Hallo blackwave,
ich durfte ähnliche Erfahrungen machen.. und nicht nur einmal. Nachdem ich den leidenschaftlichen, "Wissenden" Händler/Partner nicht gefunden hab, mach ich das jetzt auch selbst.
Eine leicht verdrehte Zondaspeiche, denk ich, ist nicht wirklich eine Einschränkung, da sich normale Rundspeichen in üblich gespeichten Laufrädern auch stark torsional verziehen - bei zu großer Verdrehung kann sich die Speiche bei großer Entlastung ggf. ein wenig zurückdrehen. Würde mit einem Nippelspanner die Speiche erstmal so zurückdrehen und dann wieder in die letzte Position zentrieren und dabei mit einem
Werkzeug zum Gegenhalten die Speiche "gerade" halten. Für die Kompetenz des Mechanikers spricht das natürlich nicht.
Dann noch an die Richtlinie halten - auf der einen Seite zugeben, auf der anderen anspannen, bei nur anspannen ziehst Du die Felge schlussendlich ein wenig mehr zum Zentrum und es bahnt sich der Höhenschlag an.
Ich geh bei starker Speichenspannung sogar auf 1/8 Umdrehung bis zu 1/16 Drehung runter. Das Zonda hat meines Wissens nur 16 Speichen... wenn der Schlag nicht über mehr als 30 Grad geht... eine mal 1/8 die beiden daneben liegende 1/16 in die andere Richtung und "gucken".
Find das zwischenzeitlich ziemlich spannend was bei unterschiedlichen
Felgen und unterschiedlicher Anzahl von Speichen so beim zentrieren mit Laufrädern passiert... und finde.. sooo´n riesen Geheimnis ist das zentrieren eines leichten Schlags bei einem langjährig gefahrenen Laufrad ned wirklich.
Sicher, ein jungfräulich eingespeichtes mit möglichst homogener, an der Grenze befindlichen Speichenspannung zu zentrieren, ist einen Herausforderung. Ein neu erhaltenes, daß nach 200km aus der Fassung kommt.. kann auch problematisch werden...
Ein länger gefahrenes, daß schon bewiesen hat, daß die Speichenspannung für Dein Gewicht und Deine Fahrweise ausreichend ist, sollte sich ohne größeres Risiko zentrieren lassen.
Viel Glück und Spaß dabei...