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Gimondi

AlexP1994

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Hallo habe mir über willhaben dieses rennrad gefunden , habe es mir direkt geholt und mal etwas aufbereitet es war wirklich in einen schlechten zustand .. .. aufgrund das ich kompletter Anfänger bin im thema rennrad würde mich interessieren was so die grundlegenden details zu diesen rad sind .. habe über die google suche nicht dazu gefunden .. .. einige Komponenten ist leider nicht mehr zu retten gewesen wodurch ich sie Übergangs mäßig gegen andere ( umliegende) teile ausgetauscht habe.. (schaltwerk war von simplex montiert ) .
Würde mich freuen wenn jemand ein paar infos dazu hat.. danke ..

Mfg Alex
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Hallo Alex,

nur um das zu kategorisieren: Es handelt sich hier um ein (Jugend-)Sportrad, auch "Halbrenner" genannt. Das waren speziell in den 1970/80er Jahren Räder, die meistens recht günstig hergestellt und ausgestattet, den Eindruck vermittelten, Rennräder zu sein, dabei aber die volle Verkehrstauglichkeit bereitstellten: Licht, Schutzbleche, Gepäckträger. Für viele damals der Einstieg in die Radwelt, die Eltern waren ob der Sicherheit zufrieden und selbst fühlte man sich wie auf der Tour de France …

Untrügliche Zeichen dafür sind u. a. die Anlötteile für Dynamo und Fahrradschloss, die Platte für die Gepäckträgerbefestigung, die Zusatzbremshebel, die Kettenblatt- bzw. Speichen-Schutzscheibe, die Keilkurbel, die recht einfachen Ausfallenden …

Das bedeutet jetzt nicht, dass Du damit keinen Spaß haben oder schnell fahren kannst, es ist halt einfach kein Rennrad und damit auch nicht allzu begehrt. Allzuviel würde ich nicht reinstecken, es würde den Wert nicht steigern. Diese Räder eigenen sich allerdings recht gut, um sich – wenn man in die Welt der klassischen Stahlräder einsteigen möchte – mit der Technik von damals auseinanderzusetzen.

Wäre es mein Rad, würde ich Licht, Schutzbleche wieder montieren, einen passenden Gepäckträger dazu und es als sportliches Alltags- oder Ausflugsrad verwenden. Hübsch ist es ja, mit den teilverchromten Streben, den Chromsöckchen der Gabel, der Farbe etc. Der neuen Sattelhöhe nach scheint es mir etwas zu klein zu sein, aber wenn Dich das nicht stört …

Zur Marke selbst: Felice Gimondi war einer der ganz großen italienischen Radrennfahrer. Um die Strahlkraft dieser bekannten Radgrößen auf diverse Räder umzulegen, hat man gerne deren Namen genutzt, auch wie hier für einfache Ausführungen. Wer genau diese Räder produzierte, kann ich Dir nicht sagen – sicher nicht Gimondi selbst, eventuell Chiorda/Bianchi, oder aber auch ein anderer größerer europäischer Hersteller. Vielleicht weiß ja jemand anderer mehr darüber.

Viel Spaß beim Radeln!

Nachtrag: Sattelstütze und Vorbau haben in der Regel Markierungen, die anzeigen, wie weit man sie in den Rahmen einstecken bzw. ausziehen soll (meist mit einer Linie und "min"/"max" gekennzeichnet). Das würde ich aus Sicherheitsgründen kontrollieren (lässt sich auf den Bildern nicht feststellen) und gegebenfalls ändern.
 
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