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Road to mehr Leistung (Familienvater mit mittlerem Zeit Budget)

Guten Morgen

Nachdem ich letzte Woche nur 6h auf dem Rad war und Samstag/Sonntag gar nicht gefahren bin, musste ich Aufgrund von Dauerregen meinen Bock auf die Rolle stellen.

Der Wetterumschwung und die Dunkelheit kratzen schon ziemlich an meinem Wohlbefinden. Bin letzte Woche seit Monaten wieder von einem Wecker geweckt worden, obwohl ich nichts geändert habe.
Heisst für mich diesmal aber mit meinem Körper und nicht gegen diesen zu Arbeiten. Auch wenn dies bedeutet, dass mal eine Einheit ausfallen wird.

War dann am Montag für 1h auf der Rolle um das ganze zu Testen.

Wie ich bereits vermutet habe, hat sich zum Vorjahr nichts geändert und ich werde auch diesen Winter keine Freude an dem Ding finden.

Ich werde meine Schwellenleistung auf der Rolle ziemlich nach unten anpassen müssen.
Bin gestern bei meiner Sweetspoteinheit gut eingegangen. Nach der Einheit 1h20min das Gefühl gehabt ich bin draussen 3h gefahren. Meine Oberschenkel haben mir dies so beim Treppen nach unten laufen zu spür gegeben.
Ich denke mein Körper braucht einige Einheiten um sich an die höhere Temperatur/Flüssigkeitsverlust/andere muskuläre Belastung zu gewöhnen.

Ich werde einiges Testen müssen wie Schweissrate/ Welche Stufe Ventilator/ Fenster offen/zu Einfluss auf meine Leistung haben werden.

Habt ihr auch so unterschiedliche Leistungen von Draussen zu Drinnen?

Ich werde weiter berichten
 
Ist bei mir auch so - ich fahre die längeren Intervalle frei - komme damit besser klar.
 
Die Beine sind dieselben, das Herz ist dasselbe. Der Rest ist fehlende Motivation, mangelhafte/andere Kühlung, weniger Bewegung des restlichen Körpers und die fehlende Rollzeit. Ich fasse das eher als fehlende Durability auf der Rolle auf. Ich kann dasselbe, nur nicht so lang. Zu Beginn der Rollensaison fang ich deshalb lockerer und mit weniger Volumen an, ohne gleich meine Leistungsfähigkeit anzuzweifeln. Psychologisch fällt es mir so leichter, den Übergang nach drinnen oder nach draußen zu machen. Sind gewissermaßen einfach zwei Disziplinen und ich gebe dem Körper die Zeit sich wieder anzupassen. Das geht am Ende schneller, wenn ich mir keinen Druck durch die Zahlen mache.
 
Ich glaube so wie du, sehen das aber eher weniger...

Ich empfinde es auf der Rolle ebenso anstrengender. Alleine die fehlende Spritzigkeit durch die träge Rolle, erzeugt durch den entstehenden Widerstand immer ein Gefühl der fehlenden Leistung oder eben höheren Anstrengung.
Ich wechsel dabei auch mal mitten in der Saison auf die Rolle, wenn das Wetter richtig schlecht ist oder ich aus anderen Gründen nicht draußen fahren kann. Kenne also auch den Wechsel innerhalb eines Tages von Draußen auf die Rolle etc.

Die Rolle vermittelt einfach ein Gefühl der Trägheit und der permanente und träge Widerstand lässt es sich einfach schwerer anfühlen als draußen.
Keine Ahnung ob es Rollen gibt, die da deutlich besser sind und ein besseres Gefühl vermitteln. Kenne da nur meine eigene (Kickr Core - einfache Version)...
 
@spirit68 Da hast du vollkommen recht.

War gestern den 3 Tage in folge auf der Rolle. Das ganze lief schon viel besser.

Ich habe meine Schwellenleistung 20 Watt nach unten gesetzt in Trainingspeak Virtual.
Danach folgendes zum Start.
Start Einheit 17:27 Uhr
Grundlageneinheit 1h15min 174 Watt Schnitt / 123HF Schnitt
Temperatur Start: 19 Grad / Temperatur Ende: 20.2 Grad 1 kleines offenes Fenster + Ventilator 1 Stufe
Gewicht Start 77.4kg / Gewicht Ende 77.4kg
Wasseraufnahme 950ml / Keine KH Zufuhr
Letze KH Aufnahme 12:30 Uhr / Letze Nahrungsaufnahme 15:30 Uhr 200g Hüttenkäse

Heute steht dann eine Over/Under Einheit an.

Werde jede Einheit jetzt mal so Dokumentieren um zu schauen wie sich das ganze bei welcher Intensität und Parameter verändert.

Tschüü
 
Hallo Zusammen

Jo ich lebe noch und kann sogar noch Trainieren, was letztes Jahr um diese Zeit schon nicht mehr ging.

Lief jedoch alles andere als Rund und alles muss sich irgendwie verdient und erarbeitet werden.

Die Saisonpause von ca. 2 Wochen war nicht wirklich eine und ich habe einfach feucht fröhlich weiter Trainiert, dies jedoch mit reduziertem Umfang. Wenn man bei meinen Jahresdurchschnittswert von STRAVA von 7h16min von Umfang reden möchte. Ich rede mir einfach sehr viel Potential über Umfangsteigerung ein. :D

Die Leistung ging in den letzten paar Wochen zurück, was ich natürlich nachvollziehen kann. Merke jedoch schon, wie mich das immer wieder triggert, dass die Form einfach schlechter wird.

Außerdem wurde mir von meinem Körper wieder rasch aufgezeigt, dass sich psychosozialer Stress extrem auf mein Wohlbefinden und Training auswirkt. Darum rechtszeitig umgeschaltet und geschaut, dass sich das alles wieder einpendelt.

Letzten Samstag war ich mit meinem Trainer und zwei Kollegen auf einer längeren Tour. Eigentlich war GA1/GA2 angesagt. Wurde schnell alles über den Haufen geworfen. Grossteils der 3h30min bin ich vorne gefahren. War mal wieder richtig Geil einfach zu fahren und sich keine Gedanken über Werte zu machen. Dafür bin ich dann den ganzen Sonntag mit der Familie rumgehangen, da ich keine Lust auf Bewegung hatte. Montag war ich auch nicht motiviert und habe nicht Trainiert, was mich aber im Nachhinein ein wenig gefuchst hat.

Gestern war ich eigentlich schon am Morgen müde, da ich am Vortag noch bis 23:15 Arbeiten musste. Als ich am Mittag aufs Fahrrad stieg, waren die Beine aber gut und ich habe Spontan 4x3min VO2max eingeschoben, was richtig Spass gemacht hat. Abends war ich noch im Gym und habe meinen Körper noch für 1h15min mit Gewichten traktiert.

Heute Morgen war das Aufwachen dann dementsprechend mühsam und ich fühle mich heute ziemlich gerädert. Eventuell mache ich heute noch 1h Regeneration oder ich lasse es einfach bleiben. Morgen stehen wieder SST Intervalle an.

In dem Sinne. Allen ein gutes Training die heute noch ran dürfen.

Tschüü
 
Ehrlich gesagt: Wenn ich deinen Text hier lese, drängt sich mir der Verdacht auf, dass du eine Menge Junk-Miles auf die Straße gebracht hast, die dir mehr geschadet als genutzt haben. Wenn ich das mal in die Zukunft projiziere, sehe ich die Gefahr, dass du wieder dort landest, wo du schon einmal warst, als ich den Thread hier zum ersten Mal gelesen habe: Krankheit und Verletzung. Physiologisch gesehen, in Bezug auf dein Alter und die privaten Belastungen, fährst du dich meines Erachtens gerade (wieder) an die Wand.

Sei mir für meine direkte Art bitte nicht böse. Ich weiß, dass meine eigenen Ansätze hier im Forum als kontrovers gelten und ich dafür in der Vergangenheit schon ordentlich Gegenwind bekommen habe. Aber wenn ich meine Maßstäbe anlege – Gesundheit, Familie, Leistungsfähigkeit, Ausgeglichenheit – dann sehe ich hier in deinem Text einfach zu viele Red Flags.

Wie gesagt, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Es ist mir aber ein Bedürfnis, diesen Impuls zu geben.
 
Hey Degger

Momentan passt alles ziemlich gut zusammen.
Seit Mitte Juli trainiere ich ja mit einem Trainer u da sind keine Junkmiles mehr dabei. Das Training ist strukturiert und ich konnte über den Sommer gute Fortschritte verzeichnen.
Ab Oktober wurde das Volumen bewusst zurückgefahren. Ich Trainiere zur Zeit so 7h im Schnitt auf dem Rad und noch 2 Einheiten mit Gewichten. Das bekomme ich gut in den Alltag integriert und auch regeneriert. Passt ein Training auch mal nicht rein, dann schaue ich mit dem Trainier oder ich lass dies auch ausfallen.

Durch das strukturierte Training bin ich aber zu 99% alleine gefahren, was bei schönem Wetter und Programm absolut in Ordnung war und ich mich nicht anderen Leuten anpassen musste. Dies ist auch der grösste Unterschied zu den letzten 2 Jahren. Dort bin ich einfach ohne grosse Struktur gefahren und auch viel in Grouprides (Vereinsausfahrten). Da kamen immer wieder unnötige Intensitäten und auch Junkmiles zusammen, die nicht die gewünschten Anpassungen brachten und ich auch nicht regenerieren komnte.

Wir sind jetzt schon bald am Ende vom Jahr angekommen und ich kann immer nocht Trainieren, was schon eindeutig besser ist wie die letzten 2 Jahre um diese Zeit.

Das mich die Familiäre Situation die nächsten Jahre immer wieder vor neue Hetausforderungen stellen wird ist ohne Zweifel. Aber mit der richtigen Einstellungen und Kompromisse meinerseits, wird auch dies zu Lösen sein, so dass ich auch weiterhin in diesem Umfang Radfahren kann.

In 5 Jahren sieht das ganze wohlmöglich Komplett anders aus und ich hoffe das ich dann ein wenig mehr Volumen abspulen kann.

Gruess
 
Die Saisonpause von ca. 2 Wochen war nicht wirklich eine und ich habe einfach feucht fröhlich weiter Trainiert,

Die Leistung ging in den letzten paar Wochen zurück, was ich natürlich nachvollziehen kann. Merke jedoch schon, wie mich das immer wieder triggert, dass die Form einfach schlechter wird.

Gestern war ich eigentlich schon am Morgen müde, da ich am Vortag noch bis 23:15 Arbeiten musste.

Deine Schilderungen sind total typisch für uns ambitionierte (warum auch immer) Familienväter, die einen ständigen Drahtseilakt zwischen sportlichen Zielen, Ehrgeiz und familiären sowie beruflichen Verpflichtungen vollführen müssen.

Man orientiert sich an Vorgaben, die aus dem Profi/Semiprofi-Segment stammen und für (talentierte) junge Sportler gemacht sind, die sich voll darauf fokussieren können. Ich vermute daher inzwischen, dass viele in unserer Situation falsch bzw. zu viel trainieren. Zu viel Volumen, zu wenig Qualität, kein konsequentes Tapering usw.

Auch typisch deine Schilderung, dass du die Pause nicht durchgehalten hast. Kenne ich von mir. Da ist unverhältnismäßig viel Druck im Spiel, den man sich selber macht. Die ganzen Überwachungstools verschlimmern das noch, weil sie einen normalsterblichen Familienvater geradezu in die Dauerüberlastung zwingen, damit man dort im grünen Bereich landet.

Da ist noch deutlicher Nachbesserungsbedarf, wie ich finde. Der Breitensportler muss endlich eine auf ihn abgestimmte Orientierung erhalten.

Sei nicht so hart zu dir selbst. Meine Leistungen stagnieren auch gerade saisonbedingt. Im Frühjahr wird wieder angegriffen. 🙋‍♂️
 
Ein guter Trainer würde Dir aber auch auf die Füße treten und Dich ordentlich einnorden, wenn Du Deine Auszeit nicht ernst nimmst oder eine geplante GA1/GA2-Ausfahrt eskalieren lässt...

Ich weiß, ich weiß: Die Ambitionen, der innere Druck, der Spaß, das Gefühl, es krachen lassen zu wollen. Kann ich alles nachvollziehen.

Wenn ich heute die Gleichung aufgemacht hätte – für das, was ich wollte und was ich fühlte – gerade an diesem herrlichen Sonntag hier in Hannover: Meine Beine waren heute Morgen so frisch und ausgeruht, ich habe richtig gemerkt, wie es in mir keimte, mal zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Aber nein, ich habe mich diszipliniert und mein braves Programm abgespult. Weil -> hinten kackt die Ente. Dafür habe ich jetzt Quality-Aktivitäts-Time mit der Familie und kann morgen entspannt in die Woche starten, anstatt ausgepumpt auf dem Sofa zu gammeln.

Wie gesagt, ich will Dir nicht reinreden. Du und Dein Coach, ihr wisst (hoffentlich), was ihr da macht. Dein Text liest sich aber nicht danach. Er liest sich nach Emotion – was total gut ist – aber nicht nach Kontrolle.

Ich verstehe absolut, dass man ab und zu auch mal ausbrechen muss und auch sollte. Aber wie gesagt, ich beziehe mich hier auf Deinen Thread. Wenn Du für Dich feststellst 'alles cool', dann ist alles cool und ich schweige auch brav still!

Auch typisch deine Schilderung, dass du die Pause nicht durchgehalten hast. Kenne ich von mir. Da ist unverhältnismäßig viel Druck im Spiel, den man sich selber macht. Die ganzen Überwachungstools verschlimmern das noch, weil sie einen normalsterblichen Familienvater geradezu in die Dauerüberlastung zwingen, damit man dort im grünen Bereich landet.

Deswegen ignoriere ich diese Tools komplett, bzw, ziehe mir nur relevante Daten und lasse mich davon in keiner Weise treiben. Mir ist doch egal ob meine errechnete Vo2Max gerade sinkt und mir Garmin Unproduktivität vorwirft. Ich sehe es ja an anderen Werten, die Garmin nicht berechnen kann, wo ich stehe.
Von daher merke ich für meinen Teil, im Wintertraining läuft alles nach Plan. Und wenn ich mich an den Plan halte, stehe ich vermutlich zum Saisonstart so gut da wie noch nie.

Und kann mir dann auf die Mütze geben, weil die Basis stimmt.

Euch allen gutes Training!
 
Deswegen ignoriere ich diese Tools komplett, bzw, ziehe mir nur relevante Daten und lasse mich davon in keiner Weise treiben. Mir ist doch egal ob meine errechnete Vo2Max gerade sinkt und mir Garmin Unproduktivität vorwirft. Ich sehe es ja an anderen Werten, die Garmin nicht berechnen kann, wo ich stehe.

Dazu gehe ich auch immer mehr über. Garmin eskaliert bei mir gerade komplett, ich blick da überhaupt nicht mehr durch. Er wechselt quasi willkürlich anmutend täglich zwischen "Unproduktiv", "Formerhalt" und "Formaufbau" hin und her. Andererseits befinde ich mich stets im "optimalen Bereich". Dann stieg die Vo2max erst auf neue Rekordwerte, nur um - wieder komplett willkürlich - ohne ersichtlichen Grund auf den alten Stand vor Sommerbeginn binnen weniger Tage abzufallen. Das alles lässt mich an der Aussagekraft dieser Trainingsapp zunehmend zweifeln. Ach ja: Heute bin ich wieder um 1,5 Jahre spontan jünger geworden ("Fitnessalter"), weil die Waage 0,3 kg weniger angezeigt hat. Immerhin das! 😜
 
Ich denke hier im Forum wurde bereits hunderte Male eine Warnung ausgesprochen, dass man nach diesem Garmin Werkzeug nicht trainieren sollte. Warum das manch einer beharrlich ignoriert weiß man nicht. Eventuell ist das Marketing von Garmin so gut, dass man ganz fest daran glaubt, das solch eine große Firma schon weiß was sie tut.
 
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