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Road to mehr Leistung (Familienvater mit mittlerem Zeit Budget)

Ich las das von Dir mit dem Defizit, und dachte genau in dem Moment, puh, vermutlich wieder so'n "Nerd", der gleich noch mit LowCarb, Nüchtern, und ohne Frühstück daherkommt. Sorry, aber was stimmt mit "Euch" nicht? Wenn ihr gesportelt habt, esst Reis und Pasta, und 'n Stück Fleisch dazu. Ich kann da echt nur mit dem Kopp schütteln. Und schon Omma wusste, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Aber was weiß die schon?

Das Thema Ernährung lief bei mir bislang nur so nebenher, das wird meine nächste Baustelle sein. Nach meinem letzten VO2max-Training ist mir klar geworden, dass ich hier mehr den Fokus drauf setzen muss. Ich schätze mal, dass ich einen klassischen Ernährungsfehler begangen habe: Am Abend wenig gegessen (nur Magerquark), dann am Morgen schnell zwei Brötchen+Käse und direkt aufs Rad und losgelegt (Frau machte schon Druck; steht auch gerade wieder in der Tür... ;)).

Im 4. Intervall (4x8 mit 2 Min. Pause dazwischen nach Seiler) war plötzlich keine Energie mehr da. Ich musste von 106% FTP auf 90% FTP runter, dann ging es wieder komischerweise und ich konnte das Intervall so beenden. Vermutlich waren die Glykogenspeicher einfach leer - und Ende. Entweder hätte ich während dem Training Gels oder dergleichen nachschieben müssen oder vorher (2-3 Stunden) ordentlich KH tanken. Liege ich richtig?

Über den Winter fahre ich derzeit einen 60:40-Ansatz. 60% relativ locker (Zone 2 ist bei mir nahe Zone 3) und 40% höhere Intensitäten. Bei nur 7-8 Stunden pro Woche auf dem Rad bzw. Bock im Winter ist das meines Erachtens ein pragmatischer Kompromiss, um die Form zu halten und ggf. die Power - sofern nicht zu viele Krankheitspausen ins Haus stehen - etwas nach oben zu drücken. Scheint ja bisher zu funktionieren.

Ansonsten vermute ich auch, dass die klassischen 80:20-Einteilungen halt immer von einem sehr hohen Gesamtvolumen ausgehen (von Berufsfahrern ausgehend) und somit einfach nur bedingt auf den typischen Hobbyathleten übertragbar sind. Ich vermute auch, dass viele Hobbysportler zu lasch trainieren.
 
Am Abend wenig gegessen (nur Magerquark), dann am Morgen schnell zwei Brötchen+Käse und direkt aufs Rad und losgelegt
Entweder hätte ich während dem Training Gels oder dergleichen nachschieben müssen oder vorher (2-3 Stunden) ordentlich KH tanken. Liege ich richtig?

..also irgendwie ist das auch alles selbsterklärend, oder? Beziehungsweise, wo und wann war denn überhaupt die eigentliche Mahlzeit? Und bis so ein Frühstücksbrötchen dort ist, wo es hinsoll, dass dauert seine Zeit, und der Käse ist auch nicht schneller. Wenn man noch was direkt vorm Training einwirft, dann wenigstens was Süßes.

Bei mir läuft's so, dass ich mir ca. ne Stunde bis anderthalb vorm Training noch n Schoko-Knusperks-Müsli reinziehe, kurz vorher ggf. noch ne Banane oder 'n Gel, dann ab.. und auch wenn sich der Körper für eine Stunde auch so durchs Training retten kann, wird trotzdem nachgeführt, damit man's nächsten Tag nicht merkt. Es steht immer (mindestens) eine Literflasche mit 100 g Carbs, und (mindestens) eine 1,5-Liter-Flasche Wasser neben der Rolle. Gels werden eingeworfen, wenns über eine Stunde geht. Nach dem Training dann halt Reis/Pasta - je nachdem, kleine, mittlere oder große Portion.. und je nach Umfang hier und da noch nen Snack oder gar zweite kleine Mahlzeit.
 
@Pompööös
Wenn Dir bei 4x 8 Min schon die Energie ausgegangen ist, dann bist Du wohl ziemlich im KH-Defizit. Normal schafft das der Körper auch so. Aus den von @Teutone genannten Gründen ists aber besser was zuzuführen. Gibt ja noch nen normalen Alltag danach.
 
Das Thema Ernährung lief bei mir bislang nur so nebenher, das wird meine nächste Baustelle sein. Nach meinem letzten VO2max-Training ist mir klar geworden, dass ich hier mehr den Fokus drauf setzen muss. Ich schätze mal, dass ich einen klassischen Ernährungsfehler begangen habe: Am Abend wenig gegessen (nur Magerquark), dann am Morgen schnell zwei Brötchen+Käse und direkt aufs Rad und losgelegt (Frau machte schon Druck; steht auch gerade wieder in der Tür... ;)).
Hört sich für mich so an, als ob du Gewicht verlieren möchtest - bzw eine Feasten-Periode einbauen möchtest?

Meine Verpflegung:
Bei mir gibt es immer Carbs zum Abend - gerade am Vorabend eines anspruchsvollen Trainings am nächsten Morgen würde ich nie auf Carbs verzichten.
Außerdem gibt es bei mir direkt nach dem Training eine kleine Portion Carbs - sei es ein Glas Saft, Limo - Banane - eine Handvoll Gummibärchen - oder ein Toast mit Marmelade....

An Ruhetagen verschiebe ich regelmäßig das Frühstück auf 10-11UhrUhr und lasse Carbs weg - Quark oder Whey....

Training unter 2h verpflege ich idR. nicht unter der Fahrt, sondern durch meine Ernährung davor oder danach....es sei denn die Woche war im allgemeinen sehr anspruchsvoll - oder der Tag war mega stressig, dann ist ein Gel-Limo oder Cola die Wahl - das passiert aber wirklich selten.

Ist alles kein Hexenwerk. - wenn man allerdings abnehmen möchte und regelmäßig viel Umfang fährt muss man in meinen Augen in den "nicht" Umfang Wochen tracken - die innere Uhr eicht sich nicht so schnell um, von: ich brauche 5000kcal am Tag zu 2500kcal reichen mir.....und so macht man schnell Gewicht 🙈
 
Zum Thema- beispielhaftes Mittagessen am Ruhetag, nach und vor einer Umfangswoche:
 

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Sorry, aber das ist echt der Knaller.. Du rechtfertigst Dir solche Wearables, weil Du sonst nicht auf die Ursache Deiner Probleme gekommen wärst. Dabei - und ich meine das nicht despektierlich, sondern rein sachlich - hättest Du mit Hirn und gesundem Menschenverstand drauf kommen müssen, wie jeder, der sowas hier liest:
Ich las das von Dir mit dem Defizit, und dachte genau in dem Moment, puh, vermutlich wieder so'n "Nerd", der gleich noch mit LowCarb, Nüchtern, und ohne Frühstück daherkommt. Sorry, aber was stimmt mit "Euch" nicht? Wenn ihr gesportelt habt, esst Reis und Pasta, und 'n Stück Fleisch dazu. Ich kann da echt nur mit dem Kopp schütteln. Und schon Omma wusste, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Aber was weiß die schon?

Mensch Teutone, bei so viel Ferndiagnose und Pauschalkritik muss ich fast schmunzeln. Deine Kristallkugel scheint etwas trüb zu sein. Du baust dir da gerade einen ziemlichen Strohmann auf: Niemand redet hier von LowCarb, Nüchtern-Training oder Trend-Diäten. Das hast du dir alles dazugedichtet.

Ich hoffe, Dir geht es jetzt besser, dass Du einen pauschalen Rundumschlag durchgezogen hast? Nimm Dir mal ein Lebkuchenherz, zünde eine Kerze an und komm zur Ruhe – Dein Sympathikus fährt gerade Amok.

Es geht hier schlicht um ein unbewusstes Kaloriendefizit. Und dein ‚gesunder Menschenverstand‘ in allen Ehren, aber physiologisch liegst du da leider daneben: Unter hoher Belastung unterdrückt der Körper oft hormonell das Hungergefühl (anorexigener Effekt des Trainings). Genau das ist die Falle: Dein ‚Bauchgefühl‘ und ‚Ommas Weisheit‘ sagen dir in dem Moment eben nicht, dass du essen musst. Wer das erkennt und durch Daten korrigiert, ist kein ‚Nerd‘, sondern smart. Wer glaubt, Kalendersprüche reichen für moderne Leistungsphysiologie, bleibt halt stehen.

Es geht nicht darum, unfehlbar zu sein (wie du es scheinbar bist), sondern Fehler zu erkennen und sie zu beheben. Ja, ich gebe zu: Ich war zu dem Zeitpunkt vielleicht ein wenig überambitioniert und hatte Wissenslücken. Aber genau das habe ich geändert. Ich nutze dieses Wissen allerdings nicht, so wie du, um mich über andere zu erheben und zu urteilen, sondern um sie zu ermutigen, nicht den gleichen Fehler zu machen.
Denn meine Omma sagte immer: ‚Mien Jung, dat is nich schlimm, wenn du mal henfällst. Schlimm is bloß, wenn du nich wedder opsteihst un nix dorut lehrst.‘

Übrigens: Bei meiner Omma gab es Fischstäbchen mit viel Butter und Kartoffeln. Von ‚Bodybuilder-Essen‘ (Hühnchen und Reis) hat die nichts gehalten. Die war aber auch noch zu sehr vom Krieg geprägt und nicht so auf Fitness aus wie deine scheinbar.
 
Jetzt will ich auch Halloumi mit irgendwas. Das sieht extrem gut aus.

Mega easy - ich sollte vielleicht eine Insta-Koch-Reihe eröfffnen:
"The Time-Crunched Cyclist Cook" 😂

  • Sojaschnetzel und Asia-Eier InstantNudeln (zwecks Hühner in Bio) mit Gemüsebrühe übergiessen;
  • Hallumni anbraten (ich nutze Butterschmalz); dabei Zwiebel und Knochlauch schneiden
  • Hallmuni beiseite stellen
  • Zwiebeln/Knoblauch anbraten und etwas Tomatenmark dazu
  • Tiefkühlgemüse (hier Erbsen und italienische Mischung) dazu, Sojahack und Nudeln dazu
Ein paar Gewürze...anrichten ->voila 🙃
 
Niemand redet hier von LowCarb, Nüchtern-Training oder Trend-Diäten. Das hast du dir alles dazugedichtet.

..nein, niemand. Außer Dir:

dass ich Kohlenhydrate reduziert hatte.
dass ich (bis heute) nicht klassisch frühstücke. Während der Arbeit habe ich dann schlicht zu wenig gegessen.
‚Ein bisschen Low Carb on top hilft sicher noch mehr bei meiner Ambition.‘
 
..nein, niemand. Außer Dir:

Mein Freund, ich habe oben extra gesagt, das ich aus Mangel von Wissen Fehler gemacht habe, es auch begründet habe.

Aber gut, wenn es Dir noch einmal wichtig war, es hervorzuheben, gerne. Und nun? Darf ich Dir jetzt ein Lebkuchen reichen?
 
@Pompööös
Wenn Dir bei 4x 8 Min schon die Energie ausgegangen ist, dann bist Du wohl ziemlich im KH-Defizit. Normal schafft das der Körper auch so. Aus den von @Teutone genannten Gründen ists aber besser was zuzuführen. Gibt ja noch nen normalen Alltag danach.

Definitiv war es eine deutlich negative Kalorienbilanz am Vortag. Auffällig war halt, dass ich die ersten Intervalle noch gut bewältigen konnte und dann beim 4. Intervall nach 2-3 Minuten plötzlich der Einbruch da war. Glykogenspeicher waren halt leer, entsprechend konnte keine schnelle Energie mehr geliefert werden (Typ2-Fasern steigen aus), daher musste ich auch auf 90% FTP reduzieren - da liefern mir die Typ-1-Fasern wieder die nötige Mindestpower. Griff ins Klo halt...:rolleyes:
 
Hört sich für mich so an, als ob du Gewicht verlieren möchtest - bzw eine Feasten-Periode einbauen möchtest?
🙈

Exakt. Ich möchte die 70kg stabil halten (auf 178cm), sie gleiten mir immer wieder Richtung 71 hoch (meist irgendwas dazwischen) und das nervt mich etwas. Wenn ich ein leichtes Defizit fahre, komme ich auf die ~70kg und sobald ich mich satt esse, geht es wieder Richtung 71-72kg hoch. Ich spüre aber, dass die 70-Marke schon passt, nur das Halten gelingt mir derzeit nicht so richtig zufriedenstellend. Da feile ich gerade dran herum. 🥕🧀🍲🥒
 
Aber genau das habe ich geändert. Ich nutze dieses Wissen allerdings nicht, so wie du, um mich über andere zu erheben und zu urteilen, sondern um sie zu ermutigen, nicht den gleichen Fehler zu machen.

Nein, es geht mir darum, dass Du Dich hier "pro Wearables" aussprichst..

Das war für mich der Beweis: Gefühl und Daten korrelieren oft stark, wenn man sie lesen kann. Aber ab und zu wissen die Daten eben mehr als das Gefühl. Das Wearable hat mir hier geholfen, einen blinden Fleck zu finden.

...bzgl. einer "Analyse", für die es keine Daten oder Wearables braucht, sondern nur ein minimales Maß an Selbstreflexion. "Was tu' ich eigentlich, und was ess' ich eigentlich?". Sagen wir's so, das Ganze ist eher ein Beispiel für den Verlust jeglichen Körpergefühls und "gesunden Menschenverstandes", statt ein Pro-Argument für Wearables und Datenauswertung. Ich kann das verstehen, dass es überheblich oder klugscheißerisch rüberkommt. Aber letztlich ist es das Problem aller RED-S-"Opfer", dass sie sich da geschlossenen Auges in etwas reingeritten haben, was offensichtlich war.

Okay, wir können uns sicherlich darauf einigen, dass so ein Ding Leuten helfen kann, die in ein "problematisches Verhalten" geraten sind, wenn sie denn auf solch ein Ding eher hören, als auf einen gut gemeinten Rat. Aber das geht vermutlich auch nur bis zu einem gewissen Punkt, und vermutlich redet sich dann immer noch mancher ein, dass man sich selbst auf einem professionelleren Level bewegt, als es dieses Ding mit seinen Hinweisen wahrhaben will.
 
Ich finde das widersprüchlich, Junk Miles sind für mich die Miles zwischen Baum und Borke, die sicherlich zu nichts führen. Für mich ist das aber eher der Bereich oberes Z2, der in hohem Umfange sicherlich auch "erschöpfend" ist, aber "hart" klingt in dem Zusammenhang etwas deplatziert. Es ist okay, viel Grundlage zu fahren, aber m.E. ruhen sich viele zu sehr darauf aus.

Ich frage mich auch immer, wenn die Leute von 80:20 oder sonstwas für Verhältnissen sprechen, meinen sie das dann "so halbwegs, auf Tage bezogen", an denen sie dies oder das machen? Ist eine Stunde HIT "mit" oder "ohne" die Pausen? Oder tatsächlich, Time in Zone, ausgewertet, aufs ganze Training?

Hier dazu nochmal mein (oft kontrovers diskutierter) Ansatz... ergibt sich irgendwie immer automatisch in dieser Konstellation, aus Spaß, Gefühl und Regenerationsbedarf heraus: 30% Z3, 30% Z4, 10-12% Zone 5.. Rest Z1 und Z2. Bei allerdings nur 5-7h die Woche, im letzten halben Jahr. Bei stetig steigenden Leistungen und VO2max (momentan 70).

Anhang anzeigen 1719520






LIT abschneiden. Meine Meinung und Erfahrung. Nachdem man seinen Körper ein paar Jahre ans Fahrrad angepasst hat, motorisch und fitterisch. Das "untere Zeugs" ist sicherlich nicht unwichtig, aber wenn man nunmal time-crunched ist, bringt es einen nicht wirklich weiter.





Sorry, aber das ist echt der Knaller.. Du rechtfertigst Dir solche Wearables, weil Du sonst nicht auf die Ursache Deiner Probleme gekommen wärst. Dabei - und ich meine das nicht despektierlich, sondern rein sachlich - hättest Du mit Hirn und gesundem Menschenverstand drauf kommen müssen, wie jeder, der sowas hier liest:




Ich las das von Dir mit dem Defizit, und dachte genau in dem Moment, puh, vermutlich wieder so'n "Nerd", der gleich noch mit LowCarb, Nüchtern, und ohne Frühstück daherkommt. Sorry, aber was stimmt mit "Euch" nicht? Wenn ihr gesportelt habt, esst Reis und Pasta, und 'n Stück Fleisch dazu. Ich kann da echt nur mit dem Kopp schütteln. Und schon Omma wusste, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Aber was weiß die schon?





Der Wert wird natürlich nur dann valide angepasst, wenn man es sich auch VO2max-mäßig so gegeben hat, dass der Algorithmus neu getriggert wird. Aus irgendwelchem anderen Training kann er auch nichts vernünftiges ableiten, sondern nur rumvermuten.
Betreffend dem Algorithmus Trigger. Garmin gab mir das nach der Donnerstagseinheit bei 3x4min VO2max an.

Ich nehme an, dass Garmin auch die HF bei der Leistung als Referenz daher nimmt?

Und die war zum Sommer einfach mal um einige Schläge höher.

Beim Essen Probleme. Dass sollte ich auch mal haben. Bei mir geht die Waage nur nach Oben, wenn ich nicht genau schaue was ich esse. Und meine Ernährung besteht zu 90% clean eating.

Jetzt habe ich mir erst mal eine Erkältung zugezogen und liege flach. Erst mal schauen dass ich danach nicht 3kg schwerer bin. 🤣
 
Hört sich für mich so an, als ob du Gewicht verlieren möchtest - bzw eine Feasten-Periode einbauen möchtest?

Meine Verpflegung:
Bei mir gibt es immer Carbs zum Abend - gerade am Vorabend eines anspruchsvollen Trainings am nächsten Morgen würde ich nie auf Carbs verzichten.
Außerdem gibt es bei mir direkt nach dem Training eine kleine Portion Carbs - sei es ein Glas Saft, Limo - Banane - eine Handvoll Gummibärchen - oder ein Toast mit Marmelade....
Ich mache das auch - neben Toast auch mal mit Kuchen - möchte aber dazu raten, nicht nur kurzkettige KH, wie Süßigkeiten, Toast oder Kuchen, zu sich zu nehmen. Zumindest nach erschöpfenden Trainings, z.B. langen Ausfahrten oder harten längeren Intervallen (Sweetspot und L4) sollten unbedingt langkettige KH und ein bisschen Eiweiß zugeführt werden. Das verbessert die Regeneration und verhindert erneute Hungerattacken.


Wenn ich mir hier Beiträge ansehe, bei denen offenbar ohne ausreichende KH trainiert wurde, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, als habe der Hype um Nüchtern-Training, der vor einigen Jahren durch die Medien schwappte, bei manchen Leuten doch ziemlich viel Schaden in ihren Vorstellungen über Ernährung angerichtet.
 
@pjotr
Nein, so dramatisch würde ich es nicht sehen. Ich vermute mal, dass „viele“ den Hype überhaupt nicht kennen, sondern einfach unbewusst machen. Mit der Zeit ergibt sich das dann aber automatisch, die meisten lernen dazu.

@Teutone
Gibt auch noch die dritte Variante: Man hört auf die ganzen Ratschläge, braucht aber die Technik dazu, um sich auch daran zu halten. Habe ich hier in meinem Umfeld. Und seitdem klappt es echt gut.
 
...bzgl. einer "Analyse", für die es keine Daten oder Wearables braucht, sondern nur ein minimales Maß an Selbstreflexion. "Was tu' ich eigentlich, und was ess' ich eigentlich?". Sagen wir's so, das Ganze ist eher ein Beispiel für den Verlust jeglichen Körpergefühls und "gesunden Menschenverstandes", statt ein Pro-Argument für Wearables und Datenauswertung. Ich kann das verstehen, dass es überheblich oder klugscheißerisch rüberkommt. Aber letztlich ist es das Problem aller RED-S-"Opfer", dass sie sich da geschlossenen Auges in etwas reingeritten haben, was offensichtlich war.

Da muss ich jetzt mal kurz tief durchatmen.

Du spekulierst hier wild herum, ohne die Hintergründe oder meinen damaligen Status zu kennen. Du argumentierst aus der bequemen Position des (Möchtegern)-Allwissenden und setzt voraus, dass ich als blutiger Anfänger, der ich damals war, bereits dein Expertenwissen hätte haben müssen. Jedem, der einen Fehler macht, pauschal fehlende Selbstreflexion oder ‚Verlust des gesunden Menschenverstandes‘ zu unterstellen, ist schlicht anmaßend. Weder du noch deine Omma seid als Radsport-Lexikon auf die Welt gekommen. Auch du wirst in deiner Laufbahn eklatante Fehler gemacht haben – der Unterschied ist vielleicht nur, wie man heute damit umgeht. Du stellst Dich hin und urteilst und verurteilst. Das sagt viel über Dich aus und dieser Charakterzug ist ja öfters bei Dir zu erkennen.

Zu dem Zeitpunkt des Defizits war ich noch überhaupt nicht in der ‚Rad-Bubble‘ drin. Den Fehler hätte ich vielleicht vermeiden können, wenn ich gewusst hätte, dass es dich und deine Weisheit gibt – aber das war leider nicht der Fall. ;)

Und genau da greift mein Argument: Als Anfänger hatte ich das Körpergefühl für diese Belastungen noch nicht. Ich hatte das Glück, dass das Wearable mich auf die Spur gebracht hat.
Es war der Auslöser, mich überhaupt erst akribisch mit Ernährung, Physiologie und Regeneration auseinanderzusetzen. Ich bin froh, dass ich diesen analytischen Weg gegangen bin, um Halbwissen und Stammtischparolen wie ‚iss einfach Pasta und Hühnchen durch fundiertes Wissen zu ersetzen. Da aber ich sehr akribisch bin, habe ich mir fehlendes Wissen sehr schnell angeeignet. Und zwar nicht nur in irgendwelche Foren, sondern direkt an der Quelle.
Es geht hier nicht darum, Fehler zu glorifizieren. Es geht darum, Werkzeuge zu nutzen, um sie zu erkennen, wenn die eigene Erfahrung noch fehlt und man keinen Teutonen zur Seite hat.
 
Exakt. Ich möchte die 70kg stabil halten (auf 178cm), sie gleiten mir immer wieder Richtung 71 hoch (meist irgendwas dazwischen) und das nervt mich etwas. Wenn ich ein leichtes Defizit fahre, komme ich auf die ~70kg und sobald ich mich satt esse, geht es wieder Richtung 71-72kg hoch. Ich spüre aber, dass die 70-Marke schon passt, nur das Halten gelingt mir derzeit nicht so richtig zufriedenstellend. Da feile ich gerade dran herum. 🥕🧀🍲🥒
Sprechen wir hier von Wochendurchschnittswerten oder von täglichen Ausreißern?

Tägliche Ausreißer solltest du ignorieren - dabei handelt es sich um Wasser/Darmninhalt etc...

Wenn allerdings der Wochendurchschnitt ohne ersichtlichen Grund, regelmäßig nach oben geht und du mit "Interventionen" nachsteuern musst, würde ich die Interventionen, wie beschrieben auf Ruhetage und möglichst weit weg von nächsten Training legen - und auch wirklich nur moderat - du bist ja schon schlank.

Ich meine du hattest 3 Ruhetage die Woche; ich würde mir als ersten Step an deiner Stelle die (regelmäßige) Ernährung an den Tagen anschauen, und schauen ob du einfache Einsparmöglichkeiten siehst.

Wie beschrieben für mich hat sich ergeben, dass ich an Ruhetagen mein normales Müsli mit Chia, Haferflocken, Nüssen, Obst und Joghurt esse ca 600kcal...und dann besonders im home office trotzdem am Vormittag gegen 10 irgendwas Snacke....gerade Montags habe ich meisten vom Wochenende noch noch Kuchen über 🙈

Meine Intervention:
Ersetzen von Müsli (ca 600kcal) mit Whey/Mandelmilch 300kcal + verschieben des "Frühstücks" auf 10-11Uhr, sodass der "Vormittagssnack" 🙈 ~ 400kcal ebenfalls wegfällt.

Einsparung die Woche: 2000kcal; das ist nicht viel -> aber wären alle 3,5 Wochen 1kg Fett mehr oder weniger.....
 
Ich mache das auch - neben Toast auch mal mit Kuchen - möchte aber dazu raten, nicht nur kurzkettige KH, wie Süßigkeiten, Toast oder Kuchen, zu sich zu nehmen. Zumindest nach erschöpfenden Trainings, z.B. langen Ausfahrten oder harten längeren Intervallen (Sweetspot und L4) sollten unbedingt langkettige KH und ein bisschen Eiweiß zugeführt werden. Das verbessert die Regeneration und verhindert erneute Hungerattacken.
+1 entspricht auch meiner Erfahrung.

Es gibt bei mir zwei Phasen, die direkt nach dem training (vorm Duschen) kurzkettigen KHs...und dann nochmal nach dem Duschen Protein und gegebenenfalls zusätzlich KHs (das kommt auch auf die Tageszeit an)...
Ich bin mir nicht sicher inwieweit dies, bei jemanden mit *"nur" 6-7h Training wichtig ist....und ab wann es overkill ist....

*Bitte die Anführungsstriche beim nur beachten - das nur ist in keiner Weise wertend gemeint.
 
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