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Wo dann, Montags an der Kaffeemaschine im Büro? Lässt man sich ernsthaft von sowas triggern? "Wir geben wenigstens alles für den Sieg, schmeißen uns nicht sofort hin, wie die Memmen beim Fußball!", "Hat Vuskovic' seine Mudda endlich eingeräumt, dass sie ihn gespritzt hat?", "Bist Du eigentlich beim Fußball-WM-Finale, da kosten Tickets doch bestimmt auch schon über 50 Euro? - Vorletztes Jahr, Rad-WM in der Schweiz, irre, 300 Euro fürs Hotel, aber wenigstens kein Eintritt", .. ach komm, es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten, diese Gespräche auf eine spaßige Ebene zu locken, die letztlich dazu führt, dass der Fußballer (für einen kurzen Moment) sogar seinen eigenen Sport hinterfragt.Hm... ich glaube ein großer Teil will gar nicht, dass unser Dopingsystem auf andere übertragen werden soll, sondern dass Radsport nicht als die Dopingsportart Nr.1 dargestellt wird, weil es eben woanders nicht viel besser ist. Dass man dann auch immer noch von Anhängern dieser anderen Sportarten (wie z.B. Fußball) sich anhören muss, ihr Doper usw. führt dann zu diesen vermeintlichen erhobenen Zeigefinger.
Sehr hinkender Vergleich, Fußballfans mit unterdrückten Völkern zu vergleichen; Fußballfans können sich sehr leicht "entziehen". Man darf aber durchaus sagen, dass ein einfacher Mensch in seiner einfachen Welt durchaus glücklich sein kann. Wir machen uns "unsere Welt" nur selbst kompliziert und "schlecht". Das meine ich auch weder positiv noch negativ, der jeweilige Sport ist ein großes Ganzes, aus Sportlern, Verbänden und Fans. Jede Sportart hat ihre eigenen Themen, Schwerpunkte und Aufreger. Wir sollten anderen Sportarten nicht unsere Moral "aufdrücken". Selbst wenn man den Spruch auch bezüglich deutscher Politiker hört, wenn sie mal wieder China bekehren wollen, oder den Nigerianern erklären, wo sie ihre Dorftoiletten bauen mögen. Hier bei uns werden Fans nicht "unterdrückt", sie lassen es mit sich machen, bzw. sie haben andere Prioritäten.Mit der Einstellung kann man sich hervorragend Despoten, Diktatoren oder den Potus schönreden. Läuft ja bei den Jungs im Land, sind doch alle zufrieden in Afghanistan und es beschwert sich keiner, lasst ihnen doch ihr „Glück“.
Da nimmt man dann auch einfach die Historie, es gibt in all diesen Sportarten Tests (auch im Fußball werden tausende Kontrollen gemacht), und es gibt dann ein Verhältnis von positiven Proben. Und das ist im Radsport nun mal am höchsten, von den genannten. Jetzt wirst Du vermutlich sagen, "ja, aber im Radsport sind die Kontrollen strenger, unangekündigter, Blutpass, etc.", .. ja, aber das ist alles eine Entwicklung, aus der Historie heraus. Wenn dem Fußball selbst irgendwann ein Dopingsumpf (so denn vorhanden) zu tief wird, Sponsoren, Fans und Übertragende abspringen, dann werden auch dort andere Seiten aufgezogen. Und wenn nicht, dann nicht.Wenn die NADA eine Risikoabwägung vornimmt & Fußball oder auch Tennis da absurderweise als weniger gefährdet als Radsport einstufen
und es gibt dann ein Verhältnis von positiven Proben. Und das ist im Radsport nun mal am höchsten,
ja, aber das ist alles eine Entwicklung, aus der Historie heraus. Wenn dem Fußball selbst irgendwann ein Dopingsumpf (so denn vorhanden) zu tief wird, Sponsoren, Fans und Übertragende abspringen, dann werden auch dort andere Seiten aufgezogen. Und wenn nicht, dann nicht.
"Der Radsport" selbst testet nicht. Testen tuen nada und wada und das übrigens selbstständig und unabhängig. Und ausweislich des Jahresberichtes gibt es im Fußball durchaus eine nennenswerte Anzahl an Kontrollen.Rein logisch und der Begründung der NADA folgend, hätte der Radsport besser daran getan, gar nicht zu testen und offensichtliche Doping-Vergehen & -Beichten zu ignorieren. Dann gäbe es keine Doping-Historie und man würde als geringer gefährdet eingestuft > daraus folgend weniger Tests > daraus folgen weniger Dopingvergehen ...
Wie gesagt: absurd.
"Der Radsport" selbst testet nicht. Testen tuen nada und wada und das übrigens selbstständig und unabhängig. Und ausweislich des Jahresberichtes gibt es im Fußball durchaus eine nennenswerte Anzahl an Kontrollen.
Wenn du in einem Testpool bist korrespondierst du auch gar nicht mit dem eigenen Verband, sondern ebenfalls mit nada und wada.
Ist das so? Dann sind also im Radsport die Tests im Verhältnis zur Anzahl der Sportler gleich wie in Fußball und Tennis?
Ach, nein, sind sie nicht. Wie kommst Du also zu Deiner Behauptung?
Ich führe solche Diskussionen nicht, sondern habe nur meine Gedanken für mögliche Gründe des "auf andere Zeigen" geschrieben. In meinem weitläufigeren privaten Umfeld, höre ich manchmal Meinungen über Doping und Radsport... naja... da ziehe ich mal ne Augenbraue hoch, aber ernsthaft diskutieren tue ich da schon lange nicht mehr drüber. Wozu auch?Wo dann, Montags an der Kaffeemaschine im Büro? Lässt man sich ernsthaft von sowas triggern? "Wir geben wenigstens alles für den Sieg, schmeißen uns nicht sofort hin, wie die Memmen beim Fußball!", "Hat Vuskovic' seine Mudda endlich eingeräumt, dass sie ihn gespritzt hat?", "Bist Du eigentlich beim Fußball-WM-Finale, da kosten Tickets doch bestimmt auch schon über 50 Euro? - Vorletztes Jahr, Rad-WM in der Schweiz, irre, 300 Euro fürs Hotel, aber wenigstens kein Eintritt", .. ach komm, es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten, diese Gespräche auf eine spaßige Ebene zu locken, die letztlich dazu führt, dass der Fußballer (für einen kurzen Moment) sogar seinen eigenen Sport hinterfragt.
Findest Du wirklich? Ich denke das Label hat man sich nicht selber gedruckt, sondern man hat versucht, nachdem man es so auferlegt bekommen hat, mit Maßnahmen zu entkommen, durch die man es ungewollt nur weiter bestätigt. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, da hat in den letzten Jahren wieder ein Umdenken stattgefunden und man schwenkt wieder auf die "den schönen Schein wahren" Strategie um.Das ist doch genau was ich gemeint habe. Das Label der Dopingsportart Nr.1 hat sich der Radsport bravurös auf nachhaltigste Art und Weise selbst auf die Stirn tätowiert. Das wird dem Radsport nicht aus Boshaftigkeit von anderen Sportfans nachgesagt, das hat er ganz alleine geschafft.
Ich denke, das Verhältnis muss nicht gleich bleiben, es hängt stark vom Testsystem ab. Mit bösem Willen könnte man sogar so testen, dass man nahezu nie positive Tests bekommt.Es geht um das Verhältnis von Dopingproben zu positiven Ergebnissen. Daraus lässt sich eine Wahrscheinlichkeit ableiten, bzw. ein Verhältnis in %.
Dadurch, dass Du nominal/absolut die Zahl der Kontrollen, und damit auch im Verhältnis zu den Sportlern insgesamt erhöhst, erhöhst Du zwar die Zahl der positiven Tests, aber nicht deren prozentualen Anteil. Verständlich?
Wenn ich 1% positive Kontrollen habe, werden daraus nicht 2%, weil ich mehr Tests mache. Außer natürlich, man führt bisher "fast keine" Kontrollen durch, dann hat man keine vernünftige Datenbasis, aber im Fußball sind es immerhin auch >30.000 pro Jahr in Deutschland. Das ist nicht "nichts".
Und das Verhältnis der positiven Tests (bezogen auf die Zahl der Kontrollen) ist im Radsport nunmal höher.
Es geht um das Verhältnis von Dopingproben zu positiven Ergebnissen. Daraus lässt sich eine Wahrscheinlichkeit ableiten, bzw. ein Verhältnis in %.
Heute?Es ist beschämend, dass wir heute in einer Welt leben, in der das Erreichen von Zielen über die Ethik gestellt wird.
Das sehen wir nicht nur im Sport.
Und jeder Einzelne darf für sich selbst entscheiden, wo er stehen mag. Dann aber mit dem Finger auf Andersdenkende zu zeigen, klingt nach Doppelmoral in Reinform.Heute?
Das war nie anders. Es gab schon immer und wird auch immer Menschen geben die so sind.
Es ist beschämend, dass wir heute in einer Welt leben, in der das Erreichen von Zielen über die Ethik gestellt wird.
Das sehen wir nicht nur im Sport.
Ok. Ich denke wir können das abkürzen.Es geht um das Verhältnis von Dopingproben zu positiven Ergebnissen. Daraus lässt sich eine Wahrscheinlichkeit ableiten, bzw. ein Verhältnis in %.
Dadurch, dass Du nominal/absolut die Zahl der Kontrollen, und damit auch im Verhältnis zu den Sportlern insgesamt erhöhst, erhöhst Du zwar die Zahl der positiven Tests, aber nicht deren prozentualen Anteil. Verständlich?
Wenn ich 1% positive Kontrollen habe, werden daraus nicht 2%, weil ich mehr Tests mache. Außer natürlich, man führt bisher "fast keine" Kontrollen durch, dann hat man keine vernünftige Datenbasis, aber im Fußball sind es immerhin auch >30.000 pro Jahr in Deutschland. Das ist nicht "nichts".
Und das Verhältnis der positiven Tests (bezogen auf die Zahl der Kontrollen) ist im Radsport nunmal höher.
Steht im nada Jahresbericht. Gut, da steht "nur" wievele Proben absolut.Ok. Ich denke wir können das abkürzen.
Wie hoch ist denn nun konkret die Quote im Radsport und wie hoch im Fußball
Sollte man dann schon in Relation zur Anzahl der Sportler setzen, für die es relevant ist. Es gibt sicher deutlich mehr Profifußballer als Radsportler in Deutschland.Steht im nada Jahresbericht. Gut, da steht "nur" wievele Proben absolut.
Btw... In Berlin letztens reihenweise Dopingkontrollen beim rund um den Kirchturm Rennen. Weil ja oben bemängelt wurde beim Fußball kontrolliert man nur in den unteren Ligen, damit man keine Topstars erwischt.
Im Radsport wird allerdings bis hin zum letzten Amateur getestet, im Fußball komplett nur der Profi Fußball.Sollte man dann schon in Relation zur Anzahl der Sportler setzen, für die es relevant ist. Es gibt sicher deutlich mehr Profifußballer als Radsportler in Deutschland.
Das ist halt der nächste Witz. Deshalb schrub ich ja „Sportler für die es relevant ist“.Im Radsport wird allerdings bis hin zum letzten Amateur getestet, im Fußball komplett nur der Profi Fußball.