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Der Rennrad Reifen Thread

Je nachdem wer da fährt macht da über 1kmh aus.
Wenn man einen richtigen Holzreifen wie einen Gatorskin mit einem GP5000 vergleicht, wird das auch locker deutlich mehr als das doppelte sein. Da kommt auf drei oder vier Stunden schon ordentlich was zusammen.

Das sollte jeder einfach hinbekommen zu testen wenn es ihn wirklich interessiert. Einfach mal bissl Zeit und Grips investiert und los geht's.
Mein Reden. Die Laborwerte von BRR sind ein schöner Benchmark und erlauben einfache und komfortable Vergleiche. Aber ein Reifen wird nun mal auf der Straße gefahren.
 
Im Grunde kannst du jeden TL-Reifen mit Schlauch fahren. Mache ich gerade mit meinem Tufo Thundero auf meinem Zweitgraveller mit Latex, da ich dort nicht erst Milch reinlassen wollte und: fährt sich super! Natürlich mit einem etwas höheren Restrisiko für eine Panne, was ja beim Graveln imho etwas höher ist als auf der Straße. Den Comtura werde ich in 32 mm demnächst auch mal in mein Straßenrad stellen, mit Latex. :)
Da würde mich sobald der Comtura mit Latex montiert ist brennend ein erster Eindruck interessieren. WAM auf IW? Fahrgefühl Rollwiderstand und Komfort?

BTW Tufo Speedero fahre ich in 40 mm absolut sorgenfrei mit Latex seit knapp 5000 km. Super Reifen
 
Zwischen einem schlechten und einem guten Reifen oder sagen wir lieber einem schnellen oder langsamen liegen deutlich über 10w in der Realität. Das ist einfach und stabil zu messen. Je nachdem wer da fährt macht da über 1kmh aus. Das sollte jeder einfach hinbekommen zu testen wenn es ihn wirklich interessiert. Einfach mal bissl Zeit und Grips investiert und los geht's.
Dem hatte ich ja nicht widersprochen. Ich wollte nur allgemein darauf hinaus, dass man - WENN es man genau machen will - nicht nur je eine Stunde testen müsste, sondern viel länger oder mehrfach, weil es verzerrende Einflüsse geben kann. Das spielt dann aber eher beim Vergleich zweier ähnlich guten Reifen eine Rolle. Hast Du zB bei der zweiten Fahrt etwas mehr Gegenwind, kommst Du mit dem zweiten Reifen in der gleichen Zeit weniger weit, selbst wenn der beim Rollverhalten absolut identisch zum ersten Reifen ist. That's all, mehr wollte ich gar nicht anmerken. Scheint aber nicht jeder verstanden zu haben, vlt drücke ich zu kompliziert aus.
 
Da würde mich sobald der Comtura mit Latex montiert ist brennend ein erster Eindruck interessieren. WAM auf IW? Fahrgefühl Rollwiderstand und Komfort?
Dauert wohl noch ein bisl, da meine aktuellen Power Cup noch relativ frisch sind und ich ja verschiedene Räder habe, die ich bewege. ;) Latex soll ja im Komfort so ziemlich TL entsprechen. Probier' es doch einfach selbst aus. Ich habe keine Zweifel, dass das gut wird. :daumen:
 
Dem hatte ich ja nicht widersprochen. Ich wollte nur allgemein darauf hinaus, dass man - WENN es man genau machen will - nicht nur je eine Stunde testen müsste, sondern viel länger oder mehrfach, weil es verzerrende Einflüsse geben kann. Das spielt dann aber eher beim Vergleich zweier ähnlich guten Reifen eine Rolle. Hast Du zB bei der zweiten Fahrt etwas mehr Gegenwind, kommst Du mit dem zweiten Reifen in der gleichen Zeit weniger weit, selbst wenn der beim Rollverhalten absolut identisch zum ersten Reifen ist. That's all, mehr wollte ich gar nicht anmerken. Scheint aber nicht jeder verstanden zu haben, vlt drücke ich zu kompliziert aus.
Wieviel solcher Tests hast du schon gemacht?
 
Wieviel solcher Tests hast du schon gemacht?
Keinen, und ich hab das auch nicht vor, weil ich gar keinen Bock hätte, das Geld für zwei Reifensätze auszugeben plus 2x die Reifen aufzuziehen plus mir ne Strecke zu suchen, wo ich gleichmäßig ungestört lang genug fahren kann, plus noch nen Tag zu finden, an dem die Wetterverhältnisse lang genug identisch sind. Ganz nebenbei hab ich auch keinen Powermeter, könnte also gar nicht sagen, ob ich nun ne Stunde durchgängig bei zB 150W +/-2W fahre oder nicht.

Das ganz ist ja nur eine quasi akademische Frage, wie man genau vorgehen sollte, FALLS man auch kleine Unterschiede selber rausfinden will.

Bei der Frage "ist der 10e-Reifen genau so gut wie der für 60€?" würde ich auf Erfahrungen von Vielfahrern vertrauen, und für den Fall, dass bei zwei ähnlich guten Reifen die Detailunterschiede erfahren möchte, würde ich auf professionell durchgeführte Tests setzen, bei denen alle Durchläufe mit identischen Rahmenbedingungen stattfanden.
 
Keinen, und ich hab das auch nicht vor, weil ich gar keinen Bock hätte, das Geld für zwei Reifensätze auszugeben plus 2x die Reifen aufzuziehen plus mir ne Strecke zu suchen, wo ich gleichmäßig ungestört lang genug fahren kann, plus noch nen Tag zu finden, an dem die Wetterverhältnisse lang genug identisch sind. Ganz nebenbei hab ich auch keinen Powermeter, könnte also gar nicht sagen, ob ich nun ne Stunde durchgängig bei zB 150W +/-2W fahre oder nicht.

Das ganz ist ja nur eine quasi akademische Frage, wie man genau vorgehen sollte, FALLS man auch kleine Unterschiede selber rausfinden will.

Bei der Frage "ist der 10e-Reifen genau so gut wie der für 60€?" würde ich auf Erfahrungen von Vielfahrern vertrauen, und für den Fall, dass bei zwei ähnlich guten Reifen die Detailunterschiede erfahren möchte, würde ich auf professionell durchgeführte Tests setzen, bei denen alle Durchläufe mit identischen Rahmenbedingungen stattfanden.
Ich frag ja nur, weil Du so klar definierst was geht und was nicht und was ne Rolle spielen könnte und mit welchen Unterschieden Du so rechnest. Dachte deshalb Du hättest viel Erfahrung.
 
Ich frag ja nur, weil Du so klar definierst was geht und was nicht und was ne Rolle spielen könnte und mit welchen Unterschieden Du so rechnest. Dachte deshalb Du hättest viel Erfahrung.
Ich weiß aus dem Studium, wie man klinische Studien optimalerweise durchführen sollte und wie man mögliche äußere Einflüsse findet, die man beachten kann. Das kann man auf alle möglichen Gebiete für unabhängige Vergleichstests ummünzen. Wenn ich zB Tests zu Grafikkarten für Gaming-PCs lese, schaue ich immer, wie die genau vorgegangen sind. manchmal sind die Tests dermaßen schlecht durchgeführt, dass die Ergebnisse eher als Zufall zu bezeichnen sind.

Bei Rennradreifen liegt es ja dann auf der Hand, dass du selbst dann, wenn du mit gleichviel Watt fährst, noch andere Einflüsse hast, die das Ergebnis beeinflussen können wie zum Beispiel Temperatur, Wind, (Un)ebenheit der Strecke... je ähnlicher sich zwei Reifen sind, desto mehr spielt so was eine Rolle. Hast Du zB viele Kurven und der eine Reifen hat viel Grip, aber dafür einen schlechten Rollwiderstand auf den Geraden, dann bist Du vlt trotzdem genau so schnell im Ziel wie dem zweiten Reifen, der aber insgesamt den besseren Rollwiderstand hat. Dann ist halt die Frage, was Du rausfinden willst: Nur den Rollwiderstand? Allround-Performance? Ändert sich das, wenn du mit 0,5 Bar mehr/weniger Druck fährst?

Willst Du nur wissen, ob der Discounter-Reifen ansatzweise an zb nen GP5000 rankommt, reicht ein simplerer Test aus, so lange du nicht den ersten Test bei 5 Grad und 40km/h Gegenwind und den zweiten Test bei 15 Grad und Windstille machst ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
TOUR 8|200840
RENNRADREIFEN
Nach Abschluss aller Tests ist klar: Continental hat
weiterhin den Gummi vorne. Der „Grand Prix 4000 S“
rollt am leichtesten und erzielt auch in allen anderen
Disziplinen Spitzennoten. Nur weil der Reifen in diesem
Testdurchgang fünf Gramm schwerer ist als vor Jahres-
frist und damit in die nächste Notenkategoie rutscht,
gibt’s statt der glatten Eins eine 1,1 als Endnote für den
„GP 4000 S“. In Abwesenheit von Schwalbe fährt
Vredestein auf den zweiten Platz und erzielt dabei die
gleiche Endnote wie Schwalbes „Ultremo“ im Jahr 2007
(1,4). Auf Platz drei findet sich Contis renovierter „Grand
Prix“ wieder, der nun auch viel leichter rollt (1,5). Im
Mittelfeld folgen Maxxis, Michelin und Specialized (je
1,8). Michelin kann mit dem „Pro3Race“ den Abstand
zu Conti überraschenderweise nicht verkürzen, hat
dem Reifen aber zumindest das Schmatzen in der Kurve
abgewöhnt. Etwas abgeschlagen sind die auf hohe Lauf-
leistung optimierten Michelin „Krylion“ (2,5), sowie
Hutchinson und Kenda (2,7). Die beiden Letzteren fallen
mit deutlich höheren Rollwiderständen auf.
Conti, der Klassenprimus
Zu den Prüfstandsnoten gesellt sich der Fahrpraxistest,
und da hinterlassen die beiden Continental-Reifen im
Test einen deutlich anderen Eindruck als die anderen: Sie
fühlen sich „sicherer“ und „klebriger“ an – auch im
Ein entscheidender Faktor ist der Rollwider-
stand: Der Testsieger Conti „4000 S“ rollt satte
41 Prozent leichter als Kendas „Konstrictor“.
Das bedeutet 1,5 km/h mehr Tempo bei
gleicher Leistung (36,5 statt 35 km/h)! Die
Wahl des richtigen Reifens dominiert den
Fahrwiderstand. Schlechte Reifen lassen sich
auch mit viel Druck und Leichtschläuchen nicht
entscheidend verbessern.
Die Grafik zeigt, dass der Continental „GP 4000 S“ mit jedem
Bar mehr leichter läuft. Erst ab elf Bar bringt eine weitere
Druckerhöhung keinen deutlichen Vorteil mehr – der Reifen
ist „totgepumpt“. Die 30 Prozent Leistungseinsparung durch
12 statt 6 Bar Luftdruck bedeuten ein Mehr an Geschwin-
digkeit von 0,65 km/h. Der zulässige Maximaldruck bei
Continental beträgt jedoch wie bei den meisten anderen
Reifen auch nur 8,5 Bar – eine sehr konservative Angabe,
denn in internen Tests bei Conti muss der Reifen das Doppelte
des angegebenen Maximaldrucks halten. Lediglich Vredestein
gibt seine Reifen bis zwölf Bar frei.
Mit einem Latex-Schlauch im Conti-Reifen
lässt sich der Rollwiderstand gegen-
über normalen Butyl-Schläuchen
um weitere 17 Prozent senken.
So ist man bei gleicher Leistung
0,3 km/h schneller. Latex-
Schläuche sind aber nicht rich-
tig dicht, man muss täglich nach-
pumpen. Bei luftdichten Butyl-
Schläuchen entscheiden Wandstärke
und Gewicht über den Rollwiderstand – un-
abhängig von der Marke. Je leichter der Schlauch, desto besser
rollt der Reifen. Hauchdünne, 50 Gramm leichte Butyl-Schläuche
erfordern viel Sorgfalt beim Präparieren der Felge. Kleinste Grate
oder Unachtsamkeiten bei der Montage führen zu Schlauchplatzern.
ǹǵ ǽǫǸǪǫǴ ǹǯǫ ǹǩǮǴǫDzDzǫǸ
ǐ Der richtige Luftdruckǐ Der richtige Schlauch
ǐ Der richtige Reifen
Wo war damals der Denkfehler? 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Watt
ǩǵǴǺǯǴǫǴǺǧDz ǭǸǧǴǪ ǶǸǯǾ 4000 ǹ*
Latexschlauch, 88 Gramm 28,2 Watt
Butylschlauch, 50 Gramm 29,7 Watt
Butylschlauch, 75 Gramm 31,2 Watt
Butylschlauch, 104 Gramm 34,1 Watt
0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 Watt
Continental Grand Prix 4000 S 34 Watt
Michelin Pro3Race 39,6 Watt
Maxxis Courchevel 40,6 Watt
Vredestein Fortezza TriComp 41,2 Watt
Continental Grand Prix 42,8 Watt
Specialized All Conditions 43,5 Watt
Michelin Krylion 44 Watt
Hutchinson Intensive 55,1 Watt
Kenda Konstrictor 57,8 Watt
0 5 10 15 20 25 30 35 40 Watt
ǩǵǴǺǯǴǫ
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich dachte mehr an die Luftdrücke und die Abrollwiederstände. Kann ja nicht sein, das sich die Luft so verändert hat🫣
 
Nimm anstatt einem 23c Reifen lieber einen 30c, ist mehr Luft, rollt daher besser, entgegen aller Widerstände
:)
Kann ich bestätigen. Ich hatte ein paar Vergleichsfahrten mit 28er und 30er auf aktuellen Felgen (Innenweite 23mm / 25mm) gemacht. Der 30er fühlt sich einfach besser und schneller an. Mehr Komfort, mehr Grip und es rollt einfach besser. War übrigens der gleiche Reifentyp (Pirelli P Zero Race RS TLR).
Ich fahre nun nur noch die 30er Pirellis.
 
Naja, es wurden damals zwangsläufig Reifen mit 23mm Breite getestet.
Bei gleichen Luftdruck rollen breitere Reifen meist besser, gibt auch Vergleiche mit Conti 4000 und 5000.
Was man sich da als Außenstehender, der sich erst seit kurzem mit der Technik genauer beschäftigt, fragt ist, warum das damals so war, dass es nur ganz schmale Reifen gab. Hat man da stur an der vermeintlichen Logik "schmal und hart = wenig Kontaktfläche = weniger Leistungsverlust" festgehalten und wollte nicht experimentieren? Lag es am Reglement für die damaligen Rennräder bei offiziellen Rennen? War das bestmögliche Material damals vielleicht noch so anders, dass "breiter und weniger Druck" DAMALS dann doch langsamer war? Waren breitere Reifen/Laufräder bzw. ein breiterer Rahmen damals SO viel schwerer und/oder aerodynamisch schlechter, dass deswegen dann die schmalen Reifen doch besser waren?

Interessant sind auch die UVPs: Damals meist unter 40 Euro, heute (für die kaum breitere 25/26mm-Versionen) eher über 90€. Mit Inflation plus wenn man die ca 13 Prozent eventuell zusätzlichen Materialkosten (26 ist 13% breiter als 23) einrechnet, wäre man eher bei 65€... Sind speziell die Rohstoffe so viel teurer geworden? Oder werden die UVPs einfach nur aus Marketinggründen oder als Nachwehen der Lieferkrisen bei der Pendemie sehr hoch angesetzt? Denn zB den 25er Conti GP5000 bekommt man ja poblemlos für 50€, obwohl die UVP bei über 90€ liegt.
 
Die Verkaufspreise sind in einer Marktwirtschaft auch von der Kaufbereitschaft resp. Zahlungsbereitschaft der Kunden abhängig.
 
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