• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Kölner Räder und Rahmenbauer SAMMEL-THREAD

Hat einer von euch schon mal versucht ein solches Rufa schon versucht zu einem Crosser umzubauen?
Ich plane dieses Rad über den Winter so umzubauen, dass ich nächstes Jahr mit den modernen Rädern meiner Freunde mitzuhalten.
ABER der Aufbau soll möglichst original sein, es muss nicht periodkorrekt sein, aber es sollte einigermaßen stimmig sein.
Meine Ideen bis jetzt sind:
1. Clincherfelgen
2. Dreifachkurbel oder Compact Kurbel
3. Wahrscheinlich ein anderes Schaltwerk, momentan ist ein 60er Campagnolo Record verbaut.

Vielleicht hat ja eine Person hier Erfahrungen mit solchen Umbauten oder Ideen für neue Anbauteile. Würde mich auf jeden Fall freuen :)
Mmmh, ich weiß nicht ob du dir damit so einen Gefallen tust.

Ich sehe da einen sehr großen Widerspruch. Du willst das Rad auf den Stand aktueller Räder bringen zum Mithalten, der Aufbau braucht einerseits zwar nicht periodenkorrekt zu sein, aber soll möglichst original erfolgen.

Periodenkorrekt sind Teile aus Anfang/Mitte der 60er. Also so wie es ist. Möglichst original also auch.

Aktuell in jeder Situation kannst du mit so einem Rad eher nicht mithalten. Es fährt auf ebener Strecke sicherlich genauso schnell wie ein aktuelles, aber aktuelle Schaltungen klickst du in jeder Situation jederzeit ratzfatz durch, wogegen du hier vorausschauender schalten musst. Und aktuelle Scheibenbremsen verzögern natürlich anders als die Alten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige

Re: Kölner Räder und Rahmenbauer SAMMEL-THREAD
Hat einer von euch schon mal versucht ein solches Rufa schon versucht zu einem Crosser umzubauen?
Ich plane dieses Rad über den Winter so umzubauen, dass ich nächstes Jahr mit den modernen Rädern meiner Freunde mitzuhalten.
ABER der Aufbau soll möglichst original sein, es muss nicht periodkorrekt sein, aber es sollte einigermaßen stimmig sein.
Meine Ideen bis jetzt sind:
1. Clincherfelgen
2. Dreifachkurbel oder Compact Kurbel
3. Wahrscheinlich ein anderes Schaltwerk, momentan ist ein 60er Campagnolo Record verbaut.

Vielleicht hat ja eine Person hier Erfahrungen mit solchen Umbauten oder Ideen für neue Anbauteile. Würde mich auf jeden Fall freuen :)
Easy.
TA Kurbel 2x und Tufo Dry Plus SR - fettig.


PS:
Kurbel konnte ich da noch treten, die TA 2fach kam später
 
Mmmh, ich weiß nicht ob du dir damit so einen Gefallen tust.

Ich sehe da einen sehr großen Widerspruch. Du willst das Rad auf den Stand aktueller Räder bringen zum Mithalten,
Er will nur mit seinen Freunden mithalten - das kann mit einer Schrottmühle total easy oder selbst mit einer aktuellen 15.000€-Maschine unmöglich sein, hängt eher von den Freunden als vom Rad ab. ;) Falls er mit einem aktuellen Rad mithalten, aber nicht noch eins drauflegen kann, wird es mit ner Aufbereitung aber in der Tat schwer.

Allgemein zu dem Thema Rad aufbereiten und Köln, sofern das nicht schon gepostet wurde: In Köln-Ehrenfeld gibt es einen Vintage-Aufbereiter, siehe den Bericht beim WDR https://www1.wdr.de/lokalzeit/fernsehen/koeln/vintage-rennraeder-made-in-koeln-106.html und die Website https://www.upcycles-wunschrad.de/ Vielleicht ist der ja auch für Techniksmalltalk zu haben für die, die lieber selber Hand anlegen wollen?
 
Er will nur mit seinen Freunden mithalten - das kann mit einer Schrottmühle total easy oder selbst mit einer aktuellen 15.000€-Maschine unmöglich sein, hängt eher von den Freunden als vom Rad ab. ;) Falls er mit einem aktuellen Rad mithalten, aber nicht noch eins drauflegen kann, wird es mit ner Aufbereitung aber in der Tat schwer.

Allgemein zu dem Thema Rad aufbereiten und Köln, sofern das nicht schon gepostet wurde: In Köln-Ehrenfeld gibt es einen Vintage-Aufbereiter, siehe den Bericht beim WDR https://www1.wdr.de/lokalzeit/fernsehen/koeln/vintage-rennraeder-made-in-koeln-106.html und die Website https://www.upcycles-wunschrad.de/ Vielleicht ist der ja auch für Techniksmalltalk zu haben für die, die lieber selber Hand anlegen wollen?
True. :daumen:
 
Nur mal aus Interesse:

Hier im Thread lese ich hin und wieder dass über Fauss einiges bekannt sei. Aber niemand schreibt etwas Konkretes, und Google weiß relativ wenig.

Könnte jemand etwas dazu beitragen ab wann ca bis wann Fauss Räder gebaut hat, wann er gestorben ist, und die Verbindung zu Rickert etwas näher erläutern?

Für mein persönliches Hintergrundwissen würde mich das sehr interessieren.

Vielen Dank vorab!
 
Nur mal aus Interesse:

Hier im Thread lese ich hin und wieder dass über Fauss einiges bekannt sei. Aber niemand schreibt etwas Konkretes, und Google weiß relativ wenig.

Könnte jemand etwas dazu beitragen ab wann ca bis wann Fauss Räder gebaut hat, wann er gestorben ist, und die Verbindung zu Rickert etwas näher erläutern?

Für mein persönliches Hintergrundwissen würde mich das sehr interessieren.

Vielen Dank vorab!
Profitipp:
Buche einen Tisch auf der Kölner Börse, stelle dein Rufa da hin.
Im Laufe des Tages wirst du mindesten von 2 Urgesteinen angesprochen werden, die den Rudi und seine Geschichte gut kannten und dir mehr erzählen, als du dir merken kannst. ;-)

PS:
Kann sein, dass sich einer von beiden "ausweist".
PXL_20250828_173257693.jpg


Den anderen erkennst du an seinem kölschen Mundwerk ;-)
 
Profitipp:
Buche einen Tisch auf der Kölner Börse, stelle dein Rufa da hin.
Im Laufe des Tages wirst du mindesten von 2 Urgesteinen angesprochen werden, die den Rudi und seine Geschichte gut kannten und dir mehr erzählen, als du dir merken kannst. ;-)

PS:
Kann sein, dass sich einer von beiden "ausweist".
Anhang anzeigen 1667729

Den anderen erkennst du an seinem kölschen Mundwerk ;-)
Würde ich sogar sehr gerne machen, aber mit Arbeit und Familie schaffe ich das leider nicht. Hab gerade erst den Bürorechner ausgeknipst und zu Hause geht es nachher weiter. Aktuell komme ich sogar erst nachts dazu, an meinem CNC zu basteln…
 
Der Fauss hatte schon vor dem WK2 Erfahrung damit, besonders stabile Steher oder Gabeln zu bauen. Ich weiss nicht, unter wem, Köttke vielleicht?!

Die Eröffnung eines Ladens und Zulassung als Rahmenbauer nach dem Krieg war schwierig. Er hatte keinen Meistertitel oder Kaufmann oder was man sonst so brauchte, wenngleich seine Fähigkeiten unzweifelhaft waren. Ich glaube, er hat das zunächst einfach gemacht und sich nach und nach mühselig das Recht gegen die Zünfte erstritten.

Das war primär ein grosser Radladen, Räder und Teile verkaufen stand im Vordergrund. Eine zeitlang Rickerts "von der Stange", davor auch franz. Rahmen, etc.. Immer schön als Ru-Fa lackiert und beklebt. Hausmarke.
Nebenbei entstanden aber auch immer Rahmen auf Mass. Nicht besonders kunstvoll befeilt, sondern besonders sorgfältig gelötet. Das gab es nur auf Empfehlung bzw. für Fahrer mit gewissen Erfolgen. Kostete dann auch ca. das Doppelte eines Rickert von der Stange.
Lackiert wurde die Strasse runter bei Cronsbein. Da ginge auch andere Kölner hin, darum haben die alles die gemalten Ringe und Deckelspitzen im gleichen Stil.
Ab den 60ern gibt's die markanten Strebendeckel. Es gab eine Maschine, die zu stanzen.
Irgendwann in den 70er war Schluss mit "echten" Rufas.
Charakteristisch sind -wie ich finde - schmucklose, aber sorgfältige Lötungen. Prio Stabilität, nicht Schönheit. Wenn du so willst: Ein Arbeitsgerät für Rennfahrer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Fauss hatte schon vor dem WK2 Erfahrung damit, besonders stabile Steher zu bauen. Ich weiss nicht, unter wem, Köttke vielleicht?!

Die Eröffnung eines Ladens und Zulassung als Rahmenbauer nach dem Krieg war schwierig. Er hatte keinen Meistertitel oder Kaufmann oder was man sonst so brauchte, wenngleich seine Fähigkeiten unzweifelhaft waren. Ich glaube, er hat das zunächst einfach gemacht und sich nach und nach mühselig das Recht gegen die Zünfte erstritten.

Das war primär ein grosser Radladen, Räder und Teile verkaufen stand im Vordergrund. Eine zeitlang Rickerts "von der Stange", davor auch franz. Rahmen, etc.. Immer schön als Ru-Fa lackiert und beklebt. Hausmarke.
Nebenbei entstanden aber auch immer Rahmen auf Mass. Nicht besonders kunstvoll befeilt, sondern besonders sorgfältig gelötet. Das gab es nur auf Empfehlung bzw. für Fahrer mit gewissen Erfolgen. Kostete dann auch ca. das Doppelte eines Rickert von der Stange.
Lackiert wurde die Strasse runter bei Cronsbein. Da ginge auch andere Kölner hin, darum haben die alles die gemalten Ringe und Deckelspitzen im gleichen Stil.
Ab den 60ern gibt's die markanten Strebendeckel. Es gab eine Maschine, die zu stanzen.
Irgendwann in den 70er war Schluss mit "echten" Rufas.
Charakteristisch sind -wie ich finde - schmucklose, aber sorgfältige Lötungen. Prio Stabilität, nicht Schönheit. Wenn du so willst: Ein Arbeitsgerät für Rennfahrer.
Vielen Dank!!! :daumen:
 
Mmmh, ich weiß nicht ob du dir damit so einen Gefallen tust.

Ich sehe da einen sehr großen Widerspruch. Du willst das Rad auf den Stand aktueller Räder bringen zum Mithalten, der Aufbau braucht einerseits zwar nicht periodenkorrekt zu sein, aber soll möglichst original erfolgen.

Periodenkorrekt sind Teile aus Anfang/Mitte der 60er. Also so wie es ist. Möglichst original also auch.

Aktuell in jeder Situation kannst du mit so einem Rad eher nicht mithalten. Es fährt auf ebener Strecke sicherlich genauso schnell wie ein aktuelles, aber aktuelle Schaltungen klickst du in jeder Situation jederzeit ratzfatz durch, wogegen du hier vorausschauender schalten musst. Und aktuelle Scheibenbremsen verzögern natürlich anders als die Alten.

Ich hätte es vielleicht etwas präziser formulieren sollen. Ich möchte das Rad nicht modern machen mit Scheibenbremsen und dergleichen.
Ich möchte das Rad bergtauglich machen um es dann auch mal mit Klickpedalen fahren zu können bei Ausfahrten mit Freunden.
Natürlich ist das ein sehr großer Kompromiss und ich werde weniger Comfort haben mit den Lenkerschalthebeln als mit STIs, vielleicht finde ich’s nach der ersten Ausfahrt auch richtig kacke, aber ich würde gerne ausprobieren :)

Easy.
TA Kurbel 2x und Tufo Dry Plus SR - fettig.


PS:
Kurbel konnte ich da noch treten, die TA 2fach kam später

So ähnlich hatte ich mir das vorgestellt. Wie breit sind die Schuhe denn?
Und was für Marac Bremsen sind das? Sind die zuverlässig und griffig? Ich vertraue meinen noch nicht so ganz.
 
@Jonah J.
Am besten kommst du mal rum und wir probieren ein paar Sachen aus.
Lenkerendhebel sind erst einmal ungewohnt, aber nach einer Eingewöhnung doch sehr performant.
Mit der TA Kurbel geht alles. Du kannst auch 3fach MTB nehmen, ist halt weniger schick.
Die Schlappen sind 32, aber auch mit 28 oder 30 kann man super durch den Wald fahren.
Auch das können wir ausprobieren, meine Räder passen dir. Vielleicht ist es sinnvoll,cdas zuerst zu machen. Dann weisst du, ob und wo du hinwillst.
 
Hat einer von euch schon mal versucht ein solches Rufa schon versucht zu einem Crosser umzubauen?
Ich plane dieses Rad über den Winter so umzubauen, dass ich nächstes Jahr mit den modernen Rädern meiner Freunde mitzuhalten.
ABER der Aufbau soll möglichst original sein, es muss nicht periodkorrekt sein, aber es sollte einigermaßen stimmig sein.
Meine Ideen bis jetzt sind:
1. Clincherfelgen
2. Dreifachkurbel oder Compact Kurbel
3. Wahrscheinlich ein anderes Schaltwerk, momentan ist ein 60er Campagnolo Record verbaut.

Vielleicht hat ja eine Person hier Erfahrungen mit solchen Umbauten oder Ideen für neue Anbauteile. Würde mich auf jeden F

Ist zwar nen Köthke und kein Rufa. Würde es als mein letztes verzweifeltes Aufbäumen bezeichnen 😉. "Compaktkurbel", Crane GS Schaltwerk und Lenkerendschalthebel.
Momentan sind noch 25mm Grand Prix Classic drauf, möchte aber so in Richtung 30/32mm.
IMG_20250828_181906200_HDR.jpg
IMG_20250828_181916322_HDR.jpg
 
Frage an die Kölner Rad- und insbesondere Köthke-Spezialisten: in einem der KdM-Jahreskalender meine ich mal gelesen zu haben, dass Alfredo Binda bei der Rad-WM 1927 auf dem Nürburgring ein Köthke-Rad fuhr. Ich hatte Binda immer mit Legnano in Verbindung gebracht. Auf der Suche nach einer verlässlichen Quelle habe ich dazu nichts gefunden. Kann hier jemand helfen?
 
Ist zwar nen Köthke und kein Rufa. Würde es als mein letztes verzweifeltes Aufbäumen bezeichnen 😉. "Compaktkurbel", Crane GS Schaltwerk und Lenkerendschalthebel.
Momentan sind noch 25mm Grand Prix Classic drauf, möchte aber so in Richtung 30/32mm.
Ich habe mit solchen Räder sehr viel Spass gehabt.
Mit diesem Nicht-Kölner (der immerhin nahe Köln parkt auf dem Bild)

bin ich viel gegravelt, als es das Wort bei uns noch nicht gab.
Gegenüber modernen Gravel-Rädern mit 2" breiten Reifen geht da eigentlich kein Spass verloren, finde ich.

Warum "letztes Aufbäumen"?
Artgerechte Haltung ist das!
1756451957350.png
 
Zurück