RazorbladeRacer
Dopingfahnder
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Schieben ist fast immer verkehrt! Ein Fahrrad ist nicht gebaut, um geschoben zu werden, daher ist die Energiebilanz beim Schieben auf jeden Fall schlechter, als beim Fahren. Wenn es wirklich mal an einem Punkt nicht mehr weitergeht, ist es sinnvoller, sich irgendwo hinzusetzen, oder sogar zu legen, eine Pause einzulegen, um danach etwas erholt wieder weiter zu fahren. Ich garantiere, wenn Du dich am Timmelsjoch auf die Mauer setzt, und etwas ausruhst, wirst Du danach alle, die Dich schiebend überholt haben, wieder einholen, und dann locker hinter Dir lassen. Das liegt daran, dass dieses Schieben am steilen Berg extrem uneffektiv ist, von der asymetrischen Körperhaltung her, und meist auch noch mit zum Gehen wenig geeigneten Radschuhen..... zur Not schiebe ich das Timmelsjoch hinauf, falls nichts mehr geht.
Wer den Ötztaler in der vorgeschriebenen Zeit absolviert, und unterwegs geschoben hatte, der hat was falsch gemacht. Kleinere Pausen, und dafür die ganze Strecke im Sattel absolviert, wäre in dem Fall klüger gewesen.
Ich hatte beim Ötztaler nur einmal geschoben, weil es einen Stau am Kühtai gegeben hatte, und fahren so langsam nicht möglich war. Als ich mich einmal (ich glaube 1997) völlig verausgabt hatte, habe ich den Tipp, auf keinen Fall zu schieben, den ich mal in einer Fachzeitschrift gefunden hatte, beherzigt, und nach einer Pause war ich wieder wie neu, und ohne Probleme mit viel Vergnügen zu Ende gefahren.

