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Deutsche Meisterschaft 2019

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Ganz recht. Beim heuer gleichzeitig stattfindenden IronMan Frankfurt war und wird eine komplette 90km lange Schleife für die Radstrecke nahezu komplett gesperrt. Den ganzen Tag lang. Es geht also. Sollte sich der BDR mal bei Ironman erkundigen, wir die das machen.
Das kann ich auch ohne Nachfrage in Frankfurt sagen, man nimmt ein paar 100 oder besser 1000e zahlungswillige Komparsen, denen man einen grölßeren Geldbetrag abknöpft, damit sie als schmückendes Beiwerk beim Profirennen auftauchen dürfen, dann verlegt man den Event in das Herz einer der wirtschaftlich prosperierendsten Regionen des Landes und sucht sich dort ein paar potente Sponsoren, die ein paar Scheinchen aus der Porto-Kasse beisteuern und schon werden auch die örtlichen Behörden einer Streckensperrung zustimmen. Eigentlich ganz einfach 😂
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Man müsste nur eine Jedermann WM in Kona organisieren.
Dann ein Qualirennen für Kona in Deutschland ausrichten bei dem die Radprofis dann mitfahren dürfen um die DM auszufahren. Bei den Start Gebühren vom Frankfurt Ironman müssten dann nur 33 Jedermänner starten um die 30000 für den BDR zu erzielen. Jeder weitere Starter brächte den Verein dann in eine Einnahmesituation, die besser als ne RTF wäre. Ach ne waren ja nicht 950 Euro Startgebühr in Frankfurt sondern US Dollar. Aber das sind ja peanuts:)
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Obwohl, seltsam ist das schön wenn das Startgeld für ne deutsche Meisterschaft in US Dollar bezahlt werden muss.
 

laidback

Tertium Quid
Das geht nicht nur beim Ironman mit dem von @pjotr beschriebenen Szenario. Bei einem Triathlon in der Nähe von Frankfurt wurde eine ganze Bundesstraße über Stunden nur für Jedermänner gesperrt damit sie dort das Radfahren austragen. Auch bei World Tour Rennen, der Deutschland-Tour und bei Jedermannrennen geht es. Würde der BDR-Vize keine Krokodilstränen über den "Fahrzeugverkehr" und "betroffene Geschäfte" vergießen, sondern der Verband Geld für die entsprechenden Genehmigungen in die Hand nehmen, dann finden sich sicher auch interessierte Ausrichter. Ich denke nicht dass der BDR so ein armer Verband ist, dass er nicht in der Lage ist eine anständige DM zu stemmen.
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Oh vorsicht mit gefährlichem Halbwissen. Der Pjotr kann sicherlich nachweisen, das der BDR arm ist.
Aber mal ehrlich. Denen fehlt doch auch der Geschäftssinn. Die müssten doch einfach mal auf ne Chemie Messe gehen und einen Sponsor finden, der greenwashing machen möchte. Dann bekämen die 30 Millionen vom Sponsor und müssten nur das Meistertrikot mit Bayer oder Ineos bedrucken.
Man könnte dann auch vielleicht den Kurs wie gewöhnlich in einer unterstrukturierten Gegend auf dem Land beibehalten. Wär ja dann schön grün.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Das geht nicht nur beim Ironman mit dem von @pjotr beschriebenen Szenario. Bei einem Triathlon in der Nähe von Frankfurt wurde eine ganze Bundesstraße über Stunden nur für Jedermänner gesperrt damit sie dort das Radfahren austragen. Auch bei World Tour Rennen, der Deutschland-Tour und bei Jedermannrennen geht es. Würde der BDR-Vize keine Krokodilstränen über den "Fahrzeugverkehr" und "betroffene Geschäfte" vergießen, sondern der Verband Geld für die entsprechenden Genehmigungen in die Hand nehmen, dann finden sich sicher auch interessierte Ausrichter. Ich denke nicht dass der BDR so ein armer Verband ist, dass er nicht in der Lage ist eine anständige DM zu stemmen.
Der Punkt bei der DM war nicht, dass der Verband arm ist, das ist eine subjektive Bewertung, der ich mich natürlich enthalte :D (Der Vollständigkeit halber: Einblicke in Finazen und Mitgliederentwicklung gibt es hier: http://www.rad-net.de/html/bdr/bekanntmachungen/2019/20190410_berichtsheft-bhv2019.pdf )
Die ursprünglich angedachte Strecke wurde von den Behörden offenbar einfach nicht genehmigt, deswegen musste man auf den Pendelkurs ausweichen bei dem die Gefahr einer Begegnung unterschieldicher Gruppen auf der Fahrbahn bestand, weswegen man zurückgefallene Fahrer einfach rausgenommen hat. Was die Hintergründe der Nicht-Genehmigung waren entzieht sich meiner Kenntnis, vielleicht hätte die Sperrung des ursprünglich angedachten Kurses Anwohner "zu sehr" beeinträchtigt, zu großes Verkehrschaos erzeugt, vielleicht die Zufahrt zu einem Krankenhaus oder Altenheim abgeschnitten, was auch immer. Das wissen nur die Beteiligten vor Ort.
Die eigentliche Crux bei all den Problemen der DM war soweit ich das sehe, dass sich erst kein Ausrichter fand und dann die Vorbereitungszeit sehr kurz war. Langfristig terminierte Großveranstaltungen mit vielen Jedermännern und potenten, lokal vernetzten Sponsoren im Hintergrund wie die Rennen in Hamburg, Köln und Frankfurt haben es natürlich wesentlich einfacher durch die größere Lobby in Verhandlungen mit Entscheidungsträgern in den relevanten Behörden, Alternativrouten zu suchen und Lösungen für organisatorische Probleme zu finden. Bei einer Veranstaltung, die jedes Jahr an anderem Ort nicht zuletzt durch Freiwillige durchgeführt wird, ist das naturgemäß weit schwieriger.
 

Freddy11

Aktives Mitglied
Der Punkt bei der DM war nicht, dass der Verband arm ist, das ist eine subjektive Bewertung, der ich mich natürlich enthalte :D (Der Vollständigkeit halber: Einblicke in Finazen und Mitgliederentwicklung gibt es hier: http://www.rad-net.de/html/bdr/bekanntmachungen/2019/20190410_berichtsheft-bhv2019.pdf )
Die ursprünglich angedachte Strecke wurde von den Behörden offenbar einfach nicht genehmigt, deswegen musste man auf den Pendelkurs ausweichen bei dem die Gefahr einer Begegnung unterschieldicher Gruppen auf der Fahrbahn bestand, weswegen man zurückgefallene Fahrer einfach rausgenommen hat. Was die Hintergründe der Nicht-Genehmigung waren entzieht sich meiner Kenntnis, vielleicht hätte die Sperrung des ursprünglich angedachten Kurses Anwohner "zu sehr" beeinträchtigt, zu großes Verkehrschaos erzeugt, vielleicht die Zufahrt zu einem Krankenhaus oder Altenheim abgeschnitten, was auch immer. Das wissen nur die Beteiligten vor Ort.
Die eigentliche Crux bei all den Problemen der DM war soweit ich das sehe, dass sich erst kein Ausrichter fand und dann die Vorbereitungszeit sehr kurz war. Langfristig terminierte Großveranstaltungen mit vielen Jedermännern und potenten, lokal vernetzten Sponsoren im Hintergrund wie die Rennen in Hamburg, Köln und Frankfurt haben es natürlich wesentlich einfacher durch die größere Lobby in Verhandlungen mit Entscheidungsträgern in den relevanten Behörden, Alternativrouten zu suchen und Lösungen für organisatorische Probleme zu finden. Bei einer Veranstaltung, die jedes Jahr an anderem Ort nicht zuletzt durch Freiwillige durchgeführt wird, ist das naturgemäß weit schwieriger.
Aber was spricht dagegen die Meisterschaft einfach mehrmals an einem Ort zu veranstalten. In Australien lief das viele Jahre auch so. Das würde Planungssicherheit geben und wäre für eine Region vielleicht auch attraktiver.
 

laidback

Tertium Quid
Aber was spricht dagegen die Meisterschaft einfach mehrmals an einem Ort zu veranstalten. In Australien lief das viele Jahre auch so. Das würde Planungssicherheit geben und wäre für eine Region vielleicht auch attraktiver.
Genau das wäre auch mein Vorschlag. Wieso muss es jedes Jahr ein anderer Veranstalter sein? Ich finde z.B. die Orga des Münsterland-Giro gelungen. Da wird regelmäßig der Kurs gewechselt, vermutlich auch um die betroffenden Gemeinden nicht jedes Jahr zu "belasten".

Das Problem mit der kurzfristigen Ortsfindung und der daraus resultierenden Streckenproblematik war mir bewusst. Trotzdem möchte ich so eine Nummer nicht mehr bei einer deutschen Meisterschaft sehen. Vielleicht sollte man sich nicht mehr bis zum Frühjahr hinter den warmen Ofen setzen und darauf warten dass einem mögliche Veranstalter die Bude einrennen, sondern als Verband mal selbst aktiv mit einem attraktiven Angebot an potentielle Ausrichter herangehen.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Das Rennen am am Sonntag muss wohl noch verhältnismäßig gut organisiert über die Bühne gegangen sein, bei der Zeitfahr-DM ein paar Tage früher herrschte dagegen das blanke Chaos - so kann man es jedenfalls "nebenan" im Tour-Forum nachlesen, geschrieben von jemand der scheinbar dabei war: Unzureichende Vermessung der Wettkampfräder, die auch noch so spät , dass sich nicht alle Teilnehmerinnen richtig aufwärmen konnten, Chaos bei der Sortierung der Begleitfahrzeuge, Rückstau von Autos im Zielkorridor, fehlende Streckenposten, Traktoren auf der Strecke.
 

RockyFranco

Neuer Benutzer
"Burghardt und Schillinger anfahren"...
warum sollen die bei einer DM den Sprint anfahren ? Warum soll ein Marcus Burghardt einen DM Titel herschenken ? Ok er war schon mal Meister, und ? Das war nicht die TdF das war die DEUTSCHE MEISTERSCHAFT. So einen Zieleinlauf macht die DM zum Kaspertheater
Ich bleib dabei. Bora Team legt fest wer 1j das Trikot fährt, werbewirksam, falls es zu so einer 3er Konstellation kommt. Fertig. Es wird fürBurghardt und Schillinger finanziell nicht zum Nachteil gewesen sein. Und wie Pjotr schon schrob, das Geld wird mit den JedermannDeppen verdient. Auch im Radsport. mit "SPORT" hat das imho nix zu tun.

Ganz anders wäre es doch gekommen, wenn noch 2-3 andere Fahrer dabei gewesen wären...aber hätte wenn und aber
 
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