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Corona-Hügel-Challenge

Ich melde mich aus Bad Hindelang im Allgäu. Eine Woche ein bisschen Wintersport und in der Ferienwohnung gibt es auch Beschäftigungen, wir waren schon öfters hier und mit den Kids gibt es keine lange weile. Ob ich laufe oder richtig Bahnen schwimme in Sonthofen wird spontan entschieden.
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Hat dein Fahrrad eigentlich Angst vor dir, wenn du es reparieren möchtest?
Operationen an Campa nur unter örtlicher Betäubung, mit SRAM und Shimano bin ich nicht so zimperlich :D

Spaß bei Seite, solch Besteck gibt es hin und wieder auf Krempel-Märkten, aber auch z.B. bei bike24. Die Stahlnadeln sind ideal, um Züge oder Schrauben aus schwer zugänglichen Stellen zu pielen.
 
Ich bin mal wieder etwas spät dran mit dem Wochenrückblick 😅

Letzte Woche gab es allerdings auch nicht so wahnsinnig viel zu berichten: Tapering/ruhe vor dem Laktatest. Hier ist kurzfristig sowieso der Winter ausgebrochen, da hat es wunderbar gepasst nicht draußen Radfahren zu können, stattdessen kurze knackige Rolleneinheiten - so sah es aus:)
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Nun hatte ich am Samstag meinen zweiten Laktatstufentest

So da für die Daten und Fakten Fraktion
(Achtung: folgende Interpretation ist meine, nicht die meines Coaches)

Die Stufen der beiden Tests sind um 10 W verschoben, daher habe ich an auffälligen Punkten geschätzte Werte ergänzt (lila markiert) - Stufendauer 5 Minuten

LeistungTest 19.10.2025Aktueller TestVeränderung
Ruhe2,81,4↓ deutlich*
80 W2,2
90 W1,8
100 W2,3
110 W1,3
120 W1,6
140 W2,11,5
160 W1,7~2,0–2,3
170 W2,6
180 W2,3
200 W3,32,5klar
220 W5,0~3–4
240 W7,98,4
260 W8,5 (Abbruch)
270 W6,8 (Abbruch)↑ Leistungsende

*Ruhe-Laktat: hängt von vielen Faktoren ab, nicht überbewerten, ist bei mir tendenziell immer (zu) sehr hoch

Weitere Interpretation:
Der Gundlagenbereich (-140W) ist stabiler - da weniger Streuung
Der MITbereich: (160-200W) hier hat sich am meisten getan, ich kann die 200W mit wesentlich weniger metabolischen Stress fahren
Der Schwellen/HITbereich: (+200W) weiterhin ein steiler Knick in der Kurve, eine leicht höhere maximal tolerierte Leistung (270 W vs. 260 W) -> das mag aber auch an der Stufendefinition liegen 🫠 -> sind wir aber optimistisch und bescheinigen mir eine leicht höhere maximal tolerierte Leistung und einen kleinen Vo2max Anstieg (homeopathisch).

Mein Eindruck zur Laktatsdiagnostik @home:

  • +++ der Bereich für meine "Harten" HIT/Vo2Max Intervalle passt besser, als die Jahre ohne Laktatdiagnostik/mit einer Spiro im Jahr

  • (+) ich interpretiere in die Daten noch weitere Fortschritte Abseits der Vergleichsgröße LT2

  • -> Ansonsten sind die Daten, die bei so einem Test rauskommen, nicht großartig überraschend, ich fühle mich bis ca 200-210W (LT2) sehr wohl...direkt danach fahre ich gegen eine Wand, wie ein japsender Fisch.
  • -> Fahrten im Bereich 120-170W (LT1 aufgerundet) kann im Prinzip ewig lange mache und erhole mich dabei Gut
Was ich gut finde, ich Zweifel immer wieder an meinem Mindset: hättest du dich noch etwas mehr angestrengt, wäre noch mehr gegangen, oder die anderen können "das" ja auch, du jammerst einfach zu viel (...) Hier kann ich klar sehen (mir selbst sagen): "Neee mein Stoffwechsel funktioniert nunmal so, dass es eine Wand kurz hinter der Schwelle gibt - das ist nicht eingebildet sondern real...."
Ich denke das ist vergleichbar mit anderen Leuten, die eine Uhr brauchen um festzustellen, ob sie gut geschlafen haben... 🙃

Finales Fazit: Obwohl ich die Werte "gespürt habe" (ich konnte im Vorfeld keines der HIT Intervalle mit mehr Leistung fahren) - war ich am Samstag etwas enttäuscht - ich schaue hier im Forum regelmäßig auf Menschen die innerhalb von kurzer Zeit +20W aufbauen und bei mir sind es wirklich homeopathische Schritte....(wir hatten es schon öfter das bei mir keine Newbie gains mehr zu holen gibt) - auf der anderen Seite kann ich froh sein, dass Radfahren und Training mir Spass macht und dann ist es eben auch nicht so schlimm das "Mehr Watt" nicht die Währung sind mit denen ich für Training belohnt werde, sondern eben dass Training an sich* =)

*also im bei gutem Wetter noch viel mehr Spassfahrten als sonst 🤩

Ach aber um das nicht zu vergessen: Kraftmäßig muss ich sagen, da sind Newbie Gains zu holen...ich muss mal schauen ob ich davon demnächst mal ein Foto machen kann...aber ich habe einen Schulktermuskel - holla die Waldfee 🥰

Management Summary: Ruhe und Testingweek, homeopathische Steigerung der Leistung - wenn sich an der Leistung nicht soviel tut- kann man ja bei gutem Wetter dem hübschen Kerl aus Spass an der Freunde hinterherfahren und zum Abschluss ein bisschen Selbstliebe ❤️

Ich kann ja heute schon fast ein schönes Wochenende wünschen ❤️
 
Zuletzt bearbeitet:
Also bei aller Liebe ( ;) ), aber Deine "Testreihen" sind so unplausibel, die Werte springen hoch, dann wieder runter(!?).. das ist kein Messrauschen mehr, sondern wirklich komplett unbrauchbar. Einzig valide: Am Ende geht's hoch, wohin auch immer. Schweiß an den Fingern oder sonstwie verunreinigt, Finger zu kalt!? Aber so ist es wirklich irgendwas zwischen Bleigießen und Tintenkleks-Lesen. 🤔

Also künftig am vorgewärmten Ohrläppchen, ggf. mit Helfer, Alkoholtupfer, ersten Tropfen verwerfen, etc. .. oder doch lieber Dein gutes altes Körpergefühl!? :)
 
Klar, mit Helfer wäre es methodisch sauberer - kommst vorbei =)

...und unsere Einschätzungen decken sich: durch Monitoring der getretenen Leistungen/HR Daten dürfte man die Trainingsbereiche (ebenso) gut Ableiten können - mental hilft mir die Laktatmessung: das ich mein Körpergefühl nicht falsch ist:
Was ich gut finde, ich Zweifel immer wieder an meinem Mindset: hättest du dich noch etwas mehr angestrengt, wäre noch mehr gegangen, oder die anderen können "das" ja auch, du jammerst einfach zu viel (...) Hier kann ich klar sehen (mir selbst sagen): "Neee mein Stoffwechsel funktioniert nunmal so, dass es eine Wand kurz hinter der Schwelle gibt - das ist nicht eingebildet sondern real...."
Ich denke das ist vergleichbar mit anderen Leuten, die eine Uhr brauchen um festzustellen, ob sie gut geschlafen haben... 🙃
 
Also bei aller Liebe ( ;) ), aber Deine "Testreihen" sind so unplausibel, die Werte springen hoch, dann wieder runter(!?).. das ist kein Messrauschen mehr, sondern wirklich komplett unbrauchbar. Einzig valide: Am Ende geht's hoch, wohin auch immer. Schweiß an den Fingern oder sonstwie verunreinigt, Finger zu kalt!? Aber so ist es wirklich irgendwas zwischen Bleigießen und Tintenkleks-Lesen. 🤔

Also künftig am vorgewärmten Ohrläppchen, ggf. mit Helfer, Alkoholtupfer, ersten Tropfen verwerfen, etc. .. oder doch lieber Dein gutes altes Körpergefühl!? :)
Ne, das gibts häufiger. Bei vielen Ausdauersportlern sinkt der Laktatwert zu Beginn, also bei niedrigen Belsatungsstufen (auch bis ) unter den Ruhe wert ab, um dann hinten raus erst stärker anzusteigen. Zumindest bei einem standardisieierten Stufentest passiert das so, wenn der Belastungsanstieg pro Stufe und die Einstiegsbelastung sehr niedrig ist. Wie lang ist denn die Stufendauer, bzw die Belastungszeit ro Stufe gewesen. Habe das nicht ersehen können, weil ich nur schnell reinlese.
 
Ne, das gibts häufiger. Bei vielen Ausdauersportlern sinkt der Laktatwert zu Beginn, also bei niedrigen Belsatungsstufen (auch bis ) unter den Ruhe wert ab, um dann hinten raus erst stärker anzusteigen. Zumindest bei einem standardisieierten Stufentest passiert das so, wenn der Belastungsanstieg pro Stufe und die Einstiegsbelastung sehr niedrig ist.
Ganz genau so - ich würde sagen nicht "bei vielen", sondern fast allen. Im oberen Bereich ist eigentlich nur ein Wert auffällig. Insofern @KaGro nicht alles ernst nehmen was aus dem Jütland so kommt. :p
 
Ne, das gibts häufiger. Bei vielen Ausdauersportlern sinkt der Laktatwert zu Beginn, also bei niedrigen Belsatungsstufen (auch bis ) unter den Ruhe wert ab, um dann hinten raus erst stärker anzusteigen. Zumindest bei einem standardisieierten Stufentest passiert das so, wenn der Belastungsanstieg pro Stufe und die Einstiegsbelastung sehr niedrig ist.

Wenn Dir die Zahlen nicht vor Augen aufgehen, okay, dann trag's vielleicht mal in einem Diagramm ab, vielleicht verstehst Du dann, was ich meine. Ansonsten, lieber nicht versuchen, die Zahlenhüpfer irgendwie mir "plausibel" zu begründen, sonst wird's unangenehm. ;)

Zum Vergleich, so sehen "saubere" Ohrläppchen-Tests (Weibchen, Männchen) aus, blau ist Laktat. :)

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Im oberen Bereich ist eigentlich nur ein Wert auffällig [...] nicht alles ernst nehmen was aus dem Jütland so kommt
Lieber Hubschraubär, ich halte mich bei Kabbeleien zwischen Foristi meistens heraus, aber hier muss ich doch für @Teutone eine Lanze brechen, denn der vorliegende tabellarische Testdurchlauf 2 erscheint mir doch eher als bessere Kaffeesatzleserei. Gerade im Vergleich zum Durchlauf 1, der von seinen Zahlen her plausibel aussieht.

So leuchtet mir schon nicht ein, dass die Laktatnahme bei anderen Leistungsbereichen einleuchtet gemacht wurde, da das zu Lasten der Vergleichbarkeit geht, was mir deshalb nicht einleuchtet, wenn man doch den Test zu Vergleichszwecken (= Entwicklung) vornimmt. Zumal ich auch nicht verstehe, warum man in dem Bereich um LT2, wo es doch richtig interessant wird, nicht - im Gegensatz zum ersten Mal - deutlich engmaschiger gestestet hat. Auch ist unplausibel, dass der Abbruch-Wert niedriger ist als der zuletzt gemessene Wert. Die "lila" geschätzten Zwischenwerte könnte man auch einfach würfeln, weil man wegen der fehlenden Plausibilität der Zahlenreihe von Durchlauf 2 schlecht interpolieren kann. Zwar ist grundsätzlich eine Abschätzung und Vergleichbarkeit durch Interpolation im Allgemeinen möglich, setzt aber voraus, dass die Werte an sich stimmig sind, was sie hier beim zweiten Testdurchlauf (eben im Gegensatz zum ersten) nicht sind.

Natürlich hat @ronde2009 völlig recht mit seinem Hinweis auf die anfänglich oft abfallenden Laktatwerte (Abfall bei ganz niedriger Belastung mit stärker einsetzendem (zugeschalteten) Fettstoffwechsel zu erklären ist, hier schön zu sehen bei der Stufe von 90 W auf 110 W), aber spätestens ab dem "Mittelteil" (im 2. Test ab 140 W) kann man sich nicht mehr auf die Erklärung mit "Ruhelaktat" verlassen.

Vielmehr sehe ich hier genau das Problem, das beispielsweise auch @pjotr hinsichtlich Laktattestung grundsätzlich anbringt, dass oft irgendwelche Zahlen herauskommen, die - ungeachtet deren physiologischen Aussagegehalt - letztlich weniger nützen, als verwirren. Ganz zu schweigen davon, dass die Qualität der Ergebnisse beim gelegentlichen Eigenanwender (im Vergleich zum erfahrenen Power-User in den Diagnostik-Labors) ohnehin zumindest fraglich sein dürfte.

Ich gebe zu, dass ich regelmäßige Laktatmessung und deren Nutzen beim Hobbyisten eher skeptisch sehe, da das Laktat, was Blut gemessen wird, letztlich nur ein "Echo" des tatsächlich in den arbeitenden Muskeln anfallenden Laktats darstellt. Ich finde, dass es aber trotzdem eine nützliche Zusatzmetrik (neben HF, RPE) sein kann, die jedoch ihren Nutzen - mMn - erst mit ausreichend vielen Testreihen (bei gleichen Bedingungen ;)) entfalten kann, da man dann die individuellen Schwellen bestimmen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kaffeesatzleserei ist schon ein harter Begriff ✌️

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Ich interpretiere nicht einzelne Messpunkte, sondern die Form und Verschiebung der Kurven. Einzelwerte unterliegen bei Eigenmessung bekanntermaßen Streuung - da habt ihr selbstverständlich recht.

Niedriger Bereich/ Lit:
Test 1:
Laktat schwankt zwischen ~1,6–2,3 mmol
Test 2: insgesamt niedrigere Werte (1,3–1,8 mmol)

➡️ Der anfängliche Abfall (z. B. 90 → 110 W) ist physiologisch plausibel
(Stichwort: zunehmende oxidative Energiebereitstellung / Fettstoffwechsel).

Interpretation:
Der Grundlagenbereich ist effizienter geworden.

Mittelbereich / MIT (ca. 160–200 W)
Test 1:
  • 160 W → 1,7
  • 180 W → 2,3
  • 200 W → 3,3
Test 2:
  • 170 W → 2,6
  • 200 W → 2,5

➡️ Einzelwerte wirken teils „unruhig“, die Tendenz ist aber klar:
200 W werden heute mit deutlich weniger Laktat gefahren als im Oktober.

Dass 170 W minimal höher liegt als 200 W ist nicht schön, kann man sich aber mit Messrauschen erklären und deckt sich mit der RPE - sehe da null Problem 🤷‍♀️

Interpretation:
Hier hat sich am meisten getan
: bessere Clearance, weniger metabolischer Stress im Bereich um LT2.

Hoher Bereich / Abbruch
Test 1:

  • 240 W → 7,9
  • 260 W → 8,5 (Abbruch)
Test 2:
  • 240 W → 8,4
  • 270 W → 6,8 (Abbruch)

➡️ Der 270-W-Wert ist quatsch verzerrt aber das Bild nicht - was solls das maximal Lakat absolut ist uninterresant.

Was trotzdem bleibt:[/B]
Die Steilheit des Knicks >200 W ist in beiden Tests nahezu identisch.

Ergänzend noch:
Ich habe hier im Forum schon einige bezahlte LDs gesehen, die bei den Athleten eher zusätzliche Fragezeichen als Klarheit erzeugt haben - und auch schon selber erlebt.
Für mich ist entscheidend, dass das Ergebnis zu 100 % mit dem subjektiven Erleben, HR, RPE und Leistungsdaten übereinstimmt. Der Test bestätigt damit mein Körpergefühl und zeigt Veränderungen, die allein aus einer CP-Kurve so nicht direkt ersichtlich wären. Bei einem reinem CP Test wäre hängen geblieben: FTP unverändert.

Der große Vorteil für mich ist die Flexibilität: Ich kann den Test unter konstanten Bedingungen zu Hause wiederholen, ohne Terminzwang. In Relation dazu empfinde ich den Kosten-Nutzen-Faktor als sehr fair.

PS: der Kern meiner Aussage ist nicht: Leute euer Training wird sich fundamental verändern, wenn ihr Laktat mißt - oder macht keine LDs;

PPS: ich wage mich hier ganz schön aus meiner Komfortzone raus - ich bin ja eher der "fühli" und niemand der sich zu sehr mit Trainingstheorie beschäftigt
 
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