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Brother Kepler - ein moderner Rahmen und Komponenten (Aufbauthread?)

Von Cyfac wird gerade ein ganz ähnliches Rad verkauft, das kannst du dir als Inspiration mal anschauen:
https://www.cyfac.fr/garage/francis-meral312/
Kurbel zum absoluten Schnapper Preis, ich fahre die auch an meinem Graveler in Verbindung mit einer Campa Potenza elffach Schaltung, läuft absolut problemlos.:
https://www.bike-discount.de/de/shimano-grx-fc-rx600-2x11-fach-kurbel-46/30-1
Der Rest Campa elffach, bis auf die Kassette hinten, da ne Shimano 11-34


Ich bin verwirrt, warum die Verlinkung zur GRX Kurbel wenn du Campa Potenza empfiehlst?
 

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Re: Brother Kepler - ein moderner Rahmen und Komponenten (Aufbauthread?)
Was verwirrt dich daran? ich fahre die GRX Kurbel (wegen der Kettenblattgröße) mit Campa Potenza Schaltung ohne deswegen vom Blitz erschlagen zu werden.

Ach so. Ich habe meine KEINE Probleme Hersteller zu mischen. Ich dachte nur, dass du mir einen Aufbau mit der silbernen Potenza empfiehlst und da hatte die GRX nicht ganz gepasst.
 
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Ich hatte gestern den ganzen Tag damit verbracht mich um das Kepler zu drehen. Es fällt mir wirklich schwer Entscheidungen zu treffen die nicht auf Erfahrungen beruhen die ich selbst gemacht habe. Es gibt gefühlt nur Meinungen zu den Themen, weniger objektive Wahrnehmungen, inkl. die von mir selbst.

Auf jeden Fall danke ich euch für die ganze Hilfe die ihr gebt. So richtig weiter komme ich mit dem Thema nicht.

Was sind meine Bedenken und Punkte die mich beschäftigen?

  • Ich möchte ein verlässlichen Reiserad. Mein Panasonic Touring Deluxe ist das bereits in gewissen Aspekten, es hat mich die ganze Zeit gut begleitet und es müsste nicht ersetzt werden. Es fährt, es rostet nicht durch und die Teile sind nicht verschlissen. Es hat aber seine Grenzen die mich nerven. Als Beispiel möchte ich Frankreich letztes Jahr erwähnen. Wir sind in Strasbourg gestartet und bis zur Küste an die Normandie mit dem Zug gefahren, danach ging es richtig los. Ziel war die Bretagne als erste große Zwischenstation komplett mit dem Rad der Küste entlang. Die ersten Kilometer schon bemerkte ich ein Problem am Hinterrad - und wie sich auch herausstellte am Vorderrad. Das Modell der Reifen mit genau der Breite hatte ich schon die Jahre vorher schon auf Reisen genutzt und nie gab es Probleme. Auf Grund der Länge der geplanten Strecke wollte ich aber die ollen Reifen nicht weiter fahren und habe Neureifen aufgezogen, wie gesagt, das selbe Modell mit identischer Breite. Wie auch immer, die Neuräder saßen nicht richtig auf der Felge, immer gab es Stellen die niedriger waren als der Rest der Reifen. Das Fahrgefühl war vergleichbar mit einer andauernden Fahrt über Kopfsteinpflaster. So konnte ich nicht weiterfahren und begann dann mitten im französischen Nichts mich mit Spülmittel und Wasser an den Felgen und Reifen zu probieren, erfolglos. Nichts half und die Reifen saßen vorn wie hinten nicht richtig. Es war zu dem Zeitpunkt schon deutlich am Abend und wir mussten wild campen. Also was tun? Weiter fahren, war dahingehend schwierig, da das Rumgehopse zu Kopfweh führte. Die Lösung, zurück zum Bahnhof und in eine Großstadt mit Decathlon inkl. Werkstatt welcher am Sonntag geöffnet hatte. Dort angekommen das Rad dem fähigen Schrauber in die Hand gedrückt. Der hat ne Stunde damit verbracht mit allen möglichen Mitteln die 34mm Reifen so aufzuziehen, dass sie gut sitzen, selbst mit unserer Hilfe und die Hilfe eines anderen Schraubers war es unmöglich. Kein Spülmittel, kein Schwalbemontagespray, nichts half. Und hier die Krux warum ich überhaupt diesen langen Text schreibe. Diese Drecksreifen hatten 34mm, was so ziemlich dem Maximum entsprach was man dem Panasonic zumuten konnte. Eine Breite die heutigen Standards nicht mehr für diese Art von Fahrrad entspricht, auch reine Gravelbikes waren da schon mit breiteren Schlappen unterwegs und ich stand also in Le Havre mit Begleitung dumm da. Reise noch nicht mal begonnen und inmitten der Zivilisation schon an einem Punkt wo es nicht weiter geht. In dem Fall hatten wir noch Glück, da der Schrauber irgendwo Vittoria Randonneur in 37mm ranzog die gerade so noch passten. Also cool gelaufen und 80€ plus ordentliches Trinkgeld später ging es dann verzögert weiter. Die anderen Reifen wurden dann ins Gepäck verfrachtet und sollten dann in Deutschland wieder reklamiert werden.
    Wegen solch einer Situation bin ich paranoid was passieren könnte. Klar, ich hätte eine längere Probefahrt mit dem Rad Zuhause machen sollen, da wäre mir das mit dem Sitz der Reifen eher aufgefallen.

  • Kommen wir zurück zum Kepler. Ursprünglich sollte es so minimalistisch und simpel gestaltet werden wie es nur geht um potentielle Fehlerquellen und so ein Bullshit wie in Frankreich zu vermeiden. So war der Hintergedanke z.B. der, dass ein Bremszug schnell getauscht ist und Ersatz in einer Tasche wenig Gewicht und Platz benötigt. Das Kepler erlaubt dann auch Reifen die aktuellen Moden entsprechend breit sein können und alles mögliche als Ersatz dienen könnte. Die Lösung wäre also ein ähnicher Aufbau wie das Panasonic nur modernisiert. 2x1X-fach, Bremsen mechanisch angesteuert, Lenkerendschalthebel, Tourenpedale mit Körbchen, breiten Schlappen, Lichtanlage, Gepäckis. Eigentlich easy. Wenn nicht aber...

  • ...bei der Suche nach Einzelkomponenten man gefühlt durchdreht. Wenn mechanische Bremsen, dann gerät man oft an Boutiqueteile, denn alles andere läuft bei Flatmountbremsen angeblich schlecht. Selbst hier in dem Thread scheiden sich die Geister. Als eine Person die Cantis auf dem Reiserad fährt und da die Alpen mit Gepäck runter gedüst ist und noch lebt, habe ich einfach keine Erfahrungswerte dazu und kann mich nur auf das verlassen was andere meinen und werde wenig schlau daraus.
    Dann kommt das Thema Kurbel auf... ja es gibt schöne Kurbeln in Silber. Egal ob TA, Sugino, Velo-Orange, oder wie sie alle heißen. Und dann? Schaltwerke und Umwerfer sind mehrheitlich schwarz und bricht tendenziell den Stil der Kurbel die nicht schwarz einher kommt. Zwar gibt es dann Schaltwerke wie ein Campagnolo Athena, doch auch wenn es in einen langen Käfig hat, so frage ich mich ob ein Rennschaltwerk wirklich für eine lange Reise gemacht und ob die Seltenheit (weltweit gesehen) eines Herstellers wie Campagnolo wirklich hilfreich sein kann.

  • Dann kommen dann Komplettgruppen in den Sinn die gerade verschleudert werden. Coole Nummer, denn alles ist dabei, alles ist stimmig, funktioniert und ist die wahrscheinlich kostengünstigste Variante. Brauche ich nichts weiter als einen LRS, Cockpit, Sattelzeug und fertig. Hier komme ich aber vom ursprünglichen Weg ab. Anstatt Lenkerendschalthebel sind es STIs, anstatt mechanischer Bremsen sind es hydraulische Bremsen. Die STIs aufgrunddessen nur hydraulisch die Bremsen ansteuern. Hier kommt die Paranoia auf. Ich war in Frankreich nicht so weit weg von der Zivilisation und dennoch gab es Probleme. Ja hydraulische Bremsen sollen toll sein und zuverlässig sein, doch was wenn aus Gründen X die Bremsanlage dennoch ausfällt? Das Werkzeug und die Teile mitzuschleppen die es nötig macht es unterwegs zu reparieren wirkt wie Overkill. Klar, wie letztes Jahr kann ich in den Zug setzen und gut ist. Solang das in Europa passiert, wahrscheinlich überhaupt kein Thema, was ist aber mit den Gegenden wie z.B. Nordafrika am Rand der Sahara? Kirgisistan? Also ja, derartige Orte stehen im Raum. Also Murphys Law sozusagen: “Anything that can go wrong will go wrong.” Eine zugesuppte Bremsscheibe und -beläge auf so ner Strecke kommt mir auch sehr unpraktisch vor, selbst wenn man alles repariert bekäme.

  • Hydraulische Bremsen sind aber allein deswegen schon wieder ein Thema, da meine Partnerin sich ein Liv mit einer 105er ins Haus holen wird. Man muss sich also damit beschäftigen, warum also ich nicht ich auch? (Ich habe schon entlüftet und alles, das ist nicht das Thema. Macht halt Dreck und man ist nicht geübt darin)

Schlussendlich weiß ich nicht weiter, weil gefühlt alles falsch wirkt auf die ein oder andere Weise. Auch die Angst vor "Neuem" spielt da bestimmt eine Rolle als ein Mensch der - wer hätte es gedacht - sich hauptsächlich mit altem Material bisher beschäftigt hat. Kann also eine Carbonkurbel eine lange Reise überhaupt überleben? Das ist doch Plastik und zerbricht doch?!

Die beiden Bilder zeigen ältere Aufbauten von Kepler-Modellen, gefällt mir eigentlich ganz gut. Ne Mischung zwischen den beiden könnte ich mir gut vorstellen.
 
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Wie auch immer, die Neuräder saßen nicht richtig auf der Felge, immer gab es Stellen die niedriger waren als der Rest der Reifen
Was genau hat jetzt Deine schlechte Vorbereitung (nicht korrekt montierte Reifen) mit dem Fahrrad zu tun?
Ob alles passt probiere ich doch vor Antritt der Reise und nicht mittendrin.
Viel Erfolg jedenfalls und nicht so viel denken 😉
 
Was genau hat jetzt Deine schlechte Vorbereitung (nicht korrekt montierte Reifen) mit dem Fahrrad zu tun?
Ob alles passt probiere ich doch vor Antritt der Reise und nicht mittendrin.
Viel Erfolg jedenfalls und nicht so viel denken 😉

Die schlechte Vorbereitung ist das eine, das kann man vermeiden bzw. hätte man vermeiden können. Ich hatte ne Probefahrt gemacht und ich meinte, es hätte hinten auch gepasst (vorn unsicher). in Strasbourg selbst gab es noch am HR einen Platten den ich unter viel Zeitdruck repariert habe, der massive Schlag schien danach prominenter. Aber nicht die schlechte Vorbereitung ist das Thema, sondern eher inmitten der Zivilisation schon Probleme mit der Beschaffung von passenden Ersatzteilen (schmale Reifen) hatte.
 
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Das sind alles Entscheidungen, die dir keiner Abnehmen kann.
Man kann sicher mit beiden Varianten (also altes Rad mit mechanischen Bremsen und neues mit hydraulischen) eine Weltreise machen bzw. machen andere Menschen. Ist beides möglich und eigentlich auch schon gut erprobt.
Probleme kannst du auch mit beiden Setups haben, das wird nicht zu vermeiden sein. Viel wichtiger ist, dass man im Kopf nicht unvorbereitet auf Probleme stößt. Gerade ein solches unternehmen (also weite Radreisen) erfordern ein Maximum an geistiger Flexibilität und Resilienz. Dich darin zu üben bringt dir sicher langfristig mehr als die Frage "wie aufbauen". Das Problem mit dem Reifen hätte auch mit einem modernen Rad passieren können. Oder stell dir vor du bis mit einem alten Rad mit Cantis unterwegs und brauchst neue Beläge. In Vorort Geschäften wird das hier zum Teil auch schon schwierig, andererseits ist es sicher auch fraglich ob man in jeder Pampa die passenden Beläge für die Scheibenbremsen bekommt. Egal wie du dich entscheidest, du wirst immer ein mögliches Problem mit einem anderen ersetzen.
 
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Ich hatte gestern den ganzen Tag damit verbracht mich um das Kepler zu drehen. Es fällt mir wirklich schwer Entscheidungen zu treffen die nicht auf Erfahrungen beruhen die ich selbst gemacht habe. Es gibt gefühlt nur Meinungen zu den Themen, weniger objektive Wahrnehmungen, inkl. die von mir selbst.

Auf jeden Fall danke ich euch für die ganze Hilfe die ihr gebt. So richtig weiter komme ich mit dem Thema nicht.

Was sind meine Bedenken und Punkte die mich beschäftigen?

  • Ich möchte ein verlässlichen Reiserad. Mein Panasonic Touring Deluxe ist das bereits in gewissen Aspekten, es hat mich die ganze Zeit gut begleitet und es müsste nicht ersetzt werden. Es fährt, es rostet nicht durch und die Teile sind nicht verschlissen. Es hat aber seine Grenzen die mich nerven. Als Beispiel möchte ich Frankreich letztes Jahr erwähnen. Wir sind in Strasbourg gestartet und bis zur Küste an die Normandie mit dem Zug gefahren, danach ging es richtig los. Ziel war die Bretagne als erste große Zwischenstation komplett mit dem Rad der Küste entlang. Die ersten Kilometer schon bemerkte ich ein Problem am Hinterrad - und wie sich auch herausstellte am Vorderrad. Das Modell der Reifen mit genau der Breite hatte ich schon die Jahre vorher schon auf Reisen genutzt und nie gab es Probleme. Auf Grund der Länge der geplanten Strecke wollte ich aber die ollen Reifen nicht weiter fahren und habe Neureifen aufgezogen, wie gesagt, das selbe Modell mit identischer Breite. Wie auch immer, die Neuräder saßen nicht richtig auf der Felge, immer gab es Stellen die niedriger waren als der Rest der Reifen. Das Fahrgefühl war vergleichbar mit einer andauernden Fahrt über Kopfsteinpflaster. So konnte ich nicht weiterfahren und begann dann mitten im französischen Nichts mich mit Spülmittel und Wasser an den Felgen und Reifen zu probieren, erfolglos. Nichts half und die Reifen saßen vorn wie hinten nicht richtig. Es war zu dem Zeitpunkt schon deutlich am Abend und wir mussten wild campen. Also was tun? Weiter fahren, war dahingehend schwierig, da das Rumgehopse zu Kopfweh führte. Die Lösung, zurück zum Bahnhof und in eine Großstadt mit Decathlon inkl. Werkstatt welcher am Sonntag geöffnet hatte. Dort angekommen das Rad dem fähigen Schrauber in die Hand gedrückt. Der hat ne Stunde damit verbracht mit allen möglichen Mitteln die 34mm Reifen so aufzuziehen, dass sie gut sitzen, selbst mit unserer Hilfe und die Hilfe eines anderen Schraubers war es unmöglich. Kein Spülmittel, kein Schwalbemontagespray, nichts half. Und hier die Krux warum ich überhaupt diesen langen Text schreibe. Diese Drecksreifen hatten 34mm, was so ziemlich dem Maximum entsprach was man dem Panasonic zumuten konnte. Eine Breite die heutigen Standards nicht mehr für diese Art von Fahrrad entspricht, auch reine Gravelbikes waren da schon mit breiteren Schlappen unterwegs und ich stand also in Le Havre mit Begleitung dumm da. Reise noch nicht mal begonnen und inmitten der Zivilisation schon an einem Punkt wo es nicht weiter geht. In dem Fall hatten wir noch Glück, da der Schrauber irgendwo Vittoria Randonneur in 37mm ranzog die gerade so noch passten. Also cool gelaufen und 80€ plus ordentliches Trinkgeld später ging es dann verzögert weiter. Die anderen Reifen wurden dann ins Gepäck verfrachtet und sollten dann in Deutschland wieder reklamiert werden.
    Wegen solch einer Situation bin ich paranoid was passieren könnte. Klar, ich hätte eine längere Probefahrt mit dem Rad Zuhause machen sollen, da wäre mir das mit dem Sitz der Reifen eher aufgefallen.

  • Kommen wir zurück zum Kepler. Ursprünglich sollte es so minimalistisch und simpel gestaltet werden wie es nur geht um potentielle Fehlerquellen und so ein Bullshit wie in Frankreich zu vermeiden. So war der Hintergedanke z.B. der, dass ein Bremszug schnell getauscht ist und Ersatz in einer Tasche wenig Gewicht und Platz benötigt. Das Kepler erlaubt dann auch Reifen die aktuellen Moden entsprechend breit sein können und alles mögliche als Ersatz dienen könnte. Die Lösung wäre also ein ähnicher Aufbau wie das Panasonic nur modernisiert. 2x1X-fach, Bremsen mechanisch angesteuert, Lenkerendschalthebel, Tourenpedale mit Körbchen, breiten Schlappen, Lichtanlage, Gepäckis. Eigentlich easy. Wenn nicht aber...

  • ...bei der Suche nach Einzelkomponenten man gefühlt durchdreht. Wenn mechanische Bremsen, dann gerät man oft an Boutiqueteile, denn alles andere läuft bei Flatmountbremsen angeblich schlecht. Selbst hier in dem Thread scheiden sich die Geister. Als eine Person die Cantis auf dem Reiserad fährt und da die Alpen mit Gepäck runter gedüst ist und noch lebt, habe ich einfach keine Erfahrungswerte dazu und kann mich nur auf das verlassen was andere meinen und werde wenig schlau daraus.
    Dann kommt das Thema Kurbel auf... ja es gibt schöne Kurbeln in Silber. Egal ob TA, Sugino, Velo-Orange, oder wie sie alle heißen. Und dann? Schaltwerke und Umwerfer sind mehrheitlich schwarz und bricht tendenziell den Stil der Kurbel die nicht schwarz einher kommt. Zwar gibt es dann Schaltwerke wie ein Campagnolo Athena, doch auch wenn es in einen langen Käfig hat, so frage ich mich ob ein Rennschaltwerk wirklich für eine lange Reise gemacht und ob die Seltenheit (weltweit gesehen) eines Herstellers wie Campagnolo wirklich hilfreich sein kann.

  • Dann kommen dann Komplettgruppen in den Sinn die gerade verschleudert werden. Coole Nummer, denn alles ist dabei, alles ist stimmig, funktioniert und ist die wahrscheinlich kostengünstigste Variante. Brauche ich nichts weiter als einen LRS, Cockpit, Sattelzeug und fertig. Hier komme ich aber vom ursprünglichen Weg ab. Anstatt Lenkerendschalthebel sind es STIs, anstatt mechanischer Bremsen sind es hydraulische Bremsen. Die STIs aufgrunddessen nur hydraulisch die Bremsen ansteuern. Hier kommt die Paranoia auf. Ich war in Frankreich nicht so weit weg von der Zivilisation und dennoch gab es Probleme. Ja hydraulische Bremsen sollen toll sein und zuverlässig sein, doch was wenn aus Gründen X die Bremsanlage dennoch ausfällt? Das Werkzeug und die Teile mitzuschleppen die es nötig macht es unterwegs zu reparieren wirkt wie Overkill. Klar, wie letztes Jahr kann ich in den Zug setzen und gut ist. Solang das in Europa passiert, wahrscheinlich überhaupt kein Thema, was ist aber mit den Gegenden wie z.B. Nordafrika am Rand der Sahara? Kirgisistan? Also ja, derartige Orte stehen im Raum. Also Murphys Law sozusagen: “Anything that can go wrong will go wrong.” Eine zugesuppte Bremsscheibe und -beläge auf so ner Strecke kommt mir auch sehr unpraktisch vor, selbst wenn man alles repariert bekäme.

  • Hydraulische Bremsen sind aber allein deswegen schon wieder ein Thema, da meine Partnerin sich ein Liv mit einer 105er ins Haus holen wird. Man muss sich also damit beschäftigen, warum also ich nicht ich auch? (Ich habe schon entlüftet und alles, das ist nicht das Thema. Macht halt Dreck und man ist nicht geübt darin)

Schlussendlich weiß ich nicht weiter, weil gefühlt alles falsch wirkt auf die ein oder andere Weise. Auch die Angst vor "Neuem" spielt da bestimmt eine Rolle als ein Mensch der - wer hätte es gedacht - sich hauptsächlich mit altem Material bisher beschäftigt hat. Kann also eine Carbonkurbel eine lange Reise überhaupt überleben? Das ist doch Plastik und zerbricht doch?!

Die beiden Bilder zeigen ältere Aufbauten von Kepler-Modellen, gefällt mir eigentlich ganz gut. Ne Mischung zwischen den beiden könnte ich mir gut vorstellen.
Ich habe (ebenfalls wie @𝐻𝑒𝓍𝑒𝓇) den Eindruck, dass Du Dir eher zu viele Gedanken machst und Dir dadurch selbst ein Bein stellst.

Anbauteile, mit denen Du selbst gute Erfahrungen gemacht hast, kannst Du bedenkenlos wieder verbauen (da erübrigt sich jedes Nachdenken).

Mit Anbauteilen, welche neu für Dich sind, musst Du leider irgendeine Entscheidung treffen und es riskieren, ob sie auch langfristig und bei entsprechender Belastung halten und sie zuverlässig funktionieren.

Denn Erfahrungen, welche andere damit gemacht haben, sind (untereinander verglichen) nie identisch und sie müssen in Deinem Fall des Gebrauchs auch nicht entsprechend sein.

Wenn Du bei einer Reise Pech mit irgendwelchen Teilen hattest, kann es gut sein, dass Du bei einer anderen Reise ohne jegliche Probleme, Pannen und anderen Schwierigkeiten sauber durchkommst.

Zudem kann man nicht für jeglich noch so selten vorkommenden Vorfall vorsorgen.

Ich würde den Rahmen einfach aufbauen, wie mir danach ist und mich mit positivem Vertrauen in die nächste Radreise stürzen.

Das wird schon klappen. :daumen:
 
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Ich hatte ne Probefahrt gemacht und ich meinte, es hätte hinten auch gepasst (vorn unsicher).


Eine Probefahrt wäre mir ehrlich gesagt zu riskant vor so einem ausgedehnten Trip.
Ich würde vor der eigentlichen Reise lieber nochmal ein Kurztrip bzw. ein verlängertes Wochenende
einlegen um die Hardware ausgiebig zu testen.
 
Eine Probefahrt wäre mir ehrlich gesagt zu riskant vor so einem ausgedehnten Trip.
Ich würde vor der eigentlichen Reise lieber nochmal ein Kurztrip bzw. ein verlängertes Wochenende
einlegen um die Harware ausgiebig zu testen.

Wurde es die Jahre vorher schon. Dass die Reifen einfach nicht sitzen wollten, damit rechnet man nicht wenn man das selbe Modell schon kennt.
 
Hmm.
Ein bombensicheres Weltreiserad hätte bei mir einfach überhaupt keine Scheibenbremsen, eine ältere MTB-Kurbel mit JIS-Vierkantlager, Lenkerendschalthebel statt STI, ein Shimano-Schaltwerk aus der geometrisch unveränderten 6- bis 10-fach-Ära (nicht 740x, nicht MTB-10, nicht MTB-reverse) und Reifen für normale Schläuche.
Mitzuführen wären dann nur normales Bordwerkzeug, Schaltzug, Bremszug und halt ein paar Schläuche und Flicken. Neu aufbauen kann man so ein Rad praktisch nur mit einigen gebrauchten Teilen, das Ergebnis wird entsprechend nicht modern, aber ziemlich sicher zuverlässig.

Ein Reiserad für Zentraleuropa dürfte bei mir ruhig modern sein und ich würde akzeptieren, im schlimmsten Fall ein technisches Problem damit nicht vollständig allein lösen zu können. Also ruhig Bremsschalthebel (nur lieber keine elektrischen) und moderne 11-, 12- oder 13-fach Schalterei, Marke erstmal egal, weil man in zivilisierten Ländern fast alles dafür irgendwo bekommen kann, in Schwellenländern aber oft auch schon für ältere Allerweltstechnik keine Teile mehr bekommt.
Schlauchlose Reifen auf ordentlich dazu passenden Felgen sehr gern, einen Satz extralange Metall-Reifenheber und eine CO2-Kartuschenpumpe samt reichlich Ersatzkartuschen dann aber bitte mit auf die Reise nehmen (obwohl ich in ca. zehn schlauchlosen Jahren keine einzige Panne damit hatte oder mitbekommen habe).

Scheibenbremsen würde ich nach wie vor zur Diskussion stellen: Brauche ich nicht unbedingt und würde wohl auch kein Reparaturkit dafür mitnehmen wollen, aber das schließt dann fast alle modernen Gruppen oder Bremsschalthebel aus. Also "wenn modern, dann auch hydraulische Scheibenbremsen" oder "wenn keine Scheibenbremsen, dann auch nicht modern".

Meine eigenen Erfahrungen mit zugbetätigten Scheibenbremsen waren durchgehend derartig schlecht, dass ich darüber einfach nicht mehr nachdenke und wenig Lust habe, noch andere Modelle auszuprobieren. Begegnet sind sie mir immer wieder an den Rädern von Nachbarn und Freunden, die ich warten oder überholen sollte und der Aufwand für eine so halbwegs durchgepfiffene irgendwie-Avid oder irgendwas-TRP war dabei durchweg deutlich höher, als bei jeder mir bekannten Felgenbremse, das Ergebnis aber selbst mit "schärferen" Belägen, gut eingebremst, zeitraubend wahnsinnig exakt eingestellt, neuen Zügen und frischem Fett in den winzigen Kugellagern meistens schlechter, als bei stinknormalen Mini-V-Brakes. Manchmal so schlecht, dass ich nicht mal bei Nässe einen Vorteil des Konzepts erwarten würde.
Es mag durchaus gute zugbetätigte Scheibenbremsen geben, aber kennenlernen möchte ich die eigentlich garnicht mehr.
Mit hydraulischen Scheibenbremsen war für mich immer alles in Ordnung und so (gut), wie erwartet. Ein wenig Sauerei beim Entlüften gibt es zwar und die finde ich bei Straßenfahrrädern nach wie vor verstörend, aber akzeptabel. Macht man ja nun auch nicht ständig.

Ansonsten, auf meinen wenigen Radreisen war ich selbst jedes Mal pannenfrei und habe als schlimmstes Problem mal eine gerissene Speiche mitbekommen, die aber nicht an der Weiterreise hinderte.
Bei ganz normalen Trainings- und Alltagsfahrten sind mir schon deutlich schlimmere Pannen deutlich häufiger begegnet, gebrochene Nabenflansche, der Länge nach aufgerissene Felgenbetten, einfach abgebrochene Schalthebel bei SRAM-Schremsern, schaltwerke in den Speichen, zweimal eine abgefallene Kurbel, ...
 
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Hmm.
Ein bombensicheres Weltreiserad hätte bei mir einfach überhaupt keine Scheibenbremsen, eine ältere MTB-Kurbel mit JIS-Vierkantlager, Lenkerendschalthebel statt STI, ein Shimano-Schaltwerk aus der geometrisch unveränderten 6- bis 10-fach-Ära (nicht 740x, nicht MTB-10, nicht MTB-reverse) und Reifen für normale Schläuche.
Mitzuführen wären dann nur normales Bordwerkzeug, Schaltzug, Bremszug und halt ein paar Schläuche und Flicken. Neu aufbauen kann man so ein Rad praktisch nur mit einigen gebrauchten Teilen, das Ergebnis wird entsprechend nicht modern, aber ziemlich sicher zuverlässig.

Ein Reiserad für Zentraleuropa dürfte bei mir ruhig modern sein und ich würde akzeptieren, im schlimmsten Fall ein technisches Problem damit nicht vollständig allein lösen zu können. Also ruhig Bremsschalthebel (nur lieber keine elektrischen) und moderne 11-, 12- oder 13-fach Schalterei, Marke erstmal egal, weil man in zivilisierten Ländern fast alles dafür irgendwo bekommen kann, in Schwellenländern aber oft auch schon für ältere Allerweltstechnik keine Teile mehr bekommt.
Schlauchlose Reifen auf ordentlich dazu passenden Felgen sehr gern, einen Satz extralange Metall-Reifenheber und eine CO2-Kartuschenpumpe samt reichlich Ersatzkartuschen dann aber bitte mit auf die Reise nehmen (obwohl ich in ca. zehn schlauchlosen Jahren keine einzige Panne damit hatte oder mitbekommen habe).

Scheibenbremsen würde ich nach wie vor zur Diskussion stellen: Brauche ich nicht unbedingt und würde wohl auch kein Reparaturkit dafür mitnehmen wollen, aber das schließt dann fast alle modernen Gruppen oder Bremsschalthebel aus. Also "wenn modern, dann auch hydraulische Scheibenbremsen" oder "wenn keine Scheibenbremsen, dann auch nicht modern".

Meine eigenen Erfahrungen mit zugbetätigten Scheibenbremsen waren durchgehend derartig schlecht, dass ich darüber einfach nicht mehr nachdenke und wenig Lust habe, noch andere Modelle auszuprobieren. Begegnet sind sie mir immer wieder an den Rädern von Nachbarn und Freunden, die ich warten oder überholen sollte und der Aufwand für eine so halbwegs durchgepfiffene irgendwie-Avid oder irgendwas-TRP war dabei durchweg deutlich höher, als bei jeder mir bekannten Felgenbremse, das Ergebnis aber selbst mit "schärferen" Belägen, gut eingebremst, zeitraubend wahnsinnig exakt eingestellt, neuen Zügen und frischem Fett in den winzigen Kugellagern meistens schlechter, als bei stinknormalen Mini-V-Brakes. Manchmal so schlecht, dass ich nicht mal bei Nässe einen Vorteil des Konzepts erwarten würde.
Es mag durchaus gute zugbetätigte Scheibenbremsen geben, aber kennenlernen möchte ich die eigentlich garnicht mehr.
Mit hydraulischen Scheibenbremsen war für mich immer alles in Ordnung und so (gut), wie erwartet. Ein wenig Sauerei beim Entlüften gibt es zwar und die finde ich bei Straßenfahrrädern nach wie vor verstörend, aber akzeptabel. Macht man ja nun auch nicht ständig.

Ansonsten, auf meinen wenigen Radreisen war ich selbst jedes Mal pannenfrei und habe als schlimmstes Problem mal eine gerissene Speiche mitbekommen, die aber nicht an der Weiterreise hinderte.
Bei ganz normalen Trainings- und Alltagsfahrten sind mir schon deutlich schlimmere Pannen deutlich häufiger begegnet, gebrochene Nabenflansche, der Länge nach aufgerissene Felgenbetten, einfach abgebrochene Schalthebel bei SRAM-Schremsern, schaltwerke in den Speichen, zweimal eine abgefallene Kurbel, ...


Wann hast du die letzten mechanischen Bremsen selbst "erlebt"?
 
Letzten Sommer, ich hätte sie am liebsten direkt in den Müll geschmissen. Rad eines Nachbarn, bremste vorher kaum noch nachvollziehbar und anschließend auch nicht gut. Wenn ich es richtig im Kopf habe, waren die von "Zoom", im Aufbau recht ähnlich älteren Avid BB, Belagnachstellung aber nur über die Zugspannung, nicht am Sattel bzw. Belagträger selbst.
 
Wann hast du die letzten mechanischen Bremsen selbst "erlebt"?
was hast du denn gegen hydraulische Scheibenbremsen? Ein sichereres System gibt es doch gar nicht... ?
Moderne Typen haben eine top Performance und die Beläge halten etliche Kilometer, sind im Bedarfsfall in Minuten auszutauschen. Ich fahre schon einige tausend Kilometer Shimano 105 (160/160) am Gravelrad und außer Beläge und Scheiben erneuern erneuern musste ich nix machen.

Edit: das oben abgebildete rosa Keppler hat genau die richtige Ausstattung!
 
was hast du denn gegen hydraulische Scheibenbremsen? Ein sichereres System gibt es doch gar nicht... ?
Moderne Typen haben eine top Performance und die Beläge halten etliche Kilometer, sind im Bedarfsfall in Minuten auszutauschen. Ich fahre schon einige tausend Kilometer Shimano 105 (160/160) am Gravelrad und außer Beläge und Scheiben erneuern erneuern musste ich nix machen.

Edit: das oben abgebildete rosa Keppler hat genau die richtige Ausstattung!

Nichts konkretes. Einfach nur keine Erfahrungen mit dieser Art von Bremsen, weder mechanisch noch hydraulisch. Wahrscheinlich würde ich sie abfeiern wenn ich welche aufm Rad hätte.

Meine Partnerin hat die Vermutung, dass mein Hauptproblem sein könnte Kontrolle abzugeben. Also weniger kein Vertrauen in die Technik zu haben, sondern einfach "machtlos" zu sein, wenn man aus Gründen die Hydraulikleitung 200km vom nächsten Radladen entfernt rausreißt. Ne mechanische Konstruktion wäre gefühlt schnell und einfach repariert. Mit Hydraulik stelle ich mir nerviger bis unmöglich vor.

Sowas...

Ergibt auch Sinn.
 
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Nichts konkretes. Einfach nur keine Erfahrungen mit den Bremsen. Wahrscheinlich würde ich sie abfeiern wenn ich welche aufm Rad hätte.

Meine Partnerin hat die Vermutung, dass mein Hauptproblem sein könnte Kontrolle abzugeben. Also weniger kein Vertrauen in die Technik zu haben, sondern einfach "machtlos" zu sein, wenn man aus Gründen die Hydraulikleitung 200km vom nächsten Radladen entfernt rausreißt. Ne mechanische Konstruktion wäre schnell repariert.

Sowas...

Bei Ultralangstrecke fahren sehr viele hydraulische Bremsen. Andere setzen auf mechanische Bremsen genau wegen der obigen Argumentation.
Bei Defekten kann viel passieren. In den 90ern bin ich mit meiner Frau vom Ruhrgebiet zum Bodensee (und einmal drumherum) gefahren.
Die neuen Räder haben wir vorher gut 300-400km genutzt und ein paar Kleinigkeiten repariert und eingestellt.
Auf der Fahrt ist kein Zug gerissen, keine Speiche gebrochen und nicht einmal einen einzigen Platten hatten wir. Wir hatten Schläuche und Speichen dabei.
Dennoch ist in Speyer der Freilauf defekt gegangen. Das war ohne Werkzeug irreparabel. Ich hatte damals einfach ein Ersatzhinterrad gekauft, weil der Radhändler nicht reparieren wollte. Werkzeug wollte er mir auch nicht leihen oder mir gestatten, das in seiner Werkstatt selbst zu reparieren. Heute würde ich das repariert bekommen. Damals nicht.
Es kann alles passieren aber ein Rad ausgiebig vorher fahren schadet nicht.
 
Letzten Sommer, ich hätte sie am liebsten direkt in den Müll geschmissen. Rad eines Nachbarn, bremste vorher kaum noch nachvollziehbar und anschließend auch nicht gut. Wenn ich es richtig im Kopf habe, waren die von "Zoom", im Aufbau recht ähnlich älteren Avid BB, Belagnachstellung aber nur über die Zugspannung, nicht am Sattel bzw. Belagträger selbst.
In dem Fall hatte diese "Zoom" Bremse offenbar keine Ähnlichkeit mit einer Avid BB7 Bremse.
 
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