• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert

Zuletzt bearbeitet:

Anzeige

Re: Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert
Ich bin dafür, dass wir für alle Verkehrsteilnehmer eine 0,0‑Promille‑Grenze einführen.
Auch Fußgänger sind Verkehrsteilnehmer und müsen sich an die STVO halten. Fußgänger können Dir auch besoffen vors Auto oder vors Fahrrad laufen.

Mir hat mal ein besoffener Fußballfan den Spiegel von meinem parkendem Auto abgerissen. Nüchtern wäre das sicherlich nicht passiert. Ohne Alkohol gäbe es sicherlich auch weniger Gewalttaten rund um Fußballspiele. Anscheinend kann man ja Fußball nur betrunken ertragen ...
 
Ein paar anekdotische Evidenzen zu den Folgen von Alkoholkonsum aus nächster, mittlerer und entfernter Nähe (möglichst nicht nachmachen):

Mutter: Alkoholikerin. Späterer Tod nach Magenkrebs final durch Leberkrebs und durchmetastasierte Knochen. Mit 50 Jahren Frontalcrash mit 3,3 Promille bei Landstraßentempo. Großes Glück im Unglück auf der Seite des Unfallgegners (vergleichsweise geringe Verletzung - Fußbruch - mit dennoch langwierigem und m.W. nicht ganz vollständigem Heilungsverlauf).

Vater: Strammer Feierabendsäufer. Späterer Tod nach Nierenkrebs final durch Leberkrebs. Gern mal beschwipst das Lenkrad gedreht.

Tante: Heftige Monats-/ Quartalssäuferin. Späterer Tod durch Leberleiden.

Alle drei sind schon in der Mitte ihres Lebens den sozialen Tod gestorben und haben mit dem Alkoholpflug eine Schneise der kollateralen Verwüstung durch ihr familiäres Habitat geschlagen.

Sehr entfernter Bekannter: Paar. Ehe langsam kaputt. Auseinandergelebt. Scheidung eingereicht. In Trennung gelebt. Finaler Scheidungstermin. Frau erscheint am Morgen nicht vor Gericht. Rätselraten. Tochter wird angerufen. Geht zu ihr nach hause. Niemand öffnet. Tochter betritt das Haus. Mutter liegt mit starken Kopf-/ Genickverletzungen tot am Fuße der Treppe. Abends mit Freundinnen die baldige Freiheit gefeiert und gesoffen. Treppensturz. Voller Ironie: Der eigentlich fast Geschiedene hat jetzt Witwenrentenanspruch.

Eine 0,1 Promille Bagatellgrenze wäre sicher der beste Kompromiss, um die schadhafte Wirkung der Verkehrsteilnahme gesellschaftlich zu sanktionieren. Die verschiedenen Strafminderungsstufen der Schuldfähigkeit bis hin zur Schuldunfähigkeit gehören spätestens ab dem Erwachsenenalter ersatzlos abgeschafft. Der Prozess der Betrunkenwerdens wird in fast allen Fällen vom Besoffenen selbst aktiv oral herbeigeführt und nur sehr selten oral oder rektal fremdverabreicht.

Kampagnenvorschlag für mehr Fremd- und Eigenschutz: "Willst du saufen, darfst du höchstens noch ein kleines Stückchen laufen!"

Prost! :bier:
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ich ja hier anscheinend im Prohibitionistenforum gelandet bin, erkläre ich mich noch mal genauer.
1. Natürlich ist es nicht okay, betrunken oder angetrunken mit einem Kfz und in den meisten Situationen auch mit einem Fahrrad oder vergleichbaren Gefährt am Straßenverkehr teilzunehmen.
2. Leicht alkoholisiert bedeutet für mich der Zustand, in dem man zwar eine geringe Menge Alkohol im Blut hat, diese aber noch nahezu keine Auswirkungen auf Körper und Geist zeigt. Sagen wir mal nach einem Radler, oder einem kleinem Bier. Ich persönlich fahre dann auch nur in Notfällen Auto. Nicht weil ich mich dazu nicht im nötigen Maß in der Lage sehe, sondern um jeglichen evtl. rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen.
3. Wenn jemand meine Tochter "umgemäht" hätte, müsste über die Frage was "leicht alkoholisiert" bedeutet, nicht mehr entschieden werden. Das ist nämlich schon geregelt.
4. Es herrscht ja hier anscheinend mehrheitlich die Meinung vor, dass sich die Gefahr die von einem Fahrradfahrer für alle anderen ausgeht, exorbitant erhöht, sobald dieser auch nur eine geringe Menge Alkohol im Blut hat. Dem stimme ich nicht zu. Eine 0,0 Promille Grenze für Radfahrer ist für mich unnötig. Die derzeitigen Grenzen reichen völlig aus. Und die Forderung vom Verkehrsgerichtstag ändert am Ist-Zustand nahezu nichts, wie ich ja auch am Beispiel meines Kumpels schon gezeigt habe.

Ganz ehrlich, wenn Du erfasst hättest, was ich geschrieben habe, so im Kontext, hättest Du Dir entweder Deinen Sackgang sparen können, oder Deinen letzten Satz. Es sei denn Du beamst Dich heim.
Genau. Alle verstehen dich falsch... 👍
 
Auch Fußgänger sind Verkehrsteilnehmer und müsen sich an die STVO halten. Fußgänger können Dir auch besoffen vors Auto oder vors Fahrrad laufen.

Mir hat mal ein besoffener Fußballfan den Spiegel von meinem parkendem Auto abgerissen. Nüchtern wäre das sicherlich nicht passiert. Ohne Alkohol gäbe es sicherlich auch weniger Gewalttaten rund um Fußballspiele. Anscheinend kann man ja Fußball nur betrunken ertragen ...
Das sind doch aber zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe. Von einem betrunkenen Fußgänger geht wahrscheinlich keine Gefahr für Dritte aus, er gefährdet sich hauptsächlich selbst. Ganz anders sieht es aber aus, wenn jemand betrunken ein Fahrzeug führt und am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt. Das wird rechtlich ganz anders bewertet.
Und das von dir beschriebenen Szenario ist Vandalismus und hat mit diesem Thema hier nichts zu tun.
 
Genau, mehr Verbote müssen her.
Wehe es hockt sich einer nach der Runde mit den Kumpels, abgerundet im Biergarten mit zwei Halben noch auf's Radl.
Verstehen halt du spaßbefreiten Moralisten nicht.
Es ist ein weiterer Baustein in der Zerstörung dessen, was unsere Kultur ausgemacht hat: Überregulierung der moralisch Überlegenen, die vom Heizungskeller bis auf den nächtlichen Feldweg die Fürsorge für den Bürger übernehmen wollen. Noch engere Leitplanken, die am Ende nur für die gelten, die etwas zu verlieren haben. An anderer Stelle greift der Staat nicht mehr durch: Grillen in Grillverbotszonen wird in Frankfurt z.B. nicht mehr sanktioniert, weil das Aggressionspotential der Täter zu groß ist. Und der harmlose Opa oder Teenager auf dem Rad wird dann rausgezogen, weil er nach einer Feier ein Paar Bier genascht hat. Das ist nicht mehr meine Gesellschaft.
 
Grillen in Grillverbotszonen wird in Frankfurt z.B. nicht mehr sanktioniert, weil das Aggressionspotential der Täter zu groß ist. Und der harmlose Opa oder Teenager auf dem Rad wird dann rausgezogen, weil er nach einer Feier ein Paar Bier genascht hat. Das ist nicht mehr meine Gesellschaft.
Diesen Gedankenspagat muss man auch erstmal schaffen. Chapeau.
 
Es ist ein weiterer Baustein in der Zerstörung dessen, was unsere Kultur ausgemacht hat: Überregulierung der moralisch Überlegenen, die vom Heizungskeller bis auf den nächtlichen Feldweg die Fürsorge für den Bürger übernehmen wollen. Noch engere Leitplanken, die am Ende nur für die gelten, die etwas zu verlieren haben. An anderer Stelle greift der Staat nicht mehr durch: Grillen in Grillverbotszonen wird in Frankfurt z.B. nicht mehr sanktioniert, weil das Aggressionspotential der Täter zu groß ist. Und der harmlose Opa oder Teenager auf dem Rad wird dann rausgezogen, weil er nach einer Feier ein Paar Bier genascht hat. Das ist nicht mehr meine Gesellschaft.
Gute Reise.
 
Einer trank - er starb
Einer trank nicht - er starb auch
der, der nicht trank starb früher,
weil der, der trank ihn überfuhr
 
Es ist ein weiterer Baustein in der Zerstörung dessen, was unsere Kultur ausgemacht hat: Überregulierung der moralisch Überlegenen, die vom Heizungskeller bis auf den nächtlichen Feldweg die Fürsorge für den Bürger übernehmen wollen. Noch engere Leitplanken, die am Ende nur für die gelten, die etwas zu verlieren haben. An anderer Stelle greift der Staat nicht mehr durch: Grillen in Grillverbotszonen wird in Frankfurt z.B. nicht mehr sanktioniert, weil das Aggressionspotential der Täter zu groß ist.
Dann muss die Polizei hier anders auftreten. Hat aber doch mit dem hier diskutierten nichts zu tun.
 
Du wähntest dich doch oben in einem (Zitat) „Prohibitionistenforum“. Wusste noch nicht, dass eine einzige Person für dich ein ganzes Forum repräsentiert, aber passt schon… 👍
Also mein Sohn würde Dich jetzt fragen, ob Du mich ragebaiten willst, aber passt schon. Ich habe nicht ganz ernst gemeint von ein Prohibitionistenforum geschrieben, weil nicht wenige hier die 0,0 Promille für Radfahrer gefordert haben und Deinen Post, in dem Du auf meine Aussage reagiert hast, dem beispielhaft vorangestellt. Wenn das nicht alles Multiaccounts von Dir sind, trifft "eine einzige Person" es also nicht ganz.
 
Finde ich gut! Gerne dürfen die Grenzwerte noch weiter nach unten und gerne darf der Gesetzgeber auch eine höhere Alkoholsteuer beschließen. Alkohol ist in Deutschland vergleichsweise günstig.

Alkohol ist eine unterschätzte Droge, die gesellschaftlich einen großen Schaden anrichtet.
 
Typisch deutsche Diskussion, auf dem Dorf fährste extra mit dem Fahrrad und lässt das Auto zu Hause. Rate mal, warum vor jedem Biergarten so viele Fahradständer stehen.

Da soll die Politik lieber andere Maßnahmen ergreifen um das Land sicherer zu machen, vor einem angeheiterten Fahrradfahrer geht nicht wirklich eine Gefahr aus.😂
 
Zurück