Hab wirklich viel die HF beobachtet und rumgerechnet, um Leistung und HF in Korrelation zu bekommen. Ergebnis: Eine Leistungssteigerung lässt sich aus Watt/HF nicht aus einer Einheit ablesen, auch wenn das häufig behauptet wird. Watt/HF kann man vielleicht über Jahre und viele dutzende Ausfahrten unter gleichen Bedingungen (finde die erstmal) vergleichen, aber zumindest bei mir ist kurz- und mittelfristig das Rauschen deutlich lauter als das Signal. +- 10 Herzschläge bei gleicher Leistung sind im Verlauf einer Woche normal.
Ich habe aber festgestellt, dass niedrigere (max)HF unter Belastung vor allem auf akute Erschöpfung hinweist, nicht auf Leistungssteigerung. Hohe (Ruhe)HF weist auf Nervosität oder Krankheit hin (z.B. bei Rennen/Events).
Mathematisch gibt Watt/HF auch keinen Sinn. Bei 10 Watt ist die HF ja schon bei 70 (0,14 W/HF), alleine durchs Bewegen der Beine, bei 100 Watt bei 90 (1,1 W/HF), bei 180 Watt bei 120 (1,5W/HF), bei 300 Watt bei 160 (1,9 W/HF), nach 3 Minuten über der Schwelle driftet die HF und W/HF sinkt wieder.
Die einzige einigermaßen nutzbare Korrelation zwischen HF und Leistung ist die Herzfrequenzreserve und 6-min-Leistung. Zwischen Herzfrequenz beim Losfahren (nicht Ruhe) und max HF (für den heutigen Tag) und Leistung zwischen ca. 50W und 6-min-Leistung (für den heutigen Tag) besteht ein ziemlich lineares Verhältnis - zumindest bis zur Schwelle, darüber hinaus nur für eine gewisse Zeit, dann driftet die HF. Da man beim Aufsteigen aufs Rad die heutige MaxHF und die heutige 6-min-Leistung aber nicht kennt und die Aufsitz-HF täglich schwankt, sind selten zwei Ausfahrten genau gleich.
Wer mit seiner VO2max am
Garmin mal flexen will:
Garmin macht nur Watt/HF zur Berechnung seiner vo2max. Weil da so ein grober Quatsch rauskommt,
beschränkt es seine Messungen darauf, dass die HF 20 min lang über 70% HFmax sein muss.