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"Ne, diese Zondas kann man nicht zentrieren"

Hoffe mir kann jemand weiterhelfen. Bin halt stinksauer deswegen und werde Morgen bei der Werkstatt wüten. Preisfrage: ist es damit getan, diesen Pfuscher einfach die Speiche wieder neu ausrichten zu lassen? Ich weiß halt nicht wie gut die Speiche Torsion abhaben kann. Sollte ich durchsetzen, dass die Speichen gewechselt werden? Auch der Schlag ist nicht wirklich besser - und es ist wirklich kein großer Schlag gewesen.

Notiz an mich: das lass ich noch bereinigen und mach in Zukunft alles selbst. Lehrgeld hab ich ja schon bezahlt.
 
Wie schon beschrieben, den Nippel mit einem Nippelspanner fassen, gegenhalten und die Speiche mit einer Fachzange gerade drehen. Einfach etwas Tape an die Zangen, dann kratzt es nicht an der Speiche. Kein Problem, nicht die Welt.
 
Hallo blackwave,

ich durfte ähnliche Erfahrungen machen.. und nicht nur einmal. Nachdem ich den leidenschaftlichen, "Wissenden" Händler/Partner nicht gefunden hab, mach ich das jetzt auch selbst.
Eine leicht verdrehte Zondaspeiche, denk ich, ist nicht wirklich eine Einschränkung, da sich normale Rundspeichen in üblich gespeichten Laufrädern auch stark torsional verziehen - bei zu großer Verdrehung kann sich die Speiche bei großer Entlastung ggf. ein wenig zurückdrehen. Würde mit einem Nippelspanner die Speiche erstmal so zurückdrehen und dann wieder in die letzte Position zentrieren und dabei mit einem Werkzeug zum Gegenhalten die Speiche "gerade" halten. Für die Kompetenz des Mechanikers spricht das natürlich nicht.
Dann noch an die Richtlinie halten - auf der einen Seite zugeben, auf der anderen anspannen, bei nur anspannen ziehst Du die Felge schlussendlich ein wenig mehr zum Zentrum und es bahnt sich der Höhenschlag an.
Ich geh bei starker Speichenspannung sogar auf 1/8 Umdrehung bis zu 1/16 Drehung runter. Das Zonda hat meines Wissens nur 16 Speichen... wenn der Schlag nicht über mehr als 30 Grad geht... eine mal 1/8 die beiden daneben liegende 1/16 in die andere Richtung und "gucken".
Find das zwischenzeitlich ziemlich spannend was bei unterschiedlichen Felgen und unterschiedlicher Anzahl von Speichen so beim zentrieren mit Laufrädern passiert... und finde.. sooo´n riesen Geheimnis ist das zentrieren eines leichten Schlags bei einem langjährig gefahrenen Laufrad ned wirklich.
Sicher, ein jungfräulich eingespeichtes mit möglichst homogener, an der Grenze befindlichen Speichenspannung zu zentrieren, ist einen Herausforderung. Ein neu erhaltenes, daß nach 200km aus der Fassung kommt.. kann auch problematisch werden...
Ein länger gefahrenes, daß schon bewiesen hat, daß die Speichenspannung für Dein Gewicht und Deine Fahrweise ausreichend ist, sollte sich ohne größeres Risiko zentrieren lassen.
Viel Glück und Spaß dabei...
 
Ja: Rundspeichen verdreht man ja auch, nur sieht man es dort nicht.
Messerspeichen soll man eben festhalten (glatte Zange oder besser speziellen Gegenhalter) damit sie auch nach dem Zentrieren noch richtig im Wind stehen.
Lässt sich durch einfaches Zurückdrehen, festhalten und neu anspannen wieder richten.
 
Um den Wind würde ich mir dabei noch weniger Sorgen machen. Aus einer Messerspeiche machst du ohne Gegenhalten aber ruckzuck Fussili und dann ist es vorbei mit der Belastbarkeit.
 
Schon klasse, was da so diskutiert wird. Nur mal so als Denkanstoss:
Verdreht man eine Speiche, so wird sie letztlich kürzer. Das heißt, man kann prima ein Rad zentrieren, in dem man nicht die Nippel weiter auf die Gewinde schraubt, sondern lediglich die Speichen zu Korkenziehern dreht.
Leider hält das ganze dann nur bis zur ersten Ausfahrt. Ein paar Lastwechsel, und die Torsionsspannung in der Speiche hat sich ihren Ausweg gesucht. Damit ist die 8 auch wieder da. Lernt eigentlich Klein Laufradbau-Fritzchen am 1. Tag. Daher kommt ja das ganze Gewese mit Abdrücken und sonstigen Maßnahmen.
Ob das ganze mit Rundspeichen oder plattgeklopften passiert ist eigentlich herzlich egal, die Messerchen zeigens halt nur deutlicher.
Also, vergiss das ganze Aerodynamikzeugs, ein "zentriertes" Laufrad mit verdrehten Speichen ist Pfusch. Das kannst Du jeden Tag zum Nachzentrieren tragen.

Btw.: mit der Flachzange an der Messerspeiche rumzuwürgen, und mit dem Nippelspanner gegenzuhalten hört sich grausam an, aber vielleicht bin ich da überempfindlich, oder auf gewohnte Handgriffe eingerostet. Ordentliches Werkzeug ist aber was anderes.
 
Btw.: mit der Flachzange an der Messerspeiche rumzuwürgen, und mit dem Nippelspanner gegenzuhalten hört sich grausam an, aber vielleicht bin ich da überempfindlich, oder auf gewohnte Handgriffe eingerostet. Ordentliches Werkzeug ist aber was anderes.

Jo, würd ich auch nie machen: Holzdübel (Buche Natur), Querschlitz reingesägt: Fertig ist das Profiwerkzeug zum "Messerspeichegegenhalten"!
 
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