Konkret in dem gefilmten Beispiel sehe ich keine besondere Gefährdungslage, die einen derart großen (1,5m) Sicherheitsabstand erfordern würde. Zugegeben, der LKW fährt schon etwas dicht vorbei, sodass es ein gewisses Unwohlsein hervorrufen kann - aber wirkliche Gefährdung?...
@FoPA:
Machst Du Witze?
Wie gesagt, was wenn eine Tür aufgeht, jemand auf die Straße tritt oder eine Windböe von der Seite kommt ???
Oder es kommt ein Schlagloch, oder Klassiker: jemand fängt schon mal (trotz fließendem Verkehr) an auszuparken und bewegt sich dabei beim rückwärtseinlenken schon mal mit dem vorderen linken Kotflügel Richtung Straße ?
Mal ganz ehrlich - was passiert dann? Wo soll man dann als Radfahrer hin???
Und 2. wie soll der nachfolgende Verkehr überhaupt erkennen können, dass der LKW gerade 2 Radfahrer überholt (und sich darauf einstellen), wenn er das in so geringem Abstand tut, dass man da gar nicht damit rechnet)??? ... da fährt eben der nächste einen "aus Versehen" übern Haufen - und kann vielleicht nicht mal was dafür ... nee, also ganz ehrlich, das muss nicht sein, und deshalb mein vehementer Protest! (ist schließlich mein Leben auf dem Fahrrad)
...Sind wohl alles
Hellseher da hinterm Steuer, dass sie so genau wissen, das "nichts passieren" wird (außer einen markmäßig zu erschrecken - aber das zählt wohl für viele nicht als "Belästigung" i.S. von § 1 StVO - wie war das nochmal mit § 1 StVO, an dem sich viele dann doch festhalten - der soll hier dann also nicht gelten?)
Fakt bleibt: ausschließen kann man die o.g. (und keine ungewöhnlichen) Vorkommnisse nicht -
deshalb "lieber mehr Abstand" ... ich meine es hilft alles nichts - es sei denn man nimmt die Gefährdung (oder Verletzung) eine Menschenlebens eben billigend in Kauf ...
ich vermute: weil man sich als der Stärkere fühlt und deswegen meint die Radfahrer nicht beachten zu brauchen (oder sich eben null Gedanken über den Sinn von Verkehrsregeln gemacht hat und sie nur befolgen will, solange man einen "vermeintlichen Vorteil" daraus ziehen kann - als wenn die Gesundheit anderer nicht zu gefährden, kein nobles Ziel wäre - aber viele sind wohl eher etwas "menschenverachtend" gepolt oder zumindest "egoistisch" - hat im Straßenverkehr denke ich nichts zu suchen, oder?) ...
Das nenne ich Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Selbstüberschätzung - und das muss im immer dichter werdenden (und agressiver werdenden) Straßenverkehr nun wirklich nicht sein ... man hat schon so genug Streß im Leben und könnte sich das lieber sparen und die Energien anderswo sinnvoller einsetzen!
Ich frage mich ob mancher immer noch so rücksichtlos fahren würde, säße er in einer 300-PS-Pappkiste (anstatt in riesigen blechumantelten Boliden)? ...muss wohl immer erst weh tun, bis manche das kapieren...
...
@FoPa: Also verstehe ich echt nicht, wie Du da der Meinung sein kannst, dass das gefilmte Verhalten des LKW i.O. ist.
Auf dem Eingangs gezeigten Video vom dem Engländer sind solche Abstandsverstöße halt zu Hauf zu sehen ... ist das selbe in grün ...
...
Klar, kann man nicht alle Eventualitäten vorausplanen und in die StVO einplanen -
aber eben weil das ja gerade so ist (und es niemand
vorhersehen kann), ist es doch umso wichtiger
lieber "mit etwas mehr Abstand" vorbeizufahren - oder sitzen überall
Hellseher hinterm Steuer??? ...
(Gerichte sagen nunmal mindestens 1,50 m ab Ellenbogen und ab 90 km/h oder bergauf mindestens 2 m - Warum sich darüber aufregen? Warum es nicht einfach befolgen? Warum der Meinung sein, schlauer als das Gericht zu sein - und damit jahrelange Verhandlungen und hunterdete Gutachten ??? Sollten die alle falsch gelegen haben?
... in vielen der in den Videos gezeigten Situationen drängt sich mir der Verdacht auf, dass das Problem ist, dass manche Leute sich durch Radfahrer im Verkehrsfluss gestört fühlen und deshalb so rücksichtlos überholen, drängeln, hupen etc. ... sicher könnte man auch hunderte Videos zeigen, auf denen es Autofahrer "richtig machen", und sie sind wahrscheinlich sogar genauso schnell ans Ziel gekommen -
nur entspannter und gelassener!
Wenn jedenfalls die linke Spur (wie im gezeigten "LKW vs. Radfahrer-Video") frei ist, dann ist das doch umso mehr "problemloser" für den LKW-Fahrer möglich mit mind. 1,50 m Abstand zu überholen - aber er schafft es nicht ... und man kann doch nicht allenernstes "Spritspar-Belange" den Sicherheistbelangen voranstellen (oder meinetwegen Verkehrsfluss) ... ist da doch keine Autobahn ...
@FoPA: Ich frage mich, ob Du sowas überhaupt schon mal selbst erlebt hast???
Aber das geht wahrscheinlich den meisten so, die solche Situationen nicht kennen ... Warum also so dicht überholen, warum nicht etwas mehr Abstand, wo ist das Problem? ...
wer sein Fahrzeug beherrscht, der sollte damit eigentlich keine Probleme haben und dass RR-Fahrer besonders professionell/erfahren (was auch immer) subd und deswegen "besonders spurtreu" seien, kann doch nicht allenernstes als Argument herhalten, dass man an RR-Fahrern ruhig "etwas dichter" vorbeifahren kann - seit wann bestimmt das Fahrzeug über den Charakter des Fahrers? ...
also mir stehen da bei dieser Argumentationskette von Dir echt "die Haare zu Berge" - aber weil leider viele so denken, kommt es eben zu den in den Videos gezeigten (eigentlich vermeidbaren) Situationen ...
(und damit zu zu Verstößen sogar gg. § 1 StVO, der hier im Forum der "kleinste gemeinsame Nenner" zu sein scheint - ... komme wohl nicht drumrum den zu zitieren, hilft ja sonst alles nicht
§ 1 StVO (Grundregeln):
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
(für mich ganz klar, viele der in den Videos gezeigten Situation wären vermeidbar, würden die
Autofahrer ihr Verhalten ändern - was soll der Radfahrer denn noch machen, vor allem wenn die Fahrzeuge von hinten kommen? - ist doch einfach nur rücksichtlos, respektlos und feige, da die Abstände (wohl abichtlich) so krass zu unterschreiten ...
P.S.: in dem LKW-Video waren es mit Mühe und Not 0,5 m Seitenabstand (statt der vorgeschriebenen 1,50 m !!!) - siehe Sekunde 0:07 - und der Abstand vom Fahrrad zu den parkenden Autos ist da auch schon weniger als 1 m (!!!) - was im Falle einer sich öffenenden Tür eine Mithaftung für den Radfahrer bedeutet (aber was bleibt einem für ne Wahl - will man vom LKW tuschiert werden?) ... - wie man da davon ausgehen kann, es läge "keine gefährliche Situation" vor, ist mir schleierhaft - allein der Zufall (!!!!!!) lässt hier alles "gut ausgehen", vom Schreck/Schock mal abgesehen - aber das Gefühl kennen eben zu wenige und auch deshalb fahren sie so dicht vorbei ... muss (und kann es doch) alles nicht sein!
...
Also ich bin für
mehr miteinander statt gegeneinander im Straßenverkehr und das Gefühl tut sich nunmal nur auf, wenn andere Verkehrsteilnehmer den
Sicherheitsbereich des RR-Fahrers respektieren und ihm so signalisieren "ich habe Dich gesehen und achte Dich" oder "ich will Dir nichts Böses tun" - anstatt mit zu dichtem Überholen deutlich zu machen "Platz da hier komm ich!"... Es herrscht einfach zu viel Egoismus und Eigenbrötelei im Straßenverkehr ... Traurig ...
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nur damit keine Missverständniss aufkommen, ich hätte mir das alles ausgedacht und wäre der Prediger vermeintlich "unsinniger" Paragraphen - hier eine Quelle, die sich detailliert (unter Bezug von Gerichtsurteilen) mit der "Abstandsproblematik" auseinandersetzt ... wie auch immer,
hier kann man sehen, wie die Realität eigentlich aussehen sollte, damit ein "gefahrloses miteinander" statt "gegeneinander" möglich wäre, aber es gibt eben leider zu viele "Hellseher":
http://www.adfc.de/verkehr--recht/sicher-unterwegs/seitenabstaende/seitliche-sicherheitsabstaende