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Schlauchreifen allgemein

blackwave

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Hallo!

Neuer LRS ist quasi fast gekauft, ich will mich jetzt endlich mal mit dem Thema Schlauchreifen auseinander setzen, da die Vorteile meiner Meinung nach zumindest auf dem Papier überwiegen.
Habe mich mit der Materie jetzt etwas länger auseinander gesetzt, dennoch bleiben Fragen:

- Beim zukünftigen Aero-Laufradsatz liegen die Speichennippel innen. Sollte ich zentrieren wollen, muss also der Schlauch runter. Frage: geht dies ohne den Reifen zu zerstören? (Werde natürlich Geschichten wie aussparen des Klebers auf der gegenüberliegenden Seite des Ventils berücksichtigen) dennoch: wie gehe ich bei der Demnontage eines intakten Schlauchreifens vor?

- Entfernen der Kleberückstände. Wie darf man sich das vorstellen? Vollständig oder wie? Und wie sieht dieses "aufrauhen" aus? Sprich, bei Carbon höre ich da immer wieder unterschiedliche Versionen. Tendenz zu "unnötig"

- Nach erfolgreichem Aufziehen des Reifens auf das Laufrades 24h ruhen lassen (ich meine nicht die Dehnung im "trockenen" Zustand) - Habe da unterschiedlichste Versionen gehört. 20min, 24h, etc.

- Pannenmilch: wie wende ich diese an? Beispielweise Schwalbe, 60ml. Stichpunkt Ventilverlängerungen, etc. Und was passiert nach diesen 7 Monaten Haltbarkeit im Schlauch? Hab ich dann Staub im Schlauch? ;)
 
Hi Blackwave,
Hallo Rennradgemeinde,

ich würde gerne mal erfahren, wo nun die Vorteile der Schlauchreifen im amateurtechnischen Rennradbereich liegen.
Bitte versteht mich richtig. Rein optisch und auf der Gefühlsebene wäre ich ja auch dafür. Nur wo dann rein technisch die für mich nachvollziehbaren Vorteile liegen weiß ich wirklich nicht. Und ich denke ich bin mit mindestens einem Platten auf 1000 km wohl auch ein Pechvogel. Und so richtig schnell traue ich mich auch in keine Kurve zu legen. Zusätzlich möchte ich keinen Zweitreifen mitführen. Zumal ich den wohl nicht richtig montieren könnte.
Für technisch nachvollziehbare Antworten wäre ich echt dankbar.

Viele Grüße

Heiko
 
Gut, den Beitrag Schlauchreifen vs. Drahtreifen habe ich gefunden. SR scheinen vielleicht - sofern ich mir ein 3. RR zulege - vielleicht doch keine so schlechte Alternative zu sein...
 
Den TE kann ich nicht viel schreiben so weit bin ich noch nicht. Die Laufräder was ich montiert habe habe ich so bekommen. Setzte mich mit dem Thema dann erst auseinander wenn es so weit ist :D

Heiko
Ich hab seit kurzen Schlauchreifen am RR montiert da ich den Laufradsatz zu sehr guten Konditionen bekommen habe. Den Vorteil was ich bis jetzt auf meiner einzigen Schlauchreifenrunde, bevor das schlechte Wetter angefangen hat, bemerkt hatte war das sich das Bike viel Komfortabler fährt. Ist zumindest mein Eindruck. Ich hab auf meiner 80km Runde zwei Stücke mit Kopfsteinpflaster. Dort hat es mich mit den normalen Reifen (Conti Attack und Force) mit 8bar immer ganz schön durchgeschüttelt. Jetzt mit den Schlauchreifen (Conti Competition) mit 11bar kommt mir das viel "weicher" vor. Das Bike fährt sich jetzt auch irgend wie auch direkter. Ob das aber alles nur an den Reifen oder am Carbonlaufradsatz liegt kann ich dir nicht genau sagen. Für mich ist es jedenfalls ein großer Unterschied. Zumal ich durch den Laufradwechsel einiges an Gewicht gespart habe. Wie weit die pannensicherer sind wie normale Reifen kann ich noch nicht Beurteilen. Wie ja schon geschrieben bin ich erst einmal damit gefahren. Doch auch mit meinen normalen Reifen bin ich bei 4tkm nur ein mal zu einen Platten gekommen. Ob sich aber der Wechsel lohnt und für dich in Frage kommt wirst du dir nur selber beantworten können. Ich hab das Glück bei Probleme ein paar Rennfahrer die schon Jahrelang nur geklebte Reifen im Renneinsatz Fahren als Hilfe an meiner Seite zu Wissen. Diese fahren aber am Trainingsrad meist auch nur normale Reifen was meist mit den Kosten gerechtfertigt wird.
 
- Beim zukünftigen Aero-Laufradsatz liegen die Speichennippel innen. Sollte ich zentrieren wollen, muss also der Schlauch runter. Frage: geht dies ohne den Reifen zu zerstören? (Werde natürlich Geschichten wie aussparen des Klebers auf der gegenüberliegenden Seite des Ventils berücksichtigen) dennoch: wie gehe ich bei der Demnontage eines intakten Schlauchreifens vor?
Gut gebaute Laufräder braucht man fast nie nachzentrieren. Ich prüfe die Speichenspannung meistens wenn der Reifen wegen Verschleiß eh runter muss. Falls der aber recht lange drauf war und der Kleber gut hält, kann es sein daß das Nahtschutzband an der Felge kleben bleibt. Ich würde den Reifen dann nicht mehr fahren wollen.
- Entfernen der Kleberückstände. Wie darf man sich das vorstellen? Vollständig oder wie? Und wie sieht dieses "aufrauhen" aus? Sprich, bei Carbon höre ich da immer wieder unterschiedliche Versionen. Tendenz zu "unnötig"
Ja, den Kleber rubbelt man vollständig runter. Das siehst du dann schon ;-)
Aufrauhen? Wenn es zu glatt ist im Felgenbett, kann man ja mit feinem Schleifpapier bisschen drüberfahren.

- Nach erfolgreichem Aufziehen des Reifens auf das Laufrades 24h ruhen lassen (ich meine nicht die Dehnung im "trockenen" Zustand) - Habe da unterschiedlichste Versionen gehört. 20min, 24h, etc.
Mit Tufo Felgenband->Sofort fahrbar
Normaler Kleber->Ne Stunde würde ich dem schon geben.

- Pannenmilch: wie wende ich diese an? Beispielweise Schwalbe, 60ml. Stichpunkt Ventilverlängerungen, etc. Und was passiert nach diesen 7 Monaten Haltbarkeit im Schlauch? Hab ich dann Staub im Schlauch? ;)
Besorg dir Ventilverlängerungen mit herausnehmbaren Ventileinsatz. Da bekommt man die Milch im Notfall unterwegs besser rein.
Die Milch bildet mit der Zeit eine (Latex-?) Schicht im Schlauch und/oder verklumpt zu einem Krümel. 60 ml sind vielleicht für MTB-Tubeless interessant, aber beim Rennrad-Schlauchreifen reicht ganz wenig als Vorsorge. Unterwegs sollte man aber immer sowas dabeihaben.
 
geronet
Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung :) Mal ne Frage zu dem Tufo Felgenband: ist das eher als Notlösung gedacht oder ist das eine vollwertige Alternative? Habe mir da mal Videos zu angesehen, sieht ja super aus und würde mir ehrlich gesagt doch mehr gefallen als die Kleberei. Wie sieht es dabei mit der Entfernung der Reste aus? Schwieriger / leichter als bei Contikleber z.B.?

Und abschließend noch eine Frage zu der Dichtmilch: (habe herausnehmbare Ventileinsätze, brauche noch dieses "Werkzeug" ;) ) wie gehe ich danach vor? Tyre Seal rein und wie gehts dann weiter? Werde ja wenig bis keine Luft mehr drin haben, wieviel kann ich wann wieder reinpumpen?

Danke! :)
 
Zum Tufo kann ich sagen, dass das eine vollwertige Verklebung ist. Wie schon von Dir selber erkannt, solltest Du auf der Ventil gegenüberliegenden Seite 10 cm nicht kleben, damit Du den Reifen im Notfall mal wieder runter bekommst. Ansonsten hast Du ein Problem. Aufpassen musst Du schon beim montieren und Ausrichten des Reifen, wenn eimal fest, ist nix mehr mit justieren, weil er eiert.

Technische Vorteile haben heutige Schlauchreifen aber nicht mehr wirklich gegenüber guten Draht(falt)reifen. Ist bald schon eine Glaubensfrage wie Campa oder Shimano.
 
Für uns Hobbyfahrer hat es sicher keine Vorteile (ich sehe da eher Nachteile in Sachen Handhabung) wenn es allerdings keine technischen Vorteile hätte würden nicht alle Profis damit fahren.

Probier es einfach aus, wirst schon deine Freude haben (egal ob Band oder Kleber)

Cu danni (ich bin Klebefan und lasse nie ne Lücke...)
 
Das Tufo Felgenband hab ich schon länger drauf, ist echt praktischer zum montieren. Fährt sich genauso, selbst beim Dolomitenmarathon mit extremer Hitze gabs keine Probleme. Das entfernen der Reste ist in etwa die gleiche Arbeit. Dabei hatte ich vor dem Rennen den Vorderreifen wegen Platten wechseln müssen und der neue klebte kaum noch o_O (Zeit: 5:41 auf der langen Strecke)
Am Anfang hält der Reifen auf dem Band kaum, da muss man einfach ein bisschen fahren dann wird das richtig fest.
Ausrichten geht auch noch wenn man das Kunststoffzeugs ganz runtermacht, ist auch einfacher weil der Reifen nicht mehr rumrutscht.

Mit Dichtmilch kannst du sofort auf vollen Druck gehen. Falls irgendwo ein Loch drin ist, wird es dort evtl. herausspritzen und mit etwas weniger Druck dichten große Löcher besser.
 
Ich fummel auch nie den alten Kleber komplett runter, der wird mit nem Pinsel kräftig mit neuem Kleber bestrichen (Nahtband auch) und dann geht der Reifen drauf. Bei ner Neumontage macht man extra 3 Schichten (je Felge und Reifen)
Der neue Kleber auf den alten Resten löst diesen ja wieder teilweise an (wenn er vor dem Abwurf der Atombombe aufgebracht).
Ich warte allerdings nach einer Neumontage (also 3 neue Kleberschichten) eher 2 oder 3 Tage vor der ersten Ausfahrt, so richtig trau ich dem Kleber nicht. (kann ich nicht so richtig ablüften und das ist ganz schon dock draufgeschmiert)

Cu Danni
 
Naja, "Vorteile" für uns Amateurfahrer sind klar relativ. Aber ich sags mal so: Ich wollte einen schnell und ruhig laufenden Aerolaufradsatz für mein Tarmac. clincher in dem Bereich sind allesamt sackschwer, dafür kann ich meine Panne aber sicherlich in 2 minuten aus der Welt schaffen.
Jetzt hab ich auf der anderen Seite einen Carbonlaufradsatz mit Schlauchreifen, der sich mit 10 bar weicher fährt als alles andere mit 7,5 bar sowie ein meiner Meinung nach ausgeglicheneres Fahrgefühl. Des Weiteren hat besagter Laufradsatzer ein 25mm höheres Profil bei 150 Gramm weniger Gewicht als meine Alulaufräder. Und nachdem es ja auch noch Mittel gibt, sich die Kleberei zu ersparen, sehe ich für mich persönlich deutlich mehr Vor- als Nachteile.

Ergebnis erste Kleberei mit dem Conti-Carbon-Zeugs: Ich habe den Reifen vorgedehnt, aufziehen ging gut. Habe keinen Höhenschlag und der Reifen sitzt prima. Aber ich habe relativ unschöne Klebereste am Reifen, die ich nicht abbekomme. Trotzdem: ich habs selbst gemacht und bin zufrieden.

Ab sofort ist Dichtmilch und Pumpe dabei, ich bin jedenfalls insgesamt total begeistert.
 
Ich habe im Pannenfall auch schon gute Erfahrungen (3 mal und alle sind noch dicht) mit diesem günstigen Pannenspray gemacht.
Das kostet um die 5€ (ab und an mal bei ALDI & Co für unter 2€) und ist flüssig wie Wasser. Das geht problemlos auch am Ventileinsatz vorbei und pumpt schonmal ordentlich vor.
(einzig mein geplatzter Latexschlauch bei der Eroica stellte dieses Mittel vor Unmögliches)

Die Klebereste bekommt man aber irgendwann abgeknubbelt wenn sie etwas härter sind, bei mir war das am Anfang auch immer so. Kleber war überall, an der Hand, am Hemd, an der Hose, am Teppich, in den Haaren .... ein Wunder das die Reifen überhaupt hielten.

Cu Danni
 
Nochmal auf meine Frage nach der Haltbarkeit von präventiver Pannenmilch: was passiert da? Händler meinte, ich soll erst zu Beginn der Saison jeweils 30ml pro Reifen von dem Schwalbe Zeug reinlaufen lassen. Eben nicht jetzt, da dieser ja nicht wirklich gefahren wird und eben die Haltbarkeit auf 7 Monate beschränkt ist.
Was passiert dann? :)

Ich denk ich lass das einfach mit diesme Präventivzeugs und schütte Milch rein sollte es akut werden. Oder was meint ihr dazu? :)
 
Mir ist das Tufozeug immer schon in der Flasche hart geworden eh ich es einsetzen konnte, auch kein billiges Vergnügen.
Eine Garantie das der Reifen dann dicht wird gibt es da auch nicht, einen Ersatzreifen hab ich fast immer dabei. Und sei es nur ob des guten Gefühls.

Cu Danni
 
Auf MTB-News gibt es irgend wo einen Thread die Bilder beinhaltet mit den getrockneten Überresten der "Milch". Ich fahr meine MTBs auch mit "Milch" und die ist dort nach zirka 4-6 Monate auch verklumpt wenn das Bike nicht regelmäßig bewegt wird. Bei dem Bike was jeden Tag gefahren wird trocknet die Flüßigkeit am Reifen als Schicht fest.
 
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