• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Alltags-Gravelbike "tunen" oder gebrauchtes Rennrad kaufen?

Es gibt mittlerweile sehr schnell laufende Allroad- / Gravelreifen, die absolut alltagstauglich sind.

Aber abgesehen davon lese ich auch raus, dass du einfach Bock auf ein RR hast. Ist doch ok. Ich würde mir nur keine Wunder bzw. keinen Quantensprung davon erwarten.
Genau so sieht es aus.
Ein Rennrad bietet da eher was für den Kopf als Real gesparte Minuten auf der Hausrunde.

Kleines Beispiel gefällig?
Ich fahre auch ein Cube Nuroad Al mit Specialized Pathfinder Pro und leichten Dt Swiss Laufrädern.
Weil ich auch richtig Lust auf ein Rennrad hatte, habe ich mir vor einigen Wochen ein Cube Agree C62 Pro gekauft. 7,9kg Aero-Caronracer vs 10,5kg Alugravel.
Hoch motiviert auf die 40km Hausrunde mit 450Hm.
Endergebnis: ich war mit dem Renner 4 Minuten langsamer als meine Bestzeit im Sommer mit dem Gravel.
Da waren zwar auch die Bedingungen besser, aber du bist nicht automatisch mit einem Rennrad gigantisch schneller.

Auch mit einer gemäßigten Rennradgruppe bin ich mit dem Gravel den kompletten Sommer über problemlos mit gefahren.
 
Besitzt du ein Umdrehungssensor?
Nein, aber das scheint wirklich ein sinnvoller Invest zu sein.

Ich habe keinen Radcomputer, aber eine Garmin-Sportuhr (Forerunner 955), die ich mir bei Bedarf an den Lenker mache und dann den Puls über den Brustgurt (habe ich vom Laufen) nehme.

Mache ich allein wegen des Varia-Radars und der Navigation auf längeren Strecken.
 
Ich fahre auch ein Cube Nuroad Al mit Specialized Pathfinder Pro und leichten Dt Swiss Laufrädern.
Hat das Gravel dadurch an Komfort, bzw. Alltagstauglichkeit eingebüßt, oder macht das in der Hinsicht keinen Unterschied?

Welchen Typ Laufrad hast du montiert?

Ich bin in dem Thema nicht ganz so zu Hause, wie man bereits bemerkt haben könnte.
 
Hat das Gravel dadurch an Komfort, bzw. Alltagstauglichkeit eingebüßt, oder macht das in der Hinsicht keinen Unterschied?

Welchen Typ Laufrad hast du montiert?

Ich bin in dem Thema nicht ganz so zu Hause, wie man bereits bemerkt haben könnte.
Der Reifen funktioniert super. Schon etliche tausend Kilometer ohne Platten. Der Reifen ist schnell auf der Straße und hat akzeptablen Gripp im Gelände.
Laufräder Dt Swiss, irgendwas um die 1600g Gewicht. Laufen seit Jahren zuverlässig.
 
Der Reifen funktioniert super. Schon etliche tausend Kilometer ohne Platten. Der Reifen ist schnell auf der Straße und hat akzeptablen Gripp im Gelände.
Super, vielen Dank!

Dann werde ich das Thema mal in Angriff nehmen und im Winter, wenn ich mal zu meinen Eltern fahre (haben im Gegensatz zu mir mit meinem winzigen Kellerraum eine beheizte Halle), das Rad und einen Satz Reifen einpacken und dann schauen, was das so bringt.

Und vielen Dank noch einmal für den Reality-Check bezüglich des Tempos.

Da der einzige eventuelle "sportliche" Einsatz sowieso ein Wettkampf mit verschiedenen Sportarten ist und ich meinen Fokus sowieso auf das Laufen setze, werde ich dann einfach schauen, was sich dort noch herausholen lässt.
 
Die Pathfinder Pro und G-One Allround unterscheiden sich nicht stark. Dein G-One ist schon ganz brauchbar auf Asphalt und insgesamt ein guter Reifen auch für den gemischten Einsatz.

Aus meiner Sicht wirst du mit einem "richtigen" Rennrad schon einen merklichen Unterschied spüren und etwas schneller sein (aber bitte nicht direkt +5 km/h erwarten), denn auf einem Rennrad wirst du vermutlich aerodynamisch wesentlich vorteilhafter sitzen, eine besser abgestufte Schaltung haben und Reifen ohne Kompromisse fahren. Die Frage ist halt, ob dir das überhaupt wichtig ist. "Mitfahren" wird im Hobbybereich wohl zu 90% klappen, da du ja grundsätzlich die nötige Fitness zu haben scheinst, und die ist immer noch das wichtigste.
 
"Mitfahren" wird im Hobbybereich wohl zu 90% klappen, da du ja grundsätzlich die nötige Fitness zu haben scheinst, und die ist immer noch das wichtigste.
Das muss ich einfach mal ausprobieren, da ich das noch nie probiert habe.

Ich laufe ungefähr 22 Minuten auf 5km und gut unter 1:50 (1:47 beim letzten) im Halbmarathon, also ist die grundsätzliche Kondition gar nicht so schlecht, da muss ich nur schauen, dass ich das auch auf dem Rad auf die Straße bringe.
 
ich finde diese Anfragen hier immer etwas schwierig, weil es letzten Endes immer eine Abwägung ist, die einem niemand abnehmen kann.

du hast zwei verschiedene Anforderungen für sportliche Räde.
sind da zwei verschiedene und passende Räder besser? vermutlich ja.
unabhängig von der Frage, ob du jetzt 2 km/h schneller bist oder 3 macht ein leichtes, agiles Rennrad oftmals einfach mehr Spaß.
nur diesen Nutzen kann man eben schwer messen.

eigentlich ist es eine Frage des Budget (kann/will ich mir das leisten) oder anderer Ressourcen (hab ich Platz).

der Gebrauchtmarkt ist ja mittlerweile wieder etwas entspannter. fang doch einfach mal dich umzuschauen. spätestens beim zweiten Triathlon willst du eh was schnelleres ;)
 
Da hast du leider völlig Recht, weswegen ich einfach nach ein paar Gedankenanstößen gesucht habe.
starte doch mal eine Umfrage wer hier im Forum nur ein Rennrad besitzt.

meistens suchen die Leute hier nach einem guten Grund sich endlich ein Rennrad kaufen zu "dürfen".
mach halt. macht spaß. deshalb sind wir ja alle hier.
 
@lokako Nur mal so zur Orientierung: ich besitze 1 Endurance RR für Straße und feinen Schotter, 1 Carbon Race Gravelbike für schnelle Geländefahrten im Sommer und 1 Alu Graveler mit Schutzblechen für Wintertraining, Bikepacking und Commuting. Was individuell Sinn macht, muss jeder selbst entscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe das Nuroad Race FE und nutze es vorwiegend als Schlechtwetter Rennrad.
Ich sehe folgende Möglichkeiten für etwas mehr Rennrad Feeling beim EX
  • Andere Reifen, die leichter sind und besser rollen. Wieviel Gravel fährst Du wirklich? Commuten kannst Du auch mit 32mm Rennradreifen. Alternativ 35mm Grand Prix Urban, die sind leichter und rollen besser als Gravelreifen, auf Waldautobahnen o.k., im Matsch gehen sie gar nicht
  • Lenker niedriger, das Rad wird mit vielen Spacern ausgeliefert
  • Anderer Lenker, der verbaute Gravellenker ist breit und hat wenig Drop, d. h. er geht im Unterlenkerbereich nicht viel tiefer. Außerdem hat er viel Flare, d.h., er wird im Unterlenker noch einmal sehr viel breiter, so dass sich aus der Unterlenkerhaltung kein aerodynamischer Vorteil ergibt
  • Die Übersetzung ist sehr grob und hat sehr kleine Gänge. Was brauchst Du im Münsterland wirklich? Da könnte eine enger gestufte Kassette helfen,ggf. mit einem größeren Kettenblatt, wie z.B. 44/ 11-36 oder 44/11-42 (Sunrace Kassette)
Die Alternative - zusätzliches Rennrad: Alurahmen, 2x11-fach Shimano 105 oder Ultegra, Felgenbremsen, kannst Du sicher in gutem Zustand fahrfertig für weit unter 1.000€ bekommen ...
Bsp. ohne Rücksicht auf Deine Größe:
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/rennrad-giant-defy-0-ltd-ml/3243000854-217-1132
Wenn das Rad passt und die Verschleißteile o.k. sind, kann man damit als Gelegenheits - Rennradler viel Spaß haben
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das gleiche Bike als Winter-/Trauningsrad in der Nutzung. Das ist doch eine super Basis, wenn du gut drauf sitzt. Fahre selbst mit Schutzblechen und Gepäckträger. Stört mich alles gar nicht und zahlt wunderbar aufs Training ein.

Meine 2cents wären bei einem hohen Asphaltanteil 32mm pro one oder gp5000 drauf und besorg dir tpu Schläuche. Damit sparst du massiv rotierende Masse und der Bock wird deutlich spritziger in der Beschleunigung. Mal einen Feldweg oder leichter Schotter ist damit gar kein Problem.

Falls es das Budget hergibt, könntest du noch einen leichteren Laufradsatz nachrüsten. Bsp. auf auf Basis der dt rr481 Felgen (slowbuild baut die im Angebot auf, habe ich selbst gekauft und bin super happy).

Wenn du im Sommer Lust auf Rennrad feeling hast, Anbauteile runter und dann sieht das aus wie ein Rennrad und fährt sich auch vermutlich so :-).
 
Ich glaube die Frage ist sehr individuell. Ich habe Anfang diesen Jahres mit dem gravel angefangen, hatte aber eine ähnliche Grundfitness wie du. Ich habe mich mit nem Rose backroad al und den Schwalbe g one rs pro nach kontinuierlichen Training immer zwischen einen 28-31ger Schnitt bewegt und das auf zahlreichen Rennrad Ausfahrten teilweise auch als restesammler oder auch mal Führungsarbeit gemacht. Es ging, aber es war echt nicht leicht.

Also musste vor gut drei Monaten ein Renner her. Es ist das cube agree c62 slx geworden und ich war am Anfang echt enttäuscht wie wenig Unterscheid das macht. Fakt ist aber ein Rennrad fährt sich anderes und direkter wie ein gravel. Jetzt nach der Eingewöhnung bin ich auf dem Renner in Zone 2 schon bei ner 28ger pace. Du bist insgesamt schneller, Berger klettert man schneller hoch und alles vor allem Sprints sind direkter.

Früher habe ich die 30ger Schnitt nur auf humanen Runden geschafft und wenn bei jeder Ampel die runde gestoppt wurde und der Wind günstig war. Auf dem Renner stoppe ich die runde nicht bei jeder Ampel, fahr mehr Höhenmeter und bin entspannter nach der Tour und lieh meist schon über 28 als Schnitt. Hier will ich nächster Jahr die 35 anpeilen, dieses Jahr hat die Zeit nicht mehr ganz ausgereicht und bei dem schmuddeligen Wetter fahre ich wieder gravel.

Spaß haben kannst du auf beiden Rädern, wie du aber von mir als Sportler rausliest kannst du dir vorstellen wo ich mich wohler fühle.
 
Zurück