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Myvelofit KI-Bikefitting

Das Problem bei MyVeloFit (und vielen Professionellen Fittern) ist die Fokussierung auf statische Winkel statt auf die Bewegungsqualität.
Ich denke, das ist (aktuell) zu schwierig für KI.
Erst wenn die Höhe perfekt ist, stellst du den Sattelversatz (Setback) ein, um die Balance zwischen Quadrizeps und Hamstrings sowie den Druck auf die Hände zu optimieren.
Wenn du setback verstellst, verstellst du aber auch die Sitzhöhe.


Das ist das Tückische am Körper: Er ist ein Meister der Kompensation.
Ich bin selbst ein halbes Jahr lang mit einem 2 cm zu hohen Sattel gefahren, absolut ohne akute Probleme oder Schmerzen.
2 cm ist aber echt schon viel.

KI kann sicher nicht alles. Beinlängendiffrenzen, etc wird es eher nie können.
Man dard wie immer bei KI nicht einfach blind vertrauen sondern muss interpretieren.
Wobei das auch beim Bikefitter gilt. Nicht alle sind gut.
 

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Re: Myvelofit KI-Bikefitting
KI kann sicher nicht alles. Beinlängendiffrenzen, etc wird es eher nie können.
Man dard wie immer bei KI nicht einfach blind vertrauen sondern muss interpretieren.
Wobei das auch beim Bikefitter gilt. Nicht alle sind gut.
Wobei ich die 3,5cm jetzt schon arg fand.
Ich habe mal die SLx0,885 Formel bemüht und komme da ungefähr auf den Weg vom Fitting (Disbalancen wurden da ausgeglichen) - das die KI dann so sehr abweicht ist schon ein starkes Stück.

Naja ich bastel mir gerade einen Stahlrahmen als "Hometrainer" für den Rollentrainier zusammen. Wenn es soweit ist - probiere ich die KI-Tools nochmal
 
Wenn du setback verstellst, verstellst du aber auch die Sitzhöhe.
Vollkommen richtig, Sitzhöhe und Setback sind untrennbar verbunden.
Sobald man den Sattel horizontal verschiebt, ändert sich die effektive Distanz zum Tretlager.
Ich nutze da auch die 3-zu-1-Regel (pro 3 mm nach vorne -> 1 mm höher), um die Beinlänge konstant zu halten. Neill Stanbury empfiehlt bei größeren Sprüngen sogar ein Verhältnis von 5 zu 3 (also 3 mm Höhenänderung pro 5 mm Versatz)
 
Wer Interesse hat, tiefer in die Materie einzusteigen, statt sich mit ungenauen KI-Tools herumzuärgern: Ich orientiere mich an der Methodik der Road Cycling Academy (RCA). Die Inhalte stammen aus dem Kurs „Bike Fit Fundamentals“ von Neill Stanbury.

Da es sich um urheberrechtlich geschützten, kostenpflichtigen Content handelt, kann und werde ich die PDFs hier natürlich nicht teilen. Wer sein Bike jedoch wirklich professionell und auf Basis von Bewegungsqualität statt nur nach statischen Winkeln einstellen möchte, findet das System hier:
https://roadcyclingacademy.com/bike-fit-fundamentals/

Die sechs Module decken alles ab, vom ersten Beweglichkeitstest bis hin zum finalen Cockpit-Setup.

Gibt auch einige Videos dazu. Kostet aktuell 147$, ist also nicht super günstig, aber wenn man bedenkt, was Tools wie MyVeloFit kosten oder was man teilweise für ein schlechtes Bikefitting hinlegt, relativiert sich das schon ziemlich.
Dafür hat man lebenslangen Zugriff aufs Forum, wo Neill selbst aktiv ist und bei Fragen zum Bikefitting antwortet.

Allerdings muss man sich da schon etwas mit beschäftigen, ist jetzt kein „Plug & Play“.
Dafür lernt man aber echt eine Menge und versteht am Ende auch, warum man was am Bike verändert.
 
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