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Felgengewichtstuning

Das Ding ist aber ein geschlossenes System. Anschaulich beschrieben: Wenn die Felge sich unter Last durch all die Schwächen stärker biegt als unter Normalbedingungen, begünstigt dies auch ein Kollabieren an der schwächsten Stelle.

Interessantes Argument, aber ich kaufe es dir trotzdem nicht ab. :) Für diesen Effekt müsste die Biegung so stark sein, dass der Tuner im Wiegetritt die Lust an seinem Kunstwerk ganz schnell verliert, weil es viel zu stark schleift.


Vielleicht stützen sich die "Bohrer" aber auch auf persönliche Erfahrungen vom Klo. Da reisst das Toilettenpapier auch nie an der vorgesehenen Stelle :D

Ich kenne mich im Leichtbau beim Klopapier nicht aus. An meinen Arsch kommt nur Luxus pur, extra weiss, reissfest, super weich, freundlich bedruckt und perfekt perforiert.
 
Kettenschoner, Deine Vermutung, dass bei vielen Felgen das Ventiloch im Felgenbett 8,5 mm hat, ist richtig. Diesem Umstand eine allgemeine Gültigkeit zuzumessen und damit die Existenz von durchgehend 6,5 mm gebohrten Ventillöchern abzustreiten, ist ganz sicher nicht richtig.

Es geht aber auch nicht darum, welches der beiden Maße ein einzelnes Ventilloch hat.

In Post #36 hatte ich geschrieben, dass der Bohrtuningvorschlag von zwei Bohrungen zwischen zwei benachbarten Speichen ausgeht und die Berechnungen in Post #33 hatten zum Ergebnis, dass danach zwischen zwei Bohrungen nur noch ca. 10 mm ungebohrtes Material verbleiben.
Selbst bei einer der Bohrerei zugeneigten Betrachtungsweise muss man feststellen, dass ein so gestaltetes Felgenbett eine geringere Festigkeit besitzen muss, als ein ungebohrtes. Auch hat so ein mehrfach gebohrtes Felgenbett weniger Stabilität, als der Abschnitt, der nur eine, von mir beispielgebend mit den unbedingt notwendigen und real auch vorkommenden 6,5 mm festgelegte, Ventilbohrung hat. Selbst bei einer angenommenen und von Dir gemessenen 8,5 mm Ventilbohrung fehlt der Felge weniger Stabilität verleihendes Material als bei der doppelten Anzahl Bohrungen zwischen zwei Speichen.

Vor dem Hintergrund der durch Berechnung nachgéwiesenen maximalen Gewichtsersparnis halte ich jedes noch so kleine zusätzliche Bruchrisiko für unakzeptabel.
 
Vor dem Hintergrund der durch Brechnung nachgéwiesenen maximalen Gewichtsersparnis halte ich jedes noch so kleine zusätzliche Bruchrisiko für unakzeptabel.

Einverstanden.

Womit ich nicht einverstanden bin ist (und damit meine ich nicht dich), wenn man die Felgenbohrer gleich in die Ecke der Selbstmörder rückt und so tut, als wäre die Bruchgefahr dermassen offensichtlich. Ausserdem finde ich es blauäugig anzunehmen, die Hersteller hätten alles bis auf die letzte Kommastelle berechnet und ausgenutzt.

Ich selber fahre als Leichtgewicht einen schweren Alubomber und wäre viel zu faul, für wenige Gramm den Bohrer in die Finger zu nehmen. Mit einer selber gebohrten Felge einen Hügel runter zu rasen, hätte ich aber wenig Bedenken. Bei manch teuren Leichtbauteilen dagegen schon.
 
Interessantes Argument, aber ich kaufe es dir trotzdem nicht ab. :) Für diesen Effekt müsste die Biegung so stark sein, dass der Tuner im Wiegetritt die Lust an seinem Kunstwerk ganz schnell verliert, weil es viel zu stark schleift.

Und ich kaufe dir dies nicht ab. Warum ist egal, ich brauche keine Argumente, bis du mir Argumente lieferst.
 
Interessantes Argument, aber ich kaufe es dir trotzdem nicht ab. :) Für diesen Effekt müsste die Biegung so stark sein, dass der Tuner im Wiegetritt die Lust an seinem Kunstwerk ganz schnell verliert, weil es viel zu stark schleift.




Ich kenne mich im Leichtbau beim Klopapier nicht aus. An meinen Arsch kommt nur Luxus pur, extra weiss, reissfest, super weich, freundlich bedruckt und perfekt perforiert.

also sowas
reibeisen_klopapier_a37342
:confused: :D
 
Die einzigen werksseitig im Felgenbett gebohrten Drahtreifenfelgen, an die ich mich erinnere, sind die Breezer Ukai und Shogun Zero von 1992-94
 
Klogang vor der Ausfahrt - wirkt Wunder und ich bin mitsamt enganliegender Telekom-Trikots am Hausberg ganze 12 Sekunden schneller.
 
Gerade bei zwei Felgen gemessen. Das Loch fürs Ventil ist im Felgenboden ca. 8,5mm. Nur das Loch auf der Aussenseite ist 6,5mm.

Du solltest deine Felgen schnellstmöglich aus dem Verkehr ziehen. Der Hersteller hat offensichtlich gefährlichen Leichtbau betrieben.
Ich habe derzeit Felgen in Betrieb, bei denen beide Löcher 6,5mm haben. - Bin ich beruhigt! :D
 
Wenn die Felge bricht/explodiert/was auch immer, dann doch am wahrscheinlichsten an der schwächsten Stelle? Beim Ventilloch ist die Felge sicher schwächer als sonst zwischen den Speichen. Wenn ich jetzt zwischen allen Speichen (Ausnahme Felgenstoss) so etwas wie ein Ventilloch in den Felgenboden bohre, dann hat es viel mehr von den gleichen Schwachstellen. Es sind zwar zahlenmässig mehr Schwachstellen, aber keine ist schwächer als die schon vorhandene!

So weit die Theorie. Allerdings kommt es ab und an mal vor, dass bei doppelt geösten Felgen, die Fegen genau da reißen, wo du bohren willst. (Manchmal auch bei einfach geösten Felgen.)
Schau dir mal Bilder an, die dir Google zu "gerissenes Felgenbett" liefert.
Ein Punkt sollte nicht vergessen werden: Es wirken einige Kräfte auf die Felgenflanken, wenn der Reifen ordentlich Druck drauf hat.

Richtig, das Ventilloch ist eine Schwachstelle. bohrst du aber noch mehr, schon rundrum, dann wird die Felge insgesamt geschwächt.

Du kannst das natürlich gerne im praktischen Versuch testen. Teile uns aber bitte mit, ab wann der Felge zu wenig Material zu viel wurde. :cool:
 
Ich habs seinerzeit gemacht, bis vor ein paar Jahren. Es lohnt sich aber nicht so recht (gewichtsmäßig). Das waren damals die Mavic 317, wenn ich mich recht erinnere. Zwei Löcher zwischen die Speichenlöcher und angefaßt. Ich habs am MTB gemacht, wog 65 kg und bin Hardtail im Wald gefahren. Und 81 km/h mit Gepäck auf Straße. Gehalten hat alles. Ich hab damals auch Brems- und Schaltbandagen geschlitzt (Magura hats mir vorgemacht), Kettenblätter und Ausfallenden gebohrt, Sattelstütze gekürzt, Gabelbrücke gefräßt... das waren Zeiten...
 
Ich habs am MTB gemacht, wog 65 kg und bin Hardtail im Wald gefahren.
Mit dem Gewicht würde ich auch Leichtbauzeugs fahren. Selber dran rumbohren müßte dann aber Hobby sein. Die paar Gramm bringen außer auf der Briefwaage gar nichts. Die Optik ist Geschmackssache und an den Felgen ohnehin nicht sichtbar.
Ich wiege vermutlich alleine schon mehr, als du damals mit Gepäck. :D
 
Klar, mit mittlerweile 68 kg kann ich Sachen mit ner 85kg-Beschränkung ganz lässig fahren...
 
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