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Über das Hobby

Guderider

Du hast keine Chance - also nutze sie!
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Es werden hier oft Scherze gemacht das Forum sei eine Anstalt und wir die Insassen. Oft ist die Rede von Ehepartnerinnen oder Ehepartnern die bei einem spontanen Gang in den Keller fest stellen, dass sich die Fahrräder vermehren. Die Kilometerleistungen einiger Mitglieder hier versetzen Velo-Normalverbraucher ins Stauen. Und wenn nicht die Kilometerleistungen beeindrucken, dann ist es das Nischenwissen, welches bei einigen Insassen ausreichend ausgeprägt ist um einen Auftritt bei "Wetten dass..." zu meistern.

Wie geht ihr damit um? Wie gehen eure Freunde damit um?
Ich möchte hiermit zu Erfahrungsberichten und dem Erzählen von witzigen Geschichten zum Thema Fahrrad-Hobby auf rufen.

Bei mir ist es so, dass meine Freunde und Verwandte bis auf wenige Ausnahmen dieses Hobby belächeln. Das Motorradfahren und Autoschrauben war stehts legitim und niemand wunderte sich darüber. Wenn ich aber von Fahrradtouren oder Projekten berichte werde ich belächelt oder Schräg angesehen. Es sei denn es passiert, dass eben noch kurz auf dem Heimweg die Schrottmühle eines Bekannten meine Zuneigung benötigt, um die Strecke zu schaffen. Ein Rennrad in der Wohnung. Ein Zweites hängt da auch. (Wieviele habt ihr? Dürft ihr?) Alle finden ein Fahrrad an der Wohnzimmerwand komisch. Meine Vermieter waren immer schokiert.
Welche Beispiele fallen euch noch ein?
Bestimmt bin ich damit nicht alleine...
 

Olddutsch

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Es werden hier oft Scherze gemacht das Forum sei eine Anstalt und wir die Insassen. Oft ist die Rede von Ehepartnerinnen oder Ehepartnern die bei einem spontanen Gang in den Keller fest stellen, dass sich die Fahrräder vermehren. Die Kilometerleistungen einiger Mitglieder hier versetzen Velo-Normalverbraucher ins Stauen. Und wenn nicht die Kilometerleistungen beeindrucken, dann ist es das Nischenwissen, welches bei einigen Insassen ausreichend ausgeprägt ist um einen Auftritt bei "Wetten dass..." zu meistern.

Wie geht ihr damit um? Wie gehen eure Freunde damit um?
Ich möchte hiermit zu Erfahrungsberichten und dem Erzählen von witzigen Geschichten zum Thema Fahrrad-Hobby auf rufen.

Bei mir ist es so, dass meine Freunde und Verwandte bis auf wenige Ausnahmen dieses Hobby belächeln. Das Motorradfahren und Autoschrauben war stehts legitim und niemand wunderte sich darüber. Wenn ich aber von Fahrradtouren oder Projekten berichte werde ich belächelt oder Schräg angesehen. Es sei denn es passiert, dass eben noch kurz auf dem Heimweg die Schrottmühle eines Bekannten meine Zuneigung benötigt, um die Strecke zu schaffen. Ein Rennrad in der Wohnung. Ein Zweites hängt da auch. (Wieviele habt ihr? Dürft ihr?) Alle finden ein Fahrrad an der Wohnzimmerwand komisch. Meine Vermieter waren immer schokiert.
Welche Beispiele fallen euch noch ein?
Bestimmt bin ich damit nicht alleine...
Nein nein du bist nicht alleine,du bist in der Anstalt angekommen
Es gibt ja Selbsthilfegruppen
 

ad-mh

Am Ausbauende des RS1 - Mülheim Speldorf
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Nein, Du bist nicht alleine. Unser Bekanntenkreis besteht zum Glück aus Radbekloppten.
Die Beziehung mit meiner Frau habe ich auf einer Radtour vom Ruhrgebiet zum Bodensee mit Zelt und Rad begonnen.

Da sind etwa 20 Räder im Haus gut vermittelbar.
Meine Frau hat immerin 4 davon. Dazu kommt eines auf der Rolle.
Auf Tochter und Sohn verteilen sich weitere Räder.

Übrigens fallen Räder mehr auf als "minimal komplettierte Rahmen", die man mehr oder weniger in Kartons ohne Laufradsätze lagern kann. :rolleyes:
 

Chruisius

Ach, komm schon..
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irgendwer hat hier doch mal sowas geschrieben wie "ich habe im Keller noch einen Rahmen und eine komplette Campa-Gruppe. Wenn die zusammen finden bin ich wieder Single.."
Das Zitat habe ich in meiner all-time-favoriten-Liste gespeichert.. :bier:;)
 

ad-mh

Am Ausbauende des RS1 - Mülheim Speldorf
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Meine Frau sucht übrigens einen grünen Rahmen in 54 oder 55.
Im MTB Bereich fährt sie GT.
Von daher ist bei uns alles gut.
 
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Mackie89

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Ganz bestimmt bist du damit nicht alleine. Über meine Sucht weist du ja schon Bescheid. Immer mal wieder musste ich zunächst die Wogen glätten, welche durch das zuletzt angeschaffte Rennrad anstanden waren bevor ich das nächste präsentieren konnte. Gerade stehen zwei meiner Räder ganz geheim bei Guderider.

Insgesamt hat sich die Situation jedoch schon gebessert! Neue Räder waren zunächst oft Streit Thema oder, dass ich Abends nicht das durch meine Kinder (drei Stück) hinterlassene Chaos beseitige, sondern lieber ein wenig an meinen Rädern im Keller schraube. Doch seit meine Freundin das Auto nutzen kann, da ich zumeist mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, sieht sie die positiven Seiten. Hinzu kommen glaube ich zweierlei Sachen: Einerseits hat sie akzeptiert, dass ich das Hobby so schnell nicht mehr aufgebe. Zum anderen sind meine ärmlichen Studentenzeiten vorbei und ich kann immer wieder argumentieren, dass es uns an nichts fehlt und ich mir von MEINEM Geld Fahrräder kaufe.

Meine Freundin konnte ich bisher leider noch nicht vom Rennradfahren überzeugen. Zu mindest fährt sie nicht mehr das schrottige MTB, dass ihr viel zu klein war, sondern ein moderneres Gazelle Van Stael. Damit kann ich leben.
In der Familie und bei Freunden hat sich mein Interesse aber schon rumgesprochen und wird sehr positiv aufgenommen. Viele Fragen mich nach Tipps bei der Rennradwahl oder haben mir bei Käufen im Norden geholfen.

Wie viele Räder ich gerade habe? Sechs und einen Rahmen: Mein Francesco Moser in chromovelato (war mal für die Eisdiele musste dann aber doch bei der Eroica ran), ein Francesco Moser als Stadtradt, mein komplett renoviertes Pinarello Trevisio, dass glaube ich nur an der Wand hängen wird, ein Koga Miyata Gents Touring, dass mal mein Stadtrad ersetzen soll, mein Herkelmann, dass die modernste Gruppe hat, ein Eddy, dass bald wieder in den Kreislauf geht und meinen neusten Fang: ein Colnago Titanio Bititan Rahmen.

In diesem Sinne: You are not alone!
 

Olddutsch

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" von meinem Geld" das hat was von 50/60ziger Jahren,wo der Hausherr der Ehefrau Gönnerhaft das Haushaltsgeld aushändigte und den Rest zur freien
Verfügung hatte
 

Mackie89

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" von meinem Geld" das hat was von 50/60ziger Jahren,wo der Hausherr der Ehefrau Gönnerhaft das Haushaltsgeld aushändigte und den Rest zur freien
Verfügung hatte
Wir verdienen beide Geld und ehrlich gesagt ich erst viel kürzer als sie. Wenn dann könnte man wohl eher von meiner gönnerhaften Hausherrin sprechen. 😁
 

patrick_1976

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Meine Frau ist Sucht- Therapeutin.
Eine Einladung zum Einzelgespräch hatte ich noch nicht aufm Küchentisch liegen.
Jeder sollte seine eigene „Insel“ im Leben haben!
Bleibt also alles im Rahmen!
 
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shiwago

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Insgesamt hat sich die Situation jedoch schon gebessert! Neue Räder waren zunächst oft Streit Thema oder, dass ich Abends nicht das durch meine Kinder (drei Stück) hinterlassene Chaos beseitige, sondern lieber ein wenig an meinen Rädern im Keller schraube.
Hm, wobei ich hier für mich sagen muss, dass mir das deutlich zu weit gehen würde. Hätte ich das Gefühl, mich aus Familientätigkeiten oder der gemeinsamen Erziehung des Hobbys wegen zurückzuziehen oder meine Frau würde mir das zurückmelden, dann wäre - für mich - bereits etwas aus dem Ruder gelaufen. Dann stimmen die Prioritäten nicht mehr und das würde mich nachdenklich machen. Das ist aber nur meine ganz persönliche Ansicht.
 

Oldschool Moser

Manche Dinge kann man so sehen oder so
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Das Fahrrad als Objekt erweckt ebenso wie Auto-Oldtimer oder alte Motorräder, alte Technik und Dinge überhaupt, bei so Veranlagten romantische, sentimentale Sehnsüchte nach der eigenen Jugend, als man noch so viele, unerfüllbar erscheinende Wünsche hegte, die man sich in jetzt in gesetzterem Alter fast mühelos erfüllen kann. Da wird ausserdem bei Vielen der Jagd-und Sammelinstinkt angesprochen und schon ist es um Einen geschehen. Man kann dieses Geschehen naürlich auch auf neueste Technik übertragen. Ich kann daran nicht Aussergewöhnliches oder Verrücktes erkennen, es ist im Gegenteil ein Gegengewicht gegen die gedankenlose Wegwerf-Mentalität.
 

Mackie89

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Hm, wobei ich hier für mich sagen muss, dass mir das deutlich zu weit gehen würde. Hätte ich das Gefühl, mich aus Familientätigkeiten oder der gemeinsamen Erziehung des Hobbys wegen zurückzuziehen oder meine Frau würde mir das zurückmelden, dann wäre - für mich - bereits etwas aus dem Ruder gelaufen. Dann stimmen die Prioritäten nicht mehr und das würde mich nachdenklich machen. Das ist aber nur meine ganz persönliche Ansicht.
Ich glaube mein Post hat euch eine falsche Vorstellung meiner Lebensrealität vermittelt 😁 (habe vielleicht auch ein wenig überspitzt formuliert). Wenn man drei kleine Kinder hat, kann man sich den familären Verpflichtungen gar nicht entziehen und das will ich auch garnicht. Ich komme vielleicht zwei mal im Monat Abends wirklich zum basteln und dann kann ich die meditative Wirkung des Hobbys wirklich genießen.
 

Guderider

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Ich glaube mein Post hat euch eine falsche Vorstellung meiner Lebensrealität vermittelt 😁 (habe vielleicht auch ein wenig überspitzt formuliert). Wenn man drei kleine Kinder hat, kann man sich den familären Verpflichtungen gar nicht entziehen und das will ich auch garnicht. Ich komme vielleicht zwei mal im Monat Abends wirklich zum basteln und dann kann ich die meditative Wirkung des Hobbys wirklich genießen.
... da bleibt dann gar nich so viel Zeit fürs Hobby. Das Fahren gehört schließlich auch dazu. Der dritte im Bunde auf seinem Cannondale meinte bei der Brehmke-Runde am Freitag zu mir:
"Der Kerl ist immer so bussy, der hat kaum Zeit für sich selbst"
Aber weil du nicht dabei warst hatte der Carbonrahmenfahrer anscheinend weniger Ansporn. Ich musste mich nicht ganz so sehr quälen um mit zu halten.
 
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