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Road to mehr Leistung (Familienvater mit mittlerem Zeit Budget)

Ich denke hier im Forum wurde bereits hunderte Male eine Warnung ausgesprochen, dass man nach diesem Garmin Werkzeug nicht trainieren sollte. Warum das manch einer beharrlich ignoriert weiß man nicht. Eventuell ist das Marketing von Garmin so gut, dass man ganz fest daran glaubt, das solch eine große Firma schon weiß was sie tut.
Glaube nicht, dass das am Marketing von Garmin liegt. Andere Anbieter haben ja ähnlich unsinnige Produktfeatures im Angebot, Whoop z.B. Die Leute wollen sich offensichtlich von solchen Gadgets entmündigen lassen.
 
Das alles lässt mich an der Aussagekraft dieser Trainingsapp zunehmend zweifeln. Ach ja: Heute bin ich wieder um 1,5 Jahre spontan jünger geworden ("Fitnessalter"), weil die Waage 0,3 kg weniger angezeigt hat. Immerhin das! 😜

Ich bin lt. Garmin so alt wie noch nie. Liegt an meinem Gewicht bzw. am BMI 😂 Aber die Gesundheitsdaten wiederum, damit kann man ganz gut arbeiten.
 
Ich bin lt. Garmin so alt wie noch nie. Liegt an meinem Gewicht bzw. am BMI 😂 Aber die Gesundheitsdaten wiederum, damit kann man ganz gut arbeiten.
Ohne das hier jetzt zu einem Garmin-Beschwerde-Thema verkommen zu lassen, aber meine Garmin-Waage misst bei mir kontinuierlich über 10% zu viel Körperfett. Wie korrekt dann die anderen Daten sind, steht für mich da schon in den Sternen.
 
Ich benutze nur die HF und die HRV als Kontrollmechanismus. Jedoch habe ich bemerkt, dass meine Baseline von Sommer zu Winter unterschiedlich ist. Was ich so gelesen habe, liegt das am unterschiedlichen Trainingsvolumen.

Der Rest interessiert mich überhaupt nicht.

Ich schau auf die Watt/ HF und gleiche das mit dem Körpergefühl ab. So bin ich seit Sommer gut gefahren.

Heute konnte ich zum Bespiel auch nicht fahren, da volles Programm mit Familie und am Nachmittag war meine Frau nicht zu gegen.

Morgen dann wieder.
 
Ohne das hier jetzt zu einem Garmin-Beschwerde-Thema verkommen zu lassen, aber meine Garmin-Waage misst bei mir kontinuierlich über 10% zu viel Körperfett. Wie korrekt dann die anderen Daten sind, steht für mich da schon in den Sternen.

Stell dich mit Socken drauf, so kann man dem Geschnätz den Zahn ziehen. Tipp kam natürlich von ChatGPT! 🧦
 
Ich benutze nur die HF und die HRV als Kontrollmechanismus. Jedoch habe ich bemerkt, dass meine Baseline von Sommer zu Winter unterschiedlich ist. Was ich so gelesen habe, liegt das am unterschiedlichen Trainingsvolumen.

Der Rest interessiert mich überhaupt nicht.

Ich schau auf die Watt/ HF und gleiche das mit dem Körpergefühl ab. So bin ich seit Sommer gut gefahren.
Hab wirklich viel die HF beobachtet und rumgerechnet, um Leistung und HF in Korrelation zu bekommen. Ergebnis: Eine Leistungssteigerung lässt sich aus Watt/HF nicht aus einer Einheit ablesen, auch wenn das häufig behauptet wird. Watt/HF kann man vielleicht über Jahre und viele dutzende Ausfahrten unter gleichen Bedingungen (finde die erstmal) vergleichen, aber zumindest bei mir ist kurz- und mittelfristig das Rauschen deutlich lauter als das Signal. +- 10 Herzschläge bei gleicher Leistung sind im Verlauf einer Woche normal.
Ich habe aber festgestellt, dass niedrigere (max)HF unter Belastung vor allem auf akute Erschöpfung hinweist, nicht auf Leistungssteigerung. Hohe (Ruhe)HF weist auf Nervosität oder Krankheit hin (z.B. bei Rennen/Events).

Mathematisch gibt Watt/HF auch keinen Sinn. Bei 10 Watt ist die HF ja schon bei 70 (0,14 W/HF), alleine durchs Bewegen der Beine, bei 100 Watt bei 90 (1,1 W/HF), bei 180 Watt bei 120 (1,5W/HF), bei 300 Watt bei 160 (1,9 W/HF), nach 3 Minuten über der Schwelle driftet die HF und W/HF sinkt wieder.

Die einzige einigermaßen nutzbare Korrelation zwischen HF und Leistung ist die Herzfrequenzreserve und 6-min-Leistung. Zwischen Herzfrequenz beim Losfahren (nicht Ruhe) und max HF (für den heutigen Tag) und Leistung zwischen ca. 50W und 6-min-Leistung (für den heutigen Tag) besteht ein ziemlich lineares Verhältnis - zumindest bis zur Schwelle, darüber hinaus nur für eine gewisse Zeit, dann driftet die HF. Da man beim Aufsteigen aufs Rad die heutige MaxHF und die heutige 6-min-Leistung aber nicht kennt und die Aufsitz-HF täglich schwankt, sind selten zwei Ausfahrten genau gleich.

Wer mit seiner VO2max am Garmin mal flexen will: Garmin macht nur Watt/HF zur Berechnung seiner vo2max. Weil da so ein grober Quatsch rauskommt, beschränkt es seine Messungen darauf, dass die HF 20 min lang über 70% HFmax sein muss. Deshalb liebt Garmin SweetSpot, am besten fünf Mal in Folge. Die Einheit so fahren, dass die HF während der Einheit gerade noch nicht driftet, muss auch nicht lang sein (z.B. 1x20 oder 1x30), sollte aber ermüden.
Die (max)HF nimmt über die Woche dann bei gleicher Leistung ab durch die Vorerschöpfung. Garmin zeigt aber VO2max-Rekorde an und lobt Dich damit tiefer in die Erschöpfung. Wenn dann nach einem Ruhetag die W/HF auf der nächsten LIT-Ausfahrt wieder absinkt, sagt Garmin "unproduktiv" und "Formverlust". Dasselbe, wenn man anständige HIT-Einheiten fährt und die HF über die Belastungen nach oben driftet (was ja gewollt ist): Unproduktiv, Formverlust.
 
Ohne das hier jetzt zu einem Garmin-Beschwerde-Thema verkommen zu lassen, aber meine Garmin-Waage misst bei mir kontinuierlich über 10% zu viel Körperfett. Wie korrekt dann die anderen Daten sind, steht für mich da schon in den Sternen.
Körperfettmessungen sind doch generell unzuverlässig - mit einer Waage (egal von welchem Hersteller) kann man maximal eine Tendenz erkennen aber keine sicheren absoluten Werte.
 
Hab wirklich viel die HF beobachtet und rumgerechnet, um Leistung und HF in Korrelation zu bekommen. Ergebnis: Eine Leistungssteigerung lässt sich aus Watt/HF nicht aus einer Einheit ablesen, auch wenn das häufig behauptet wird. Watt/HF kann man vielleicht über Jahre und viele dutzende Ausfahrten unter gleichen Bedingungen (finde die erstmal) vergleichen, aber zumindest bei mir ist kurz- und mittelfristig das Rauschen deutlich lauter als das Signal. +- 10 Herzschläge bei gleicher Leistung sind im Verlauf einer Woche normal.
Ich habe aber festgestellt, dass niedrigere (max)HF unter Belastung vor allem auf akute Erschöpfung hinweist, nicht auf Leistungssteigerung. Hohe (Ruhe)HF weist auf Nervosität oder Krankheit hin (z.B. bei Rennen/Events).

Mathematisch gibt Watt/HF auch keinen Sinn. Bei 10 Watt ist die HF ja schon bei 70 (0,14 W/HF), alleine durchs Bewegen der Beine, bei 100 Watt bei 90 (1,1 W/HF), bei 180 Watt bei 120 (1,5W/HF), bei 300 Watt bei 160 (1,9 W/HF), nach 3 Minuten über der Schwelle driftet die HF und W/HF sinkt wieder.

Die einzige einigermaßen nutzbare Korrelation zwischen HF und Leistung ist die Herzfrequenzreserve und 6-min-Leistung. Zwischen Herzfrequenz beim Losfahren (nicht Ruhe) und max HF (für den heutigen Tag) und Leistung zwischen ca. 50W und 6-min-Leistung (für den heutigen Tag) besteht ein ziemlich lineares Verhältnis - zumindest bis zur Schwelle, darüber hinaus nur für eine gewisse Zeit, dann driftet die HF. Da man beim Aufsteigen aufs Rad die heutige MaxHF und die heutige 6-min-Leistung aber nicht kennt und die Aufsitz-HF täglich schwankt, sind selten zwei Ausfahrten genau gleich.

Wer mit seiner VO2max am Garmin mal flexen will: Garmin macht nur Watt/HF zur Berechnung seiner vo2max. Weil da so ein grober Quatsch rauskommt, beschränkt es seine Messungen darauf, dass die HF 20 min lang über 70% HFmax sein muss.

Im großen und ganze gebe ich Dir Recht, weil es auch meinen Erfahrungen entspricht. Aber bei diesem Punkt ist es sogar noch "schlimmer": 2x rund 15 Min Z2 bei im Schnitt 68,5% meiner HFMax. Darauf hat mir Garmin einen neuen Bestwert für die VO2Max generiert.

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Die VO2max Werte von Garmin sind mir ziemlich piep. Ich brauche nur Ruhe HF/HRV. Der Rest schwankt sowieso die ganze Zeit. Ich merke ja wie meine Form sich entwickelt.

Bei mir schwankt meine HF im Training auch zwischen +/-10 Schläge. Je nachdem wie die ganzen außeren Einflüsse ( Müdigkeit / Trainingsload / Essen / Ruhetage / Hydration / Coffein usw.) an diesem Tag wirken. Schon alleine die Tageszeit hat einen Einfluss auf meine Performance.

Wenn ich gute Beine habe trete ich ein paar Watt mehr im Zone 2 Training. Sind die Beine müde, sind es ein paar Watt weniger.

@Degger Zu der Ausfahrt. Ja das war eine wo nicht nach Plan war. Waren zu 4 und haben einfach Spass gehabt. Im Plan stand Sozial Ride ( Einfach Spass haben). Das habe ich so umgesetzt.

@Pompööös Wir wollen ja alle besser werden. Mit den Alter wird es zunehmend schwieriger. Wobei ich ja erst im dritten Jahr wieder Rad fahre und mir schon noch Hoffnungen mache, dass noch länger nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Du hast sicher recht mit den Plänen. Aber ich denke mit einem Volumen von knapp 8h bin ich jetzt nicht gerade der Vielfahrer. Darum erhoffe ich mir zu einem späteren Zeitpunkt in meiner Planung, noch eine Steigerung der Leistungsfähigkeit über das Volumen.

Kurzer Abriss zum Wochenende. Freitag noch 2h vor der Weihnachtsfeier Grundlagen im oberen Bereich gefahren. Samstag durfte ich danach um 06:00 Uhr aufstehen, da kleinere Sohnemann um 07:00 Uhr Besammlung für Fussballturnier hatte. Danach bis Mittag Fussballturnier schauen und kurz nach 12 Uhr aufs Rad für 1 1/2h Grundlagen geschwungen. Da müde und schwere Beine mit weniger Watt Danach 15:15 Uhr Besammlung Weihnachtskonzert vom Kleineren das bis 17:00 Uhr ging. Danach wieder in die Turnhalle fürs Fussballturnier vom Grösseren, was bis 21:30 Uhr andauerte. Sonntag konnte ich nicht fahren, da Morgens Weihnachtsbaumfällen anstand und Nachmittag meine Frau nicht da war.

Heute dafür 2h20min Grundlage bei 0 Grad und schönem Wind. Jetzt Spätdienst bis 23:00 Uhr und Morgen gehts weiter.

In dem Sinne. Allen einen schönen Abend

Tschüü
 
@Pompööös Wir wollen ja alle besser werden. Mit den Alter wird es zunehmend schwieriger. Wobei ich ja erst im dritten Jahr wieder Rad fahre und mir schon noch Hoffnungen mache, dass noch länger nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Du hast sicher recht mit den Plänen. Aber ich denke mit einem Volumen von knapp 8h bin ich jetzt nicht gerade der Vielfahrer. Darum erhoffe ich mir zu einem späteren Zeitpunkt in meiner Planung, noch eine Steigerung der Leistungsfähigkeit über das Volumen.

Klar wollen wir besser werden. Nur ist es bei uns halt so, dass wir allein schon vom Alltag her immer um das Berufs- und Familienleben drumherum planen müssen, das ist eine nicht zu unterschätzende Zusatzbelastung. Das Alter kommt natürlich hinzu. All das führt dazu, dass 8 Stunden (wenn sie qualitativ angelegt sind) durchaus ein hohes und forderndes Pensum darstellen (können). Aber wir haben die 12-15 Wochenstunden im Kopf, die man anstreben sollte. Auch allein schon, um intervals.icu längerfristig im grünen Bereich zu halten.

Ich hab mir mal vorgenommen, über die Wintermonate einfach locker und frei nach Lust&Laune zu trainieren (Formerhalt) und Dinge zu testen (verschiedene Intervalle probieren, Rennen auf Zwift, TTs etc.). Ab Frühjahr dann möchte ich einen 2:1 (2 Wochen intensiv und 1 Woche Pause) Rhythmus fahren (wird für ältere Sportler empfohlen statt 3:1) und schauen, dass ich bei intervals.icu nie im roten Bereich lande (Radmarathons etc. ausgenommen) und in den Belastungswochen so zu 50% im grünen Bereich liege (Rest grau). Ziel ist es, dadurch Verletzungen/Überlastungen zu vermeiden, das Immunsystem stark zu halten und konstant diesen Plan bis in den Sommer verfolgen zu können. Alle 4 Wochen FTP-Test zu Erfolgskontrolle.

Letzten Sommer hatte ich das Volumen extrem hochgeschraubt und war am Ende dauerplatt, was ich aber erst später realisiert habe. Hatte keine Energie mehr für richtig harte Intervalle und fuhr intensive Einheiten immer in der "grauen Zone" usw.
 
Ich muss für mich das Fazit ziehen, dass der Radsport extrem datengetrieben und dadurch möglicherweise auch zunehmend technikgetrieben ist.

Dadurch, dass das Training extrem technisiert aufgezeichnet wird, ist auch der Output des Trainings sehr technisch. Ich habe das an den Trainingsplänen hier ja gesehen: Ich gebe ein paar Werte ein oder teile sie mit und bekomme einen detaillierten Plan, in dem steht, was ich zu tun und zu lassen habe.

Ein Faktor wird dabei aber m. E. komplett außen vor gelassen: ICH als Mensch. Es wird berechnet, wie meine Physiologie theoretisch reagieren sollte. Wie ich als Mensch aber tatsächlich darauf reagiere, wie meine Physiologie den Trainingsstress real verarbeitet, das wird NICHT gemessen. Oder evaluiert.

Das führt – gerade bei den ‚Schafen‘, wie Nils Goerke sie bei Pushing Limits nennt (Leute, die nie nachfragen und blind machen, was der Trainer sagt) – extrem schnell dazu, die eigene Körperwahrnehmung zu ignorieren. Gerade wir Männer (ich nehme mich da nicht aus) sind extrem anfällig dafür, Dinge für bare Münze zu nehmen, nur weil sie technisch unterstützt, ausgewertet und mit Zahlen bewertet werden.

Gucken wir uns doch mal die modernen Radtrainings-Welten an: Ich habe vor 20 Jahren schon Computer gespielt. Kritisch beäugt sind solche Plattformen keine Trainingsplattformen, sondern Spiele mit dem Körper als Controller. Die Muster und Mechanismen dahinter sind aber dieselben: Boni einsammeln, Scores erreichen, Ziele einfahren ... Jetzt mal ohne Quark: So ganz ungefährlich ist das aus meiner Sicht nicht. Und da wundert man sich noch, wie viele Leute sich plattfahren?

Meiner Meinung nach wird im Radsport oftmals gegen den Körper gearbeitet – und eine ganze Industrie hängt dahinter. Ich sehe das kritisch, weil die eigene Gesundheit nicht im Vordergrund steht, sondern nur das Leistungsprinzip. Und manch einer macht sich damit kaputt, ohne es zu merken.
 
Sich mit ambitionierten Trainingsplänen ins Abseits zu ballern weil man zusätzlich Stressoren (und davon gbt es so viele) ignoriert, ist ein Klassiker. Ist mir auch passiert, sowie im Freundeskreis. Komischerweise zeiht mal aus den vielen Daten trotzdem erst spät Schlüsse, wie "ich stagniere". Dass weniger oftmals mehr ist, ist tatsächlich so.

Ich behalte inzwischen vor allem die Morgen-HRV im Blick. Dafür messe ich jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen im Sitzen (!) 1min mit HRV4Trainig und einem Scosche Armband. Meiner Erfahrung nach ist dieser Wert aussagekräftiger als z.B. der Garmin HRV Nachtdurchschnitt, da er das Ergebnis nach dem Schlaf anzeigt: erholt oder noch gestresst. Entsprechend kann man das Training anpassen. Teilweise ist das diametral zu den Garmin Empfehlungen. Nach einer Nacht mit niedrigem HRV kann morgens trotzdem alles okay sein, weil erfolgreich regeneriert. Garmin sagt dann "mach easy", während HRV4Traning grünes Licht gibt. Kann auch umgekehrt sein, und oft stimmen beide überein. Wie gesant, mittlerweile richte ich mich komplett nach dem jeweiligen Morgenwert und fahre sehr gut dabei. Man sieht auch deutlich, wie nach einem mehrtägigen Block schließlich HRV die Baseline nach unten verlässt, und nach 1 Ruhetag dann richtig zurückschießt.

Lesestoff dazu hier https://www.hrv4training.com/guides.html
 
Ich behalte inzwischen vor allem die Morgen-HRV im Blick. Dafür messe ich jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen im Sitzen (!) 1min mit HRV4Trainig und einem Scosche Armband. Meiner Erfahrung nach ist dieser Wert aussagekräftiger als z.B. der Garmin HRV Nachtdurchschnitt, da er das Ergebnis nach dem Schlaf anzeigt: erholt oder noch gestresst.

Ich denke, dass beide Methoden ihre Berechtigung haben. Der Nachtdurchschnitt ist meines Erachtens schon aussagekräftig, da er sich ja auf einem längeren Zeitraum bezieht. Richtig aussagekräftig wird der HRV sowieso erst, wenn man ihn über längere Zeiträume heranzieht und dann ein Vergleich der Entwicklung stattfinden kann. Bei mir stimmt der Garmin HRV erstaunlich exakt mit Stressphasen (Reisestress, Stress im Job oder Trainingsload) überein. Wenn ich eine Orientierung aus dem Datenwirrwarr als sinnvoll erachte, dann ist das definitiv der HRV-Wert.

Morgenmessungen wären bei mir auch problematisch, da ich oft (durch den Wecker) aus dem Schlaf gerissen werde und dann die Werte verzerrt sind/wären. Herzrasen etc.
Wie gesagt: Beide Ansätze - wenn man sie unter immer gleichen Bedingungen langfristig macht - haben ihre Berechtigung, vermutlich am besten in Kombination. Wäre mir persönlich aber wiederum zu aufwändig.
 
Ich denke, dass beide Methoden ihre Berechtigung haben. Der Nachtdurchschnitt ist meines Erachtens schon aussagekräftig, da er sich ja auf einem längeren Zeitraum bezieht. Richtig aussagekräftig wird der HRV sowieso erst, wenn man ihn über längere Zeiträume heranzieht und dann ein Vergleich der Entwicklung stattfinden kann. Bei mir stimmt der Garmin HRV erstaunlich exakt mit Stressphasen (Reisestress, Stress im Job oder Trainingsload) überein. Wenn ich eine Orientierung aus dem Datenwirrwarr als sinnvoll erachte, dann ist das definitiv der HRV-Wert.

Morgenmessungen wären bei mir auch problematisch, da ich oft (durch den Wecker) aus dem Schlaf gerissen werde und dann die Werte verzerrt sind/wären. Herzrasen etc.
Wie gesagt: Beide Ansätze - wenn man sie unter immer gleichen Bedingungen langfristig macht - haben ihre Berechtigung, vermutlich am besten in Kombination. Wäre mir persönlich aber wiederum zu aufwändig.
Dachte anfangs auch, dass es auf Dauer zu aufwändig wird, hat sich aber nicht bestätigt. Ich messe immer nach dem Aufstehen und Toilettengang, das ist eine gute Routine geworden. 1min hat man auch als gestresster Familienvater.

Genau, beide Werte ihre Berechtigung, hier wird das gut gegenüber gestellt https://marcoaltini.substack.com/p/heart-rate-variability-hrv-measurement

Ich verfolge auch beide. Garmin gibt eine gute Einschätzung, wie hoch der Regenerationsbedarf bzw. Stress des nächtens war. Für Entscheidungen zum Training richte ich mich im Zweifel nach dem Morgen HRV.
 
Ich verfolge auch beide. Garmin gibt eine gute Einschätzung, wie hoch der Regenerationsbedarf bzw. Stress des nächtens war. Für Entscheidungen zum Training richte ich mich im Zweifel nach dem Morgen HRV.

Wenn der HRV mal mies ist, ich mich aber überraschend gut fühle, trainiere ich natürlich trotzdem. Ich bin dann halt etwas vorsichtiger, achte auf die Ruheherzfrequenz zusätzlich und mach ggf. lockerer. Körpergefühl geht immer vor und würde ich bei jeder latenten Stressphase komplett aufs Training verzichten, wäre Fortschritt quasi unmöglich. Komplette Pause mach ich nur bei Infekten/Erkältung.
 
würde ich bei jeder latenten Stressphase komplett aufs Training verzichten, wäre Fortschritt quasi unmöglich. Komplette Pause mach ich nur bei Infekten/Erkältung.

Das passt zu Nacht HRV, da werden gern "latente Stressphasen" erzeugt, die aber vor allem anzeigen, dass mehr Stressoren anliegen wird als sonst. Daraus kann man nicht ableiten, ob der extra Stress kompensiert wird, oder nicht. Daher sollte das eigentlich auch gar nicht in einen Readiness Score einfließen.

Erster Schritt bei dauerhaft niedriger HRV ist auch nicht komplette Pause, sondern Reduktion der Intensität, aktive Erholung etc. Hilft auch, bei Infekten eine Pause zu timen bzw beim Wiedereinstieg. Bei mir war es letzens so, dass die ersten Einheiten nach einem Infekt jeweils die Nacht HRV deutlich gedrückt haben, aber die Morgen HRV war schon wieder okay. Garmin hat in der Zeit ewig rumgewarnt, dabei ging es gut aufwärts. Sowohl vom Körpergefühl her wie auch per Morgenmessung. Und dann hat sich auch die Garmin HRV normalisiert, mit etwa 1 Woche Versatz.
 
Bei mir war es letzens so, dass die ersten Einheiten nach einem Infekt jeweils die Nacht HRV deutlich gedrückt haben, aber die Morgen HRV war schon wieder okay. Garmin hat in der Zeit ewig rumgewarnt, dabei ging es gut aufwärts. Sowohl vom Körpergefühl her wie auch per Morgenmessung. Und dann hat sich auch die Garmin HRV normalisiert, mit etwa 1 Woche Versatz.

Kann ich exakt so aus eigener Erfahrung bestätigen. 👍
 
Ich hab meine Garmin Uhr jetzt seit 3 Jahren und bei mir war die HRV erst dreimal deutlich unter den Normwerten. Einmal bei zu viel Alkoholkonsum. Das zweite Mal hatte ich Grippe. Da war die HRV aber auch erst niedriger als ich schon Fieber hatte. Das dritte Mal hatte ich Dengue Fieber. Auch da waren die Symptome schon da. Bei den üblichen grippalen Infekten jedes Jahr, war die HRV immer innerhalb der normalen Schwankungen. Finde ich deshalb ziemlich unbrauchbar, das Training danach zu planen.
 
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