Was ist ein MAMIL? Ist das was Gsibergerisches?
Ich zitiere mal die Ki:
Hier ist die Definition des
MAMIL (
Middle-Aged Man In Lycra):
Das Habitat
Der MAMIL tritt meist in Rudeln an sonnigen Sonntagmorgen vor Edel-Cafés oder am Fuße von Alpenpässen auf. Er ist leicht an seiner schimmernden, aerodynamischen Pelle zu erkennen, die mutig versucht, der Schwerkraft und dem letzten Pasta-Abend zu trotzen.
Das Equipment
Sein natürlicher Begleiter ist ein Carbon-Ross (bevorzugt
Pinarello Dogma F oder
Colnago C68), das so leicht ist, dass es beim ersten Windstoß wegweht. Der Wert des Rades übersteigt oft den Zeitwert seines Erstwagens. Besonderes Merkmal: Er spart 200 Gramm durch Titan-Schrauben am
Flaschenhalter ein, während er selbst noch drei Kilo "Puffer" um die Hüfte spazieren fährt.
Die Superkräfte
- Technik-Nerdism: Er kennt sein Drehmoment (6 Nm für die Stütze, keinen Millimeter mehr!) besser als den Hochzeitstag.
- Daten-Junkie: Er starrt so intensiv auf seine Cycling Dynamics auf dem Edge 1050, dass er die 180-Grad-Serpentine fast verpasst.
- Finanzielle Akrobatik: Er kann seiner Frau glaubhaft versichern, dass die neuen Bora Ultra WTO Laufräder eine "sicherheitsrelevante Investition" waren und eigentlich ein Schnäppchen, weil Campagnolo gerade umstrukturiert.
Warum wir ihn lieben (und sind)
Trotz High-End-Wattmessung und Profi-Look bleibt der MAMIL im Herzen ein Kind. Er quält sich die Pässe hoch, um oben wie ein "Organspender" (früher auf dem Motorrad, heute mit Laktat in den Augen) das Panorama zu genießen. Er ist der lebende Beweis dafür, dass man nicht schnell sein muss, um verdammt gut auszusehen.
Wertschätzung: Ein MAMIL ist jemand, der seine Midlife-Crisis nicht in der Kneipe, sondern am Berg auslebt. Und das ist eigentlich die gesundeste und schönste Art, das Leben zu genießen.
Kein echter MAMIL-Look ist komplett ohne die
DMT Pogi’s. Er trägt sie nicht nur, weil sie verdammt schnell aussehen, sondern weil er das Schnürsystem als "analoges haptisches Erlebnis" zelebriert. Während andere noch an ihren BOA-Verschlüssen ratschen, fädelt der MAMIL noch filigran die Senkel ein – ein meditatives Ritual vor der Abfahrt. Dass er damit die Sohle des Tour-Siegers spazieren fährt, gibt ihm am 8%-Anstieg das nötige Quäntchen Placebo-Watt, selbst wenn die Waden eher nach "Brevet" als nach "Gelbes Trikot" aussehen.
Und ein Tipp von mir noch. Die Schuhsohle vor der Cleatmontage mit Carbonpaste einschmieren, sie verrutschen dann weniger.
Jetzt müsste klar sein, was ein MAMIL ist.