Bo wird recht haben, denn "blau " ist ja variabel, es sei denn, man hat ein senkrechtes ausfallende.
Im Prinzip meinen wir aber das gleiche
Salomonische Reaktion; dennoch bin ich überzeugt, daß Deine ursprüngliche Antwort ziemlich richtig ist, und die von Bo ziemlich falsch.
Wie groß das größte schaltbare Ritzel mit einem vorgegebenen Schaltwerk sein darf, hängt natürlich vom Abstand (Mitte des)
Schaltauge(s) - (Mitte der) Hinterachse ab. Dieser Abstand kann durch verschiedene Klemmpositionen der Achse geringfügig variiert werden, das reicht in Grenzfällen, ein knapp nicht schaltbares größtes Ritzel gerade eben doch schaltbar zu machen - zu mehr aber nicht.
Hier geht es jedoch darum, daß durch 4 mm Unterschied gleich ein um 2 Zähne größeres Ritzel ermöglicht wird; daß das durch einen 4mm längeren Schlitz im Ausfallende erreicht werden kann, halte ich für ausgeschlossen, da die Achsverschiebung ja quer zum
Schaltauge erfolgt und die resultierende Abstandsvergrößerung deutlich kleiner ausfällt.
Mit "24mm Ausfallende" und "28mm Ausfallende" ist der kürzestmögliche Abstand (Mitte des)
Schaltauge(s) - (Mitte der) Hinterachse gemeint, also das Lot, entsprechend der blauen Linie. Nur so wird der postulierte Effekt für mich plausibel.
Die Zunahme der Zahnzahl eines Ritzels hat einen größeren Radius zur Folge, und zwar um ziemlich genau 2 mm pro Zahn, für 2 Zähne also 4(,04) mm. Es kann also nur um die konkrete Abstandsvergrößerung um 4mm gehen, nicht um das (trigonometrische) Resultat einer geringfügigen Achsverschiebung.
Zu guter Letzt: ich habe eben mal die "blauen Linien" an den 4en meiner Räder gemessen, die ich gerade in meinem Büro greifbar habe:
die 2 RR haben 24mm, die (Stahl-)Randonneuse und das (Alu-)Stadtrad 28mm. Das scheinen gängige Maße zu sein.
Die "orangenen Linien" (die ja wesentlich länger als der konkrete Verstellbereich sind) 25 mm, 27 mm und 33 mm.
LG Helmut