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Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert

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Re: Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert
Ich weiß ja nicht, wie Du groß geworden oder Deine Jugend und Studentenzeit verbracht hast, dass Du jetzt mit einem solchen Spießertum daherkommst.

Leben und leben lassen und nicht immer gleich allen was verbieten wollen, nur weil es für einen selbst nichts ist.
Was hat die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft zu tun? Nur weil etwas früher gemacht wurde, muss man es heute immer noch machen? Interessante Einstellung zum Leben. Wenn du seit deiner Jugend nicht fähig warst zu lernen, zu reflektieren, ist das sehr schade, das tut mir sehr leid für dich.

Spießertum sehe ich mal aus Auszeichnung, wenn einem nichts mehr einfällt wird es inhaltlich einfach, schade das anscheinend nichts mit mehr Inhalt, oder überhaupt Inhalt von dir kommt.
 
Promillegrenzen existieren. Die einzigen die diese als Affront empfinden scheinen Leute zu sein die ihre eigenen, engeren, Grenzen gerne auch allen anderen aufdrücken würden. Hatten wir das Thema Kopftuch eigentlich schon?
Wow, jetzt bin ich beeindruckt.
 
Ach weißt du, ich bin da einfach egoistisch:

Ich möchte nicht auf Straßen radfahren auf denen noch mehr betrunkene Autofahrer sind als sowieso schon der Fall ist. Auch wenn dafür im Austausch weniger betrunkene Radfahrer ihr Unwesen treiben. Nur weil sich irgendwelche Maximalforderungsfantasten durchgesetzt haben denen der Gedanke "don't let perfect be the enemy of good" leider völlig fremd ist.
Ach so, du meinst: wenn jetzt die Promillegrenze für Radfahrer runtergesetzt wird, dann fahren die Leute eben wieder betrunken Auto (statt das Rad zu nehmen)???
 
Ich wohne in der schönen Pfalz, hier ist Alkohol allgegenwärtig. Die ganze Region lebt davon, die Gastronomie, die Tourismusbranche. Alkohol ist Kultur, jeder hier wächst damit auf. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Alkoholabhängigen oder Autounfall, verursacht durch Alkohol, geschweige denn einen Alkohol-verursachten Fahrradunfall gesehen oder davon gehört.
Die hiesigen Unfallkatastrophen wurden durch Sportwagen von Auswärtigen verursacht, die in der schönen Pfalz verträumte Landsträßchen ballern wollten. Auch Motorradfahrer sterben im Pfälzerwald wie die Fliegen, ganz sicher ohne Alkohol.
Wer keinen Alkohol mag fürchtet meistens den Kontrollverlust. Nicht umsonst gibt es Karneval, Feste, Kirmes wo die Menschen aus sich raus gehen wollen und dürfen. Das ist enorm wichtig
für die Birne. Wieviel Musik und sonstige Kultur
entstanden denn unter Drogen-und Alkoholeinfluss? So um die 99,5 %?
Bei uns heißt es Leben und Leben lassen, deswegen haben wir auch die wunderbare Johannisbeer-Schorle erfunden.
 
Wieviel Musik und sonstige Kultur
entstanden denn unter Drogen-und Alkoholeinfluss? So um die 99,5 %?
Das würde jetzt sehr vom Thema wegführen, aber ich denke, hier bist du komplett auf dem Holzweg.


Ansonsten: ob kleinste Mengen Alkohol bereits schädlich sind, wird kontrovers dikutiert. Da wird die Wahrheit nicht in Stein gemeißelt sein. Und was du zur schönen Pfalz schreibst, beschreibt ja so n bisschen das Setting, mit dem sich viele ihren problematischen Umgang mit Alkohol schönreden (ich meine ausdrücklich nicht dich): ist halt Kultur, der gute Tropfen, usw. usf. - Stimmt ja auch alles; die Sucht ist trotzdem nicht weit.
 
Ach so, du meinst: wenn jetzt die Promillegrenze für Radfahrer runtergesetzt wird, dann fahren die Leute eben wieder betrunken Auto (statt das Rad zu nehmen)???
Wenn es gleich gestellt werden würde (ja, davon ist der Vorschlag aus dem Artikel zum Glück weit entfernt), dann würde das ganz sicher so geschehen. Natürlich würde nicht jede angetrunkene Radfahrt durch eine abweichende Autofahrt ersetzt werden, aber einige ganz bestimmt. Wie gesagt, es geht mir nicht um die 1,1 aus dem Artikel sondern um die Gleichsetzerei durch "es ist nicht gut, Punkt".
 
Was hat die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft zu tun? Nur weil etwas früher gemacht wurde, muss man es heute immer noch machen? Interessante Einstellung zum Leben. Wenn du seit deiner Jugend nicht fähig warst zu lernen, zu reflektieren, ist das sehr schade, das tut mir sehr leid für dich.

Spießertum sehe ich mal aus Auszeichnung, wenn einem nichts mehr einfällt wird es inhaltlich einfach, schade das anscheinend nichts mit mehr Inhalt, oder überhaupt Inhalt von dir kommt.

Ok, dann hast Du die Auszeichnung als Spießer wahrlich verdient. 😉

Oh doch, ich habe seit der Jugend und Studienzeit viel gelernt und reflektiert, aber ich habe dabei auch nicht den Spaß begraben, zerbrich Dir darüber bloß nicht so sehr den Kopf, dass ich Dir leid tue.

Ich denke wie bei vielem im Leben macht die Dosis das Gift.

Angeheitert auf dem Rad gewesen. —> Klar, aber nicht sturz betrunken.

Auf ner kurvigen Landstraße im Cabrio das Gaspedal mal ein bisschen weiter runtergedrückt. —> Auf jeden Fall, aber nicht so sehr, dass ich den Lappen gleich hätte abgeben müssen.

Wenn man was haben wollte (Bike/Urlaub/Auto/etc.) viel mehr Geld rausgehauen als vernünftig gewesen wäre. —> Des öfteren, aber dennoch nicht so viel, dass gleich die Insolvenz droht.


Ich denke nicht, dass ich dadurch eine Gefährdung für die Gesellschaft bin.😉😂
 
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Natürlich würde nicht jede angetrunkene Radfahrt durch eine abweichende Autofahrt ersetzt werden, aber einige ganz bestimmt.
Das ist dann das allgegenwärtige Problem "Menschen fahren betrunken Auto" und ist in dem Kontext halt nur ne alberne Nebelkerze.
 
Wenn ab 0,8 Promille grobe Koordinations- und Reaktionsprobleme messbar zunehmen, sollte man das als Grenze einführen.
Tja, wenn.... nur, dem ist nich so! Bei einigen sind bereits 0.5 Promille "zuviel", andere sind auch mit 1.0 noch bezüglich Koordination und Reaktionsgeschwindigkeit top.
Ich unterstützte die derzeitigen Gesetze bezüglich Autofahrer/Motorradfahrer vollumfänglich, weil insbesondere ein schweres Auto unter Suff zur unkontrollierten Waffe wird. Ich bin aber strikt dagegen, eine individuelle Riskoabwägung für sich selbst nicht mehr treffen zu dürfen, und mit dem muskelbetriebenen Fahrrad nicht mehr einen gewissen individuellen Freiraum zu haben.
Was die Verschärfer schlicht nicht erwähnen, ist, wie lächerlich wenig Unfälle darauf zurückzuführen sind. Und weil sie Verschärfer sind, ist so etwas auch immer nur der Anfang; erst ist 1.1 eine Ordnungswidrigkeit, dann eine Straftat, dann wird man den Wert auf 0.8 herunterbringen, und dann wird man feststellen, daß es doch "ungerecht" sei, wenn Autofahrer bereits bei 0.5 die Karre stehenlassen müssen, und auch bei Fahrrädern auf 0.5 gehen wollen - daher: Nein, ich bin strikt dagegen, die bisherige Regelung zu ändern. Wichtiger wäre m.E., häufiger Alkoholkontrollen bei Autofahrern durchzuführen! Und, ja, wer besoffen Auto fährt, ist ein A***loch!
 
Auf dem Land fährt man doch nach wie vor über den Acker mit dem Auto nach Hause. Ist ja eh keiner da und regelmäßiges Training hilft dann auch bei dem sicheren Fahren.

So oder so ähnlich habe ich es oft genug von Leuten gehört, die "draußen" auf dem Land wohnen.
Blödsinn, mach hier (fast) niemand. Selbst an Karneval erwischt die Rennleitung nur wenige Unbelehrbare; die meisten sprechen sich ab, daß einer halt "trocken" bleibt, oder schmeißen für ein Taxi zusammen, oder fahren halt mit dem Rad, ohne die derzeitige Obergrenze von 1.6 Promille auszureizen (wer so viel säuft, hat vermutlich ein echtes Alkoholproblem...).
 
Dass es überhaupt zulässig ist, mit irgendeinem messbaren Alkoholgehalt am Straßenverkehr teilzunehmen, ist etwas, das ich niemals begreifen werden.
dumm nur, daß jeder von uns einen meßbaren "Alkoholgehalt" hat... alles eine Frage der Analytik. Genau deshalb hat der Gesetzgeber ja Grenzwerte definiert - ob die sinnvoll sind, kann man sicher diskutieren. Jeder Mensch produziert geringe Mengen Ethanol, und es gibt auch noch das Phänomen der "Eigenbrauer"...
 
Tja, wenn.... nur, dem ist nich so! Bei einigen sind bereits 0.5 Promille "zuviel", andere sind auch mit 1.0 noch bezüglich Koordination und Reaktionsgeschwindigkeit top.
Deswegen ja 0,8 als Mittelwert ;)

Bei so einer Argumentation frag ich mich immer: warum will man unbedingt mit mehr als 1 Promille radfahren wollen?
 
Man muss bedenken, dass Deutschland beim Alkohol ein Hochkonsum-Land ist. Personen über 15 Jahren konsumieren pro Kopf und Jahr fast 13 Liter Reinalkohol. Der weltweite Durchschnitt liegt bei ungefähr der Hälfte. Alkoholkonsum führt im Straßenverkehr jedes Jahr zu mehreren Hundert Toten und Tausenden Verletzten. Das hat nicht nur Folgen für die unmittelbar Betroffenen, sondern sorgt auch für erhebliche volkswirtschaftliche Kosten, z.B. durch AU und in der Gesundheitsversorgung. Außerdem sorgt es für viel Leid, z.B. in den Familien der Opfer.

Es wäre schön, wenn man auf solche Regelungen wie Promillegrenzen gänzlich verzichten könnte, leider muss man aber manche Individuen vor sich selbst und die Gesellschaft als Ganzes vor den Folgen des Alkohols besser schützen. Das gilt btw. nicht nur für den Verkehr, auch für andere Bereiche, denn Alkohol
  • sorgt pro Jahr in D. für fast 50.000 direkt zurechenbare Todesfälle
  • ist nach WHO-Angaben bei ein Drittel aller Todesfälle durch Verletzungen und Unfälle ursächlich
  • ist nach Schätzungen bei einem Drittel aller Krebserkrankungen eine von mehreren Ursachen
  • ist schon in geringen Mengen ein wesentlicher Risikofaktor für viele weitere Erkrankungen, einschließlich Demenz.

Nichts gegen ein gepflegtes Bier oder ein gutes Glas Wein, aber in D. wird nach wie vor einfach zu viel getrunken.
All' diese Zahlen sind hochgradig fragwürdig - ist so. Ja, Alkohol ist ein Zellgift, und v.a. seine Abbauprodukte wie Acetaldehyd. Ändert nix daran, daß die von der WHO herbeidelirierten Zahlen nicht von der Realität gedeckt sind. Wenn man all' die vermeintlichen Noxen für Krebs zusammenzählt, ist man so bei 160%. Dummerweise ist Krebs aber eben in erster Linie a) eine Strafe für Mehrzelligkeit (Krebs bei Amöbe=zwei Amöben) b) eine Funktion der Lebenszeit/Anzahl von Replikationszyklen - stochastisch nimmt einfach die Chance zu, daß eine Zellteilung "schief geht" und nicht Apoptosis eingeleitet wird c) eine zynische Lotterie - gibt Leute, die "gesund gelebt" haben, und mit 50 vom Krebs aufgefressen werden, und den glücklich-neunzigjährigen Rauchsäufer...
Das Entscheidende ist aber: FREIHEIT des Individuums, über sich selbst zu verfügen. Wer also sich kaputt machen will, der darf das tun, solange er nicht Dritte mit 'reinzieht, z.B. betrunken mit dem fetten SUV Leute totfährt.
 
All' diese Zahlen sind hochgradig fragwürdig - ist so. Ja, Alkohol ist ein Zellgift, und v.a. seine Abbauprodukte wie Acetaldehyd. Ändert nix daran, daß die von der WHO herbeidelirierten Zahlen nicht von der Realität gedeckt sind. Wenn man all' die vermeintlichen Noxen für Krebs zusammenzählt, ist man so bei 160%. Dummerweise ist Krebs aber eben in erster Linie a) eine Strafe für Mehrzelligkeit (Krebs bei Amöbe=zwei Amöben) b) eine Funktion der Lebenszeit/Anzahl von Replikationszyklen - stochastisch nimmt einfach die Chance zu, daß eine Zellteilung "schief geht" und nicht Apoptosis eingeleitet wird c) eine zynische Lotterie - gibt Leute, die "gesund gelebt" haben, und mit 50 vom Krebs aufgefressen werden, und den glücklich-neunzigjährigen Rauchsäufer...
Das Entscheidende ist aber: FREIHEIT des Individuums, über sich selbst zu verfügen. Wer also sich kaputt machen will, der darf das tun, solange er nicht Dritte mit 'reinzieht, z.B. betrunken mit dem fetten SUV Leute totfährt.

Im Fall tut´s auch ´n Smart!
 
Ein paar anekdotische Evidenzen zu den Folgen von Alkoholkonsum aus nächster, mittlerer und entfernter Nähe (möglichst nicht nachmachen):

Mutter: Alkoholikerin. Späterer Tod nach Magenkrebs final durch Leberkrebs und durchmetastasierte Knochen. Mit 50 Jahren Frontalcrash mit 3,3 Promille bei Landstraßentempo. Großes Glück im Unglück auf der Seite des Unfallgegners (vergleichsweise geringe Verletzung - Fußbruch - mit dennoch langwierigem und m.W. nicht ganz vollständigem Heilungsverlauf).

Vater: Strammer Feierabendsäufer. Späterer Tod nach Nierenkrebs final durch Leberkrebs. Gern mal beschwipst das Lenkrad gedreht.

Tante: Heftige Monats-/ Quartalssäuferin. Späterer Tod durch Leberleiden.

Alle drei sind schon in der Mitte ihres Lebens den sozialen Tod gestorben und haben mit dem Alkoholpflug eine Schneise der kollateralen Verwüstung durch ihr familiäres Habitat geschlagen.

Sehr entfernter Bekannter: Paar. Ehe langsam kaputt. Auseinandergelebt. Scheidung eingereicht. In Trennung gelebt. Finaler Scheidungstermin. Frau erscheint am Morgen nicht vor Gericht. Rätselraten. Tochter wird angerufen. Geht zu ihr nach hause. Niemand öffnet. Tochter betritt das Haus. Mutter liegt mit starken Kopf-/ Genickverletzungen tot am Fuße der Treppe. Abends mit Freundinnen die baldige Freiheit gefeiert und gesoffen. Treppensturz. Voller Ironie: Der eigentlich fast Geschiedene hat jetzt Witwenrentenanspruch.

Eine 0,1 Promille Bagatellgrenze wäre sicher der beste Kompromiss, um die schadhafte Wirkung der Verkehrsteilnahme gesellschaftlich zu sanktionieren. Die verschiedenen Strafminderungsstufen der Schuldfähigkeit bis hin zur Schuldunfähigkeit gehören spätestens ab dem Erwachsenenalter ersatzlos abgeschafft. Der Prozess der Betrunkenwerdens wird in fast allen Fällen vom Besoffenen selbst aktiv oral herbeigeführt und nur sehr selten oral oder rektal fremdverabreicht.

Kampagnenvorschlag für mehr Fremd- und Eigenschutz: "Willst du saufen, darfst du höchstens noch ein kleines Stückchen laufen!"

Prost! :bier:
Solche Anekdoten findest Du auch bei Rasern, oder bei Kampfradlern. Deshalb Tempolimit 80km/h und Verbot des Radfahrens?
Grundsätzlich ist es wenig sinnvoll, Extreme als Argumentationsgrundlage für gesellschaftliche Entscheidungen zu verwenden...
 
Auch an dich: aber eine Zahl willst du nicht nennen? Ist es besser oder schlechter oder exakt gleich schlecht wenn jemand angetrunken Auto statt Rad fährt?
Am Ende ist neben der Eintrittswahrscheinlichkeit wohl, wenn man verallgemeinernd schlußfolgern wollte, die übertragene kinetische Energie die entscheidende Größe. Und die steigt linear mit der Masse und quadratisch mit der Geschwindigkeit. Insofern braucht man kein Physikstudium, um zurecht zu postulieren, daß von einem Radfahrer mit Systemgewicht 90kg und vielleicht zwanzig Stundenkilometern nicht einmal ein Bruchteil der Gefahr ausgeht wie von einem mit Auto fahrenden (Systemgewicht +1100kg) Säufer. Mindestens zehnfaches Gewicht und schon bei ~60km/h das HUNDERTFACHE an kinetischer Energie... insofern hast Du vollkommen recht!
 
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