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Stahlrahmentest in TOUr

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Re: Stahlrahmentest in TOUr
Ich fand den Test ganz gut.
Leider bleibt einem das Suchen einer Quelle für die Rahmen "von der Stange" selbst überlassen.
 
Sauteuer das Geraffel, äh die Räder.
Kein Rahmen ist wirklich leicht, na ja das Crema Cycles ansatzweise mit seinen 1550g und dabei erstaunlich fest, das geht aber mit Columbus Spirit nochmal 100-150g leichter, im Gegensatz dazu der Krautscheid mit beinahe 2kg und das ungemufft, alles andere irgendwo dazwischen. Schön sind sie. Aber aufgrund der hohen Preise glaub ich werden da nicht viele von verkauft werden. Sehen irgendwie wie Alubomber vergangenr Dekaden aus, außer das sehr klassische Tommasini vielleicht. Ist halt nach wie vor ein Nischenprodukt. Wir sind aber auch nicht die Zielgruppe für diese Art von Rennern, oder?
Interessanterweise wird zur Qualität der verwendeten Rohre überhaupt nichts gesagt.
Seltsamerweise kein Rahmen darunter aus Reynolds 953 oder Columbus Spirit od. XCr.
 
Also mir hat der Test gezeigt, wie preislich "günstig" die gebrauchten edlen und bestens ausgestatteten Renner aus den 90er Jahren doch sind, selbst wenn einige über den Preishype klagen.
Ich habe noch nie viel über 1.000 € investieren müssen, um ein bestens ausgestattetes, mit verchromten Muffen, bestem Rohrmaterial (bis hin zum Neuron beim Cinelli Supercorsa) der damaligen Zeit und DA oder Record - allerdings "nur" 8 bzw. 9 fach - zu haben.
Mit 1.000 € kommt man bei den heutigen Neurädern nicht weit.

Insofern hat mir der Test "gut getan".
 
Also mir hat der Test gezeigt, wie preislich "günstig" die gebrauchten edlen und bestens ausgestatteten Renner aus den 90er Jahren doch sind, selbst wenn einige über den Preishype klagen.
Ich habe noch nie viel über 1.000 € investieren müssen, um ein bestens ausgestattetes, mit verchromten Muffen, bestem Rohrmaterial (bis hin zum Neuron beim Cinelli Supercorsa) der damaligen Zeit und DA oder Record - allerdings "nur" 8 bzw. 9 fach - zu haben.
Mit 1.000 € kommt man bei den heutigen Neurädern nicht weit.

Insofern hat mir der Test "gut getan".

Ich glaube aber, dass potentielle Käufer gerade das anspricht, dass eben nicht klassische Räder in Stahl sind. Viele haben eben keine Lust mehr auf die wabbeligen SLX Rahmen etc. von früher. Daher wäre der Thread eher bei "Technik, Material und Leichtbau" aufgehoben.

Stahl ist nicht gleich Klassiker...
 
Allein die Bildauswahl zeigt: Edel musste es sein. Und hip. Aber zeigen, was Stahl heute kann? Da gab es schon vor 20 Jahren Rahmen, die den getesteten ganz sicher überlegen waren. Wenn bei so einem Test Hersteller wie Norwid und Georg Blaschke fehlen, dann frag ich mich, was die Retroserie von Gios da zu suchen hat. Die Dinger werden billigst zusammengebraten und stehen inzwischen relativ häufig in Schaufenstern rum, machen aber sicher keine Werbung für das, was Stahl kann. Wie 015Alpha schon sagt, ohne die aktuellen Hochleistungsstähle kann man so einen Test im Augenblick nicht machen.

Gruß, svenski.
 
Mit wachsendem Interesse beobachte ich, was sich in den letzten Jahren in einer bestimmten Nische des Marktes für Räder mit Stahlrahmen tut. Damit meine ich Buden wie Genesis, die derzeit ein englisches Pro-Team mit einem Stahlrahmen (Volare 953) in die Rennen schickt. Auch die anderen Rahmen mit Material bis 853 sind interessant und nicht ausschließlich auf Rennbetrieb ausgerichtet. Dafür ist deren Zeug intelligent durchkonstruiert, sauber in Taiwan gefertigt (geschweißt) und erstaunlich erschwinglich. Als durchaus stolze Besitzer eines Crossers von denen (Croix de Fer) finde ich spannend, dass auf dem Wege auch richtig gute Fahreigenschaften rauskommen können.

Das soll jetzt keine Werbung sein. Bin (leider;)) nicht in der Lage, ständig mehrere ähnliche Rahmen bewegen zu können. Was mich an dem Konzept interessiert ist die Tatsache, dass da eine hierzulande lange vernachlässigte hochwertige, aber preiswerte Kleinserienfertigung unternommen wird, die mit dem Werkstoff Stahl durchaus spannende zeitgemäße Räder hervorbringen kann. Was für mich im konkreten Fall eine sehr willkommene Ergänzung des Markes war. Würde mich freuen, bei Bedarf auch in Zukunft auf derartige Stahlrahmen zugreifen zu können, wenn sich da eine solches Angebot stabilisiert oder erweitert. Denn das oberste Marktsegment (wie hier im Test) finde ich nicht automatisch das interessanteste. Und außerdem finde ich die These spannend, dass ein richtig gut funktionierender Stahlrahmen nicht nur von einem alten Meister in reiner Handarbeit angefertigt werden kann. Das was ich da fahre ist alles andere als billig zusammengebraten.

Berichtet wird über sowas leider nicht. Dafür ist das Marktvolumen wohl zu klein.

Und mein heiß geliebter Neoklassiker hat nunmal den Nachteil, dass er so präzise für das damalige Ideal von Reifen handgefertigt wurde, dass ein etwas überbreiter 23er (4000S) schon kaum noch reinpasst :confused:

Gruß, svenski.
 
Allein die Bildauswahl zeigt: Edel musste es sein. Und hip. Aber zeigen, was Stahl heute kann? Da gab es schon vor 20 Jahren Rahmen, die den getesteten ganz sicher überlegen waren. Wenn bei so einem Test Hersteller wie Norwid und Georg Blaschke fehlen, dann frag ich mich, was die Retroserie von Gios da zu suchen hat. Die Dinger werden billigst zusammengebraten und stehen inzwischen relativ häufig in Schaufenstern rum, machen aber sicher keine Werbung für das, was Stahl kann. Wie 015Alpha schon sagt, ohne die aktuellen Hochleistungsstähle kann man so einen Test im Augenblick nicht machen.

Gruß, svenski.


http://georgblaschkebikes.wordpress.com/2013/07/29/purple-blast-in-der-tour/

Im Artikel auch episch und breit dargestellt..... ansonsten ist ein Magazin kein Katalog, die Mischung geht von klassisch und recht preiswert bis hin zu "was kann man mit einem Stahlrahmen erreichen". Crema knapp 7,0kg.

Gios, Ritchey und Tommasini auf Niveau im Preis der oberen Mittelklasserahmen, Crema, de Rosa etwas drüber, aber auch keine "Marktausreißer".

Das Blaschke-Vandeyk: Jo, Hingucker, man muss es ja nicht kaufen, aber die Nummer ist bsonders im Markt, von daher wert, es sich anzuschauen.

Das Gios, billigst, überigens knapp hinter dem Tommasini mit den besten geprüften technischen Werten.


Ansonsten ist der Markt insgesamt im Blick, das Norwid bspw. gabs vor drei Jahren:

http://www.norwid.de/pdf/Skagen_Tour2009.pdf

Genesis: Im Markt für Privatleute nur Rahmen bis 725. Der Rest: "It´s coming".

Es gibt das Volare nicht zu kaufen. Bisher.

Wer glaubt, dass es vor 20 jahren Stahlrahmen gegeben hätte, die den hier gezeigten locker haushoch überlegen waren, der hat sich mit der Materie nicht befasst. LESEN!
 
Sauteuer das Geraffel, äh die Räder.
Kein Rahmen ist wirklich leicht, na ja das Crema Cycles ansatzweise mit seinen 1550g und dabei erstaunlich fest, das geht aber mit Columbus Spirit nochmal 100-150g leichter, im Gegensatz dazu der Krautscheid mit beinahe 2kg und das ungemufft, alles andere irgendwo dazwischen. (...) Interessanterweise wird zur Qualität der verwendeten Rohre überhaupt nichts gesagt. Seltsamerweise kein Rahmen darunter aus Reynolds 953 oder Columbus Spirit od. XCr.
Das Crema ist zum großen Teil aus Spirit, Vandeyk komplett XCr. Klar geht's noch leichter, aber nur ohne Lackierung ;). Krautscheid ist halt auch noch verchromt. 953 scheint ja kaum jemand mit Namen verarbeiten zu wollen bzw. zu verkaufen.
 
Test/Tour/Stahlrahmen, da seh ich wenig Korrelation.
 
http://www.norwid.de/pdf/Skagen_Tour2009.pdf

Genesis: Im Markt für Privatleute nur Rahmen bis 725. Der Rest: "It´s coming".

Es gibt das Volare nicht zu kaufen. Bisher.

Wer glaubt, dass es vor 20 jahren Stahlrahmen gegeben hätte, die den hier gezeigten locker haushoch überlegen waren, der hat sich mit der Materie nicht befasst. LESEN!

Norwid: Stimmt. Den Test hatte ich nicht auf dem Schirm.

Genesis: einiges aus 853 ist lieferbar, website kommt zum Herbst. Bin sehr gespannt, was das Volare Rahmenset kosten wird.

Die Adjektive "locker und haushoch" stammen nicht von mir. Ich weiß schon, warum ich das nicht geschrieben habe ;)

Gruß, svenski.
 
Genesis als "Bude" zu bezeichnen, ist aber ein wenig ein Euphemismus. Die "Mutter" Madison ist nicht gerade ein Ein-Mann Betrieb. Ein Croix de Fer habe ich für jemanden auch gerade aufgebaut. So gut wie Surly und andere der besseren Taiwan-Stahlrahmen allemal. Aber auch nicht in allen Details wirklich überragend, aber dem Preis völlig angemessen.

Es ist insgesamt ein wenig Bewegung auf dem Stahlrahmenmarkt. Im Moment habe ich den Eindruck, dass an jeder Ecke entweder ein Rahmenbauer eröffnet oder hie und da Produktionsrahmen gelabelt werden. Oft leider mit sehr durchschnittlichen Geometrien oder einfach in Retro Optik. Dafür haben so manche auch bereits wieder aufgegeben.

Nur bin ich sicher, dass es erstmal ein Nischenprodukt bleibt. Die geneigten Hobbyfahrer nehmen Stahl als Rahmenwerkstoff nicht wirklich ernst ( mit ein paar Ausnahmen) und sehen es, wenn überhaupt mehr als Prestigeobjekt um auch etwas zu haben, was so "in" ist.......
 
Ich bin gar nicht sicher, ob nicht bald auch mehr Hobbyfahrer sich wieder dem Thema Stahl zuwenden. Das allgemeine Interesse an Handwerk und langfristigen Werten trägt da seinen Teil bei. Ein Stahlrahmen, der von einem Rahmenbauer in Handarbeit gefertigt wurde, hat für mich einen anderen Stellenwert als ein Carbonteil aus einer Fabrik in Fernost. Und die Gewichtsunterschiede sind im HiEnd-Bereich bei Stahl auch zu vernachlässigen. Ich hatte bei Diel Vaneenooghe einen Stahlrahmen in der Hand, der als komplett aufgebautes Rad bei unter 7 Kilo landet. Und dabei sowohl von der Wertigkeit als auch Ästethik die üblichen Carbonschüsseln um Längen schlägt. Natürlich hat sowas seinen Preis, aber dafür kann man sich bei Gefallen auch daneben setzen, wenn das Rad entsteht.
Die Stahlräder, die auf der Berliner Fahrradschau im Rahmen des Rapha-Rahmenbau-Contests zu sehen waren wie zB ein tolles Vogel, lösen bei mir viel mehr den Wusch aus, es zu fahren, als ein Hobel der aktuellen TdF. Ich hab halt die Hoffnung auf ne Profikarriere aufgegeben, da kann ich dann auch gleich Stahl fahren. Im Automobilrennsport haben die Fans auch gemerkt, dass aktuelle F1-Boliden für den Alltagseinsatz nicht dauerhaft geeignet sind.
 
Ich sehe neuerdings im Supermart/Baumarkt seit langem mal wieder Raeder ohne Federgabel. Gut, billiger Ramsch (Mifa/MCKenzie), aber scheinbar sind Raeder ohne Billigst-Federgabel nicht laenger unverkaeuflich.
Ein Arbeitskollege hat sich jetzt ein Pedelec gekauft. Extra-Aufpreis fuer eine starre Gabel - witzig.
 
Sauteuer das Geraffel, äh die Räder.
Kein Rahmen ist wirklich leicht, na ja das Crema Cycles ansatzweise mit seinen 1550g und dabei erstaunlich fest, das geht aber mit Columbus Spirit nochmal 100-150g leichter, im Gegensatz dazu der Krautscheid mit beinahe 2kg und das ungemufft, alles andere irgendwo dazwischen. Schön sind sie. Aber aufgrund der hohen Preise glaub ich werden da nicht viele von verkauft werden. Sehen irgendwie wie Alubomber vergangenr Dekaden aus, außer das sehr klassische Tommasini vielleicht. Ist halt nach wie vor ein Nischenprodukt. Wir sind aber auch nicht die Zielgruppe für diese Art von Rennern, oder?
Interessanterweise wird zur Qualität der verwendeten Rohre überhaupt nichts gesagt.
Seltsamerweise kein Rahmen darunter aus Reynolds 953 oder Columbus Spirit od. XCr.

1,4 Kg mit Spirit? Nicht mal unlackiert in Kindergröße. Ich habe ein Tommasini in Spirit und das liegt bei glatt 1,8 kg. Bei kleinen Rahmen landet man ggf. knapp unter 1,7 kg dann ist Schicht. Die Stahl-Leichtrahmen aus den späten 90er kann man damit nicht vergleichen, das waren vergleichsweise Gummikühe.

Ich habe selber zwei leichte moderne Stahlräder (7,6 kg), das ist schon was anderes als die SLX Möhren von früher. Ist halt ein Flasche schwerer alsPlasteräder, damit kann ich leben.
 
Und mein heiß geliebter Neoklassiker hat nunmal den Nachteil, dass er so präzise für das damalige Ideal von Reifen handgefertigt wurde, dass ein etwas überbreiter 23er (4000S) schon kaum noch reinpasst :confused:

Das ist oft das Problem. Klassische Stahlrahmen mit 130er Hinterbaubreite und Durchlass fuer 28er Reifen (eventuell sogar mit Schutzblech) als Basis fuer Stahraeder mit moderner, einfacher Technik sind duenn gesaeht.
 
Die 1400g, genau genommen 1380g, sind nicht meine Idee, die hat mir mal Hr. Agresti bei der Frage nach dem leichtest möglichen Rahmen aus Col. SPIRIT in meiner RH(52-54cm) zugerufen...
Mein Rahmen wiegt gemufft 1540g, ohne die drei Muffen (Sattelklemm-. , obere u. untere Steuerkopf-) Muffen wären das 1390g, denn 150g haben sie vor dem Zusammenlöten gewogen. Pyttel macht via Auftragslötung aus Reynolds 531SL bzw. Col. ZONA auch einen Rahmengewicht v. 1450g, die angegebene RH weiß ich aber nicht mehr, war Kasitier seiner glaub ich.
 
Die Rahmen aus Spirit die man kennt, gehen alle erst bei 1,65 Kg los und da ist dann echt nur wenig Lack drauf. Das einige Rahmenbauer Fabelgewichte erfinden ist ja nix neues. Agresti hat ja sogar mal unlackiert im Rost-Style verhökert. Wer den Rahmen ständig fettig hält und nix gegen angelaufene Stellen hat, bitte.

Dein Rahmen ist dann wohl einer der leichten „Gummikühe“ aus den späten 90ern? Solche Gewichte sind eigentlich nur machbar wenn sowohl Wandstärke als auch Rohrdurchmesser klein sind. Bei Spirit hat man ja schon moderates Oversizing, vor allem beim Unterrohr und den Kettenstreben und genau dadurch erreichen solche Rahmen auch zeitgemäße Festigkeit.
 
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