Kommt es auf das Prestige an, das einer Firma anhaftet, so steht der Bekanntheitsgrad der Marke im Vordergrund, denn ansonsten "verpufft" das für das relativ unbekannte Rad ausgegebene Geld ohne Gewinn an vermeintlicher Achtung, die sich der Käufer des hochpreisigen Rennrades erhofft. Ich wüßte einige Marken, die hierzulande niemand (mehr) kennt, die es immer noch gibt und ihre Produkte zu sehr hohen Preisen anbieten. Ein gutes Beispiel dafür ist der englische Hersteller "Hetchins". Da hierzulande kaum einer diese Marke kennt, bleibe ich damit bei gelegentlichen Ampelbegegnungen mit anderen Fahrern unerkannt, denn bei den meisten Rennradfahrern hat sich mittlerweile die irrige Annahme etabliert, die Stahlrahmen kategorisch mit "billig" oder "Winterrad" gleichsetzt. In jedem Falle aber endet das Gespräch mit den Ampelmännchen immer mit der Frage nach dem Gewicht, mit der sie ihr kärgliches Wissen davon, was bei einem Rennrad wichtig ist, wiederkäuen.