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Der "Doping in anderen Sportarten" Thread

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Re: Der "Doping in anderen Sportarten" Thread

OK, Danke, hab mich wohl dumm angestellt beim Suchen. Aber wie erwartet, das ist natürlich Bullshit ohne jede Belastbarkeit. Siehe ua

Dopinghistorie
Die Auswertung der Dopinghistorie gibt die tendenzielle Dopinggefährdung einer Sportart bzw. deren Disziplin(en) wieder. In diese Auswertung fließen u. a. vergangene Dopingfälle sowie die Anzahl der Adverse Analytical Findings (AAF) und Anti-Doping Rule Violations (ADRVs) der letzten Jahre auf nationaler und internationaler Ebene ein.

Sportarten, in denen so gut wie nie getestet wurde/wird haben z.B. keine Dopinghistorie und werden damit mit geringerem Risiko bewertet. Grotesk.
 
Gerade gegoogelt, nichts gefunden. Wenn die NADA diese Einschätzung so trifft, wäre es aber absurd und würde die eigene Kompetenz beschädigen.
Nur so am Rande... Hältst du Radsport bezgl des Doping Risikos wirklich nicht für schwierig? Man braucht mega Ausdauer bei gleichzeitig guter Kraft und enormer Ermüdungsresistenz und Erholungsfähigkeit über 3 Wochen bei den wichtigsten Rennen. Alles Sachen die man hervorragend dopen kann und es in der Vergangenheit quasi auch immer getan hat.

Aber gut, kann man vielleicht auch anders sehen. Ich hab da keine Aktien dran.
 
OK, Danke, hab mich wohl dumm angestellt beim Suchen. Aber wie erwartet, das ist natürlich Bullshit ohne jede Belastbarkeit. Siehe ua



Sportarten, in denen so gut wie nie getestet wurde/wird haben z.B. keine Dopinghistorie und werden damit mit geringerem Risiko bewertet. Grotesk.
Naja, die anderen Parameter hat du jetzt nicht mit zitiert... So ganz weit weggeholt ist das nicht in allen Punkten.
 
Naja, die anderen Parameter hat du jetzt nicht mit zitiert... So ganz weit weggeholt ist das nicht in allen Punkten.

Ich habe den Punkt herausgegriffen, der offensichtlich den wesentlichen Unterschied macht. Nehme aber gerne weitere dazu, denn dann wird es noch offensichtlich grotesker:

hohe Anforderungen an Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit oder Regenerationsfähigkeit: Fußball klar gefährdeter, da Straßen-Radsport im wesentlichen eine reine Ausdauersport ist.

Dazu zählen beispielsweise finanzielle Perspektiven wie Preisgelder und Sponsoring sowie strukturelle Vorteile auf verschiedenen Leistungs- und Wettbewerbsebenen: auch hier müsste Fußball mehr Risikopunkte bekommen als Radsport. Nicht nur im Hinblick auf Preisgelder & Sponsoring, sondern auch um die riesigen Investitionen in die teuren Sportler zu schützen, etwa wenn es darum geht, Ausfallzeiten zu verkürzen.

Verfügbare Informationen und Hinweise /statistische Daten: auch hier gilt das zur Historie gesagte - wo es keine Tests gibt, gibt es auch keine "statistischen Daten", die Risiko anzeigen. Beckenbauer "haben so Vitaminpillen bekommen" oder Schuhmacher in "Anpfiff" gingen wohl auch nicht als "Whistleblower" ein.

Sorry, das ist offensichtlich Pseudo-Wissenschaft, bei der die eigenen Erwartungen mit scheinbar objektiven Kriterien "gestützt" werden.
 
Nur so am Rande... Hältst du Radsport bezgl des Doping Risikos wirklich nicht für schwierig? Man braucht mega Ausdauer bei gleichzeitig guter Kraft und enormer Ermüdungsresistenz und Erholungsfähigkeit über 3 Wochen bei den wichtigsten Rennen. Alles Sachen die man hervorragend dopen kann und es in der Vergangenheit quasi auch immer getan hat.

Doch, natürlich halte ich Radsport für prädestiniert. Nur geht es ja um die Abstufung zu anderen Sportarten, insbesondere Fußball. Und da ist es auch nach den gewählten Parametern absurd, Fußball (oder auch Tennis) eine geringere Risikostufe zuzuordnen.
 
Die können den Radsport doch schon allein des historischen Erbes wegen nicht hoch genug einstufen.

Der damalige Skandal war so tief- und umgreifend, dass die breite Allgemeinheit doch heute noch davon ausgeht, die sind alle bis unters Dach vollgepumpt.. So medienwirksam hat sich das keine andere Sportart erlaubt.

Die müssen auf Jahre noch testen was das Zeug hält, um auch nur ansatzweise einen Hauch von Glaubwürdigkeit zu vermitteln.
 
Das mit dem Fußball driftet leicht so ein bisschen in Whataboutism ab: "Wir armen Radsportler, guckt Euch doch mal den Fußball an, testet da mal mehr!"

Der Fußball funktioniert als System aber gut, alle sind zufrieden, auch die Fans ("Umsatz"). Siehe Vuskovic, die eigenen Fans halten es für eine Verschwörung, der Verein hält zu ihm, und bei den anderen Mannschaften sieht man auch keine erhobenen Zeigefinger.

Anders beim Radsport, hier lechzen doch alle (Fans) nur danach, dass bei Pogi oder UAE irgendwann etwas auffliegt, und dann geht's rund: Enttäuschung, Boykott (nicht nur von den Medien), Fans rennen mit Ärztekitteln wieder hinter den Sportlern her, und das Forum muss 3 neue Mods einstellen.

Eine Sportart ist immer das, was sie selbst aus sich macht, und der Fußball ist nunmal stabil. Da reibt man sich an schlechten Leistungen von Trainern und Spielern auf, weitere Themen sind Videobeweis, Pyro, Stadionverbot und Sponsoren/Budgets.. und wenn diese wieder gut ist, ist alles fein. Der Sieg über den (verhassten) Gegner zählt mehr als das "Wie". Fans zahlen Eintritt, 50-100 Euro für die TV-Übertragungen, das Gleiche nochmal für Merchandise, löppt.

Was haben "wir" also davon, wenn wir unsere Moralvorstellungen, unsere Neid- und Missgunst-Haltung auf einen anderen Sport übertragen wollen, in dem alles "funktioniert"? Sollten wir uns in Las Vegas an den Boxring stellen, und laut schreien, "dass die mal strengere Doping-Kontrollen machen sollten, so wie im Radsport?" Wenn in anderen Sportarten das Thema Doping nur halbherzig gelebt wird, dann ist es schlicht und ergreifend deren gutes Recht.

Wir sollten uns etwas mehr auf uns konzentrieren, und was wir von unserem Sport wollen, welche Standards - nicht von anderen Sportarten, die uns nichts angehen. Und wenn man gleichzeitig Fußballfan ist, na dann, ran an den Speck, viel Spaß!
 
Was haben "wir" also davon, wenn wir unsere Moralvorstellungen, unsere Neid- und Missgunst-Haltung auf einen anderen Sport übertragen wollen, in dem alles "funktioniert"? Sollten wir uns in Las Vegas an den Boxring stellen, und laut schreien, "dass die mal strengere Doping-Kontrollen machen sollten, so wie im Radsport?" Wenn in anderen Sportarten das Thema Doping nur halbherzig gelebt wird, dann ist es schlicht und ergreifend deren gutes Recht.
Hm... ich glaube ein großer Teil will gar nicht, dass unser Dopingsystem auf andere übertragen werden soll, sondern dass Radsport nicht als die Dopingsportart Nr.1 dargestellt wird, weil es eben woanders nicht viel besser ist. Dass man dann auch immer noch von Anhängern dieser anderen Sportarten (wie z.B. Fußball) sich anhören muss, ihr Doper usw. führt dann zu diesen vermeintlichen erhobenen Zeigefinger.
 
Das mit dem Fußball driftet leicht so ein bisschen in Whataboutism ab: "Wir armen Radsportler, guckt Euch doch mal den Fußball an, testet da mal mehr!"

Der Fußball funktioniert als System aber gut, alle sind zufrieden, auch die Fans ("Umsatz"). Siehe Vuskovic, die eigenen Fans halten es für eine Verschwörung, der Verein hält zu ihm, und bei den anderen Mannschaften sieht man auch keine erhobenen Zeigefinger.

Anders beim Radsport, hier lechzen doch alle (Fans) nur danach, dass bei Pogi oder UAE irgendwann etwas auffliegt, und dann geht's rund: Enttäuschung, Boykott (nicht nur von den Medien), Fans rennen mit Ärztekitteln wieder hinter den Sportlern her, und das Forum muss 3 neue Mods einstellen.

Eine Sportart ist immer das, was sie selbst aus sich macht, und der Fußball ist nunmal stabil. Da reibt man sich an schlechten Leistungen von Trainern und Spielern auf, weitere Themen sind Videobeweis, Pyro, Stadionverbot und Sponsoren/Budgets.. und wenn diese wieder gut ist, ist alles fein. Der Sieg über den (verhassten) Gegner zählt mehr als das "Wie". Fans zahlen Eintritt, 50-100 Euro für die TV-Übertragungen, das Gleiche nochmal für Merchandise, löppt.

Was haben "wir" also davon, wenn wir unsere Moralvorstellungen, unsere Neid- und Missgunst-Haltung auf einen anderen Sport übertragen wollen, in dem alles "funktioniert"? Sollten wir uns in Las Vegas an den Boxring stellen, und laut schreien, "dass die mal strengere Doping-Kontrollen machen sollten, so wie im Radsport?" Wenn in anderen Sportarten das Thema Doping nur halbherzig gelebt wird, dann ist es schlicht und ergreifend deren gutes Recht.

Wir sollten uns etwas mehr auf uns konzentrieren, und was wir von unserem Sport wollen, welche Standards - nicht von anderen Sportarten, die uns nichts angehen. Und wenn man gleichzeitig Fußballfan ist, na dann, ran an den Speck, viel Spaß!
Mit der Einstellung kann man sich hervorragend Despoten, Diktatoren oder den Potus schönreden. Läuft ja bei den Jungs im Land, sind doch alle zufrieden in Afghanistan und es beschwert sich keiner, lasst ihnen doch ihr „Glück“.

Auch wenn das jetzt natürlich sehr stark überspitzt dargestellt ist, aber zumindest auf Deutschland bezogen, haben wir nunmal mehr oder weniger die gleiche ethische und moralische Vorstellung was den Sport anbetrifft und nur weil sich ein Sport in diesem Land besonders gut belügt und das Viele gut finden bzw. den Meisten schlicht überhaupt nicht bewusst ist (Stichwort Unwissenheit schützt manchmal auch), heißt es nicht, dass man das kritiklos hinnehmen sollte. Um die beste Band der Welt zu zitieren, „es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt“. 😉
 
sondern dass Radsport nicht als die Dopingsportart Nr.1 dargestellt wird, weil es eben woanders nicht viel besser ist. Dass man dann auch immer noch von Anhängern dieser anderen Sportarten (wie z.B. Fußball) sich anhören muss, ihr Doper usw. führt dann zu diesen vermeintlichen erhobenen Zeigefinger.
Das ist doch genau was ich gemeint habe. Das Label der Dopingsportart Nr.1 hat sich der Radsport bravurös auf nachhaltigste Art und Weise selbst auf die Stirn tätowiert. Das wird dem Radsport nicht aus Boshaftigkeit von anderen Sportfans nachgesagt, das hat er ganz alleine geschafft.

Das Jammern über die (selbst herbeigeführte) Ungerechtigkeit und das Aufzeigen der Verfehlungen anderer wird wenig zur Lösung des Problems beitragen, so lese ich den Beitrag vom Teutonen. Einen konkreten Zusammenhang mit Diktatoren und Afghanistan habe ich da jetzt nicht herauslesen können 😄
 
Das mit dem Fußball driftet leicht so ein bisschen in Whataboutism ab: "Wir armen Radsportler, guckt Euch doch mal den Fußball an, testet da mal mehr!"

Wenn die NADA eine Risikoabwägung vornimmt & Fußball oder auch Tennis da absurderweise als weniger gefährdet als Radsport einstufen, hat das ja wenig mit der Einstellung der Fans zu tun, sondern gravierende Auswirkungen auf Sportler & den Sport.
 
Das Jammern über die (selbst herbeigeführte) Ungerechtigkeit und das Aufzeigen der Verfehlungen anderer wird wenig zur Lösung des Problems beitragen, so lese ich den Beitrag vom Teutonen.

Rein logisch und der Begründung der NADA folgend, hätte der Radsport besser daran getan, gar nicht zu testen und offensichtliche Doping-Vergehen & -Beichten zu ignorieren. Dann gäbe es keine Doping-Historie und man würde als geringer gefährdet eingestuft > daraus folgend weniger Tests > daraus folgen weniger Dopingvergehen ...

Wie gesagt: absurd.
 
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