Rennrad-News

Giant Rev Pro Mips Helm – Ausprobiert!
Komfortabler Kopfschutz mit guter Kühlung

Der Rev Pro Mips ist Giants Spitzenmodell im Bereich der Allround-Straßenhelme. Wir haben den Kopfschutz der Taiwanesen für unsere Artikelserie “Ausprobiert” näher unter die Lupe genommen und sind viele Stunden mit dem Helm gefahren.

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Giant Rev Pro Mips kurz und knapp

Diashow: Giant Rev Pro Mips Helm – Ausprobiert!: Komfortabler Kopfschutz mit guter Kühlung
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# Das Heck zeigt recht deutlich, dass der Rev Pro Mips im Windkanal optimiert wurde.

Der Rev Pro Mips ist laut Giant durch die Rev Mips und Pursuit Mips Helme aus gleichem Hause inspiriert und soll eine perfekte Kombination aus Kühlung, Aerodynamik, Komfort und Sicherheit bieten. Dazu wurde die Formgebung mit den 20 Lüftungsöffnungen im Windkanal getestet und optimiert. Giant verspricht maximale Effienz bei gleichzeitig erstklassiger Belüftung.

Mit 291 Gramm in Größe M ist der Giant Rev Pro Mips für einen Rennrad-Helm in dieser Preis- und Performance-Klasse recht schwer, zumal es sich nicht um ein ausgesprochenes Aeromodell handelt. Giant bewirbt den Rev Pro Mips zudem explizit für Bergetappen bei hohen Temperaturen und muss sich deshalb auch mit bis zu 60 g leichteren Exemplaren der Mitbewerber messen lassen.

Wir haben den Rev Pro Mips auf etlichen mehrstündigen Ausfahrten genutzt und uns dabei einen Praxis-Eindruck verschafft.

# 291 Gramm in Größe M - Im Vergleich zu manchem Mitbewerber aus diesem Segment ist das recht schwer.

In der Hand

Der Giant Rev Pro Mips wird mit einem Helmbeutel und einem zusätzlichen zweiteiligen Innenfutter in unterschiedlicher Stärke ausgeliefert. Damit lässt sich der Helm gut an die individuelle Kopfform anpassen. Die Ausstattung und Verarbeitung sind sehr ordentlich, lediglich die Gurtverstellung unter den Ohren wirkt nicht sehr hochwertig und sollte einen breiteren Einstellwinkel abdecken. Hat man jedoch einmal die passende Einstellung gefunden, gibt es keinen Grund zur Klage.

# Zum Lieferumfang gehören ein Helmbeutel und ein zweites Polster-Set in unterschiedlicher Stärke.
# Das Cinch Pro Mips System ist mit den gelben Befestigungen „schwimmend“ in der Helmschale aufgehängt.

Das einteilige Cinch Pro Mips System ist „schwimmend“ in der Helmschale aufgehängt und soll so bei einem Sturz die auftretenden Rotationskräfte reduzieren. Die Weitenverstellung ist komplett integriert, lediglich die Höhenverstellung stützt sich zusätzlich an zwei Stellen in der Helmschale ab.

Der Mechanismus zum Anpassen des Kopfumfanges lässt sich per Drehrad sehr einfach und in einem sehr breiten Bereich verstellen. Die zugehörige Höhenverstellung ist in fünf Stufen anpassbar, war an unserem Testhelm aber leider zunächst sehr schwergängig. Die Verstellung gelang anfänglich nur mit erheblichem Kraftaufwand. Vor allem beim Einschieben der dünnen Kunststoffarme hatten wir deshalb die Befürchtung, die Halterungen abzubrechen, weil soviel Kraft notwendig war. Im Test wurde das Einstellen nach mehreren Vorgängen leichter, aber ob Otto-Normal-Rennradfahrer bis zu dieser Erkenntnis kommt, ist fraglich, da man in der Regel nur einmal den Sitz einstellt.

# Das Einstellrad zur Weitenverstellung ist sehr einfach zu bedienen - Es funktioniert in beide Richtungen.
# Polster mit unterschiedlicher Materialstärke erleichtern die individuelle Anpassung.
# Die Höheneinstellung an unserem Testhelm ließ sich nur mit erhöhtem Kraftaufwand verstellen.

Die mitgelieferten Polster in zwei unterschiedlichen Stärken bieten eine gute Möglichkeit, die Passform individuell im oberen Kopfbereich anzupassen. So sollte der Rev Pro Mips für sehr viele Kopfformen tauglich sein. Über den Ohren bleibt zudem ausreichend Platz für die Bügel gängiger Rennrad-Brillen. Eine spezielle Brillenhalterung findet sich am Rev Pro Mips nicht, bei der Anzahl der Lüftungsöffnungen sollte sich jedoch immer ein passender Einsteckplatz für den Augenschutz finden lassen.

Auf dem Kopf

Ist der Rev Pro Mips erst mal perfekt auf den eigenen Kopf eingestellt, überzeugt er mit hohem Tragekomfort. Allerdings ist Giants Top-Modell kein Leichtgewicht. Das ist gerade im direkten Vergleich zu Helmen spürbar, die 40 oder 50 Gramm leichter sind. Nach kurzer Gewöhnung fällt das Gewicht jedoch nicht unbedingt negativ auf und man freut sich – zumindest bei warmer Witterung – über die sehr effiziente Belüftung.

# Die Schale lässt ausreichend Platz für die Bügel der Radbrille.
# Von vorne sind die zahlreichen Lüftungsöffnungen sehr gut zu sehen - Zwischen Kopf und Schale bleibt viel Platz für einen konstanten Luftstrom.
# Hinten wird der Giant Rev Pro Mips über zahlreiche Öffnungen effizient entlüftet.

Auch bei mehrstündigen Ausfahrten verursacht der Rev Pro Mips keine Druckstellen. Das Einstellrad ist bei Bedarf auch während der Fahrt sehr einfach zu bedienen und erlaubt ein schnelles Anpassen, um zum Beispiel den Sitz auf ruppigen Straßen etwas straffer einzustellen. Das durchgehende Polsterband an der Stirn liegt angenehm auf der Haut und saugt den Schweiß gut auf.

Fazit von Rennrad-News.de

Giants Rev Pro Mips hat eine gute Passform, ist komfortabel und gefühlt ähnlich hervorragend belüftet wie andere Allround-Rennradhelme dieser Top-Kategorie. Einen Gewichtsaufschlag muss man in Kauf nehmen, legt dafür im Vergleich zu den meisten direkten Konkurrenten aber auch weniger Geld hin. Wen das Mehrgewicht nicht stört, der bekommt mit dem Rev Pro Mips einen komfortablen und sehr gut belüfteten Helm zum fairen Preis.

Pro / Contra

Pro

  • Komfortable Passform
  • Anpassmöglichkeit
  • Belüftung
  • Angemessener Preis

Contra

  • Gewicht
  • Höhenverstellung am Testhelm anfangs schwergängig

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Weitere kurze Tests aus der Serie Ausprobiert findest du auf dieser Übersichtsseite. Wenn du ein Produkt für einen ersten Test vorschlagen möchtest, schreibe uns einfach hier eine Nachricht!

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Text/Fotos: Harald Englert
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