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Der Duke Felgen Thread

Da liegt wohl ein krasses Missverständnis vor. Auch Carbonspeichen sind vorgespannt. Grundsätzlich ändert sich nur das Material der Speiche, nicht aber der Aufbau des Laufrads. Abgesehen vielleicht von Trispokes o.ä.

Und auch Carbonspeichen längen sich elastisch unter der Vorspannung, wie z.B. bei Spokecalc nachzulesen.
Hier habe ich die Begrifflichkeiten unsauber genutzt. Natürlich bekommen auch Carbonspeichen eine Vorspannung, haben aber durch eine höhere Querschnittsfläche (ca. 1,5-2x) und ein höheres E-modul (2-4x) eine 3-8fach geringere Längung bei gleicher Vorpsannung. Daraus resultiert eine deutlich geringere nötige Auslenkung an der Felge um die Vorspannung der Speiche auf null zu setzen und damit aus einer schwellenden eine wechselnde Bastastung zu machen.
Deswegen besteht bei offen eingehängten Carbonspeichen so ein Risiko, dass diese sich im Gebrauch aushängen und das Laufrad kollabiert. Oder mit rundem kopf eingehängte Speichen sowie geschraubte, ungesichere Verbindung können sich lösen.

Zudem ist bei einer weniger vorgelängten und steiferen Speiche auch die Lastamplitude auf alle Bauteile höher.
Und das obwohl die naben an der Speichenaufnahme nicht unbedingt mehr Fleisch haben. Im Sinne der Dauerfestigkeit werden wir noch einige Naben mit gebrochenem Flasch in zukuft sehen.
Auch am Felgenboden steigt die Last am Speichenloch durch mangelde Nachgiebigkeit der Speiche und die geringere Anzahl der Lasteileitungspunkte.
Gerade wo jetzt viele asiatische Billiglaufräder (gewiss nicht alle aber leider viele) auf den Markt schwemmen, die nicht im eigentlichen Sinne entwickelt und getestet sind.

Gruss, Felix
 

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Re: Der Duke Felgen Thread
Hier habe ich die Begrifflichkeiten unsauber genutzt. Natürlich bekommen auch Carbonspeichen eine Vorspannung, haben aber durch eine höhere Querschnittsfläche (ca. 1,5-2x) und ein höheres E-modul (2-4x) eine 3-8fach geringere Längung bei gleicher Vorpsannung. Daraus resultiert eine deutlich geringere nötige Auslenkung an der Felge um die Vorspannung der Speiche auf null zu setzen und damit aus einer schwellenden eine wechselnde Bastastung zu machen.
Deswegen besteht bei offen eingehängten Carbonspeichen so ein Risiko, dass diese sich im Gebrauch aushängen und das Laufrad kollabiert. Oder mit rundem kopf eingehängte Speichen sowie geschraubte, ungesichere Verbindung können sich lösen.

Zudem ist bei einer weniger vorgelängten und steiferen Speiche auch die Lastamplitude auf alle Bauteile höher.
Und das obwohl die naben an der Speichenaufnahme nicht unbedingt mehr Fleisch haben. Im Sinne der Dauerfestigkeit werden wir noch einige Naben mit gebrochenem Flasch in zukuft sehen.
Auch am Felgenboden steigt die Last am Speichenloch durch mangelde Nachgiebigkeit der Speiche und die geringere Anzahl der Lasteileitungspunkte.
Gerade wo jetzt viele asiatische Billiglaufräder (gewiss nicht alle aber leider viele) auf den Markt schwemmen, die nicht im eigentlichen Sinne entwickelt und getestet sind.

Gruss, Felix
Auch hier kann ich nicht mitgehen. Wer sich mal die Mühe macht, findet auch hier zu den unterschiedlichsten Speichen die passenden Angaben bei Spokecalc. Da liegt z.B. eine CX-Sprint bei 0,69 mm bei 120 kgf Spannung, während eine CX Carbon auf 0,43 mm kommt. Das diese 0,26 mm Unterschied einen signifikanten Einfluß haben, bezweifle ich stark. Zudem bedeutet eine fehlende elastische Längung auch überhaupt nicht, das plötzlich keine Verspannung mehr vorhanden ist. Das passiert meist erst bei Überlast, wobei dann Unfälle aller Art der Auslöser sind.

Falls andere Teile im System versagen, würde ich eher in deren genereller Auslegung den Grund sehen und nicht in der Verwendung von Carbon als Speichenmaterial. Da taugen die erwähnten Billo-Asia-Laufräder dann sicher nicht als Referenz. Ist aber natürlich immer ein gern genutztes Argument. Die können halt alle nix, gell?
 
N.B. ich mag stabile Laufräder und da habe ich bei so geringen Speichenzahlen doch noch Sorge...
Das extremste was ich fahre ist 14/16 (felgengebremst), allerdings nicht in "normaler" Einspeichung, sondern in einem proprietären System.

LRS ist robust und unauffällig, ich bin allerdings auch kein Schwergewicht.
 
Auch hier kann ich nicht mitgehen. Wer sich mal die Mühe macht, findet auch hier zu den unterschiedlichsten Speichen die passenden Angaben bei Spokecalc. Da liegt z.B. eine CX-Sprint bei 0,69 mm bei 120 kgf Spannung, während eine CX Carbon auf 0,43 mm kommt. Das diese 0,26 mm Unterschied einen signifikanten Einfluß haben, bezweifle ich stark. Zudem bedeutet eine fehlende elastische Längung auch überhaupt nicht, das plötzlich keine Verspannung mehr vorhanden ist. Das passiert meist erst bei Überlast, wobei dann Unfälle aller Art der Auslöser sind.

Falls andere Teile im System versagen, würde ich eher in deren genereller Auslegung den Grund sehen und nicht in der Verwendung von Carbon als Speichenmaterial. Da taugen die erwähnten Billo-Asia-Laufräder dann sicher nicht als Referenz. Ist aber natürlich immer ein gern genutztes Argument. Die können halt alle nix, gell?
Selbst wenn wir annehmen, dass der SpokeCalc bereits Kenndaten zur CX-Carbon hätte, vergleich mal eine CX-Ray mit dieser.
Dann kommt diese Stahlspeiche auf 100% mehr Vorlängung durch die Vorspannung. So muss mit der Carbonspeiche das Laufrad nur halb so weit ausgelenkt werden, bis die Speiche keine Vorspannung mehr hat.
Ja die höhere Steifigkeit der anderen Speichen würde die Auslenkung erschweren, aber es wurde ja, weil die Speichen so steif sind, die Speichenzahl deutlich verringert.

Bisher waren wir uns doch alle einig, dass man mit elastischen Speichen die dauerhaltbareren Laufräder baut, sofern die Gesamtsteifigkeit im Laufrad ausreicht, um im Fahrbetrieb keine wechselnde Belastung zu haben.

Und jetzt kommt ein neuer Trend und wir vergessen solche fundamentalen Erkenntnisse einfach wieder?

Gruss, Felix
 
Nein, wir bleiben hier schon faktenorientiert. :)
Mit zugfesteren Speichen (egal aus welchem Material) kann man stabilere Laufräder bauen. Entlastet werden Speichen erst, wenn das Laufrad falsch ausgelegt ist.

Wenn man ein Laufrad so auslegt, dass es im Lastfall die Speichen vollständig entlastet wird man weder mit Stahl noch mit Carbonspeichen froh.

Die von Dir (zu Recht) empfohlene belastungsgerechte Einspeichung opfert auch Elastizität für Stablität - ohne weitere Nachteile.
 
Es sind sogar mehr als 100 %, macht aber trotzdem nur 0,54 mm mehr Längung aus. Das halte ich immer noch für absolut vernachlässigter in der Belastbarkeit des Laufrads durch Auslenkung. Zumal die überwiegende Mehrheit der Naben nicht so gestaltet ist, dass sich die Speichen aushängen könnten.

Der Hauptgrund für den Einsatz von Carbonspeichen (Gewichtsersparnis) erfordert auch per se nicht, dass die Speichenanzahl reduziert wird. Mit Carbonspeichen lassen sich bei einem 24 Loch Laufradsatz schnell mal 100 g oder mehr einsparen. Das sind nicht nur marginal gains.
Ich kann auch nicht in einem Vergleich, der sich nur auf das Material der Speichen bezieht, kurzerhand gleich andere Variablen ( Anzahl, Aufhängung in der Nabe) mit ändern, um das dann gegen das Material anzuführen.

Wer sagt denn, dass bei einem neuen Trend gleich bisherige Erfahrungen über Bord geworfen werden. Carbonspeichen sind sicher nicht bei allen Anwendungen das Mittel der Wahl, aber sie rundheraus skeptisch zu sehen, trägt der Entwicklung der letzten Jahre keine Rechnung.

Und wegen Trend sage ich nur Glashaus und so. Thema Reifen- und Felgenbreiten, da warst Du hier sicher einer der größten Protagonisten. Und ob es da für jeden sinnvoll ist, mit 50 + Pellen auf dem Graveller unterwegs zu sein, würde ich auch infrage stellen. Nix für ungut.

Edith sagt: Bilder vergessen, wegen der Faktenorientierung und so...

Bildschirmfoto 2026-03-16 um 21.48.14.png


Bildschirmfoto 2026-03-16 um 21.48.59.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu Felgen gehören ja auch Beläge. :)
Ich habe keinen besser passenden Thread gefunden. Von daher stelle ich meine Frage hier ein. Hat jemand Erfahrung mit den Bremsbeläge
v. Duke bei Carbonfelgen.
 
Zu Felgen gehören ja auch Beläge. :)
Ich habe keinen besser passenden Thread gefunden. Von daher stelle ich meine Frage hier ein. Hat jemand Erfahrung mit den Bremsbeläge
v. Duke bei Carbonfelgen.
Mit den verlinkten Belägen habe ich keine Erfahrung. Als ich noch Duke Carbon Felgen für FB hatte, machte ich gute Erfahrungen mit Campa rot Belägen. Evt hilfts.
 
Hallo Zusammen,
nach dem ich seit Jahren still mitlese, habe ich nun auch mal eine Frage!

Ich bin auf der Suche nach meinem ersten hochwertigen Laufradsatz. Anlass ist die Teilnahme am Ötztaler. Ich will einen Laufradsatz, den ich immer gut fahren kann. Egal ob's beim Ötztaler windig ist oder ich beim Bikepacken mit 10kg Extragepäck in den Alpen unterwegs bin. Und leicht soll er natürlich auch sein.

Entschieden habe ich mich für die Baccara X, weil ich mit 75kg, Rad und Gepäck schon nah am 95kg Limit der Ultras kratze. Stellt sich nur noch die Frage, ob 36 oder 42mm.

Merkt man da überhaupt einen (Aero-)Unterschied? 92g sind 92g. Und mit 123x Gramm (z.B. mit Carbon-Ti & CX-Ray) wäre der 36mm LRS echt leicht. Das reizt mich, auch wenn ich den Unterschied niemals merken werde. Tendenziell mag ich lieber "Understatement". Mit höheren Felgen hätte ich vermutlich immer das Gefühl, dass mein FTP 50W höher sein müsste.

Bisher bin ich einen >2kg Fulcrum LRS gefahren, der bei meinem Rennrad dabei war. Davor jahrelang die Mavic Aksium an meinem 2004er Specialized Sequoia. Mein (Stahl-)Gravelrad hat einen >2,2kg LRS mit Nabendynamo. Mit anderen Worten: ich habe gar keine Ahnung, wie sich so ein Laufradsatz fährt. Und entsprechend schwer fällt mir die Entscheidung. Deswegen der lange Roman... :)

Ich glaube die Entscheidung ist schon gefallen, ich würde nur gerne hören, dass es die richtige ist :D
 
ich habe einen LRS mit 48er bestellt.
tatsächlich ist es nicht die Frage, was man bestellt hat, sondern wann. Duke bekommt von allen Höhen etwas und liefert nach und nach die Rückstände aus.
Das was wir jetzt bekommen, sind die ersten Felge aus der Bestellung im Oktober.
Wenn ich jetzt nachbestelle, steht da auch Mai. Alleridngs ist das kaum realistisch, da jetzt ja erstmal die nachlieferungen bedient werden müssen.
Wir haben seit dem Launch mehrfach nachbestellt.

Gruss, Felix
 
tatsächlich ist es nicht die Frage, was man bestellt hat, sondern wann. Duke bekommt von allen Höhen etwas und liefert nach und nach die Rückstände aus.
Das was wir jetzt bekommen, sind die ersten Felge aus der Bestellung im Oktober.
Wenn ich jetzt nachbestelle, steht da auch Mai. Alleridngs ist das kaum realistisch, da jetzt ja erstmal die nachlieferungen bedient werden müssen.
Wir haben seit dem Launch mehrfach nachbestellt.

Gruss, Felix
Bestellt habe ich Ende November 2025.

Gruß,
Stephan
 
Tendenziell mag ich lieber "Understatement". Mit höheren Felgen hätte ich vermutlich immer das Gefühl, dass mein FTP 50W höher sein müsste.
Ich finde, 42er sehen noch "normal" aus und nicht unbedingt nach Aero-Laufrädern. Also von meiner Seite aus: Keine falsche Scheu :) Aber dir scheint es gar nicht ums Aussehen zu gehen und von der Aerodynamik merkt man sicherlich nix.
 
erste Gewichte aus der Serienproduktion.

Strada 42: 300gr
Strada 56: 353gr
Strada 56Aera: 340gr

Gruss, Felix
Mit T1100 gefertigt? Würde ich bei dem Gewicht vermuten.

Wäre interessant wie dann die Stabilität ist. Bitte berichte. :)

Habe bislang nur Felgen mit T700 bzw T800 verarbeitet und vermessen. Daher kann ich die 1100er noch nicht richtig einschätzen.
 
Hab Bock auf die neuen Duke-Aera-Felgen. 😍
Die alten fand ich ja schon ganz interessant, aber nun wird es eine neue 78er Aera fürs Zeitfahren vorne. Mal sehen, wie sich das Ding schlägt. Was ich hier bisher gelesen habe, klang ja immer sehr gut.
Die DT Dicut 1100 85 sind zwar ganz nett, aber doch ganz schön schmale Dinger, vor allem zum Reifen hin.
Für Holperstrecken sich Duke zu kaufen, mag komisch klingen, aber ich hatte mal Bock drauf. Bin gespannt, ob die Bestellung wirklich ca. Mitte Juni kommt.

Hatte ja kurz über die 100er nachgedacht, aber ich schätze mal, dass der Vorteil nur minimal ist und dafür die Seitenwinde doch noch mal extra härter reinkicken. Auch wenn ich da ziemlich abgehärtet bin, knapp 80 wird wohl auch langen.
 
Zuletzt bearbeitet:
erste Gewichte aus der Serienproduktion.

Strada 42: 300gr
Strada 56: 353gr
Strada 56Aera: 340gr

Gruss, Felix
Im Oktober hattest Du ja von 305gr für die 42er Felge gesprochen. Das klingt ja mal richtig gut, dass man den Zielkoridor doch gut trifft. Damit sind die von Dir prognostizierten LRS Gewichte doch möglich :daumen: .

Gruß
Stephan
 
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