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Meine Sitzposition auf dem Renner: Meinungen gefragt

Regeln, Tipps etc. hin und her, lass mal ein professionelles Bike-Fitting ( Sitzpositionsvermessung ) machen, du wirst dich über das Ergebnis wundern.
Obwohl ich mich seit Jahrzehnten auf meinen Rädern subjektiv pudelwohl gefühlt habe bin ich letzte Woche zum Bike-Fitting. Das Ergebnis war total überraschend, ich sitze zu tief und zu lang. Compactlenker, 10mm kürzerer Vorbau, Spacer weg und Sattel um 15mm höher waren die erforderlichen Änderungen und ich habe auf der ersten Ausfahrt gesessen wie ein junger Gott.
Bike-Fitting incl. der erforderlichen Neuteile ( ich habe die empfohlenen Teile selber gekauft ) hat mich insgesamt 170.-€ gekostet.
 

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Re: Meine Sitzposition auf dem Renner: Meinungen gefragt
Als ich mit dem Rennrad fahren angefangen habe, wurde ich für mein erstes Rad auch vermessen. Ist inzwischen über 10 Jahre her. Das Ergebnis war, dass mir ein 60er Rahmen verkauft wurde. Habe ihn kurz danach gegen einen 58er getauscht. Inzwischen fahre ich einen Maßrahmen, der eher einem 56er Rahmen entspricht.
Sich vermessen zu lassen ist eine schöne Sache, aber die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen eine andere. Da sollten schon gute Leute am Werk sein.
Und dann zählen nicht nur die reinen Maße, sondern auch die Gewohnheiten und die körperliche Beschaffenheit bzw. Vorstellung zählen. Wenn ich die Vorstellung habe eher etwas aufrechter zu sitzen, weil ich vielleicht ein Rückenleiden habe, muss auch das Berücksichtigt werden.

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn vermessen, dann von guten Leuten.

(Oder man weiß von sich aus, was man will.)
 
Da hat vielleicht wer mit 'nem Zollstock rumgefuchtelt, Bikefitting ist was anderes.
Kurzer Rede lange Sinn, wenn Du da für die Vermessung gezahlt hast, bist Du behumpst worden.
 
Da hat vielleicht wer mit 'nem Zollstock rumgefuchtelt, Bikefitting ist was anderes.
Kurzer Rede lange Sinn, wenn Du da für die Vermessung gezahlt hast, bist Du behumpst worden.

Nein, das habe ich nicht. Ich habe mein Rad damals dort gekauft. Der Effekt war aber der Gleiche. Der Laden wurde danach gemieden! Und wird auch immernoch gemieden, da ich in der Gegend nicht mehr wohne.
Wurde mir und anderen Kunden damals, wie gesagt 10 Jahre her, als die neueste Vermessungsmethode angepriesen.(War mit optischen Sensoren und son Kram) Klar ist Bikefitting was anderes, aber da es vorgeschlagen wurde, sage ich dazu, dass es auch von Leuten angepriesen wird, die keine Ahnung haben. Da sollte der TE, sofern er sowas vor hat, die Augen richtig aufmachen und sich eben nicht übers Ohr hauen lassen.
 
Dann wirfst Du zwei unterschiedliche Dinge durcheinander. Vanillefresser meint was grundsätzlich anderes, und das würde ich auch empfehlen. Das hat mit "messen" auch nur peripher zu tun, wie Du ja selber schon ausgeführt hast.
 
Vanillefresser meint was grundsätzlich anderes...

Schreibt aber in Klammern "Sitzpositionsvermessung". So hätte das mein Händler damals wahrscheinlich auch genannt, wenn ich ihn gefragt hätte. Wollte ja auch nur darauf aufmerksam machen, dass man schauen muss, was man wirklich will und was angeboten wird. Nicht alles was gut klingt ist auch gut. Wie bei allem eigentlich.

Schönen Abend noch. :bier:
 
Versuche doch alle Parameter so zu optimieren, das es passen KÖNNTE. Dabei ist wichtig, immer nur einen Parameter zu veändern, damit du auch weisst, wo es herkommt.
Die Kniestellung ist relativ vorprogrammiert, die Sattelhöhe auch. Wenn du jetzt mit dem Vorbau auf ein gutes Sitzgefühl kommst, dann wäre ja der Drops gelutscht ;).

Probiere dazu folgenden Link aus, der bei meinem Ipad nicht geht...
http://alex.phred.org/stemchart/

Ehrlich gesagt, glaube ich aber aus eigener Erfahrung, dass dir dein Rad grundsätzlich zu gross ist...

Peter, leider funzt der Link nicht. Via Google findet man auch nur tote Links. Die Sattelposition ist fix (Höhe durch die Schritthöhe, horizontal durch das Knielot, korrekt?), so viel ist mir auch klar. Ob ich mit einem kurzen Vorbau glücklich werde, wird sich zeigen. Einen, sagen wir, 80er-Vorbau am 54er OR zu verwenden scheint mir allerdings kontraproduktiv zu sein. Ich ahne, wohin die Überlegung führt. Nämlich da hin:

Das Rad finde ich auch zu groß. Fahre ein 54-er Stevens Aspin CT. Bin 1,74m SL 81,5cm

Danke auch für die weiteren Wortmeldungen. Schön, dass hier viele helfen wollen. :D

PS: Eine Nebenbemerkung: Interessanterweise ist meine derzeitige Sitzposition nach zwei weiteren Faustregeln (kommen vom Händler und habe ich auc hhier zuhauf gelesen) korrekt.

1. Greife ich am Oberlenker, sehe ich beim Nachuntenschauen die Nabe des Vorderrades (in Fahrtrichtung) hinter dem Lenker. Greife ich bei den STIs, ist die Nabe verdeckt. Gehe ich in den Unterlenker, sehe ich das gute Stück vor dem Lenker... Passt demnach.

2. Den Unterarm mit dem Ellbogen an die Sattelspitze gelegt, erreiche ich mit der ausgestreckten Hand (Finger) locker den Vorbau. Zum Lenker sind es noch zwei Fingerbreit bzw. gut drei, vier Zentimeter. Passt auch demnach also.

So viel zu den Faustregeln!:rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
hi ropetto,

Du siehst selbst, was einem die Faustregeln bringen: lediglich Orientierungen, herausfinden must du es selber.

Ich werde das Gefühl nicht los, das du ein neues Rad willst ;)

Noch ne Geschichte: ein Radkumpel von mir, der immer relativ große Rahmen für seine Größe gefahren hat, ist von seinen Cannondales auf ein 56er Simplon Pride gewechselt, weil unserer Radhändler ihm sein Simplon 1:1 zu seinem Cann vermessen hat. Trotzdem hat er Rückenprobleme bekommen, weil er zu gestreckt drauf saß. Das OR des Simplon war einfach ein Stück länger... Geholfen hat ihm dann ein Stummelvorbau von gefühlt nur einigen cm...
Besonders stylish war es nicht, aber er hat sein Pride sehr gemocht, kam gut damit klar und hat es 5 Jahre lang gefahren...

Will sagen: Probier es doch einfach mal aus, das kostet nicht viel. Neben der Länge des VB spielt auch der Winkel eine Rolle, das macht ihn höher, ausserdem kann man ihn dafür auch umdrehen.
Checke mal das Netz, da gibt es bestimmt noch einge andere websites dafür.

Am Anfang vieler RR Karrieren wird Optik über alles gestellt und sich gerne am Look der Profis orientiert. (ich spreche aus Erfahrung) Die fahren ziemlich kleine Rahmen heutzutage und die Überhöungen sind extrem. (Klar, die sind jung und sehr gut trainiert, die können das.)
Ich selber bin über die Jahre immer höher mit meinem Lenker gekommen (was mir mein Osteophat empfohlen hat) und Komfort geht mir mittlerweile über alles. Der schönste Poser Hobel bringt nix, wenn man darauf nicht mehrere Stunden relativ angenehm sitzen kann. (Außer du bist Sammler ;) ).

Bei unseren physisonomischen Daten kannst du dir leider diese extremen Bike Geos eh abschminken, die Bikes sind von den Geos für etwas größere Menschen gemacht (schätze von ca. 175 -195 cm, also der jetzige Durcchschnitt), das geben die optimierten betriebswirtschaftlichen Produktionsprozesse für das Variantmanagement vor.
Um für dich was passendes zu erwischen, musst du entweder Glück haben, dir einen Maßrahmen bauen lassen, oder die Optik etwas vernachlässigen.

Das war zumindest meine Lernkurve.

LG Peter
 
Spontaner Eindruck bei den beiden Fotos: So wie du in Unterlenker-Position sitzt (Winkel Arme/Oberkörper) sitze ich, wenn ich an den Bremsgriffen greife., also "eine Etage höher". Sieht sehr gestreckt aus. Würde bei mir in der LWS schmerzen.
 
Ich werde das Gefühl nicht los, das du ein neues Rad willst ;)
Kann das sein, daß da ein Indianerversteher seine eigenen Gelüste projiziert? ;)
Ansonsten zitiere ich mich nochmal selber :D
Erstmal rate ich inzwischen von solchen Onlineanalysen im Forum ab.
Wenn @ropetto wirklich das Gefühl hat, nicht gut auf dem Rad zu sitzen, ist die sinnvollste Investition, eine vernünftige Anpassung, Bikefitting, Sitzpositionsanalyse, wie immer das dann heißt.
Ich würde das unabhängig vom evtl. Kauf eines Neurades auf der Basis des vorhandenen machen. Das "Sitzdreieck", Tretlager, Sattel, Lenker kann man danach problemlos auf ein anderes Rad übertragen, und dann damit auch die Fahrgeometrie, also Oberrohr/Vorbauverhältnis, Vorderbau/Hinterbauproportion etc. optimieren.
Wenn Du Dir mal die Erfahrungen von Leuten, die das gemacht haben, und nicht, wie ShimCampy an "Vermesser" mit tollem Equipment und magerem Wissen geraten sind, ist der allgemeine Tenor: "Best bang for the buck ever!"
 
Schreibt aber in Klammern "Sitzpositionsvermessung". So hätte das mein Händler damals wahrscheinlich auch genannt, wenn ich ihn gefragt hätte. Wollte ja auch nur darauf aufmerksam machen, dass man schauen muss, was man wirklich will und was angeboten wird. Nicht alles was gut klingt ist auch gut. Wie bei allem eigentlich.

Schönen Abend noch. :bier:


Ich war hier und bin mehr als zufrieden :-) :daumen:

www.komsport.de
 
Ich werde das Gefühl nicht los, das du ein neues Rad willst ;)
Wollen wir mal so sagen: Wenn da kein Weg dran vorbeiführt, ist das eben so. Im Augenblick will ich aber erstmal die weniger krassen Schritte abarbeiten. (Heißt Stand jetzt: Sattel ein wenig tiefer und beobachten.)
Am Anfang vieler RR Karrieren wird Optik über alles gestellt und sich gerne am Look der Profis orientiert. (ich spreche aus Erfahrung) Die fahren ziemlich kleine Rahmen heutzutage und die Überhöungen sind extrem. (Klar, die sind jung und sehr gut trainiert, die können das.)
Ich selber bin über die Jahre immer höher mit meinem Lenker gekommen (was mir mein Osteophat empfohlen hat) und Komfort geht mir mittlerweile über alles. Der schönste Poser Hobel bringt nix, wenn man darauf nicht mehrere Stunden relativ angenehm sitzen kann. (Außer du bist Sammler ;) ).
Peter, die Optik ist mir ja sowieso schnurz. Siehe meine Fotos im Eingangspost. Gescheit auf dem Karren sitzen will ich, wie du auch, und nichts weiter. ;)
Spontaner Eindruck bei den beiden Fotos: So wie du in Unterlenker-Position sitzt (Winkel Arme/Oberkörper) sitze ich, wenn ich an den Bremsgriffen greife., also "eine Etage höher". Sieht sehr gestreckt aus. Würde bei mir in der LWS schmerzen.
Uff!

PS: Was ist eigentlich von der dritten der großen Faustregeln zu halten? Die Sache mit dem Abstand zwischen Knie und Ellenbogen, wenn der Kurbelarm parallel zum Unterrohr steht? Wenn ich im Unterlenker fahre und die Arme leichte beuge, laufen die Knie in wenigen Zentimetern Abstand an den Ellenbogen vorbei. Bei einem kürzen Vorbau respektive Oberrohr könnte es da ja schon Probleme geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Update: Habe jetzt bei etwas tieferem Sattel ein paar Feierabendrunden gedreht - keine Veränderung. Ab und zu zieht es halt im unteren Rücken. Ich werde weiter beobachten.

Gruß,
Robert
 
Update für alle Mitleser und Tippgeber:

Nach langem Probieren habe ich nun eine Lösung gefunden, nach und nach ließ ich die Hinweise aus dem Faden einfließen. Mein jetziges Setup: Den Sattel hatte ich anfangs wieder etwas tiefer gestellt. Das löste aber die LWS-Probleme nicht, dafür zwickte es nach einer Weile an den Knien. Der Sattel ist nun wieder etwas höher. Der 100er-Vorbau ist rausgeflogen, verbaut ist nun ein 80er. Das war offenbar das Entscheidene: Ich kann seitdem ausgedehnte Touren unternehmen, ohne nennenswerte Probleme zu bekommen. (Zeitweilig tut es immer noch weh, aber nicht sehr. Diese Schmerzen scheinen eher davon abzuhängen, wieviel Zeit ich zuvor im Büro oder Auto verbracht habe.) Zuvor habe ich auch Gymnastik in meine Betrachtungen einfließen lassen - das half auch, aber erst in Kombination mit dem Vorbau stellte sich der volle Erfolg ein. Außerdem habe ich einen Spacer rausgenommen, sodass die Überhöhung jetzt bei etwa 3,5 cm liegt. Das war mehr ein Schuss ins Blaue - der aber gesessen hat. Subjektiv ist die Sitzposition jetzt, obwohl auf dem Papier aggressiver, noch angenehmer. Der 80er-Vorbau fuhr sich eingangs etwas "kippelig". Allerdings glaube ich, dass ich diesbezüglich die berühmten Flöhe habe husten hören. Mittlerweile nehme ich den kurzen Vorbau gar nicht mehr wahr beim Fahren.

In diesem Sinne nochmal vielen Dank an alle, die hier gepostet haben. :)

PS: Bei Bedarf reiche ich auch nochmal Bilder und aktuelle Maße nach. Die habe ich gerade nicht zur Hand.
 
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