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Mittelgebirgsclassique

Ich nähme es wie es kommt. Klar bis 2200 am Donnerstag. Ich pack ein, ein Schlafsack und eine Luftmatratze denke ich.
 
@MirkoS : Auf der Website gab es einen Aufruf, dass noch Helfer gesucht werden. Vielleicht ist das ja was wenn Du sowieso da sein willst?
Da hätte ich mega Bock drauf gehabt. Ich wollte eigentlich unbedingt im CP2 aushelfen, aber ich arbeite Schicht und kann in der Zeit kein Urlaub nehmen. Zusammen mit Arbeit ist helfen dann leider zu krass. Auch weil ich eine Woche danach dann auch einen Ultra fahre und meine Family nicht zwei Wochen alleine lassen will.
 
Woah guter Plan! Also zwei mal durchfahren bis zum Checkpoint?
Yes, das ist der Plan. Bis CP1 traue ich mir mittlerweile echt zu. Bis CP2 wird sich dann entscheiden ob der Plan so funktioniert. Jura scheppert halt richtig rein. Das letzte Stück hat dann nochmal über 400km. Mit der Belastung von 2 Tagen in den Beinen geht man da sicher nicht mehr frisch rein. Davor habe ich am meisten Respekt. Hoffentlich schiebt dann die Motivation, es fast geschafft zu haben nochmal ordentlich. Zur Not werde ich zwischendurch eine Unterkunft buchen oder einen Nap mit Rettungsdecke machen. Möglichst leicht zu sein ist ein größerer Luxus als mit Matte und Schlafsack überall pennen zu können.
 
Yes, das ist der Plan. Bis CP1 traue ich mir mittlerweile echt zu. Bis CP2 wird sich dann entscheiden ob der Plan so funktioniert. Jura scheppert halt richtig rein. Das letzte Stück hat dann nochmal über 400km. Mit der Belastung von 2 Tagen in den Beinen geht man da sicher nicht mehr frisch rein. Davor habe ich am meisten Respekt. Hoffentlich schiebt dann die Motivation, es fast geschafft zu haben nochmal ordentlich. Zur Not werde ich zwischendurch eine Unterkunft buchen oder einen Nap mit Rettungsdecke machen. Möglichst leicht zu sein ist ein größerer Luxus als mit Matte und Schlafsack überall pennen zu können.

Ja würde das nächste Mal auch mit viel weniger Gepäck an den Start gehen. Ich hatte bisher allerdings auch immer sicher einen Top5 Platz im Setup-Gewicht. Ich werde sehr gespannt Dotwatchen!
 
Kürze Frage, gibt es ein Signal oder ähnliches group chat für die Teilnehmer*innen? Ich habe das gesehen bei anderen Ultra Events.
 
Kürze Frage, gibt es ein Signal oder ähnliches group chat für die Teilnehmer*innen? Ich habe das gesehen bei anderen Ultra Events.
Da ist mir nichts bekannt. Im Rider Manual bzw. in einer Infomail würde das sonst sicher erwähnt werden. Ist aber eigentlich ne gute Idee. Ich frage gern mal bei Markus nach...
 
Mittlerweile steht die finale Strecke in komoot und per Mail zur Verfügung. Gegenüber dem zweiten Preview quert die Strecke jetzt doch schon bei Rastatt den Rhein, führt dann aber wegen der Baustelle dennoch nicht über Gernsbach. Ansonsten sehe ich keine Änderungen. Nur der Blauen-Gipfel ist raus, aber das war er beim zweiten Preview schon.

Hut ab vor allen, die diese Strecke mit Tempo fahren! Ich freue mich auf die Wettbewerber um die rote Laterne ;)
 
Wahnsinn, was da wieder an der Spitze geleistet wird / wurde! Aber auch allen restlichen größten Rspekt, scheinen nicht gerade sommerliche Temperaturen vorzuherrschen. Adam Bialek scheint DNF zu sein, der Tracker bewegt sich zumindest seit 18h nicht mehr... 🤔
 
🤔... Adam Bialek scheint DNF zu sein, der Tracker bewegt sich zumindest seit 18h nicht mehr... 🤔

Hoffentlich ist ihm nix passiert 🤔😟

Der Tracker bewegt sich seit gestern Morgen nicht. Und in dotwatcher-Liste stehen seine Zeiten unverändert, nur seine Position wandert durch nach hinten. Das ist irgendwie seltsam.
 
Hoffentlich ist ihm nix passiert 🤔😟

Der Tracker bewegt sich seit gestern Morgen nicht. Und in dotwatcher-Liste stehen seine Zeiten unverändert, nur seine Position wandert durch nach hinten. Das ist irgendwie seltsam.
Ihm ist wohl an dieser Stelle ein Dachs über den Weg gerannt, dem er dann ausgewichen ist, aber ein Sturz nicht verhindern konnte. Dabei ging der Tracker wohl kaputt. Er selbst ist noch auf P3 zu Ende gefahren, ging wohl alles glimpflich aus. Hab ich gestern in einem Podcast von der Organisatoren gehört...
 
Wie ist es euch denn ergangen?
Schreibt doch Mal kurz eure Eindrücke.
Gruß
 
Ich mach mal den Anfang. MGC 2026 war mein Debüt in Sachen Ultra.
Habe ich es mir schwer vorgestellt? Ja.
Habe ich es mir so schwer vorgestellt? Jein.

Ja, weil die Höhenmeter für sich sprechen und es klar war, dass die Kraft mit der Zeit nachlässt.
Nein, weil ich am Ende wirklich zu kämpfen hatte. Ich hab einfach kein Druck mehr aufs Pedal bekommen. Der Körper hat auf Notbetrieb umgestellt. Tag 1: da läufts wohl bei den meisten super. Man ist frisch, heiß und hat Kraft. Tag 2 sah schon anders aus. Das Wetter fand ich gar nicht so schlimm. Die steilen, recht langen Anstiege in der Schweiz haben mir aber echt den Zahn gezogen. 43/30 und 10/33 waren nicht die optimale Übersetzung. Tag 3: Wäre ich Mal 955,2 Meter weiter gefahren, da hätte ich eine besser Übernachtungsmöglichkeit gehabt, statt das Bushäuschen mit Scherben auf den Boden und harten Durchgangsverkehr. Ab Biche dachte ich: Diggi nur noch 110km bis zum Schloss. Das ist easy. Aber es ging kaum noch was, obwohl man bis zum Kalmit nicht mehr klettern musste. Aber der Poppes tat weh, die Motivation war auf dem Tiefststand. Irgendwie hat man sich durch den Pfälzer Wald gequält, den Kalmit hoch und dann war's geschafft. Das Gefühl schwankte zwischen Leere und Stolz. Es hat sich in jedem Fall super angefühlt.

Ich hab eine Menge gelernt: Bessere Verpflegung, weniger Gedöns am Rad. Andere Übersetzung.

Ansonsten lief es nahezu perfekt. Mein Ziel Sub 96h mit etwas über 88h klar erreicht. Kein Sturz, keine Defekte, nicht zu tief gegangen, sondern wohl dosiert gefahren, so dass man die (Tor)Tour auch genießen konnte. Tolle Leute (Starter, Volunteers und "Gastgeber") kennengelernt und nun endlich im erlauchten Kreis der "Ultras" angekommen.

Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich genau das bekommen habe, was ich bestellt hatte.

Grüße aus Hamburg, es war mir eine Ehre.
 
Meines Erachtens hätte ich mir folgendes sparen können: Sleeping Gear komplett, da ich 1 Nacht am CP1 gepennt habe, 1 Nacht in Hotel und nur die letzte Nacht im reudigen Bushäuschen.
Schlafsack. Stattdessen Bivi + Radklamotten und Nano Puff, wäre warm genug gewesen.
Schlafsack Inlett: WTF (mein Gedanke war: Igitt, verschwitzt in den Schlafsack) + Isomatte (die Schwere von Decathlon).
Lesebrille, zu viel Verpflegung am Start (unterwegs gab's ja genug Einkaufsmöglichkeiten) 1 Satz zusätzliche Radklamotten (stattdessen nur eine Extra Bib), 1 Schlauch, statt 2 (hatte genug Patches mit), Zippertüte mit 1. Hilfe-Sachen, wie Mullbinde, Pflaster etc. (Ok, im Notfall wäre das hilfreich gewesen).

Das Meiste davon passt in die Kategorie "Rückschaufehler", weil ich es rückblickend nicht benötigt haben. Die Tour hat sich über die Tage halt dahingehend entwickelt, dass ich keine Verwendung dafür hatte. Ich hätte mir auch eine Strategie zurechtlegen können, die die Schlafsachen überflüssig gemacht hätte. Ich wollte aber so unabhängig möglich sein. Das hat seinen (Gewichts)Preis....und mir fehlte die Erfahrung. Aber alles in allem hat's gepasst..und es muss ja auch noch Luft nach oben sein. 😉
 
Das Meiste davon passt in die Kategorie "Rückschaufehler", weil ich es rückblickend nicht benötigt haben. Die Tour hat sich über die Tage halt dahingehend entwickelt, dass ich keine Verwendung dafür hatte.
Nur weil du was nicht gebraucht hast, bedeutet nicht, dass es unnötig ist. Es war gutes Wetter, du hattest offenbar keine technischen Probleme und auch keinen Unfall. Das kann beim nächsten Mal anders sein, und dann hast du hoffentlich auch Sachen dabei, die du diesmal nicht gebraucht hast.
 
Nur weil du was nicht gebraucht hast, bedeutet nicht, dass es unnötig ist. Es war gutes Wetter, du hattest offenbar keine technischen Probleme und auch keinen Unfall. Das kann beim nächsten Mal anders sein, und dann hast du hoffentlich auch Sachen dabei, die du diesmal nicht gebraucht hast.
Deswegen verweist Gravelnder ja auf "die Kategorie 'Rückschaufehler'".
 
Ich kann mich dem Gravelndem nur anschließen. Für mich wars der zweite Ultra, nach einem 600km Gravel Event letztes Jahr.

Die Vorbereitung war zwar stressig aber bis um verlassen des Airbnbs um 5 am Sonntag lief alles glatt. Dann fiel mir auf dass mein Rucksack (inkl Tracker, ...) noch in der Wohnung liegt und ich mich ausgeschlossen habe. Das Problem konnte aber zum Glück nach kurzem hantieren mit dem Perso gelöst werden. Danach war ich auf jeden Fall schonmal warm.

Tag 1 lief soweit gut, dass ich zwar an ein paar Anstiegen ordentlich gelitten habe, aber am Ende um 2 den Checkpoint erreichte. Nach ein bisschen Schlaf gings dann in die traumhaft schöne Schweiz. Ein paar Mal musste ich mich unterstellen aber sonst war der Regen voll in Ordnung. Kurz vorm Chasseral zog dann ein Gewitter rüber und innerhalb von 2 Minuten war die ganze Straße weiß vom Hagel. Beim unterstellen fiel mir auf dass mein Handy nicht mehr lädt und noch 10 Prozent hat. Also panisch alle Tracks auf den Wahoo gezogen und das Handy ausgemacht. Handy blieb dann auch für die restlichen 2 1/2 Tage aus, am Ende war aber zum Glück nur das Kabel kaputt. Die Kombi aus Weissenstein, Chasseral und dem Anstieg beim Grenzübertritt war sehr zermürbend und mit 34/34 bin ich jeden Anstieg mit 50 Umdrehungen hochgeschlichen.
Die zweite Nacht habe ich draußen geschlafen und zum Glück waren die Anstiege in den Vogesen etwas gnädiger. Nur am Grand Ballon hats mir den Stecker gezogen. Am Ende vom dritten Tag waren meine Achillessehnen ziemlich gereizt und nach einer weiteren Nacht in einer Bushaltestelle gings die restlichen 220 Kilometer in Schonhaltung ins Ziel. Der mentale Verfall und die wiederkehrenden Begegnungen mit anderen Fahrern haben den letzten Tag dann aber irgendwie erträglich gemacht.

Am Ende waren es 86h und eine sehr angenehme Zufriedenheit im Ziel.
Ich finde man kann die Veranstalter nicht genug loben, jede Person vom Orgateam war wirklich extrem herzlich und zuvorkommend. Aber auch alle anderen Interaktionen mit den anderen Teilnehmern waren durchweg schön.

Für die Zukunft werde ich mir mehr Gels einpacken aber sonst lief die Verpflegung mit Zucker in den Flaschen und einer warmen Mahlzeit am Tag ziemlich gut. Und eine leichtere Übersetzung wäre praktisch.
 

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