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Adé liebe Felgenbremse, ciao ENVE

Da hat jemand vor 6 Jahren einen Laufradsatz gekauft der, dem Foto des Schadens nach, durch mangelde Sorgfalt bei der Belageinstellung und -Pflege*, frühzeitig** einen Schaden auf der Bremsflanke zeigt.
Die Felge wird seit fast 3 jahren nicht mehr hergestellt und so sind dem hersteller die Hände gebunden, was einen 1:1 Ersatz verunmöglicht.

*es ist ungewöhnlich, dass die Textur der Flanke von aussen nach innen immer stärker abgenutzt ist. Der Belag ist also augenscheinlich nicht planparallel auf die Flanke gedrückt wurden. Damit konzentriert sich die Bremshitze auf einen Bruchteil der Flanke. Durch diese konzentrierte Belastung verglast der Belag und verschleißt und überhitzt die Felge über Gebühr.
Der Schaden findet sich wahrscheinlich genau gegenüber vom Ventil. Hier kommen Carbon-Lagen zusammen und die Felge gehen bei Überhitzung wenn dann immer dort auf.

**kurz vor Corona ist nun mind. 6 Jahre her. "Früh" ist hier sehr subjektiv und niemand, ausser der TE weiß, was der LRS alles gesehen hat.

Wir haben über die Jahre viele dieser Felgen verbaut und teilweise sind die G2-Flanken über 50000km gelaufen. Sie sind nicht mehr so scharf aber immernoch gleichmäßig vorhanden.
Der gezeigte Verschleiß ist also nicht als normal einzustufen aber auch kaum dem Felgenhersteller anzulasten.
Enve hat zu keinem Zeitpunkt behauptet, auf alle Ewigkeiten Felgenverscheiß kostenfrei zu ersetzen. Aber sie haben es durchaus auch getan, wenn G1-Flanken (ohne Textur) die Hufe hochgerissen haben, konnten wir unsere Kunden durchaus mit neuen Felgen zum Nulltarif erfreuen.

Dennoch gab es vom Hersteller ein Kulanzangebot (über wahrscheinlich 50% Nachlass) für eine neue Felge aus dem aktuellem Sortiment (wenn man nett fragt, bekommt man auch eine zweite zu dem Kurs - wir haben durchaus Kunden, die nach Verschleiß oder Crash keine felgengebremsten Felgen mehr bekommen und in diesem Zuge auf Disc umrüsten)

Wir haben übrigens noch eine SES 3.4 RB 20L Vorderadfelge im Lager - falls mal einer eine im Austausch braucht. Und auch noch Bremsbeläge, die noch ne ganze Dekade reichen sollten.

Gruss, Felix
Der jemand bin ich.

Wie ich bereits schrieb:
Die Laufräder kamen insbesondere 2022-2024 zum Einsatz und durften aufgerundet etwa 10.000 km gesehen haben. Anfang 2025 ist mir der Schaden beim Frühlingsputz aufgefallen. Wir reden hier also von 3 Jahren, nicht von 6.

Ich habe das Rad pingelig gepflegt und bin diese ausgesprochen selten bei schlechtem Wetter gefahren*
(* Dieser hat allerdings 3 Ultramarathons durchgemacht. Hier gab es durchaus langanhaltende, sehr schlechte Wetterphasen. Hier mussten auch 10000de Höhenmeter Abfahrtsenergie aufgenommen werden.)

Enve hat die Kommunikation mit mir eingestellt und ich hätte - nach lieb fragen - 35% auf den aktuellen Laufradsatz bekommen.

Die Bremsen habe ich im Übrigen mehrmals und orgienartig haargenau einzustellen versucht, da es ein - offensichtlich bekanntes Problem - mit abartigen Quietschgeräuchen (das war kein Quietschen mehr, es war ein Kreischen. Da sind beim Bremsen fast die Fensterscheiben der angrenzenden Häuser zerborsten).

Ich habe hier also viel Mühe hinein gesteckt die Bremsen sehr genau auszurichten. Da zum Schluss weder ein "Ruckeln" zu vernehmen war, es keine Geräusche mehr von sich gab und die Bremsgummis auch gleichzeitig auf der Felge auftrafen, mussten diese perfekt planparallel gewesen sein.

Der Schaden tritt - auch bereits beschrieben - ganzflächig auf. Der "schlimmste" Teil ist allerdings NICHT am Ventilloch, sondern gegenüber vom Ventil.

Also jeder Absatz, den du geschrieben hast lieber @felixthewolf, ist - mit Verlaub - dahingerotzter Käse.

@MischkaBär
Das Ende vom Lied war auch nochmal eine Story, die ich bei Ausfahrten immer wieder meinen Mitstreitern belustigend vortragen kann. Aber kurzum:
Es gab lediglich einen Carbonspezialisten (von 4 Anfragen), der sich das Laufrad anschauen wollte: Reparatur möglich, allerdings mit Einbußen in Komfort und Haltbarkeit (Bremsflankenreparatur neigt später wohl zu starkem Bremsruckeln und frühzeitigerem Erhitzen?). Die Empfehlung: Da ist noch genug Fleisch drauf - damit weiterfahren. Wenn die Felge doch irgendwann einmal "aufgehen" sollte, dann blockiert es eben das Hinterrad. Man muss ja damit nicht unbedingt das RATA fahren.
 
Zuletzt bearbeitet:

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Re: Adé liebe Felgenbremse, ciao ENVE
Der jemand bin ich.

Wie ich bereits schrieb:
Die Laufräder kamen insbesondere 2022-2024 zum Einsatz und durften aufgerundet etwa 10.000 km gesehen haben. Anfang 2025 ist mir der Schaden beim Frühlingsputz aufgefallen. Wir reden hier also von 3 Jahren, nicht von 6.

Ich habe das Rad pingelig gepflegt und bin diese ausgesprochen selten bei schlechtem Wetter gefahren*
(* Dieser hat allerdings 3 Ultramarathons durchgemacht. Hier gab es durchaus langanhaltende, sehr schlechte Wetterphasen. Hier mussten auch 10000de Höhenmeter Abfahrtsenergie aufgenommen werden.)

Enve hat die Kommunikation mit mir eingestellt und ich hätte - nach lieb fragen - 35% auf den aktuellen Laufradsatz bekommen.

Die Bremsen habe ich im Übrigen mehrmals und orgienartig haargenau einzustellen versucht, da es ein - offensichtlich bekanntes Problem - mit abartigen Quietschgeräuchen (das war kein Quietschen mehr, es war ein Kreischen. Da sind beim Bremsen fast die Fensterscheiben der angrenzenden Häuser zerborsten).

Ich habe hier also viel Mühe hinein gesteckt die Bremsen sehr genau auszurichten. Da zum Schluss weder ein "Ruckeln" zu vernehmen war, es keine Geräusche mehr von sich gab und die Bremsgummis auch gleichzeitig auf der Felge auftrafen, mussten diese perfekt planparallel gewesen sein.

ich kann mir gut vorstellen, dass es unangenehm ist, neben dem vorliegenden Schaden und einer wenig befriedigenden Lösung noch zu erfahren, dass man das höchstwahrscheinlich selbst versaubeutelt hat.
Ich gestehe dir auch absolut zu, dass du das "orgeneinartig haargenau einzustellen versucht" und viel "Mühe hineingesteckt hast". Das von dir gezeigte Foto spricht aber sehr dafür dass hier der bremsbelag nicht planparallel auf die Felge getroffen ist, sondern schräg.
Mit meinem Wissen über die Fertigung von Carbonfelgen im allgemeinen und die Enve im speziellen ist mir kein möglicher Verarbeitungs- und Materialfehler bekannt der es erklären könnte, warum die Textur nach aussen hin noch intakt aber nach innen vollständig abgetragen ist.
Der Schaden auf dem Bild deckt sich mit anderen Schäden die durch verglaste und nicht sauber eingestellte Bremsbeläge verursacht wurden
Der Schaden tritt - auch bereits beschrieben - ganzflächig auf. Der "schlimmste" Teil ist allerdings NICHT am Ventilloch, sondern gegenüber vom Ventil.
Genau das schrieb ich: gegenüber des ventils. Dort ist die Stelle an der die Felge bei Überhitzung auf Grund ihres typischen Laminatplans dann delaminiert.
Also jeder Absatz, den du geschrieben hast lieber @felixthewolf, ist - mit Verlaub - dahingerotzter Käse.
Es ist schade, dass du mit meiner Erklärung nichts anfangen kannst, weil sie dir nicht gefällt.

Gruss, Felix
 
ich kann mir gut vorstellen, dass es unangenehm ist, neben dem vorliegenden Schaden und einer wenig befriedigenden Lösung noch zu erfahren, dass man das höchstwahrscheinlich selbst versaubeutelt hat.
Wie kommst du nur darauf, es wäre mir unangenehm einen beschädigten Laufradsatz für >3000 € hier liegen zu haben, der auch noch die wenigsten Kilometer meines Gesamtbestandes auf dem Tacho hat?😛

So ein Schaden müsste systematisch über mehrere Monate/Jahre eingefahren werden. Ich habe die Laufräder aber regelmäßig gewechselt. An einem zweiten Carbon-Laufradsatz, der ebenfalls ordentlich Höhenmeter gesehen hat, findet man diese Spuren nicht. Aber sei's drum. Irgendwas wird's schon verursacht haben.

Am Ende geht es um den versprochenen Support. Die Fabel vom "all-inclusive-support", besser gesagt der all-inclusive-Kulanz eines amerikanischen Herstellers. Scheinbar gab es eine Zeit, wo das tatsächlich so gehandhabt worden war (zumindest kenne ich persönlich einen Fall). Vielleicht eine kurze Ära, um sich am Markt als Marke zu positionieren.
Die Zeiten sind aber vorbei. Allein schon das rabiate Herunterkürzen und Ändern des eigenen Portfolios, um keinen Support oder gar Gewährleistungsansprüche mehr gewähren zu können.

Zum Schluss konstatiere ich: Der Support bei den sogenannten "China-Laufradsätzen" und auch die Kulanz ist um Welten besser, als der von Enve.
Ich sage es nochmal, Enve hat die Kommunikation mit mir bei der 2. Rückfrage eingestellt.
Die Enve-Vertriebler nehmen häufig keine Fremdkunden.
Und Enve sucht sich sehr genau aus, mit wem sie zusammenarbeiten - das darf nicht jeder. (Man ist aber auf die wenigen Enve-Vertriebler angewiesen), ansonsten 0-Kulanz-Ghosting.

Es kann sich nun jeder selbst aussuchen, was er kauft und was nicht. Zumindest die Mär der großzügigen Kulanz möchte ich hier aber in Zweifel stellen.
 
Wie kommst du nur darauf, es wäre mir unangenehm einen beschädigten Laufradsatz für >3000 € hier liegen zu haben, der auch noch die wenigsten Kilometer meines Gesamtbestandes auf dem Tacho hat?😛

So ein Schaden müsste systematisch über mehrere Monate/Jahre eingefahren werden. Ich habe die Laufräder aber regelmäßig gewechselt. An einem zweiten Carbon-Laufradsatz, der ebenfalls ordentlich Höhenmeter gesehen hat, findet man diese Spuren nicht. Aber sei's drum. Irgendwas wird's schon verursacht haben.
Hast du denn jedes mal die Bremsbeläge gewechselt und neu eingestellt?
Ich hatte mal so ein Fall, wo verschiedene Felgen mit unterscheidlicher Flankenhöhe und -Breite im Wechsel gefahren wurden. Das führt dann genau zu dem hier vorliegendem Schadenbild, weil die beläge auf den einen LRS ideal eingestellt aber beim anderen nicht genau auf der Flanke und nicht planparallel mit den falschen Belägen gefahren wurde.
Am Ende geht es um den versprochenen Support. Die Fabel vom "all-inclusive-support", besser gesagt der all-inclusive-Kulanz eines amerikanischen Herstellers. Scheinbar gab es eine Zeit, wo das tatsächlich so gehandhabt worden war (zumindest kenne ich persönlich einen Fall). Vielleicht eine kurze Ära, um sich am Markt als Marke zu positionieren.
Die Zeiten sind aber vorbei.
Diese Fabel hast du dir aber selbst erzählt. Enve hat eben nie behauptet, dass sie auf alle Ewigkeiten Verschleiß oder gar unsachgemäße Behandlung mit einem kostenlosem Austausch belohnen.
Allein schon das rabiate Herunterkürzen und Ändern des eigenen Portfolios, um keinen Support oder gar Gewährleistungsansprüche mehr gewähren zu können.
Du meinst die rabiate Entscheidung, dass man 2023 keine Felgengebremsten Felgen mehr produziert hat?
Wenn man betrachtet, was zwischen 2015- und 2020 noch an Bikes mit Felgenbremse auf den Markt kam, ist das absolut nachvollziehbar. Ist doch logisch dass das ausläuft, was sich nicht mehr verkauft um Platz zu machen für neue Produkte.
Zum Schluss konstatiere ich: Der Support bei den sogenannten "China-Laufradsätzen" und auch die Kulanz ist um Welten besser, als der von Enve.
Das sei dahingestellt und kann von Fall zu Fall und von Anbeiter zu Anbieter große Unterschiede ergeben.
Ich sage es nochmal, Enve hat die Kommunikation mit mir bei der 2. Rückfrage eingestellt.
Die Enve-Vertriebler nehmen häufig keine Fremdkunden.
Das stimmt nicht pauschal. Wir haben selbst und ich weiß es auch von Kollegen, die Kunden mit Laufrädern von Zarko mit offenen Armen empfangen und Support angeboten. Wir haben gerade einen Fall hier mit einer SES 3.4AR die einen Schaden aufweist und knapp aus der Garantie raus ist. Gemeinsam mit Enve Europe haben wir hier, obwohl der LRS nicht von uns gebaut wurde, 40% Nachlass auf neue Felgen anbieten können.
Und Enve sucht sich sehr genau aus, mit wem sie zusammenarbeiten - das darf nicht jeder. (Man ist aber auf die wenigen Enve-Vertriebler angewiesen), ansonsten 0-Kulanz-Ghosting.
Das stimmt ebenfalls nicht. Die Einstiegshürde Enve zu verkaufen existiert praktisch nicht.
Es kann sich nun jeder selbst aussuchen, was er kauft und was nicht. Zumindest die Mär der großzügigen Kulanz möchte ich hier aber in Zweifel stellen.
So ist das mit der Mär - nur wer hat sie verbreitet?

Gruß, Felix
 
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