Ich las das von Dir mit dem Defizit, und dachte genau in dem Moment, puh, vermutlich wieder so'n "Nerd", der gleich noch mit LowCarb, Nüchtern, und ohne Frühstück daherkommt. Sorry, aber was stimmt mit "Euch" nicht? Wenn ihr gesportelt habt, esst Reis und Pasta, und 'n Stück Fleisch dazu. Ich kann da echt nur mit dem Kopp schütteln. Und schon Omma wusste, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Aber was weiß die schon?
Das Thema Ernährung lief bei mir bislang nur so nebenher, das wird meine nächste Baustelle sein. Nach meinem letzten VO2max-Training ist mir klar geworden, dass ich hier mehr den Fokus drauf setzen muss. Ich schätze mal, dass ich einen klassischen Ernährungsfehler begangen habe: Am Abend wenig gegessen (nur Magerquark), dann am Morgen schnell zwei Brötchen+Käse und direkt aufs Rad und losgelegt (Frau machte schon Druck; steht auch gerade wieder in der Tür...
Im 4. Intervall (4x8 mit 2 Min. Pause dazwischen nach Seiler) war plötzlich keine Energie mehr da. Ich musste von 106% FTP auf 90% FTP runter, dann ging es wieder komischerweise und ich konnte das Intervall so beenden. Vermutlich waren die Glykogenspeicher einfach leer - und Ende. Entweder hätte ich während dem Training Gels oder dergleichen nachschieben müssen oder vorher (2-3 Stunden) ordentlich KH tanken. Liege ich richtig?
Über den Winter fahre ich derzeit einen 60:40-Ansatz. 60% relativ locker (Zone 2 ist bei mir nahe Zone 3) und 40% höhere Intensitäten. Bei nur 7-8 Stunden pro Woche auf dem Rad bzw. Bock im Winter ist das meines Erachtens ein pragmatischer Kompromiss, um die Form zu halten und ggf. die Power - sofern nicht zu viele Krankheitspausen ins Haus stehen - etwas nach oben zu drücken. Scheint ja bisher zu funktionieren.
Ansonsten vermute ich auch, dass die klassischen 80:20-Einteilungen halt immer von einem sehr hohen Gesamtvolumen ausgehen (von Berufsfahrern ausgehend) und somit einfach nur bedingt auf den typischen Hobbyathleten übertragbar sind. Ich vermute auch, dass viele Hobbysportler zu lasch trainieren.
