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Der Rennrad Reifen Thread

Die Verkaufspreise sind in einer Marktwirtschaft auch von der Kaufbereitschaft resp. Zahlungsbereitschaft der Kunden abhängig.
Das ist klar, aber mir geht ja jetzt um die UVP. Die Marktpreise sind ja viel niedriger und an sich im Vergleich zu vor 20 Jahren plausibel.

Was ich jetzt nicht weiß, da ich damals kein Rennrad hatte, ist, wieviel Prozent höher die UVP damals im vergleich zum Marktpreis war. Heute sind es ja locker 70-80% Differenz.

Mal angenommen, vor 20 Jahren hat man den 40€-UVP-Reifen für 30€ bekommen. Dann wäre die UVP 33% höher als der Marktpreis. Da würde das dafür sprechen, dass die UVP heutzutage nur Marketing ist, damit man glaubt, man hätte ein Schnäppchen gemacht - denn 90€ UVP auf Marktpreis 50€ entspricht 80% Unterschied.
 
Kann ich bestätigen. Ich hatte ein paar Vergleichsfahrten mit 28er und 30er auf aktuellen Felgen (Innenweite 23mm / 25mm) gemacht. Der 30er fühlt sich einfach besser und schneller an. Mehr Komfort, mehr Grip und es rollt einfach besser. War übrigens der gleiche Reifentyp (Pirelli P Zero Race RS TLR).
Ich fahre nun nur noch die 30er Pirellis.

Finde ich spannend und interessant. Wo siehst du den Sweet Spot bei 23 mm IW? 30 mm oder 32 mm Reifen. Die Bauen dann WAM eher 31 bis 33 auf 23 IW.

Bin mir noch unsicher auf welche Breite ich gehe wenn meine aktuellen 28er die 29,7 mm messen runter sind gehe.
 
ich habe den Challenge Criterium probiert. In 28mm, mit Schlauch. Felgen waren die Roval Rapide.
Nach langem Kampf zum Montieren, habe ich beide nach 200m fahren wieder de-montiert.

Beide Reifen, vorne und hinten, sind nicht in das Felgenbett gesprungen. Nicht mit Druck, nicht mit schmieren, nicht mit fluchen, nicht mit fahren.
Beide hatten dadurch einen Hochschlag von ca 3-5mm, also unfahrbar.

Schade
 
Finde ich spannend und interessant. Wo siehst du den Sweet Spot bei 23 mm IW? 30 mm oder 32 mm Reifen. Die Bauen dann WAM eher 31 bis 33 auf 23 IW.

Bin mir noch unsicher auf welche Breite ich gehe wenn meine aktuellen 28er die 29,7 mm messen runter sind gehe.
Ich bin bisher nur 28er und 30er gefahren. Einen 32er hatte ich noch nie auf der Felge.
Der 30er Pirelli RS TLR wird knapp 32mm breit auf 23mm IW. Das reicht mir. Den 30er finde ich deutlich besser als der 28er. Die 20 - 30g Unterschied merkt man nur auf der Waage. Zu 32er kann ich nichts beitragen.
 
Ich bin bisher nur 28er und 30er gefahren. Einen 32er hatte ich noch nie auf der Felge.
Der 30er Pirelli RS TLR wird knapp 32mm breit auf 23mm IW. Das reicht mir. Den 30er finde ich deutlich besser als der 28er. Die 20 - 30g Unterschied merkt man nur auf der Waage. Zu 32er kann ich nichts beitragen.
Ob man bei 28, 30 oder 32 seinen (aktuellen) Sweetspot findet, hängt sicher auch vom Fahrer und Untergrund ab. Ich habe die Evolution von 23/25/28/30 bis jetzt 32 mit gemacht. Ich will nichts schmaleres mehr. Ich habe aber auch keine typische RR-Maße (195cm/100kg). Ich möchte auch keine schmaleren Felgen als 24mm IW.
Ich habe auch die 40er P Zeros als "Winterreifen" in Gebrauch. Sehr komfortabel, aber als Performance-Reifen taugt der mir nicht.
 
Ob man bei 28, 30 oder 32 seinen (aktuellen) Sweetspot findet, hängt sicher auch vom Fahrer und Untergrund ab. Ich habe die Evolution von 23/25/28/30 bis jetzt 32 mit gemacht. Ich will nichts schmaleres mehr. Ich habe aber auch keine typische RR-Maße (195cm/100kg). Ich möchte auch keine schmaleren Felgen als 24mm IW.
Ich habe auch die 40er P Zeros als "Winterreifen" in Gebrauch. Sehr komfortabel, aber als Performance-Reifen taugt der mir nicht.
Gebe ich dir völlig recht. Das ist sehr individuell. Hier in der Schweiz sind die Strassen meist gut und mit 168cm/65kg bewege ich mich am anderen Ende. Der 30er (der auf meinen Felgen 32 - 33mm breit wird) macht mir momentan viel Spass. Felgen haben je nach LRS eine IW von 21mm, 23mm oder 25mm. Wobei die 21mm nur noch selten zum Einsatz kommen.
 
Mit 193cm und 83kg bin ich mit 25mm unterwegs die auf der Felge sich 27mm messen.
Auf den Vorteil den breiteren Reifen mit weniger Druck fahren zu können und mehr Komfort zu haben verzichte ich gerne. Fahre gerne schnell kurvenreich bergab, was ich aber überhaupt nicht leiden kann ist zu merken wie der Reifen im Grenzbereich anfängt leicht zu walken. Und genau das macht der breitere Reifen mit weniger Druck zumindest bei meinem Systemgewicht.
 
Jeder ist ja irgendwann einmal Anfänger, aber Angst vor "schmalen" Reifen hatte ich nie. Deswegen fährt man doch Rennrad, oder habe ich was falsch verstanden?
 
Jeder ist ja irgendwann einmal Anfänger, aber Angst vor "schmalen" Reifen hatte ich nie. Deswegen fährt man doch Rennrad, oder habe ich was falsch verstanden?
Also, ich hab nicht mit Rennradfahren angefangen WEIL man da schmale Reifen hat ;) Sondern weil Rennräder und die Fahrposition aerodynamischer sind plus die Räder sehr leicht.

Was die Reifen angeht, bin ich heilfroh, dass heutzutage klar ist, dass man mit 28, 30 oder gar 32 genau so schnell oder gar schneller bei gleichzeitig mehr Komfort unterwegs sein kann. Ich hab bzw. hatte nämlich vor nem Jahr, als ich mein erstes Rennrad kaufte, durchaus Sorge mit schmalen Reifen, sobald es nass ist. Denn zuvor, seit ich Teenie war, war ich nur per MTB mit breiten, profilierten Schlappen sowie gut ein Jahr mit einem Gravelbike und 4cm-Reifen unterwegs, die auch stark profiliert waren.
 
Kann ja jeder fahren was er will, nur habe ich keine Lust durch die Industrie schon wieder genötigt zu werden was ich zu fahren habe. Für mein 26 Zoll MTB ist die Auswahl z.B. auch schon wesentlich begrenzter.
 
Ich bin den „Entwicklungen“ der Industrie und dem begleitenden Marketinggelaber gegenüber auch sehr kritisch eingestellt.

Aber ab und zu ist doch was dabei, was tatsächlich grosse Vorteile für den Benutzer bringt. In diesen Fällen fühle ich mich nicht genötigt sondern ich bin der Industrie sehr dankbar, dass sie mich quasi zum Glück zwingt. Breitere Reifen gehören definitiv dazu, da dürfte der Sweep Spot fürs Rennrad im Bereich 28-32 mm liegen.
 
Also, ich hab nicht mit Rennradfahren angefangen WEIL man da schmale Reifen hat ;) Sondern weil Rennräder und die Fahrposition aerodynamischer sind plus die Räder sehr leicht.

Was die Reifen angeht, bin ich heilfroh, dass heutzutage klar ist, dass man mit 28, 30 oder gar 32 genau so schnell oder gar schneller bei gleichzeitig mehr Komfort unterwegs sein kann. Ich hab bzw. hatte nämlich vor nem Jahr, als ich mein erstes Rennrad kaufte, durchaus Sorge mit schmalen Reifen, sobald es nass ist. Denn zuvor, seit ich Teenie war, war ich nur per MTB mit breiten, profilierten Schlappen sowie gut ein Jahr mit einem Gravelbike und 4cm-Reifen unterwegs, die auch stark profiliert waren.
Habe ich so auch nicht behauptet, dass man Rennrad wegen schmaler Reifen fährt. Das Fahren eines Rennrads geht aber nun einmal einher mit schmaleren Reifen, als man sie üblicherweise an anderen Fahrrädern findet. Was dabei "schmal" ist, darf freilich jeder für sich selbst definieren...
Aber noch mal zum Thema Angst: Wenn du dich auf nassen Straßen unwohl fühlst, solltest du eher an deiner Technik und Erfahrung arbeiten - mit 23 oder 25 mm Reifen hat das aber mal definitiv nichts zu tun.
Und das darfst du auch gerne mal glauben, denn Erfahrung ist eben durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung... ;)
 
Habe ich so auch nicht behauptet, dass man Rennrad wegen schmaler Reifen fährt.
Du schriebs ja " Angst vor "schmalen" Reifen hatte ich nie. Deswegen fährt man doch Rennrad, oder habe ich was falsch verstanden? " ? Ich dachte mit "deswegen" sei "wegen der schmalen Reifen" gemeint. ^^ Was meintest du dann mit "deswegen" ?

Aber noch mal zum Thema Angst: Wenn du dich auf nassen Straßen unwohl fühlst, solltest du eher an deiner Technik und Erfahrung arbeiten - mit 23 oder 25 mm Reifen hat das aber mal definitiv nichts zu tun.
Doch, weil ich weiß, dass rein physikalisch im Zweifel und im Grenzbereich bei weniger Kontaktfläche, also schmaleren Reifen nunmal ein höheres Risiko hat, wegzurutschen. Natürlich versuche ich, dass ich durch Training die Sorgen mehr und mehr verliere, und habe das auch schon getan. Aber ein gewisses Gefühl, dass ich bei Regen mit meinem Gravelbike mehr in Kurven riskieren kann als mit dem Rennrad, bleibt.

Und da 25er Reifen ja nicht schneller sind als breitere Reifen plus dass die breiteren Pneus noch mehr Komfort wegen des geringeren Drucks bieten, wüsste ich nicht, warum ich eher 25er als 28er oder 30er fahren sollte. Falls jetzt das Argument "Gewicht" kommt: Was nutzt mit der kleine Gewichtsvorteil, wenn ich wegen des ruppeligeren Fahrens bei mehr Druck dafür Stamina einbüße?

Und das darfst du auch gerne mal glauben, denn Erfahrung ist eben durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Erfahrung... ;)
Das versteht sich von selbst, ich habe inzwischen auch keine Angst, aber ich fahre Kurven trotzdem per Rennrad vorsichtiger als mit meinem Gravelbike, weil am Ende rein physikalisch immer noch ein höheres Rutschrisiko bei schmaleren Reifen da ist. Ob das Risiko wiederum innerhalb des Rennrads zwischen 25 und 30 dann anders ist, weiß ich nicht. Ich will es aber auch nicht absichtlich testen ;)
 
Das versteht sich von selbst, ich habe inzwischen auch keine Angst, aber ich fahre Kurven trotzdem per Rennrad vorsichtiger als mit meinem Gravelbike, weil am Ende rein physikalisch immer noch ein höheres Rutschrisiko bei schmaleren Reifen da ist. Ob das Risiko wiederum innerhalb des Rennrads zwischen 25 und 30 dann anders ist, weiß ich nicht. Ich will es aber auch nicht absichtlich testen ;)
Seltsamerweise sagen alle Tests, dass auf Asphalt das Rutschrisiko insbesondere durch sich verformende Stollen im Randbereich steigt. Bei einem Slick verformt sich da nix und die Gummiauflage auf der Straße ist maximiert. Im Gelände ändert sich das natürlich weil dort Profil in den Untergrund beißen kann.

Auf der Straße wäre in der Folge ein breiter Slick mit maximaler Auflage zu bevorzugen (rein aus dieser Sicht).
 
Und da 25er Reifen ja nicht schneller sind als breitere Reifen plus dass die breiteren Pneus noch mehr Komfort wegen des geringeren Drucks bieten, wüsste ich nicht, warum ich eher 25er als 28er oder 30er fahren sollte. Falls jetzt das Argument "Gewicht" kommt: Was nutzt mit der kleine Gewichtsvorteil, wenn ich wegen des ruppeligeren Fahrens bei mehr Druck dafür Stamina einbüße?
Bicyclerollingresistance hat mal treffend empfohlen den schmalsten Reifen zu fahren mit dem man das gewünschte Grip und Komfortlevel erreichen kann.

Nicht nur aus Gewichts- auch auch Aerodynamikgründen spricht aus reiner Speed Sicht so einiges dafür nicht all zu breit zu fahren.

Wir sprechen hier ja immer noch über Straßenreifen. Wenn man über Gravelreifen sprechen will gibt es dafür ja ein anderes Thema.

Wie immer sind Reifen ein sehr individuelles Kompromissthema. Deshalb gibt es ja auch so lange Diskussionen und so viele unterschiedliche persönliche Wahrnehmungen und Einschätzungen.
 
Seltsamerweise sagen alle Tests, dass auf Asphalt das Rutschrisiko insbesondere durch sich verformende Stollen im Randbereich steigt. Bei einem Slick verformt sich da nix und die Gummiauflage auf der Straße ist maximiert. Im Gelände ändert sich das natürlich weil dort Profil in den Untergrund beißen kann.

Auf der Straße wäre in der Folge ein breiter Slick mit maximaler Auflage zu bevorzugen (rein aus dieser Sicht).
Gut zu wissen, aber trotzdem werde ich mich da nicht bei der nächsten Gelegenheit schonmal testweise beim gleichen Speed so in die Kurve legen wie ich es mit dem Gravelbike machen würde, sondern mich langsam mal rantasten. ;) Die Räder fahren sich ja eh schon unterschiedlich, selbst wenn das Reifenmodell identisch wäre.

Und wegen Gewicht und Aerodynamik: Das ist vlt. auf (Semi)Profilevel und/oder sehr guten Straßen relevant, aber als Freizeitfahrer will ich trotzdem lieber ein wenig mehr Komfort anstatt EVENTUELL 0,2 km/h im Schnitt schneller zu fahren, und dafür tun mir dann die Muskeln 2 Tage länger weh ;)

Ich glaub sogar eher, dass ich in meinem Fall mit schmalen Reifen und viel Druck dann insgesamt langsamer unterwegs bin, weil mir das Rad zu sehr hoppelt. Nicht nur, dass das dann schneller müde macht, sondern hier in und um Köln kann das eine Tor-Tour werden. Da hast Du nämlich selten mal wirklich längere, gut asphaltierte Strecken, und auf vielen Straßen man muss alle Nase lang über nen Gully fahren, wenn man nicht vor nem LKW landen will usw.


So oder so soll jeder fahren, womit er sich am besten fühlt - es macht ja keinen Sinn, wenn man dann am Ende Kurven trotzdem etwas gemächlicher fährt, weil man unterbewusst mit den ganz schmalen Reifen nicht ganz im Reinen ist, oder wenn man umgekehrt breite Reifen hat und dann die ganze Fahrt über daran denkt, dass es mit schmalen Reifen vielleicht schneller ginge und die Fahrt daher weniger genießt. Ich wollte an sich ja nur was zum comment von @Waldrapp antworten, weil ich ihn (fälschlicherweise) so verstanden hab, dass man Rennrad fährt WEGEN der schmalen Reifen. ;)
 
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