weiteren Anstieg der fFs zu induzieren. Die Einheit war dann offensichtlich schlicht zu lang und am Ende kommt dann das von DIr erwähnte GA1-Gedudel raus.
Wenn man richtig GA1 fährt ist es sicher kein Gedudel, die meisten Leute verfallen aber früher oder später doch ins Eiern, wozu u.a. die Orientierung an Pulswerten beiträgt. Wenn man längere GA1-Einheiten wattgesteuert fährt, empfindet man das am Ende keinesfalls als Gedudel, im Gegenteil, das tut weh. Dabei driftet der Puls je nach Intensität und Dauer irgendwann deutlich nach oben. Wenn ich 4h mit einer Leistung an der obere GA1-Grenze fahre (das sind im Moment so ca. 200-205 Watt), dann steigt der Puls etwa ab
der Hälfte der Zeit kontinuierlich an - nach Puls würde man die Leistung immer weiter zurücknehmen.
Gruß p.
PS: Selbst der allseits bekannte Joe Friel, der wenn man in seiner Trainingsbibel liest ja eindeutig zu den Verfechtern des "klassischen" Ansatzes mit viel lockeren GA1-Einheiten gerechnet werden kann, vertritt mittlerweile die Auffassung, dass eine gewisse Intensität ins Grundlagentraining muss um optimale Anpassungen zu erzielen. http://www.ultrafit.com/newsletter/november07.html
selbstverständlich ist GA2 training nützlich. und bei beschränktem zeitbudget auch ein gutes mittel. jedoch kann ich deswegen nicht einen kompletten trainingsbereich weglassen! JEDER trainingbereich hat seine daseinsberechtigung und muss auch trainiert werden. man kann nicht einfach einen trainingsbereich streichen und durch einen intensiveren (gleich welchen) ersetzen.
D.h. aber nicht, dass die gängigenen Definitonen auch sinnvoll sind. Es fragt sich insbesondere ob die Grenzziehung zwischen GA1 und GA2 nicht zu statisch ist. Dazu kann man z.B. hier mal was nachlesen.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?t=3479&page=2
(insbesondere Postings 21 und 22). Zudem muss man ja konstatieren, dass die Abgrenzung GA1/GA2 je nach Leistungsdiagnostiker, verwendetem Zonen-Modell und gewähltem Schwellenkonzept durchaus sehr sehr unterschiedlich ausfällt, man könnte auch bösartig sagen, dass die ganze Abgrenzung von Trainingsbereichen ziemlich beliebig ist. Das jeder Trainingsbereich seine Daseinsberechtigung hat ist zwar nicht zu bestreiten, es spricht aber doch vieles dafür, dass man unterhalb der IANS, also da wo der Stoffwechsel aerob ist, Intensität gegen Dauer in gewissem Umfang "tauschen" kann. Wünschenswert wäre natürlich, dass man regelmäßig GA1 fahren kann, wenn man aber eh nur 2h Zeit hat, ist es vermutlich sinnvoller die im GA2-Bereich zu verbringen, weil dann in der zur Verfügung stehende Zeit eine sehr viel größere Belastung auf das aerobe System ausgeübt wird als wenn man GA1 fährt - es liegt ja auch auf der Hand, dass bei einer Erhöhung der Intensität auch die Kohlehydratspeicher schneller erschöpft werden. (Die über solche GA2-Einheiten erzielte Grundlage reicht mit Sicherheit zwar nicht aus, um einen Radmarathon zu absolvieren, aber bei 2500 km p.a. kann das eh kein realisitsches Ziel sein.) "GA1-Skeptiker" führen außerdem an, dass bei langen Einheiten im GA1-Bereich die erhofften Wirkungen auf die Fettverbrennung nicht eintreten. So gibt es Trainer, die vertreten die Auffassung, eine Erhöhung der Fettverbrennung in unteren Intensitätsbereichen lasse sich nur über eine Erhöhung der Schwellenleistung bewerkstelligen. Demnach hängt der Anteil der Fettverbrennung am gesamten Energieumsatz in erster Linie davon ab, bei wieviel % seiner Schwellenleistung man sich gerade bewegt. Selbst wenn man das nicht ganz so eindeutig beurteilt, ist es aber notwendig, für nennenswerte Wirkungen auf den Fettstoffwechsel eine gewissen Intensität zu absolvieren. IIRC hat Neumann in seinem Buch "Optimiertes Ausdauertrainiung" eine Grafik über den Anteil freier Fettsäuren im Blut eines Radfahrers bei einer längeren Grundlagenfahrt drin. Da steigen die Fettsäuren eine längere Zeit kontinuierlich an, fallen dann am Ende aber wieder ab, weil aufgrund der Ermüdung die Intensität nicht mehr aufrecht erhalten werden kann um noch eine weiteren Anstieg der fFs zu induzieren. Die Einheit war dann offensichtlich schlicht zu lang und am Ende kommt dann das von DIr erwähnte GA1-Gedudel raus.
ich verstehe nicht warum an dieser stelle der trainingsbereich GA1 immer diffamiert werden muss als „gedudel“ „geeiere“ oder „rumgerolle“…![]()
Wenn man richtig GA1 fährt ist es sicher kein Gedudel, die meisten Leute verfallen aber früher oder später doch ins Eiern, wozu u.a. die Orientierung an Pulswerten beiträgt. Wenn man längere GA1-Einheiten wattgesteuert fährt, empfindet man das am Ende keinesfalls als Gedudel, im Gegenteil, das tut weh. Dabei driftet der Puls je nach Intensität und Dauer irgendwann deutlich nach oben. Wenn ich 4h mit einer Leistung an der obere GA1-Grenze fahre (das sind im Moment so ca. 200-205 Watt), dann steigt der Puls etwa ab
der Hälfte der Zeit kontinuierlich an - nach Puls würde man die Leistung immer weiter zurücknehmen.
Gruß p.
PS: Selbst der allseits bekannte Joe Friel, der wenn man in seiner Trainingsbibel liest ja eindeutig zu den Verfechtern des "klassischen" Ansatzes mit viel lockeren GA1-Einheiten gerechnet werden kann, vertritt mittlerweile die Auffassung, dass eine gewisse Intensität ins Grundlagentraining muss um optimale Anpassungen zu erzielen. http://www.ultrafit.com/newsletter/november07.html